Mit der Modellpflege des SL Roadsters der Baureihe 231 hat Mercedes-Benz zahlreiche Änderungen im Interieur-, sowie Exterieurdesign einfließen lassen, wie auch technische Änderungen. Neu ist u.a. die AMG Line und das AMG Night Paket, eine größere Auswahl an 19″ Leichtmetallrädern sowie die Einführung von NTG 5*1 COMAND Online mit Internetradio, Kommunikationsmodul für den Notruf von Mercedes-Benz sowie zusätzlichen Display Anzeigen im Bereich der sportlichen Inszenierung.

Der neue Mercedes SL, San Diego 2016, Pressefahrveranstaltung, M

Exterieur-Maßnahmen der SL Mopf
Im Exterieur zeigt sich die Modellpflege durch ein neues, emotionales Frontdesign, u.a. mit modifizierten Kühlergrill im Stil des 300 SL Panamericana, AMG Styling mit typischer AMG-Frontschütze im A-Wing-Design und Serien-Frontsplitter in Wagenfarbe, LED Intelligent Light System mit volldynamischen Voll-LED-Scheinwerfern und fackelförmig angeordnetem Fahrtrichtungsanzeiger / Tagfahrlicht sowie vergrößerten Lufteinlässen an der Seite.

Der neue Mercedes SL, San Diego 2016, Pressefahrveranstaltung, M

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Am Heck der Baureihe 231 findet man einen modifiziertes Stoßfängerunterteil mit Diffusor, der Fahrtrichtungsanzeiger ist nun ebenfalls in Rot eingefärt. Als Außenlack stehen nun brillantblau metallic (siehe Bidler), sowie designo selenitgrau magno zur Verfügung. Die Lackierungen vacansitblau metallic sowie designo cerussitgrau magno sind nicht mehr verfügbar.

Der neue Mercedes SL, San Diego 2016, Pressefahrveranstaltung, M

Interieur der SL Modellpflege
Im Interieur ist ein neues Sportlenkrad im Angebot, das Kombiinstrument (KI) wurde mit sportlichen Zifferblättern und Zeigern modifiziert, eine Analoguhr zeigt sich mit einer an die Umgebungsinstrumente angepasste Grafik. Eine Blende der Headunit ist in Hochglanzschwarz gehalten, mit Chromleisten unten und oben. Neu ist ein Zierelement Alu mit Carbonschliff hell, sowie die Lederaussstattung Nappa Exklusiv schwarz sattelbraun, was nussbraun/schwarz ersetzt. Die Innenraumbeleuchtung wurde erweitert, welche nun als LED-Technik auch im Handschuhfach, Make-up-Leuchten in den Sonnenblenden, Fußraumbeleuchtung und Kofferaumleuchte verbaut wird.

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Der neue Mercedes SL, San Diego 2016, Pressefahrveranstaltung, M

Der neue Mercedes SL, San Diego 2016, Pressefahrveranstaltung, M

Änderungen der Sicherheitssysteme
Bei der Sicherheit wurden zahlreiche Systeme neu eingeführt oder verbessert, wie der Aktive Brems-Assistent (Serie mit autonomer Bremsung), das Fahrassistenz-Paket der 3. Generation mit 3D-Sterokamera und neuen verbesserten Bestandteilen, wie Abstands-Pilot DISTRONIC mit Lenk-Pilot, Aktiver Brems-Asssitent mit Kreuzungsfunktion, Akitven Totwinkle- und Spurhalte-Assistent, sowie PRE-SAFE PLUS (besserer Schutz bei drohenden Heckaufprall). Das neue LED ILS Licht sorgt für variable Lichtverteilung, der adaptive Fernlicht-Assistent PLUS für blendfreies Dauerfernlicht. Entfallen ist der Nachtsicht-Assistent Plus sowie die SPLITVIEW-Funktionalität.

