Mercedes-Benz verabschiedet sich aller Voraussicht  von der X-Klasse. Nachdem das Modell bereits nicht mehr bestellbar ist, wird die Produktion Ende Mai 2020 nun endgültig auslaufen.  Nach unserer Kenntnis sind die Vertriebshändler dazu diese Tage offiziell informiert worden.

Mit der X-Klasse, die man seit dem Jahr 2017 mit in das Portfolio aufgenommen hat, hatte der Stuttgarter Automobilhersteller sein Angebot um ein Pick-up-Modell erweitert. Aufgrund der Straffung des Angebots der Marke hat man sich jedoch nun entschlossen, zukünftig die X-Klasse kurzfristig nicht mehr anzubieten.

Die Einstellung hat uns heute eine Pressesprecherin von Mercedes-Benz Vans bestätigt :“Bereits im ersten Quartal 2019 haben wir uns entschieden, die X-Klasse nicht wie geplant in Argentinien bauen zu lassen. Nun wurde entschieden, das vergleichsweise junge Modell ab Ende Mai 2020 nicht mehr zu produzieren. Service und Garantieleistungen sowie die After-Sales Aktivitäten von Mercedes-Benz Vans für die X-Klasse werden jedoch weiterlaufen.

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2019 hatte Mercedes-Benz noch 15.300 X-Klasse Modelle an Kunden absetzen können, – das baugleiche Nissan Navara Modell konnte hingegen allein nur im ersten Quartal 2019 über 66.000 mal abgesetzt werden. Dabei hatte es die X-Klasse durchaus schwerer: als Lifestyle-Fahrzeug nicht unbedingt passend, als Nutzfahrzeug zu teuer – zumal der Pickup in vielen Teilen eigentlich auf Nissan-Teile setzte. Für Mercedes selbst war das Modell eher ein Nebenmodell. „In unserem weltweiten Produkt-Portfolie ist die X-Klasse ein Nischenprodukt„, so die Sprecherin des Herstellers.

Symbolbilder: Daimler AG

 

77 Kommentare
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martin
1 Jahr zuvor

endlich mal eine sinnvolle Entscheidung. Da sollte noch einiges anderes mehr ausgemistet werden.

Helge
1 Jahr zuvor

Dieses Modell war von Daimler eine „Schnapsidee“. Wer kauft so ein Modell wenn es das baugleiche Modell günstiger als Nissan gibt.
Vorallem hat das Auto für einen Pickup eine relativ geringe Zuladung.
Da können manche Pickups aus Amerika mehr an Gewicht einladen.
Und das muß man den Amis lassen. Die wissen, wie man Pickups baut.
Auch Toyota hat darin Erfahrung. In der Schweiz fahren viele Landwirte mit Toyota Pickups, wenn sie beispielsweise die Milchkannen von der Alm holen usw.

Cornelius
Reply to  Helge
1 Jahr zuvor

Ich finde, das kann man so nicht sagen. Der Cybertruck von Tesla, für den es angeblich mehr als 200.000 Reservierungen gibt, zeigt, dass es auch Käufer von Pickups gibt, für die Lifestyle und Markenimage wichtiger sind als pure Funktionalität. Anscheinend schafft es Mercedes aber noch nicht, diese Käuferschicht für sich zu gewinnen. Wichtig wäre, dass Mercedes den Fokus auf die digitalen Technologien beibehält, also i.W. die Fahrassistenzsysteme und das In-Car Entertainment. Wenn sich Mercedes hier eine Marktführerschaft erarbeiten kann, dann würden sich auch mehr Leute für einen Pickup Truck von Mercedes entscheiden.

Wildschütz Jennerwein
1 Jahr zuvor

Als nächstes die Formel 1!

barolorot
1 Jahr zuvor

Schade.
Ich hatte mich ehrlich gesagt schon länger darüber gewundert, dass Daimler in den USA so lange Zeit keinen Pickup im Angebot hat. Sie hätte mit der X-Klasse deutlich früher auftreten müssen, der Markt ist dort und in Lateinamerika sooo riesig. Die Entscheidung, ein bestehendes Fahrzeug umzubadgen war rückblickend nicht die beste. Der Amarok aus dem Volkswagen-Konzern scheint besser zu laufen.

zuppenhuppen
Reply to  barolorot
1 Jahr zuvor

In den USA wurde die X-Klasse allerdings nie angeboten.

werwennnichtich
1 Jahr zuvor

Naja der Twingo ist auch günstiger gewesen als der Smart!

Daimler hätte es hoch offiziell ankündigen sollen das es nur eine gewisse Serie gibt und mit Sondermodelle und Sonderaktionen das Model bis Tag X auslaufen lassen um zumindest noch etwas an Stückzahlen raus zu bringen. Rein Optisch sieht er ja nicht schlecht aus, wer damit gefahren ist und kein Freund von einem Pick Up ist wird damit nichts anfangen können!

harry
1 Jahr zuvor

Premium mit Masse funktioniert einfach nicht. Das zeigt sich immer wieder. Als X-Klasse Fahrer ist man ständig damit konfrontiert, warum man einen Nissan/ Renault zum Mercedes Preis gekauft hat. Ich bin der festen Meinung, wenn die X-Klasse eine Mercedes Eigenentwicklung gewesen wäre mit eigenen Komponenten, würde sie vom Markt besser aufgenommen. Die Blattform der V-Klasse hätte sich hier angeboten. Klar hat das Controlling die Variante mit Nissan bevorzugt, aber die Kundschaft hat zu recht unter diesen Voraussetzungen halt anders entschieden. Dann lieber komplett sein lassen! Leider eine große vertane Chance.

Pupnacke
Reply to  harry
1 Jahr zuvor

Denke ich auch so. Saß mal in der X-Klasse beim Händler – War ein frühes Modell mit fast voller Hütte (Vorführwagen halt). Aber der Nissan Touch hat mich irgendwie nicht losgelassen – Einiges war halt nicht Mercedes Like im Innenraum.
Und da ist das Problem – Eigenentwicklung wäre ggf. nciht nötig gewesen, aber viel mehr auf eigenes setzen, statt fast alles vom Nissan zu übernehmen. Der teure VW Amarok verkauft sich ja auch sehr gut, gefühlt ist da aber im Innenraum (Verarbeitung/Materialanmutung) mehr Premium (Und das bei VW ;)) für den Preis.

Helge
1 Jahr zuvor

Das mit der X-Klasse ist der gleiche Fehler wie beim Citan.
Da gabs auch das günstigere Pendant von Renault (meines Wissens hieß er Kangoo)
Dann kamen noch die schlechten Crashtest-Werte beim Citan dazu und schon war der „Flop“ fast perfekt.

Solche Autos mit Kooperationspartnern zu entwickeln, welche dann das Auto noch unter eigenem Namen (günstiger) anbieten, kann nichts werden. Da hilft auch der Stern auf der Kühlerhaube nichts.

Autos müssen sich klar voneinander unterscheiden und eigenständig sein.

Bei VW ist es ja ähnlich. Warum soll man sich einen VW Up kaufen, wenn es einen Skoda Citygo oder einen Seat Mi gibt und diese nahezu baugleich sind? Dann kaufe ich mir natürlich nicht das „Orginal“ von VW für teuer Geld.
Denn warum mehr bezahlen, wenn es das Gleiche aus dem selben Hause sogar günstiger gibt.

Und deswegen kann ich auch nicht verstehen, warum die kleinen Benziner (1,3 l) in der Kompaktklasse halbe Renault-Motoren sind. Sowas will doch keiner. Wenn jemand Mercedes kauft, möchte er Mercedes (abgesehen mal von den normalen Zulieferern, die jeder Autohersteller hat).

MrUNIMOG
Reply to  Helge
1 Jahr zuvor

Der Citan scheint aber ausgesprochen erfolgreich zu sein, sodass sogar ein Nachfolger geplant ist. Auch in Vergleichstests schnitt er gegenüber Zwillingsbruder Kangoo und besonders auch dem Caddy sehr vorteilhaft ab.

Zuweilen wird dem Citan wirklich unrecht getan, und ich nehme mich da selbst nicht aus.

