Offroad für die Zukunft: der Ener-G-Force

Zur Los Angeles Design Challange 2012 blickten die Mercedes-Benz Designer weit nach vorne – gesucht wurde das „Highway Patrol Vehicle 2025“ – für die Gesetzeshüter im Jahre 2025. Mit der Vision Ener-G-Force wurde eine Design-Studie vorgestellt, die doch viel von der nächsten G-Klasse zeigen -könnte-.

Die Vision Ener-G-Force ist die Vision eines Offroaders, der die Zukunft widerspiegelt – und gleichzeitig auf die Gene der Offroad-Ikone – der G-Klasse – sich beruft. Das moderne Design könnte – so zumindest Designchef Gorden Wagener 2012 bei der Vorstellung – „einen Hinweis auf einen Neuanfang für die Offroad-Formensprache von Mercedes-Benz sein“. In der Studie zeigte sich das Fahrzeug mit kleinen Fensterflächen, im Dach integrierte Rufumleuchten und riesigen Rädern.

Die Designer des Advanced Design Studios von Mercedes-Benz in Carlsbad, Kalifornien waren vom Entwurf der Vision so fasziniert, das sie die Fiktion der Polizeivariante in eine 1:1 Variante als Modell weiterentwickelten – die zuviele Variante orientiert sich ebenso an der G-Klasse-Ikone, die Proportionen und Elemente der Idee wurden dabei übernommen.

Das Auto soll dabei ein Green-Car bleiben: So nimmt der Vision Ener-G-Force recyceltes Wasser in Tanks auf dem Dach auf und leitet dieses an den „Hydro-Tech Converter“ weiter. Er wandelt diese natürliche, erneuerbare Ressource in Wasserstoff für den Betrieb der Brennstoffzellen um. Die Speichereinheiten für die gewonnene elektrische Energie befinden sich gut zugänglich in den markanten Seitenschwellern.

Da uns das Fahrzeug durchaus beeindruckte, zeigen wir anbei erneut Impressionen der zivielen Variante, dessen 1:1-Modell weiterhin in Carlsbad in den USA steht – nun aber auch mit neuen Impressionen.

Weitere Infos hatten wir dazu bereits hier.

Ggf. auch interessant: Beitrag bei Jan Gleitsmann

Bilder: Jan Gleitsmann

9 Kommentare
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Torsten
10 Jahre zuvor

Cool, Rufumleuchten. Ich dachte, Kommunikation mit der direkten Außenwelt ohne Fenster zu öffnen ginge nur bei den Guard-Modellen.

„Die Designer des Advanced Design Studios von Mercedes-Benz in Carlsbad, Kalifornien waren vom Entword der Vision so fasziniert,“
Entword, was das genau ist und wo das im Designprozeß vorkommt war mein ich im Blog zumindest noch nicht zu lesen. Vielleicht eine nette deutsch-amerikanische Wortschöpfung, Ent-Word, also kein verbales Lastenheft mehr, sondern erste gestalterische Umsetzungen. Liege ich da richtig?

melaw
10 Jahre zuvor

Wie soll diese Wasserstofferzeugung funktionieren? Wasser aus Tanks wird von ganz alleine zu Wasserstoff UND elektrischer Energie? Dass muss mir jemand genauer erklären…

Gino
10 Jahre zuvor

2H²O -> 2H² + O² sprich wasserstoff für die brennstoffzellen und sauerstoff kommt hinten raus.

dann wird er wohl mit kollektoren neues wasser auffangen was wiederrum zerlegt wird. die energie, die bei dem chemischen vorgang erzeugt wird, wird dann wohl in batterien für den e-motor gespeichert werden.

ein chemiker mag mich nun schelten aber so stell ich mir das vor…

snapstall
10 Jahre zuvor

ähem, wenn ich in Chemie richtig aufgepasst habe, KOSTET diese Reaktion aber Energie, und zwar nicht zu knapp! Die EnergieGEWINNUNG passiert bei der umgekehrten Reaktion, wenn O und H zu Wasser verschmelzen.

melaw
10 Jahre zuvor

Klar, so funktioniert Elektrolyse. Soweit keine Schelte.

Dieser Vorgang liefert aber keine Energie, sondern benötigt welche, und zwar nicht wenig davon. Wo kommt die her?

Sonst wären unsere globalen Energieprobleme schon längst gelöst!

harry
10 Jahre zuvor

Gibt es wirklich Überlegungen das jetzige G-Modell in naher Zukunft durch einen Nachfolger zuersetzen???

Lutz
10 Jahre zuvor

Wenn man Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegen will braucht man elektrischen Strom, dieser Strom wird zum Beispiel von Windrädern produziert.

Der produzierte Wasserstoff wird in Tanks gelagert, wenn man
nun elektrischen Strom benötigt (also wenn es mal nicht windet)kann man in der Brennstoffzelle aus dem gespeicherten
Wasserstoff und Sauerstoff (Luft)Strom machen.

so könnte man Energie speichern (viel besser als im Akku)
deshalb hat die B-Klasse-F-Cell auch eine größere reichweite als E-Autos mit Akku.

Lutz
10 Jahre zuvor

Elektro-Autos mit einem Wasserstofftank und einer Brennstoffzelle haben eine gute Reichweite ca.400 km und sind eigentlich Serienreif (B klasse-f-Cell weltumrundung).

Es gibt nur ein Problem ! wo soll man Wasserstoff tanken ?!
es gibt kaum Tankstellen wo man Wasserstoff tanken kann !

Ich glaube, dass der Ener G Force gar kein Wasserstoff tanken muss sondern selber welchen produzieren kann !

Wenn der Wagen in der Sonne parkt macht er aus dem Wasser
welches er in Tanks an Bord hat Wasserstoff, er hat ja ein Solarmodul auf dem Dach. Und aus dem gewonnenen Wasserstoff kann der Wagen dann in einer Brennstoffzelle
Strom machen un losfahren !

Wie gesagt, nur eine Vermutung.
aber so könnte es doch eigentlich funktionieren !

melaw
10 Jahre zuvor

Okay, man könnte Solarstrom dazu benutzen, Wasserstoff herzustellen, mit dem das Auto dann direkt fahren kann oder Strom erzeugen. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Solarmodul in der Größe eines Autodachs da groß was erzeugt. Bzw es stünde in keinem Verhältnis zu den Kosten der Anlage.