Der neue Mercedes SL, San Diego 2016, Pressefahrveranstaltung, M

Verdeckbetätigung des Variodaches
Neu ist, das das Variodach beim Anfahren bis zu 40 km/h bedienbar bleibt, wobei das Öffnen komfortable mit 1-Weg-Bedienung auf Knopfdruck erfolgen kann. Eine Innovation des SL ist die neue automatische Restkofferraumabtrennung: befindet sich die Abtrennung in der oberen Position (für größeren Kofferraum bei geschlossenem Dach) fährt sie elektrisch ausgelöst in die untere Position. Umgekehrt öffnet sie auch automatisch beim Öffnen der Kofferraumklappe.

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Technik der Baureihe 231
Für die Ambientebeleuchtung entfällt Solargelb und Solarorange, dafür gibt es Solarrot – wie bisher – sowie Polarblau und Polarweiß. Der Lichtleiter wurde auf den Beifahrerfußraum erweitert, dafür entfällt er in der Frontraumverkleidung. Das Ablagefach unter der Mittelkonsole hat nun 2 USB-Anschlüsse (kein 12-Volt Anschluss mehr), der Park-Pilot unterstützt nun auch paralleles Einparken.

Details zu den Preisen der SL-Modellpflege hatten wir bereits hier – wie das Fahrzeug sich in Kalifornien fährt, zeigen hingegen die Kollegen von fuenfkommasechs.de.

Bilder: Daimler AG

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35 Kommentare
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Sprinter
6 Jahre zuvor

Ganz schlimm sind leider die „geschlossenen“ Pins des Diamantgrills an den Seiten. Sieht man im Video bei 12:15 min sehr gut und wirkt in Realität deutlich schlimmer als auf den Bildern.
Kennt jmd den Grund? Ist es nur um den Blick auf die Komponenten hinter dem Grill zu verhindern?

Marco
Reply to  Sprinter
6 Jahre zuvor

Dort sind links und rechts Radarsensoren verbaut, daher war das konstruktionsbedingt nicht anders möglich. Die Verkleidungen dienen dem Schutz der Sensoren.

Bensen
Reply to  Sprinter
6 Jahre zuvor

Dahinter befinden sich Radarsensoren. Einfach bis 1:08:40 weitergucken.

mehrzehdes
6 Jahre zuvor

gut, bei diesem auto kann man keine ästhetik mehr zerstören. das altbackene design der grundform mit wildem umgekehrtem maul, finnen, hutzen und riesigen pseudo-luftöffnungen zu schärfen, ist keine lösung. das auto sieht wie donatella versace aus. aber immerhin zeigt es, wie groß die kühlluftöffnungen für 450 PS wirklich sein müssen – klein, sehr klein.

Marc W.
6 Jahre zuvor

Jedenfalls ist er ein Charakter in der Menge.
Nach Wählerbeschimpfung (BaWü) würde ich am liebsten Käuferbeschimpfung betreiben, wo doch das Einheitsdesign (Audi, jetzt MB – siehe C,E,S-) derartigen Erfolg hat…

mehrzehdes
6 Jahre zuvor

familienähnlichkeit mit einheitsdesign zu verwechseln, wäre im kunstunterricht mit glatten 0 punkten bewertet worden. wobei ein einheitliches design gar kein makel wäre. da aber eine reihe leute offenbar gar keinen blick für formen und gestaltung haben, hat mercedes den holzhammer der winkelzahl beim tagfahrlicht ersonnen. vermutlich zu recht.

um den bogen zum sl zu bekommen: nein, er ist kein gesicht in der menge. trotz der seltenen verkäufe fällt das auto überhaupt nicht auf. warum nicht? weil es die gleichen proportionen hat und es die gleiche silhouette ist. genau wie der vorgänger. zudem ist der 231 zu selten als dass man vergleichen könnte. dazu kommt meines erachtens, dass ein r230 mopf2 nicht alt aussieht.