Persönlich hätte ich der X-Klasse aber eine Zukunft um einiges mehr gegönnt als dem Citan… Schade.

driv3r
1 Jahr zuvor

Hier ist ja wieder der gesamte Daimler Hobby-Vorstand aktiv. Grandios…

Wildschütz Jennerwein
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

Vielleicht würde es mit uns besser laufen-;

Marc W.
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

Das ist gerade der Sinn von Foren.
Ist das dann nicht auch das „echte“ Ende des legendären OM642 ??

MrUNIMOG
Reply to  Marc W.
1 Jahr zuvor

Hoffen wir es! Wird Zeit, dass die V6-Ära bei Daimler endlich ein Ende findet.

Helge
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

@driv3r
Genau und Du bist der CEO.

Snoubort
Reply to  Helge
1 Jahr zuvor

Eher der Pressesprecher vom CEO…

harry
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

Dann wirst Du bestimmt auch die Gründe wissen, warum VW es geschafft hat ein solches Fahrzeug, wie den Amarok am Markt zu platzieren und Daimler es leider nicht geschafft hat!!!

Hibbert
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

Driv3r hat leider recht. Es ist teilweise ziemlich frustrierend hier mit zu lesen. Keine Fakten, fehlendes Hintergrundwissen, voreilige Schlüsse. Der Kommentar von Phil weiter unten sagt im Prinzip alles.

Weiteres Beispiel: Thema F1. Die F1 ist wirtschaftlich gewinnbringend für das Unternehmen. Will nur keiner wahrhaben und weiß jeder besser.

Ich habe nichts gegen sachliche und fundierte Kritik. Jedoch laufe ich aber beispielsweise auch nicht mit einem Basiswissen (am besten noch aus heutigen „Medienberichten“) von Smartphones in ein Apple Forum und haue groß raus.

MrUNIMOG
Reply to  Hibbert
1 Jahr zuvor

Dem kann ich mich nur anschließen.

Ich bin dankbar für die immer wieder aufklärerischen Kommentare von driv3er! Und ich bin kein Konzernangehöriger.

Ron
1 Jahr zuvor

Kein Wunder.

Nissan Technik zu Mercedes Preisen verkaufen.

So ein unfassbar dreistes Konzept.

Bremer Jung
1 Jahr zuvor

Man hätte damals die „Ediition One“ direkt als „Final Edition One“ anbieten können. Zum Glück wird das für niedrigere Gebrauchtwagenpreise sorgen, weil die restlichen verfügbaren X-Klassen auf dem Markt mit fetten Rabatten gescpült werden. Übrigens: Der OM642 lebt im Sprinter VS30 weiter. Hier allerdings mit der „Kassen-Leistung“ von 190 PS und nicht wie im X mit den vollen 258 PS. Macht aber nichts, da der Motor eh ein Auslaufmodell ist und es einen Sprinter mit OM656 nie geben wird. Ist das gleiche wie mit dem V8 und R6 in der neuen C-Klasse. Da ist Vierzylinder only (+ EQ Power) angesagt und bald dürfen wir uns über den Frontantrieb in der Mittelklasse freuen. Mehr Platzangebot, weniger Gewicht und günstigere Herstellkosten.

Marc W.
Reply to  Bremer Jung
1 Jahr zuvor

Danke, den VS30 hatte ich nicht aufm Schirm, nur noch den Vario selig (der den 642er gar nicht hatte…)
So ist das als Fan, ohne Druckschriften verliert man erst den Überblick, irgendwann wohl auch die Leidenschaft 🙂

Bremer Jung
1 Jahr zuvor

Man hätte damals die „Ediition One“ direkt als „Final Edition One“ anbieten können. Zum Glück wird das für niedrigere Gebrauchtwagenpreise sorgen, weil die restlichen verfügbaren X-Klassen auf dem Markt mit fetten Rabatten gescpült werden. Übrigens: Der OM642 lebt im Sprinter VS30 weiter. Hier allerdings mit der „Kassen-Leistung“ von 190 PS und nicht wie im X mit den vollen 258 PS. Macht aber nichts, da der Motor eh ein Auslaufmodell ist und es einen Sprinter mit OM656 nie geben wird. Ist das gleiche wie mit dem V8 und R6 in der neuen C-Klasse. Da ist Vierzylinder only (+ EQ Power) angesagt und bald dürfen wir uns über den Frontantrieb in der Mittelklasse freuen. Mehr Platzangebot, weniger Gewicht und günstigere Herstellkosten.

Helge
Reply to  Bremer Jung
1 Jahr zuvor

Du könntest Recht haben, daß nun die restlichen X-Klassen noch ordentlich rabattiert werden bzw. man auf dem Gebrauchtwagenmarkt fündig wird.
Eines könnte aber zum Problem werden: Die langfristige Teileversorgung (es sei denn, die Teile aus dem Nissan passen auch zum Teil in den Mercedes.)

Denn damals war es bei der R-Klasse auch so. Die hat sich auch nicht richtig durchgesetzt, wohl auch, weil es damals auch nicht die Zeit war für solche Autos
Und bei solchen Modellen, die nicht zum „Kassenschlager“ wurden, besteht immer die Gefahr, daß man schon früher keine Teile mehr bekommt, als bei anderen Modellen. Von daher würde ich so ein Auto nicht unbedingt kaufen, nur weil es dann günstig angeboten wird..

Phil
1 Jahr zuvor

Schade eigentlich dass in diesem Forum kaum jemand in der Lage ist ordentlich zu recherchieren bevor er seine Meinung in die breite Masse streut.
Zur Richtigstellung einiger ahnungslosen Kommentare:
– die X-Klasse ist kein einfaches Double-Badge wie es unter Automobilherstellern häufig in Kooperationen verwendet wird. (Bspw, VW Crafter vs. MAN TGE) sondern, ähnlich wie Renault Twingo und smart fortwo / forfour, eine gemeinsame technische Basis.
Der Kenner, oder jeder halbwegs Interessierte hätte das am von Nissan verwendeten Infotainment-System im Vergleich zu COMAND in der X-Klasse einfach erkennen können, Wer tiefer in die Materie eingetaucht wäre hätte festgestellt, dass sowohl Spur als auch Fahrzeugbreite der X-Klasse nicht identisch mit dem Navara sind. Dass sowohl Motor- als auch Antriebskomponenten des X 350d nicht vom Selben Hersteller sind. Offensichtlich wird dies auch bei allen Blechteilen im Exterieur.
Der ahnungslose Kommentator hier im Forum versteht natürlich auch nicht dass Ford F150 und Dodge RAM aus dem US Amerikanischen Markt aufgrund ihrer Abmessungen ins Large Pick-up Segment gehören. Die X-Klasse aber wie die restlichen in Deutschland (ohne Import) erhältlichen Pick-ups Midsize Pick-ups sind.
Wobei bspw ein Ford F150 ein zGG von 3.200kg und ein Dodge RAM je nach Modell zwischen 2.900 und 3.200kg und damit beide (je nach Ausstattung) weniger Zuladung als eine X-Klasse haben.

Übrigens: der alles besser könnende VW Amarok wird ebenfalls im 1.HJ 2020 eingestellt. Der 2022 erscheinde Nachfolger wird eine Gemeinschaftsproduktion mit Ford, ebenso wie Caddy und Transit Connect.

Über Sinn und Unsinn einer X-Klasse kann und soll hier diskutiert werden, dazu sind Foren ja gedacht. Aber ich wünsche mir eine sachlichere, auf richtigen Fakten basierte Diskussion hier im Forum.
Und weniger Hater, Besserwisser ohne Ahnung und ohne Leute die einfach alles Schlecht finden was sie nicht selbst entschieden haben!
Wenn ihr es so gut könnt: Gründet eine Firma, baut euer Auto besser als alle anderen oder lasst einfach mal KEINEN Kommentar hier, dass verwirrt weniger Leute!
Vielen Dank

driv3r
Reply to  Phil
1 Jahr zuvor

Danke, Phil. Alles sachlich und inhaltlich völlig korrekt.

Da meine sachlichen Erklärungen „von innen heraus“ ja anscheinend einigen wiederkehrenden Kommentatoren (wie oben mehrfach zu lesen) nicht genehm sind, werde ich in Zukunft – wie bereits zuvor erwähnt – auf diese Erläuterungen verzichten. Ich habe dafür weder Zeit, noch weiter Muße gegen ein Geplärre von gefährlichem Halbwissen anzureden. Sämtliche Hobby-CEOs scheinen es ja besser zu wissen. Mögen sie sich hier austoben in ihren Fantasien und Fantastereien sowie einem glühenden Idealismus.
Es ist einzig und allein schade um das Niveau in diesem Blog, das in den Kommentarspalten mehr Sachlichkeit, mehr Sachverstand der Industrie und weniger Subjektivität (und elendige Design-Diskussionen) vertragen könnte.

harry
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

@driv3er, ihr entwickelt und baut Fahrzeuge beim Daimler für Kunden, nicht für euch selbst. Es muss doch möglich sein diesbezüglich sachlich zu diskutieren! Woran lag es denn Deiner Meinung nach, dass die X-Klasse nicht funktioniert hat?

MrUNIMOG
Reply to  harry
1 Jahr zuvor

Zu häufig lässt die „Diskussion“ aber an Sachlichkeit vermissen.

Oli
Reply to  harry
1 Jahr zuvor

@Harry: du hast recht, Daimler baut Autos eigentlich fast nur für Ihre Kunden. Wenn man sich die Parkhaeuser in Sindelfingen vor dem Werk anschaut, stehen sehr viele Fremdfabrikate, wie BMW und Audi, dort. So etwas waere bei VW unvorstellbar.

Phil
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

Ich weiß nicht, wie lange obiger „Phil“ bereits dabei ist. Ich empfinde es so, als ob da jemand unter meinem Pseudonym segelt.
Um mich zu positionieren: „Danke, Phil. Alles sachlich und inhaltlich völlig korrekt.“
Auf ein solches Lob würde ich gerne verzichten, wenn ich wie obiger „Phil“ geschrieben hätte: „Und weniger Hater, Besserwisser ohne Ahnung und ohne Leute die einfach alles Schlecht finden was sie nicht selbst entschieden haben!“
Was soll an „Besserwisser ohne Ahnung“ denn „alles sachlich“ sein? Der inhaltliche Rest des Geäußerten und die Form seien geschenkt.

Man darf nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, aber in diesem blog gehen schon manches Mal die Gäule durch. Wenn driv3r konzernnah sein sollte, was ich vermute, würde ihm so manches Mal etwas mehr Zurückhaltung gegenüber Kunden anstehen, die sich hier auch tummeln dürften. Merke: der Kunde hat (fast) immer Recht, auch wenn er aus Ihrer Sicht dummes Zeug schreiben sollte.

martin
Reply to  Phil
1 Jahr zuvor

Ja Phil da hast du recht.
Leider sind einige der hier vertretenden Kommentatoren Mitarbeiter des Konzern ,die für sich das Recht herausnehmen, dass allein ihre Meinung die Richige ist und Menschen mit anderen Meinungen diffamieren. Ich erspare mir die Wiederholungen der entsprechend Wortwahl ,das sieht oben jeder selbst.

Was diese Leute nicht verstehen dass sie besser schnellstens die ihnen eigene Arroganz ablegen sollten und hier evt. besser zuhören sollten (und intern auchweiterleiten) was den anderen Menschen hier an Daimler nicht gefällt.
Daimler beschäftigt sehr gute Mitarbeiter die jeden Tag bestimmt ihr bestes geben gute Autos herzustellen. Ich hab sogar einge gute Freunde die dort arbeiten.
Leider gibt es bei MB aber auch eine erkleckliche Anzahl Menschen, die noch nie etwas anderes als Ihre heimelige Grosskonzernwelt gesehen haben und gar nicht realisieren können das es Kunden braucht damit sie jeden Monat ihr Geld auf dem Konto haben.
Entsprechend ist der Umgang mit anderen Leuten (eigene Erfahrung als ich noch bei einem Zulieferer gearbeitet habe) und was sich auch hier in den Kommentaren spiegelt.
Ich bin der Meinung das der gerade beginnende Strukturwandel auch diesen Leuten noch die Augen öffnen wird ,besonders wenn sie realieren dass ihr Arbeitzsplatz obsolet geworden ist und die ihnen letztes Jahr versprochene Arbeitsplatzgarantie das Geld des Papiers nicht wert ist , auf der sie verfasst wurde.
Von daher wünsche ich jedem Daimler Angehörigen schon mal alles Gute.

Rainer
Reply to  Phil
1 Jahr zuvor

Fand ihn jetzt nicht sooo schlecht. Kenne ihn aber auch nur vom Sehen.
Und habe persönlich weder für Nissan noch X-Klasse Bedarf.

MB hätte vielleicht eine FAQ-Seite analog zu Deinem Posting machen sollen „Warum die X-Klasse kein Nissan mit 20k Aufpreis ist“.
😉
Wenn das eh‘ dauernd im Raum steht, kann man den Stier auch gleich an den Hörnern packen.

harry
Reply to  Phil
1 Jahr zuvor

Ich kann jetzt hier nicht für alle Kommentare sprechen (schreiben), aber ich finde Dein Kommentar kommt ziemlich arrogant rüber. Nach Deiner Meinung hat Daimler bezüglich der X-Klasse ja alles richtig gemacht. Der infrage kommende Kundenkreis war nicht bereit den Aufpreis gegenüber einem Nissan Navara zu bezahlen. Bei gleicher Technik! Da hat es dann auch keine Rolle mehr gespielt das der X350 ja fast schon ein echter Mercedes war. Kommerziell wurde die X-Klasse ja fast überhaupt nicht verwendet. Leider wird von vielen mittlerweile ein Pickup als reines Lifestyle Fahrzeug gesehen. Zur Amarok Kooperation: Volkswagen und Ford passt! Mercedes, Renault und Nissan passt nicht!

Snoubort
Reply to  Phil
1 Jahr zuvor

Ich habe wirklich selten einen solchen Unfug gelesen – allein ein Infotainment als Beweisführung für ein „Nicht-double Badging“ zu verwenden… Das baue ich Dir sogar selbst in einen Navara ein, und ich bin wirklich nicht handwerklich begabt.
Ich sage einmal so, wenn die X-Klasse kein Double-Badge ist, dann ist sie erst richtig schlecht umgesetzt – denn das einfachste wäre gewesen zumindest eigene Schalter, Türgriffe Innen- und Außen etc. zu verwenden. Hierzu empfehle eich einmal z.B. einen Peugeot 3008 mit einem DS7 zu vergleichen – hier ist keine Schalter, kein Griff, keine sichtbare Verkleidung identisch (noch nicht einmal am selben Platz). Das einzige was Kunden „wiederekennen“ können sind der Automatikhebel – und das Infotainment (das selbe gilt übrigens auch z.B. für Peugeot 208 und Opel Corsa).
Nein, die X-Klasse ist zusammen mit Citan und dem Smart das Paradebeispiel (aber beim besten Willen nicht die abschließende Aufzählung) dafür, dass sich die Kunden eben nicht hinters Licht führen lassen – dass es eben keine unfassbar schlaue und langfristig erfolgreiche Strategie ist, gleichzeitig die Aufwände für Entwicklung und Produktion so gering wie nur irgendwie möglich (siehe Schlater, Türgriffe) zu halten, am Markt aber Mercedes Preise verlangen zu wollen.
Dies kann man nur machen, wenn man erstens eine Hochnäsigkeit seinen (dümmlichen) Kunden gegenüber „im Blut hat“ und zweitens persönlich nur ein Interesse an kurzfristigen Erfolgen (1-Jahres-Rendite, Budgeteinhaltung, Kostensenkung) zur eigenen Karriereoptimierung – statt an der langfristigen Wertentwicklung des Unternehmens -hat.
Genau dies kann man ja seit nun seit weit mehr als 10 Jahren an der langfristigen Wertentwticklung von Daimler – insb. zur direkten Konkurrenz sehen (ja, ich wiederhole mich), das ist nun einmal objektiver Fakt (zumindest wesentlich objektiver als der Flurfunk in Untertürkheim, es geht ja hier nicht um kurzfristige Tendenzen) – BMW hat sich in den letzten 10 Jahren seinen Wert mehr als verdoppelt (analog zum DAX), VW fast verdreifacht – nur Daimler dümpelt herum…Und die „Mercedes“ X-Klasse ist zum Glück Geschichte.

MrUNIMOG
Reply to  Snoubort
1 Jahr zuvor

Von den genannten würde am ehesten der Citan als „Double Badge“ durchgehen – wobei selbst dort das Interieur fast komplett eigenständig ist, was auch mir selbst bislang nicht so bewusst war.