das design leidet wie vor 15 jahren unter dem lastenheft versenkbares verdeck mit dem unförmigen deckel. der radstand ist viel zu kurz, die überhänge sind zu lang. selbst der fronttriebler cla auf der wenig eleganten mfa-architektur hat deutlich mehr radstand (11cm!) bei quasi gleicher länge. dabei hätte man beide „architektursünden“ heute vermeiden können, dazu hätte man aber geld für eine völlige neukonstruktion in die hand nehmen müssen, was man offenbar nicht wollte. jetzt muss man halt auf effekte setzen, was wohlmöglich den rest an stammkäufern kostet bis die modellreihe in wenigen jahren „erlöst“ wird.

Marco
Reply to  mehrzehdes
6 Jahre zuvor

Die Ikone SL wird nicht „erlöst“ werden, das wäre auch ein Sakrileg!!!
Der R232 ist bereits in Planung!!! 🙂

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Marc W.
6 Jahre zuvor

Es ist egal, wie Presse oder selbsternannte Deutschoberlehrer es nennen:
das (übrigens auch bei Audi) gar nicht so verunglückte Design aller Limousinen wirkt für all jene, die eben Lust am Design und am Automobil haben: zunehmend langweilig und uninspiriert.
Ja, Herr Wagener, Sie sprechen davon, immer mehr Linien weglassen zu wollen, Ok.
Und eine Generation später wird der Vertrieb (bes. USA!) fordern: wir müssen wieder mehr auffallen, alle müssen erkennen können, dies ist ein neues Gefährt. Dann kommen wieder ganz neue, vll. wieder effekthafte Linien.
Für mich ist das BMW-Exterieur-Design derzeit einfach vielseitiger, unterscheidbarer.
Zum SL: mit Notsitzen, Stoffverdeck und einem „normalen“ Sechszylinder, in der Preisregion eines teuren E, wird er irgendwann wieder ein „Winner“.

lulesi
6 Jahre zuvor

ich finde das Facelift durchaus gelungen. Die neue Front mit Panamerica Grill und das breitere Fahrwerk stehen dem Wagen sehr gut. Innen merkt man natürlich dass der Wagen in die Jahre gekommen ist, der kleine Monitor mit dem Unterklassen Comand Controller wirken keinesfalls zukunftssicher.

Zukünftig wird der SL im eigenen Haus auch gegen das atemberaubende S-KLasse Cabrio und wahrscheinlich auch gegen einen AMG GT Roadster antreten müssen, da fragt man sich ist die Lücke für einen SL wirklich noch gross genug.

Andererseits wäre es natürlich ein Frevel diese Ikone der Roadsterkultur sterben zu lassen. Ich sehe es ähnlich wie Marc W. Her mit einem stilvollen Stoffverdeck, gepaart mit etwas Luxus und einer etwas bodenständigeren Preisgestaltung könnte für diesen Wagen die notwendigen Stückzahlen sichern.

Zum Thema Radstand. Der SL ist ein 2 sitziger Roadster, dass der einen anderen radstand als ein 5 Sitziges Frontantriebscoupe hat, ist doch selbstverständlich.

mehrzehdes
Reply to  lulesi
6 Jahre zuvor

ein sportlicher zweisitzer hat heute einen langen radstand. das zeigen f-type oder gar der amg gt. der sl hat einen zu kurzen radstand, weil die überhänge aus gleichteilen mit der s-klasse herrühren. zu der passen auch die überhänge.
wie das chassis hat man die verdeckkonstruktion mit dem deckel schlicht und einfach nicht mit aktuellem wissen neu ersonnen. man dachte vermutlich, es reicht, die alte konstruktion etwas zu liften und von alukarosserie zu schwätzen und schon regnet es bestellungen wie früher. hat eher nicht geklappt.
die planungen zur cabrioletoffensíve von mercedes sind mir bekannt wie auch planungen zum r132. wer alle diese cabriolets kaufen soll, weiß ich nicht. in allen wachstumsmärkten (bric) fährt man keine cabriolets. immerhin, einen nachfolger anzukündigen heißt noch lange nicht, es wird ihn geben. da sind durchaus einige runden intern zu absolvieren…