Der smart ist nun wirklich kein „Double Badge“, was schon daraus klar wird, dass der fortwo bei Renault keine Entsprechung hat – es ist eine gemeinsame Plattform, die technisch klar Daimler/smart ist (Heckmotor, De-Dion-Hinterachse, Tridion-Sicherheitszelle…)
Wobei ich dennoch Grund zu Kritik sehe: mit einigen wenigen Änderungen – Infotainment, Bedienhebel und Innentürgriffe – hätte der smart besser, wertiger und *komplett* eigenständig sein können. Aber der Grund für den mangelnden Erfolg wird darin nicht liegen…

Ähnlich bei der X-Klasse – hier stammt zwar die Plattform komplett von Nissan, dennoch hat das Fahrzeug mit Navara oder Alaskan wenig gemein, steht optisch m.E. erheblich besser da als diese – kein Laie käme auf die Idee, zu hinterfragen, ob das ein „echter Mercedes“ sei…
Außen ist kein Blechteil (allenfalls das Dach?) identisch. Im Interieur ist nicht bloß das Infotainment, sondern auch praktisch alles andere eigenständig. Nein, nicht mal die Türgriffe innen sind vom Navara. Mercedes-Lichtschalter, Bedienhebel, Klimabedienung, Touchpad. Die paar wenigen übrigen Schalter wie z.B. für den Allrad – geschenkt…

Snoubort
Reply to  MrUNIMOG
1 Jahr zuvor

Du hast natürlich recht, dass der Smart (insbesondere. Fortwo) kein Double Batch ist, und ich glaube auch nicht, dass der fehlende Erfolg beim Smart an Renault Knöpfen liegt.
Aber, ich denke dass aufgrund der technischen Kooperation mit dem Twingo beim Smart (f2) zu viele Kompromisse im Grundkonzept gemacht werden musste und er deshalb an „Kernkompetenz“ verloren hat: z.B. bzgl. Gewicht, Motor und Fahrzeugbreite. Zudem glaube ich, dass gerade für die Kundengruppe etwas mehr Investition ins Infotainment sehr effektiv gewesen wäre.
Bei der X-Klasse sehe ich aber ganz klar das Problem der fehlenden Mercedes Optik und Haptik (und nein, dafür hätte man nicht in G-Klasse Preisregionen vorbrechen müssen…).

MrUNIMOG
Reply to  Snoubort
1 Jahr zuvor

Deine Kritik am smart-Infotainment teile ich voll und ganz! Was die Fahrzeugbreite angeht, sehe ich das jedoch anders – der dadurch geräumige Innenraum tut gerade auch dem fortwo m.E. sehr gut. Wichtigeres Merkmal ist da doch die Länge, die dem Vorgänger entspricht – und noch wichtiger die Wendigkeit, die den Vorgänger alt aussehen lässt! An mangelnder smart-Kernkompetenz liegt es m.E. nicht, viel eher am hohen (Einstiegs-) Preis.

Was dir bei der X-Klasse an Mercedes-Optik fehlt, kann wirklich nicht ganz nachvollziehen. Die Front hat ja sogar ein Stück weit den neuen GLS vorweggenommen… Besonders gelungen finde ich auch den Heckabschluss, gerade im direkten Vergleich zu den Plattformbrüdern.
Was die Haptik angeht, hebt sich die X-Klasse Testberichten zufolge deutlich von Navara und Alaskan ab – dass man aber im Pritschenwagen kein E-Klasse Niveau erwarten darf, sollte doch klar sein.

Ich denke, was driv3r schreibt, ist vollkommen schlüssig – eine Vielzahl von ungünstigen Faktoren hat der X-Klasse das Genick gebrochen, nicht (und schon gar nicht allein) die Nissan-Plattform.

Snoubort
Reply to  MrUNIMOG
1 Jahr zuvor

Bzgl. X-Klasse Optik und Haptik meinte ich den Innenraum, aussen habe ich eigentlich nur was an den Türgriffen auszusetzen 😉

MrUNIMOG
Reply to  Snoubort
1 Jahr zuvor

Auch im Innenraum findet sich aber kaum etwas vom Navara.
Die Allrad-Bedieneinheit, evtl. noch die Fensterheber, das war es aber eigentlich schon. Auch innen zeigt sich die X-Klasse komplett eigenständig, während der Alaskan praktisch 1:1 das Navara-Interieur übernimmt.

Wenn es im X-Klasse Interieur an der Haptik was auszusetzen gibt, liegt das also nicht an der Nissan-Basis, die diesbezüglich weit bescheidener ausfällt – und wie gesagt darf man da natürlich auch nicht den gleichen Maßstab anlegen wie etwa an eine E-Klasse. Nicht umsonst läuft das Fahrzeug in der Vans-Sparte.

Snoubort
Reply to  Snoubort
1 Jahr zuvor

Ja, aber ich hätte zumindest den Anspruch wie bei der V-Klasse an den Tag gelegt… Ich bin halt der (persönlichen) Überzeugung dass man so ein Projekt als Mercedes nur ganz oder gar nicht hätte angehen dürfen – zum Wohle der Marke, aber anyway, der Drops ist gelutscht.
Beim Smart hatte ich noch die negative Folge der Kooperation auf die (Aufgabe der spezifischen) Optik vergessen, beim Preis hast Du natürlich völlig recht (in Kombi mit dem Akku natürlich das größte aktuelle Problem).

Hr.Schmidt
1 Jahr zuvor

@ Phil und driv3r, das was driv3r zum Schluss schrieb halte ich für nicht gut. Dieser Blog braucht solche Kommentare, wie von euch hier gepostet. Das sollte Markus auch klar sein, denn ansonsten haben wir bald ein Niveau das der Marke MB und Passion zu diesen faszinierenden Fahrzeugen nicht mehr gerecht wird. Dann noch ein paar Verstöße gegen Sperrfristen, das war es dann. Markus, „der Markt “ wird es nicht richten, denkt bitte auch einmal darüber nach.

Stefan Camaro
1 Jahr zuvor

Ich finde auch die Diskussionen sehr intressant. Ob das nun alles stichhaltig ist oder nicht, ist zweitrangig für mich.
Mich intressieren hier vor allem die Meinungen anderer Leser oder Gerüchte, wenn ich zu den Kommentaren scrolle…
Ich sage auch: Ich würde auf Wasserstoff setzen anstatt auf Elektro. Aber ich bin kein Vorstand und vlt ist das auch besser so 😉
Wenn sich Wasserstoff durchsetzen sollte, sage ich „habe ich doch gleich gesagt“
Wenn sich Elektro durchsetzt, ist das Thema für mich auch gegessen, kann man eh nicht ändern.
Ich finde man sollte seine Emotionen und persönlichen Präferenzen noch frei äußern dürfen (solange es nicht beleidigend etc. Wird). Wir sind alle Menschen und keine Maschinen und haben unterschiedliche Meinungen.
Ich finde gerade die Mischung aus sachlichen Kommentaren und Vermutungen macht hier den Reiz aus.
Ich bin dankbar für sachliche Kommentare, aber auch für emotional geladene Kommentare.

Bernd das Brot
1 Jahr zuvor

Das „Problem“ ist nicht nur das Fahrzeug gewesen, wenn es das überhaupt war. Sondern der gesamte Weg des Fahrzeuges. Alle haben auf den V6 gewartet, als er dann verfügbar war, war der Wind schon aus den Segeln.
Die Abwicklung und der Bestellprozess in den Häusern der Niederlassungen war eine Katastrophe, glaubt mir, ich weiß wovon ich spreche. Wenn der Vertrieb dieses Fahrzeug durch seine VK direkt oder indirekt blockiert, dann ist das Kind schon in den Brunnen gefallen. Da hilft dann auch nichts mehr. Ihr könnt ja mal in den NDL fragen gehen. In den einzelnen Autohäusern kann es aber durchaus besser gewesen sein.
Und zum Fahrzeug selbst, ja es ist die Basis Nissan, aber wer das kritisiert, hat den Vergleich nicht richtig gemacht. Der Nissan ist eine hervorragende Basis gewesen und durch die sehr guten Verbesserungen ist das Fahrzeug auch zu einem guten Mercedes-Benz geworden (im Gegenteil zum Citan). Aber da unsere Kunden nun mal einen Vergleich mit GLS und GLE machen, ist das was im X angeboten wurde einfach unterirdisch.
Im Detail wurde das Fahrzeug einfach totgespart.