Marco
Reply to  mehrzehdes
6 Jahre zuvor

Ich kann Dich als „Interner“ beruhigen, der R232 ist beschlossene Sache.
Jegliche Diskussionen über Deine sogenannte „Erlösung“ sind also obsolet! 😉

Wünsche noch ein schönes Wochenende! 🙂

Tobi
Reply to  Marco
6 Jahre zuvor

Das war der Phaeton II auch, sogar schon zweimal.

Meiner Meinung nach sollte man den SL in Ruhe in den wohlverdienten Ruhestand schicken.

Marco
Reply to  Tobi
6 Jahre zuvor

Der Phaeton ist bzw. war nie eine Ikone, sondern eine Lachplatte aus Wolfsburg! ;-P
Somit kann man diese Modelle gar nicht miteinander vergleichen, geschweige denn diese beiden Fzg.-Segmente! 😉

Tobi
Reply to  Tobi
6 Jahre zuvor

Und das hat jetzt nochmal was genau mit meiner Antwort zu tun?

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Marco
Reply to  Tobi
6 Jahre zuvor

Vielleicht noch mal genau nachlesen … das sollte helfen … 😉

Tobi
Reply to  Tobi
6 Jahre zuvor

Bitte, erklär’s mir.
Ich habe am Sonntag Morgen immer gerne etwas zu lachen.

Marco
Reply to  Tobi
6 Jahre zuvor

Wenn Du nicht des Lesens mächtig bist, tut es mir leid! 😉
Damit erkläre ich die „Diskussion“ meinerseits für beendet! 🙂

Schönen Sonntag noch!

Tobi
Reply to  Tobi
6 Jahre zuvor

Das habe ich nicht anders erwartet.
Mal wieder nichts als heiße Luft.

Marco
Reply to  Marco
6 Jahre zuvor

Nö, ich hab nur keine Lust mit jemand zu „diskutieren“, der weder des Lesens noch des Begreifens fähig ist und nun husch ins Körbchen!!! ;-P

Mohsen
6 Jahre zuvor

Der R232 ist bereits in Planung

Phil
6 Jahre zuvor

Über Geschmack lässt sich schwerlich diskutieren, aber mir gefällt die Mopf des R231 – ohne dass daneben mein Vormopf-Modell „alt“ aussehen würde. Die Kritik an den großen Überhängen und dem kurzen Radstand teile ich zwar, dies wird aber nur bei direkter Sicht von der Seite aus -und nicht von schräg- sichtbar.
Die Mopf des R230 sah ich dagegen sehr kritisch; da passte der „neue“ Vorderwagen mit den L-Scheinwerfern überhaupt nicht mehr zum klassischen Heck. Ein zeitlos schöner R230, der wie aus einem Guss daherkam und bei praktisch identischem Radstand als Vormopf ein großer Markterfolg war (wer träumte nicht von einem SL 55), wurde m.E. verhunzt; die Mopf verkaufte sich kaum noch, die Kundschaft wurde vergrault, was heute noch nachwirkt. Hätte man eher die Mopf des R230 sein lassen und stattdessen etwas später auf eine Neuentwicklung gesetzt.
Ob die Mopf des R231 jedoch den Verkauf ankurbelt, kann ich ebenso wenig beurteilen wie die Frage beantworten, ob die Bestellungen des S-Cabrios den Erwartungen entsprechen.
Wer soll bzw. will all die C-, E-, und S-Cabrios wie die SLC-, SL- und AMG GT-Roadster, selbst wenn jedes Fahrzeug für sich genommen ein Traum sein mag, erwerben?