MrUNIMOG
1 Jahr zuvor

Schade! 🙁 Ich freue mich jedes mal, wenn ich eine X-Klasse auf der Straße sehe, was durchaus vorkommt. Ein optisch, wie ich finde, sehr gelungenes und ansprechendes Fahrzeug, das – anders als der Citan – keine Assoziationen zum Plattformspender weckt.

Ich hatte darauf gehofft, dass der X-Klasse zumindest genügend Erfolg beschieden wäre, um eine zweite Generation zu rechtfertigen – dann auf einer von Beginn unter Daimler-Beteiligung entwickelten Plattform oder sogar als komplette Eigenentwicklung.

Aber wer weiß – sag niemals nie… 🙂

Wolfgang
1 Jahr zuvor

Citan und X-Klasse hätten nie in das Mercedes Angebot aufgenommen werden dürfen. Wo Mercedes dransteht, muss auch Mercedes drin sein. So war es doch früher bei der Nobelmarke mit dem Stern. Oder irre ich mich da etwa?

Marc W.
Reply to  Wolfgang
1 Jahr zuvor

Aber sicher ! Mercedes ist immer auch eine presiwerte Marke für Handwerker gewesen und sollte es bleiben. Immerhin ist ja die V-Klasse günstiger (und etwas weniger edler) als das VW-Pendant 🙂

Helge
1 Jahr zuvor

@Phil
Es mag vielleicht nicht ganz korrekt sein, wenn man den Nissan 1:1 mit der X-Klasse vergleicht:
Natürlich wird es im Detail sicher Unterschiede zwischen beiden Fahrzeugen geben (z.B: auch da, wo beide Hersteller Patente usw haben). Aber selbst wenn dem so ist, geht es ja um etwas Anderes.

Nämlich die Frage, ob ein Kunde bereit ist, für ein (weitgehend) baugleiches Fahrzeug so einen Preisaufschlag zu bezahlen, wie Mercedes es vorsieht. Und die Nachfrage hat es gezeigt. Oben hat jemand die Verkaufszahlen genannt. Die sprechen eine deutliche Sprache. Und da ist es nicht verwunderlich, warum die X-Klasse kein Erfolg geworden ist.
Es genügt eben nicht, ein Auto mit einem Kooperationspartner zu entwickeln (welcher es auch unter anderem Namen) vertreibt, es dann etwas zu verändern im Detail und dann zu hoffen – nur weil ein Stern vorne drauf ist – das es sich wie „geschnitten Brot“ verkauft.

Wobei ich nicht in Abrede stellen möchte, daß der Mercedes das bessere Modell von beiden Autos ist. Aber es wird eben nicht vom Kunden honoriert.
Solche Autos wie die X-Klasse sind „Arbeitspferde“. Da braucht man keine Extravaganz-Ausstattung wie Ledersitze, Ziernähte und ein Navi im Premiumbereich.
Vorallem weil der Innenraum nach einem halben Jahr nicht mehr so schön sauber aussieht, wenn der Eigner täglich mit seinen Gummistiefeln ein- und ausgestiegen ist. Das sind Nutzfahrzeuge.
Wer braucht da einen „Edel-Pickup“ wie die X-Klasse von Mercedes.

Der Landwirt der zu seiner Alm fährt, oder Handwerker wird sein Ziel auch ohne Command finden. – und das dürfte dann auch der Grund sein, weshalb die meisten Käufer die spartanische Ausstattung des Nissan vorziehen. Wichtig ist doch oft bei solchen Autos eher eine Geländeübersetzung oder Sperrdifferenzial und nicht irgendwelchen Firlefanz.

barolorot
Reply to  Helge
1 Jahr zuvor

Also ich finde, die Ausstattungslinie PURE kommt einem „Arbeitspferd“ schon ziemlich nahe.

mehrzehdes
1 Jahr zuvor

die entscheidung kommt für leser dieses blogs nicht überraschend. ein wichtiger grund zur einstellung von modellen, wo ergebnis und co2-bilanz nicht in gutem verhältnis stehen, sind die eu-regeln für schadstoffarme pkw. das könnte der grund für das sehr abrupte ende sein. mercedes sieht da dieses jahr nämlich ganz alt aus, weil sie keine volumina von supercredit-fähigen fahrzeugen in den markt kriegen. das sind fahrzeuge unter 50g/km. gut ist nur, dass über die 5%-regelung, die amg g63 und co dieses jahr noch nicht mitzählen.

aber den großserienauftritt des elektromotors haben sie bei mercedes komplett verpennt. der smart rettet nichts und kann nichts. steht mit seinem miniakku ganz schlecht gegen e-up und co sowie den zoe da. da ist man gefangen in einer falschen systementscheidung (akku selber machen), die auch einige hybride betrifft. vw hat die kapazität des akkus im e-up exakt verdoppelt – bei quasi gleichem gewicht, weniger bauraum, weniger preis…die haben einfach bei lg chem die beste zelle gekauft (e63) und für ihren bauraum anpassen lassen. bei abnahmeverträgen über 1 milliarde zellen sind sie locker unter 100€/kWh. die zelle ist auch im e-tron und im id.3.

Helge
Reply to  mehrzehdes
1 Jahr zuvor

@Mehrzehdes
Richtig, an die neuen EU-Grenzwerte habe ich gar nicht gedacht. Das könnte auch mit ein Grund sein.
Die deutschen Premium Hersteller wie Audi, BMW, Mercedes haben eben das Problem, daß sie oft schwere und PS starke Fahrzeuge mit einem hohen CO2 Ausstoß im Programm haben (hatten). Daher müssen Sie mit alternativen Antrieben dies nun kompensieren, um den Flottenverbrauch zu senken.

Mit dem Smart können sie sowieso nicht mehr punkten, da sie (nach meinem Wissen) die Marke Smart an den Chinesen Geely verkauft haben.
Und die anderen E- bzw. Hybrid Modelle sind in einer Preislage, die für die meisten Käufer unerschwinglich sind.
Daher muß jetzt schnell die komplette Kompaktklasse als Hybrid anlaufen (und die höhere BAFA Prämie kommen) damit hier Daimler noch „Boden gut machen kann“. Sonst zahlen sie noch für jedes Auto Strafe, wenn sie die EU Vorgaben nicht einhalten. Und das verhagelt dann zusätzlich die Bilanz.
Daimler steht also gehörig unter Druck.

Rainer
Reply to  Helge
1 Jahr zuvor

Nextmove hat ein nettes Video gemacht was der Flottenverbrauch in der Praxis bedeutet.

Das wird echt übel.

Wurde aber alles schon vor Jahren so beschlossen. Kann eigentlich niemand von den Herstellern sagen „Huch? Echt jetzt?“.

So gesehen hätte man die X-Klasse eigentlich gar nicht aufgleisen brauchen…

Nai
1 Jahr zuvor

Oh man! Kommt mal alle runter. Der Artikel berichtet vom Einstellen der X-Klasse. Ein völlig normaler Vorgang und hier wird miteinander kommuniziert als wäre etwas furchtbares passiert. Es gibt viele hier die Daimler in Schutz nehmen. Das ist ihr gutes Recht. Dennoch sollte man ebenfalls Kritik üben sei es aufgrund des Sparkurses, der Asia-Purismus-Moderne Exterieurgestaltung oder dem Tesla-Actros Interieur, EQC Totgeburt, den Fehler nur in E-Autos die Zukunft zu sehen, halbierter Gewinn, oder die Dummheit 100% CO2 neutral werden und da Geld reinschießen usw.

Das ist ein Form wo man seine Meinung auch äußern darf auch wenn es manchen Daimler Mitarbeitern nicht passt. Anderseits ist es auch nicht gut wenn diese Halbwissenden immer ständig etwas schreiben. Und sich die angeblichen Experten, CEOs oh wie ein Wunder melden und sich gegenseitig an die Gurgel verbal gehen.

Das ist ein Passion Blog. Passion für die Marke. Wenn einer eben dieses Tesla-Actros Interior in der S-Klasse und in der zukünftigen Modellpalette scheiße findet (was es auch nicht ist aber nur die Meinung eines jungen Seichers) dann ist es doch in Ordnung. Leben lassen! .

Helge
1 Jahr zuvor

Ich sehe das genauso wie Nai.
Es geht hier um die Autos und die Marke Mercedes. Und wenn ich Fan einer Marke bin, dann muß es auch erlaubt sein, diese Marke bzw. den Hersteller kritisieren zu dürfen.
Und wenn man sich bei seiner Kritik auf Medienberichte beruft (aus seriösen Medien), dann kann Einem das wohl kaum zum Vorwurf gemacht werden. Oder ist da alles erstunken und erlogen? Sicher nicht. Es sei denn, man hat die rosarote Mercedes-Brille auf, oder ist generell nicht kritikfähig.
Und sollten hier auch Daimler Mitarbeiter mit im Blog sein, dann kann man ja gerne bei falschen Darstellungen, dies sachlich berichtigen und dazu Stellung nehmen, in dem man sich damit auseinandersetzt, aber nicht mit Pauschalsätzen dann herum „bellen“: Die Anderen haben keine Ahnung, alles Halbwissen usw. Diffamieren bringt niemand etwas. Ich lasse mich auch gerne eines Besseren belehren, wenn es stichhaltig und sachlich begründet ist. Oder sind Diskussionen hier unerwünscht, und jeder soll nur eine bestimmte Meinung vertreten, die manchen Herren genehm ist? Ich sage ja auch nicht: Ich weiß alles am Besten und alle Anderen erzählen Quatsch.
Was ist das von Manchen ein arrogantes, selbstgefälliges Verhalten, so wirkt es jedenfalls.

driv3r
1 Jahr zuvor

Es heißt ja allgemein, dass der Klügere nachgibt, von daher probiere ich einen letzten Versuch. Manche Ideen und Vorschläge, die hier aufgestellt wurden, sind nahezu abstrus. Und dazu bräuchte es nicht mal interne Kenntnisse, sondern schlicht das Lesen der für jedermann abrufbaren Informationen zur X-Klasse. Und – mit Verlaub – inzwischen gibt es nur noch wenige Quellen, die mit wirklichem Sachverstand und Kenntnis über die automobile Welt berichten (neben auto-motor-und-sport und weiterer Branchenfachpresse, sicherlich noch die SZ und die FAZ). Boulevard verkauft sich eben besser als ein fundierter Auto-Teil der Zeitung.

1.) Selbstverständlich wurden vor Verwendung der Kooperationsplattform sämtliche anderen Plattformen im Konzern auf Machbarkeit hin geprüft. Vans-Plattformen, G-Klasse, MRA… Kostenseitig waren die Plattformen nicht darstellbar. Mitunter Grund für die Entscheidung für die Kooperation war auch die „proven reliability“ der Nissan-Leute sowie deren Know-How in dem Segment, aber auch, dass eine eigene Leiterrahmen-Konstruktion für das Fahrzeug nicht wirtschaftlich machbar gewesen wäre. Letzteres ist unter anderem wichtig für eine gewisse Robustheit und Zuladungsfähigkeit.
2.) USA: Wie oben schon ausgeführt wurde sind die USA ein Markt, auf dem so gut wie nur sogenannte Full-Size-Pick-Ups (F-150, Dodge RAM etc.). Und die USA sind auch der weltweit einzige Markt für Full-Size-Pick-Ups. Der Rest der Pick-Up-Welt spielt in der kleineren Mid-Size-Pick-Up-Klasse (X-Klasse, VW Amarok, Nissan Navara, Mitsubishi L200, Ford Ranger, Toyota Hilux…). Für diese kleine Nische wäre der Entwicklungsaufwand für USA-Marktkonformität gegenüber möglichem Markterfolg zu gering. Angefangen bei Crash-Normen bis hin zur Chicken-Tax bei Außer-NAFTA-Produktion. Pick-Up-Preise in den USA sind hochproblematisch, sprich: extrem niedrig. Die USA wurden mehrfach auf Marktfähigkeit geprüft. Aus gleichen Gründen vertreibt auch VW den Amarok nicht in den USA.
3.) Klassisches Badge-Engineering sind Opel Zafira-Peugeot Expert/Traveller, Toyota Proace, Citroen Jumpy oder Fiat Fullback-Mitsubishi L200 oder oder… Die X-Klasse bietet im Vergleich zum Navara neben einem vollständig eigenen Exterieur (inkl. MB-Lacke), ein eigenständiges Interieur (Lenkrad, Instrumente, Instrumententafel, Türtafeln, Zierteile, Infotainment) sowie Ausstattungsoptionen die weder der Nissan noch die weitere Konkurrenz bieten kann (u. a. 360°-Kamera, LED-Scheinwerfer, Comand Online). Der X350d bietet dazu MB-eigenes Aggregat und Getriebe.
4.) So wie sich der Geländewagen zum Großteil in einen SUV verwandelt hat, so gibt es auch bei den Pick-Ups in den Industrieländern einen Trend zu mehr On-Road statt Off-Road. (Siehe Ford Ranger Raptor, das umfangreiche VW Amarok-Facelift inkl. Aventura-Line…) Und in diese Richtung spielt auch die X-Klasse aus Barcelona (für Südafrika, Australien und Europa). In die eher typische, klassische Pick-Up-Richtung mit maximaler Robustheit hätte die argentinische X-Klasse gespielt, die am Ende leider kostenseitig nicht mehr darstellbar war (Produktionskosten vs. möglicher erzielbarer Verkaufspreis und Volumen). Dieses fehlende Volumen für Lateinamerika beeinträchtig intern natürlich auch die spanische X-Klasse.
5.) Warum hat es am Ende nicht funktioniert wie gewünscht? Dazu mag und kann und darf ich mich nicht im Detail äußern, sondern vermag nur ein paar Stichworte nennen: Marktvorsprung und gutes, umfangreiches Facelift des Amarok (V6-Einführung), keine argentinische Produktion, nachgelagerte 350d-Einführung, insgesamt schwieriger Markt für Pick-Ups in Europa…
6.) Was hätte man ändern können? Fahrzeug gar nicht anbieten? – Manche Risiken muss man eingehen. Auch die ML-Klasse war damals eine Wette auf einen Trend. Fahrzeug komplett selbst entwickeln? – Das hätte die Preise in Richtung G-Klasse katapultiert. Fahrzeug noch stärker mit Mercedes-Merkmalen ausstatten? – Ein Kooperationsprojekt hat leider irgendwo seine Grenzen. Auch um am Ende einen bezahlbaren Preis anbieten zu können. Und auch, weil der Partner erwartet, dass man gewisse Komponenten vom ihm bezieht, damit sich auch für ihn das Projekt noch rechnet.

Vielleicht vermag bei manchen die Erkenntnis reifen, dass sich nicht nur Vollpfosten, Idioten und Deppen unter den über 200.000 Daimler-Mitarbeitern befinden. Ich weiß auch nicht wie oft ich das in einem Kommentar schon angeführt habe, aber die Entwicklung eines Automobils ist immer der Versuch der Quadratur des Kreises aus Marktpotenzial, Marktentwicklungen, technische Realisierbarkeit und Kostenzielen. Einiges kann man abschätzen und mit Kalkulationen und Forschung absichern. Wären das 200.000 Hellseher im Konzern, dann würde man vermutlich keine Autos entwickeln, sondern geschäftlich die Zukunft der Welt vorhersagen.
Und so Leid es mir tut – und auch hierbei wiederhole ich mich – eine persönliche individuelle Meinung in diesem Block hier, sollte niemanden zu dem Glauben veranlassen, dass diese eigene Meinung das globale Bild der Kundenmeinungen widerspiegelt. Und das gilt auch für die X-Klasse und andere Projekte und Entscheidungen.

Snoubort
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

41,81€

Eule
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

Das sehe ich komplett anders. Ein Kommentar mit klarer Kante wie der von driv3r trägt für mich mehr zur Information und Kundenbindung bei, als noch so sensible Umgangsformen eines geschulten Vertrieblers mit dümmlichen Plattitüden sich wichtig nehmender Kunden, von denen es aktuell hier so einige gibt. Insofern kann ich zu driv3r nur sagen: Bitte weiter so…

harry
1 Jahr zuvor

Danke, für Deinen detaillierten Kommentar!