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Phil
6 Jahre zuvor

Übrigens hat sich meines Wissens niemand über den geradezu lächerlich kurzen Radstand des Porsche 997 aufgeregt; beim 991 ist es schon -etwas- besser. Beide Modelle sind ein atemberaubender Geschäftserfolg.

mehrzehdes
Reply to  Phil
6 Jahre zuvor

doch, der radstand ist seit jeher ein fahrdynamisches problem des 911. da geht es nicht unbedingt um geschwindigkeit, sondern um stabilität und damit gefühlte beherrschbarkeit bei schneller fahrt. der radstand ist allerdings konstruktionsbedingt wegen des heckmotors und nicht aus geiz zu kurz. letzte linderungsmaßnahme werksseitig ist eine aktive hinterachslenkung. eine echte abhilfe gäbe es auch, die von ruf und beim boxster rs realisiert wurde: einfach den 911 motor umdrehen. dann ists ein mittelmotor und der radstand stimmt. kann man nur bei der ikone 911 aus marketinggründen bisher nicht machen. naja, vielleicht, wenn der ganz neue gt-r kommt. der aktuelle hatte die verantwortlichen bei porsche ja auch aufgeweckt.

lulesi
Reply to  mehrzehdes
6 Jahre zuvor

Der 911 hat solche Probleme mit dem Radstand dass er seit mehr als 50 Jahren als der Sportwagen schlechthin gilt und Kreise um den von dir gelobten F-Type fährt. Der Radstand ist bei der Baureihe 991 geringfügig verlängert worden um Platz für ein evtl zukünftig benötigte Hybridtechnik zu schaffen. Die Nachteile des verlängerten Radstandes – der immer noch 10 cm kürzer als der des R231 ist – kompensiert Porsche mit einer Hinterachslenkung.. Es ist also genau umgekehrt wie Du sagst.
Der Porsche Boxster hat übrigens auch einen kürzeren Radstand als der SL.

Deine extrem selbstsicheren Kommentare werden leider nicht treffsicher wenn Du jetzt auch noch die Marke wechselst.

mehrzehdes
Reply to  lulesi
6 Jahre zuvor

wir wollen mal nicht persönlich werden. so etwas muss nicht sein.

es ist schlicht unrichtig, wenn du zu kurzen radstand als ursache von fahrwerksproblemen beim 911 negierst und was du als zweck der allradlenkung beim 991 angibst.

längerer radstand ist bisher der schlüssel zu verbesserungen im fahrverhalten beim 911 gewesen. die verlängerung erfolgte in fünf etappen und brachte 24 cm. damit ließen sich richtungsstabilität und vor allem die gierempfindlichkeit sowie das eigenlenkverhalten verbessern. hier ist das u.a. nachzulesen:

https://www.springerprofessional.de/fahrzeugtechnik/fahrwerk/teil-1-50-jahre-porsche-911-die-perfektionierung-des-fahrwerks/6562172

„In den letzten fünf Jahrzehnten wurde viel Entwicklungsarbeit geleistet, um das Fahrverhalten des Porsche 911 zu perfektionieren. Der wachsende Radstand im Porsche 911 lieferte hierzu einen entscheidenden Beitrag. “

beim aktuellen modell läuft die lenkung schon ab 80 km/h ausschließlich gleichsinnig, und zwar bis zu 2,8°. diesen fakt darfst du gerne hier nachlesen:

http://www.auto-motor-und-sport.de/news/porsche-911-turbo-s-vorstellung-7244443.html

wikipedia „allradlenkung“ erklärt dir gerne ergänzend, wozu eine gleichsinnige allradlenkung dient, nämlich um „bei hoher Fahrgeschwindigkeit den Schwimmwinkel zu reduzieren und die Fahrstabilität zu erhöhen“. wirkt also wie ein längerer radstand.

ich wünsche dir einen schönen sonntag!

lulesi
Reply to  mehrzehdes
6 Jahre zuvor

Im Gegensatz zu dir brauch ich keine „Springerpresse“ oder Wikipedia um etwas über das Fahrverhalten der diversen 911er oder der Funktionsweise der Hinterachslenkung zu erfahren.
Deshalb weiss ich auch dass es bei Porsche keine Allradlenkung gibt.