Helge
1 Jahr zuvor

@driv3r
Sie schreiben, daß die Entwicklung eines Automobils der Quadratur eines Kreises nahekommt. Das kann ich soweit nachvollziehen. Dies geht aber nicht nur Mercedes (Daimler) so, sondern auch den anderen Herstellern.
Und wenn man jetzt mal von den einzelnen Modellen absieht, sondern nur die alternativen Antriebe betrachtet, so bleibt Einem nichts Anderes übrig, als festzustellen, daß andere Hersteller darin (augenblicklich) erfolgreicher und weiter sind. Mercedes ist nicht der Erste und führend. Da sind die Japaner, Koreaner und Tesla weiter und vielleicht auch bald die Chinesen. Somit gelingt den Anderen in diesem Kontext die Quadratur des Kreises gerade besser.
Vorallem will mir nicht so ganz einleuchten, daß es sich doch inzwischen herum gesprochen haben dürfte, daß das Öl endlich ist, und die Menschheit so langsam nach Alternativen suchen muß, zumal Rohöl nicht nur für den Verkehrssektor gebraucht wird sondern auch für Textilien, Kunststoffe usw.
Von daher müsste auch mancher Manager inzwischen wissen, daß man alternative Antriebe entwickeln muß. Einige Automobilhersteller haben das getan. Daimler hat zwar Forschung in der Brennstoffzellentechnik betrieben, aber offenbar weniger in der E-Mobilität, sonst wäre der Start jetzt nicht so holprig.
Also ein wenig mehr Weitblick hätte man doch auch hier haben können? Oder sehe ich das falsch.

Nur mal eine Frage, um weiter in die Zukunft zu schweifen: Weiß denn schon die Autoindustrie, was sie produzieren möchte, wenn der Markt an Autos weltweit nahezu gesättigt ist? Ich hoffe man hat dann einen Plan, und schaut nicht …….. aus der Wäsche.
Denn so abwegig ist das nicht. Schon heute versinken viele Städte im Verkehrschaos, und man steht eher im Stau, als das man sich mit dem Auto fortbewegt.
Und da nicht nur Daimler Autos bekanntlich baut, sondern viele Andere auch, ist es nur langfristig absehbar, daß es irgendwann überall „Blechlawinen“ gibt, sei es auf Autobahnen oder in den Städten.
Was ich damit sagen möchte ist, daß man sich auch als Autohersteller überlegen sollte, Verkehr / Mobilität bzw. Individualverkehr neu zu denken. Wenn man da auch so heran geht, wie jetzt bei der E-Mobilität, indem man sagt: Wir bauen halt das, was wir immer schon gebaut haben und was wir können, (nämlich Verbrenner) dann könnte es irgendwann ein „böses Erwachen“ geben.
Oder wartet man dann, bis die Politik entscheidet?

driv3r
Reply to  Helge
1 Jahr zuvor

Man, Helge. Du bist auch wirklich ein nahezu hoffnungsloser Fall. Ich denke, Du schlaust Dich immer überall in der Presse auf? 😉
Schon einmal etwas von von Daimler Mobility gehört? YourNow-Kooperation mit BMW? Share Now/car20go-DriveNow? Park Now? Free Now/MyTaxi? Reach Now/Moovel? Autonomous Test Service zusammen mit Bosch in San Jose?

Helge
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

@driv3r
Ich weiß daß es Carsharing Angebote von Daimler und BMW gibt. Aber das sind ja auch „nur“ Autos. Die verbrauchen auch Öl und verstopfen Straßen.
Wenn Carsharing wirklich etwas zur Entlastung beitragen soll, müssten viel mehr Menschen darauf umsteigen. Im Augenblick sieht es nicht danach aus. Der Prozentsatz derjenigen, die Carsharing nutzen ist gering. Damit wird man allein nicht die Probleme der Zukunft lösen, und davon leben als Hersteller kann man vermutlich auch nicht.
Aber vielleicht steigt so mancher Autohersteller irgendwann auch ins Flugtaxigeschäft (mittels Drohne) ein? Es gibt ja schon Prototypen.

driv3r
Reply to  Helge
1 Jahr zuvor

Helge, Du machst einen schon echt fertig… Flugtaxigeschäft? Volocopter sag ich nur. Vor Deinem nächsten Kommentaren solltest Du Dich vielleicht einmal grundlegend mit dem Daimler-Konzern und seinen Aktivitäten beschäftigen.

Eule
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

Er kann nicht anders. Er ist sogar zutiefst davon überzeugt, nur von Fakten auszugehen. Halt ein Mann mit der inneren Mission zur Verkündung seiner Welt der Fakten und seiner Welt der Wahrheiten…

Helge
Reply to  Eule
1 Jahr zuvor

@Eule
Und bevor man hier schon wieder „dagegen“ schießt und persönlich wird, sollte man vielleicht meine Antwort lesen….nur mal so als Tipp.
Bin auch nur ein Mensch und mache Fehler, und stehe auch dazu (siehe meine Antwort). Habe auch mehrfach hier schon geschrieben, daß ich mich gerne überzeugen lasse, wenn es sachlich ist. Gehöre nicht zu den Leuten, die meinen, daß sie allein die Weisheit gepachtet haben. Und ich werde nicht persönlich diffamierend. und ich dränge auch niemandem meine Denke auf. Da hast Du wohl was falsch verstanden?
Wir sind hier in einem Blog, und hier darf doch wohl jeder schreiben, was ihm gefällt, auch wenn es vielleicht nicht die Meinung Anderer ist. Darüber kann man ja dann (höflich und sachlich) diskutieren. Solange man nicht beleidigend wird – fällt das unter die freie Meinungsäußerung

Helge
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

OK, das mit dem Volocopter, und daß da Daimler involviert ist, ging an mir vorbei, sorry.
Mir war nur bekannt, daß neulich so ein Ding vorgestellt wurde, wußte aber nicht, wer dahinter steckt bzw. habs vergessen.

Mich interessieren in erster Linie auch mehr die Autos. Vielleicht wird’s irgendwann anders. Aber wenn Du bei Daimler arbeiten solltest, hast Du natürlich da einen anderen Einblick.
Und bitte nicht immer alles so ernst nehmen.

Werk68
1 Jahr zuvor

@driv3r
Erstmal danke für deine ausführlichen Darstellungen. Mann muss da nicht immer alles gleich sehen aber es steckt viel Wahrheit und Info drinnen. Ich lese seine Beiträge immer gerne. Es geht hier nur um die x klasse und mehr oder weniger …

driv3r
Reply to  Werk68
1 Jahr zuvor

Vielen Dank. Grüße ins Werk 68.

Markus
1 Jahr zuvor

War ja doch nur ein aufgehübschter Nissan….. Auch wenn ich Pickup’s mag 🙂

Oli
1 Jahr zuvor

@Harry: du hast recht, Daimler baut Autos eigentlich fast nur für Ihre Kunden. Wenn man sich die Parkhaeuser in Sindelfingen vor dem Werk anschaut, stehen sehr viele Fremdfabrikate, wie BMW und Audi, dort. So etwas waere bei VW unvorstellbar.

Hr.Schmidt
1 Jahr zuvor

@Oli, das Zauberwort heißt diversity. Ich habe jahrelang in der Nähe von Wolfsburg gelebt. Dieses affige Verhalten dort habe ich nie verstanden. Da fahren die Leute mit einem alten VW zur Arbeit und haben zu Hause eine V- Klasse.
Ich denke immer noch an den witzigen Fall, als Frau Merkel das VW- Werk besucht hat und der Begleittross mit MB- Bussen einrollte. Diese entgleisten Gesichtszüge Der VW- Bosse hätte man einrahmen sollen. 🙂

Oli
Reply to  Hr.Schmidt
1 Jahr zuvor

@Hr.Schmidt, VW erwartet es von seinen Mitarbeitern, dass sie ein Fabrikat aus dem Konzern fahren. Wird auch regelmäßig kontrolliert, die Parkplätze. Man kann durchaus die Frage stellt, warum fahren viele Mercedes Mitarbeiter neue Fahrzeuge von BMW, Audi oder sonstigen Marken. Gleichzeitig erzählen sie einem, man möge doch bitte Mercedes fahren, denn ihre Arbeitsplätze seien sonst gefährdet. Habe ich bereits einige Mal erlebt.

Tobias
1 Jahr zuvor

Ich kann driv3r in allen Punkten nur Recht geben.
Was hier in den Kommentaren teilweise abgeht, ist wirklich unterirdisch!