Nichts von dem was Du da zitierst stützt deine abstruse Behauptung dass der ein Radstand des R231 zu kurz ist und der F-Type den besseren Radstand hat.

Ich erlaube mir nur ein kleines Zitat von Andreas Preuninger (wer das ist findest Du auch bei Wikipedia) zum Lenkverhalten des 991R. „Wir wollten die Hinterachslenkung aus gewichtsgrünen weglassen, aber durch den langen Radstand lenkte der 991 ohne die Hinterachslenkung ein wie ein Truck.“
natürlich hatte er aus dramaturgischen Gründen etwas übertrieben.

Ich vermute dass Du bei mercedes arbeitest, mich verwundert wie man dann so penetrant und übertrieben über die eigenen Produkte herziehen kann.

Ein positives Posting habe ich von dir noch nie gelesen, übrigens auch nicht über andere Forenschreiber.

Schönen Sonntag.

P.S. Ich erlaube es mir nur einmal zu posten, so wichtig dass ich es zweimal posten muss ist es nicht.

mehrzehdes
6 Jahre zuvor

wir wollen mal nicht persönlich werden. so etwas muss nicht sein.

zumal du falsch liegst, wenn du zu kurzen radstand als ursache von fahrwerksproblemen beim 911 negierst und subsequent, was du als zweck der allradlenkung beim 991 angibst.

längerer radstand ist bisher der schlüssel zu verbesserungen im fahrverhalten beim 911 gewesen. die verlängerung erfolgte in fünf etappen und brachte 24 cm. damit ließen sich richtungsstabilität und vor allem die gierempfindlichkeit sowie das eigenlenkverhalten verbessern. hier ist das u.a. nachzulesen:

https://www.springerprofessional.de/fahrzeugtechnik/fahrwerk/teil-1-50-jahre-porsche-911-die-perfektionierung-des-fahrwerks/6562172

„In den letzten fünf Jahrzehnten wurde viel Entwicklungsarbeit geleistet, um das Fahrverhalten des Porsche 911 zu perfektionieren. Der wachsende Radstand im Porsche 911 lieferte hierzu einen entscheidenden Beitrag. “

beim aktuellen modell läuft die lenkung schon ab 80 km/h ausschließlich gleichsinnig, und zwar bis zu 2,8°. diesen fakt darfst du hier nachlesen:

http://www.auto-motor-und-sport.de/news/porsche-911-turbo-s-vorstellung-7244443.html

wikipedia „allradlenkung“ erklärt dir gerne ergänzend, wozu eine gleichsinnige allradlenkung dient, nämlich um „bei hoher Fahrgeschwindigkeit den Schwimmwinkel zu reduzieren und die Fahrstabilität zu erhöhen“. das kennen wir ja schon aus dem artikel oben, sie wirkt also wie eine radstandverlängerung.

ich wünsche dir einen schönen sonntag!

Julian
6 Jahre zuvor

@lulesi: Beruhig Dich mal. Springer Professional gehört zu Springer Science+Business Media, das ist ein angesehener Wissenschaftsverlag und hat nichts mit „Springerpresse“ (Axel Springer) zu tun. Bei Neuerscheinungen publizieren Autohersteller dort gerne für ein Fachpublikum Hintergründe zur Entwicklung. Du musst natürlich nicht dem Geschreibsel von Porsches eigenen Ingenieuren trauen, aber wenn nicht denen, dann wüsste ich aber auch nicht, wem.
Zum Fahrverhalten: Ich lese bereits seit über 20 Jahren verschiedene Autozeitschriften. Was mir bei der Premiere des 991 in allen Fahrberichten auffiel, war die Aussage, dass sich der 911 jetzt deutlich sicherer bei hohen Autobahntempi mit dem längeren Radstand anfühle und man bei schlechten Autobahnen im 997 zuvor schnell nasse Hände bekam. Ich bin nie selbst 911 gefahren, daher kann ich das nur so zitieren.

Und zum Thema mehrzehdes und seine Postings: Wer länger hier dabei ist, liest auch regelmäßig positive begeisterte Postings und Lob für andere User. Mehrzehdes‘ Kommentare sind einer der Gründe (neben der exzellenten Arbeit von Markus und Philipp), warum ich MBPassion besuche (und da bin ich nicht der einzige, es gab von anderen ähnlich lautende Kommentare zuvor).

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Achim
6 Jahre zuvor

Hallo zusammen,
Ich finde, die meisten „Fachleute“ die hier ihren Senf zum besten geben haben den Sinn dieses Blogs mit dem schönen Wort „Passion“ nicht verstanden. Ich habe früher hier viel und gerne als Mitarbeiter der Daimler AG an Diskussionen teilgenommen. Das habe ich inzwischen fast ganz gelassen, weil fast nur noch negative Kritik an meiner Arbeit und der meiner Kollegen geübt wird. Es gibt 3, 4 Klugscheißer, die meinen alles zu wissen und vor allem alles besser, und unter dem Strich permanent falsch liegen! Der Erfolg gibt uns Recht! Der Absatz steigt enorm, und ja, der Cabriomarkt ist rückläufig, aber markenübergreifend. Da lobe ich mir, dass unser Unternehmen diese Kunden nicht vergisst. Jedes Modell hat seine Berechtigung und setzt den jeweiligen Benchmark. Der Rest ist einfach Geschmacksache! Man kann es nie allen recht machen, das ist einfach so. Ich kann die ständigen Denunzierungen hier jedenfalls nur noch schwer ertragen, das liebe Leute hat überhaupt mal gar nichts mit Passion zu tun. Macht doch einen neuen Blog: mehrzedespedia zum Beispiel…..
Es nervt, meine Kollegen und ich geben jeden Tag unser Bestes für unsere Kunden, da wäre eher Anerkennung angebracht. Weil es eben so gut läuft, was ja bei unserem Schrott den wir bauen eigentlich gar nicht sein kann, müssen viele von uns inzwischen 12 Tage am Stück und länger arbeiten. Da gibt es dann mit Glück mal 2 Wochenenden im Monat, die Regel sind aber eher 2 Tage. Danke für Eure „aufbauenden“ Worte und Eure Wertschätzung….. Noch mal: ES NERVT!!!

mehrzehdes
Reply to  Achim
6 Jahre zuvor

passion bedeutet leidenschaft, das ist nicht unkritischer jubel. so ist es auch von den machern nicht angelegt. siehe berichte von heute über rückrufe bei allen motoren und über die entfeinerung des amg driver-packages. wer keinerlei kritik verträgt, läuft gefahr, falsche entscheidungen zu treffen. gut, du bist jetzt in der produktion, da kann das während der arbeitszeit zum glück nicht passieren. aber das management bei daimler tut sich schwer, modellreihen einzustellen. weil es für jede modellreihe gleich einen overhead gibt. das ist ein strukturfehler, den nicht nur mercedes hat. ich fürchte, es wird auch wieder einen bmw gt vom neuen 5er geben – vorbei an allen märkten.

Marco
Reply to  Achim
6 Jahre zuvor

Lieber Kollege Achim, vielen Dank für die einprägsamen und deutlichen Worte, Du sprichst mir aus der Seele!
Ich bin diese permanenten Nörgler ebenfalls leid, auch wenn das leider typisch deutsch ist!!! 😉

Wünsche ich Euch noch einen schönen Sonntag! 🙂

Marco
Reply to  Achim
6 Jahre zuvor

Lieber Kollege Achim, vielen Dank für die einprägsamen und deutlichen Worte, Du sprichst mir aus der Seele!
Ich bin diese permanenten Nörgler ebenfalls leid, auch wenn das leider typisch deutsch ist!!! 😉

Wünsche ich Euch noch einen schönen Sonntag! 🙂

Achim
6 Jahre zuvor

Nein, ich arbeite nicht in der Produktion, sondern in einem indirekten Bereich als Elektroniker. Genau genommen habe ich mit den Produkten nichts zu tun, trotzdem bin ich stolz auf unser Portfolio.