Ich hoffe für euch, dass ihr alle zum C-Management diverser DAX Konzerne zählt, denn ansonsten solltet ihr Ratschläge dieser Güteklasse lieber sein lassen.
Das Weltbild vieler Kunden kennt nur schwarz und weiß und internationale Konzerne bestehen aus Marketing, Controlling, Entwicklung, Produktion und Vertrieb.
Alleine wie häufig die Aussage „Das ist wohl dem Controlling zum Opfer gefallen“ fällt zeigt doch, dass die wenigsten hier auch nur den Hauch einer Ahnung davon haben, wie die Arbeit in einem international aufgestellten Konzern abläuft.

Wenn es keinen Business Case gegeben hätte, hätte man die X-Klasse nicht auf den Markt gebracht. Die Leute, die so etwas entscheiden verstehen etwas von Ihrem Job. Ihr könnt davon ausgehen, dass diese Entscheidung nicht aus Spaß getroffen wurde.
Wie man eine neue Baureihe aufstellt, ist dann letztendlich dem jeweiligen Produktmanager/Baureihenverantwortlichen überlassen.
Aber glaubt ihr, dass dieser nicht auch lieber ein High-End Produkt auf den Markt bringen würde? Keiner dieser Leute steht morgens auf und denkt sich „Komm, heute verarschen wir die Kunden mal so richtig und verkaufen einen Nissan zu Mercedes Preisen!“

Die jeweiligen Baureihen sind deren Heiligtümer und gleichzeitig ihre Visitenkarte. Nichtsdestotrotz gibt in der Regel einen Target Price, den es zu unterbieten gilt und da muss eben knallhart kalkuliert werden.
In Zeiten von Konzernbaukästen ist das nicht mehr eine solche Herausforderung wie früher, aber eine Neuentwicklung in dem Rahmen für diese Zielmärkte? Nicht realisierbar.
Da liegt es eben nahe, sich einen starken Partner ins Boot zu holen und kosten zu senken, wo es nur geht.

Und an den lieben Aloys: Verabschiede dich doch bitte von der Denkweise, dass der Kunde König ist und der Vertriebler ihm ja nur Honig ums Maul schmieren sollte. Auch Vertriebler können gerne sagen, was sie denken und das ist auch gut so.
Manche Kunden muss man auch mal vor den Kopf stoßen, denn diese sind sowieso beim erstbesten Problem bei der Konkurrenz, bleiben aber auch dort nicht ewig, denn das Problem ist der Kunde selbst.
Driv3r wird aber vermutlich tatsächlich nicht im Vertrieb arbeiten, sondern eher auf der Operations-Seite des Konzerns. So schätze ich seine Kommentare zumindest ein.

Joachim
Reply to  Tobias
1 Jahr zuvor

Ich kann dem gesagten von @Tobias nur zustimmen.
Mal ganz allgemein. Vielleicht erklärt das nachfolgende auch einige extrem fordernde Denkweisen einiger weniger Kommentatoren hier im blog.
Früher hieß es: Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Heutzutage muss es heißen. Viele Menschen haben das Lesen verlernt – zum Nachteil der anderen. Lesen war lange Zeit eine geschätzte Kulturtechnik und somit ein Schlüssel zum Wissen, Erfolg und sozialer Anerkennung. Heute scheint es zu einer einer lästigen Pflicht zu verkommen, zu etwas, das man bestenfallsnebenbei erledigt, bevor man sich angeblich „wichtigeren Dingen“ zuwendet. Grundsätzliches Problem auch im Jahr 2020 ist: jeder will Sender sein und niemand will Empfänger sein. Immer weniger Menschen machen sich die Mühe , eine Nachricht- oder einen längeren Text !!! – zu lesen und zu verstehen, bevor sie eine Antwort oder einen Kommentar „zurückschießen“. Dieses massive Zurückschießen ist doch bei @Helge so extrem, dass jeder einzelne Artikel und jeder einzelne Kommentar von ihm ausgesprochen negativ denkend dominiert/belegt wird. Beispiel: Wie kann man denn hier im blog jemanden schreiben, der sich darauf freut, dass endlich sein A250e geliefert werden soll wünschen, dass er hoffentlich kein Montagsauto ( Begriff aus einer anderen Zeit) bekommt … .
Bisher dachte ich immer, manche haben „nur“ eine extrem fordernde Denkweise. Nein, etwas „lesen müssen“ ist zu einer lästigen Pflicht verkommen. Da haut man doch eher negative Kommentare raus. Zum Nachteil der anderen.
Das gedankenlose Zurücktexten ist anscheinend deutlich weniger strapaziös als das Aufnehmen, Verarbeiten und abspeichern einer simplen Information. Die Finger sind schneller als das Gehirn. Diese „Nichtleser“ haben auch kein Problem damit, sich als solche einer ganzen Gruppe von Menschen zu präsentieren.

Helge
1 Jahr zuvor

@Joachim
Man muß aber auch nicht jeden Begriff auf die Goldwaage legen.
Vielleicht gibt es das „Montagsauto“ als solches heute nicht mehr, aber es kann immer noch vorkommen, daß Autos bei Serienanlauf Fehler haben können, die erst später sich offenbaren. Wie sonst sind Rückrufe oder Modellpflegen zu erklären. Ein Modell wird auch im Laufe seiner Produktion immer wieder weiter verbessert, ohne das der Kunde das mitbekommt. Das ist auch nicht weiter schlimm.
Und mir sagte sogar neulich ein Mercedes Händler, als ich mit ihm über Hybride gesprochen habe (und den B 250e). Wollen Sie wirklich einer der Ersten sein, die sich dann so ein Auto kaufen. Sprich: Kleinere „Kinderkrankheiten“ kann es immer geben.
Ich fahre beispielsweise eine B-Klasse (W 246) aus 2012. Da lief die Produktion noch nicht lange. Und trotz aller Tests, die sicher vorher gemacht wurden, ruckelt das Getriebe. Ich habe alles unternommen. War in verschiedenen MB Werkstätten, habe Softwareupdate machen lassen, Getriebeölwechsel usw.
Mir sagte ein Werkstattmeister: Da könne man nichts machen, das ist Stand der Serie. Weil ich sagte dann: Ich bin schon andere B-Klassen aus späteren Baujahren gefahren, und die ruckeln nicht.
Ich würde mein Auto jetzt nicht als Montagsauto deshalb bezeichnen, aber perfekt ist das nicht. Sowas hätte ich nicht auf die Straße gebracht.
Aber man darf hier wohl nichts mehr sagen, so nach dem Motto: Mercedes oder Daimler ist über jeden Zweifel erhaben. Alles was auf den Markt kommt hat gleich „Hand und Fuß.“
Es hat auch nichts mit schlecht machen zu tun, wenn man auch Dinge anspricht, die nicht so toll sind.
Ich würde mir trotzdem einen Mercedes wieder kaufen, aber nicht ohne Garantiepaket.

Man sollte vielleicht auch mal mit einbeziehen, wenn mir vorwirft, ich würde nur alles negativ sehen, daß Manches auch mit persönlichen Erfahrungen mit einer Marke zu tun haben könnte. Persönlich habe ich schon 4 Mercedes gekauft und in der Familie hatten wir auch früher Mercedes. Ich habe diesbezüglich schon so Einiges erlebt.
Aber nur weil man kritisiert, heißt das ja nicht, daß man die Marke schlecht gleich findet. Bis ich die Marke wechsele müsste noch mehr passieren.

Urs
1 Jahr zuvor

Wäre super, wenn sich Mercedes für die Me-App mal einen Kooperationspartner ins Haus holen würde, der das kann. Heute schon wieder tagsüber Wartungsarbeiten. Gestern Probleme mit der Erkennung der Schließzustände, vor ein paar Tagen auch tagsüber Wartungsarbeiten, die den ganzen Tag dauerten. Eines der letzten Updates hat dann den Bericht über die zuletzt gefahrene Strecke (Zeit, Verbrauch etc) gestrichen. Dass es im Endeffekt nur eine Webseite in einem App-Mantel ist: ok, geschenkt. Aber hier erwarte ich als langjähriger MB-Käufer einfach mal ein System, das state-of-the-art ist.

Hat jemand mal versucht, die X-Klasse am Anfang beim Freundlichen zu kaufen? Da herrschte leichtes Chaos. Ich habe in der Tat das Interesse daran verloren.