Achim
6 Jahre zuvor

Konstruktive Kritik ist ja erwünscht, aber einige machen hier ja alles madig, und leider oft ohne Sinn und Verstand. Außerdem hat man einen Vaneo (Gott sei Dank!) eingestellt. Aber hier reden wir vom SL, der deutschen Sportwagenikone neben dem 911. Der hat seine Fans, und die sollen auch weiterhin ihr Auto bekommen.

Julian
Reply to  Achim
6 Jahre zuvor

Wenn ich mir die kritischen Kommentare hier durchlese, finde ich die konstruktiv. Offensichtlich gibt es stark divergierende Vorstellungen davon, was konstruktive Kritik bedeutet. Das kommt mir auch sonst aus dem Leben bekannt vor. Letzten Endes kommt es m. E. stark darauf an, wie hart im Nehmen man ist. Möchte man lieber die schonungslos ehrliche Meinung einer Person hören, die dann vielleicht auch verletzend ist, oder möchte man ein bisschen Kuschelkritik und dann lieber Resultate (also sinkende Verkaufszahlen) beobachten, die man selbst versucht auszudeuten?
Worauf wir uns denke ich einigen können, ist, dass die Verkäufe des SL mal deutlich besser waren. Über Porsche ist auch vielerorts zu lesen, dass es Porsche mit dem 911 allein im Portfolio heute nicht mehr gäbe, der Gewinn kommt maßgeblich von den Image verwässernden SUVs und dem „Schönling“ des Programms, dem Panamera. 😉 Die Frage nach dem Sinn des SL im Portfolio muss also gestattet sein, auch Ikonen sind nicht unantastbar. Das Design ist der erste Angriffspunkt, deshalb gibt es diese MOPF, ich habe hier bisher keinen Kommentator dem Vormopf nachtrauern sehen. Jetzt ist die Frage: Was soll der R232 sein? Es sagt ja niemand, dass Mercedes den Namen SL begraben soll. Nur die letzte Interpretation dieses Namens war „großer Hardtop-Roadster mit viel Komfort“. Wie könnte eine neue Interpretation davon aussehen? Als erstes wurde hier der Verzicht auf das Hardtop gefordert, was bessere Proportionen und nach Ansicht mancher wesentlich bessere Fahrleistungen bringen könnte. Daraus war hier so ein Streit entstanden. Man könnte aber auch noch weiter gehen und sich ein ganz anderes Konzept vorstellen, wie Mercedes es sogar selbst (indem sie das Projekt unterstützt haben) mit dem SL basierten Shooting Brake einmal getan hat.
http://blog.mercedes-benz-passion.com/2013/06/mercedes-benz-sl-shooting-brake-coupetorino-2013/
Letzten Endes haben alle Fürsprecher und Kritiker eines gemeinsam: Sie überlegen, wie ein neuer Mercedes dem Unternehmen und damit auch seinen Mitarbeitern am meisten bringt. Und deshalb finde ich es spannend, hier auch harte Kritik zu lesen. Wenn man eine fundierte Gegenmeinung hat, kann man sie ja posten. „Das war schon immer so“ zählt nur eben nicht dazu. Sollte das ganze nämlich nicht gut gehen und Modelle werden ein Flop, Mitarbeiter müssen den Hut nehmen, werden doch alle auf das Topmanagement zeigen und sagen „hätte man wissen müssen“ und nicht verwundert feststellen „das hätte ich auch nicht gedacht, ich hab doch auch immer hinter dem Modell gestanden und es sogar im Internet verteidigt.“

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