Mercedes-Benz hat seit Jahresbeginn 1.512.268 Fahrzeuge an Kunden weltweit ausgeliefert. Im vergangenen August 2018 setzte man weltweit 155.918 Fahrzeuge ab (-8,5%). Wie erwartet wirkten sich dazu im August jedoch Herausforderungen in der Fahrzeugverfügbarkeit auf den Absatz aus, darunter Modellwechsel und Verzögerungen bei der Zertifizierung in einigen Märkten.

Absatz Mercedes-Benz nach Regionen und Märkten

In Europa konnte Mercedes-Benz im letzten Monat 54.989 Fahrzeuge absetzen (-10,7%). In den ersten acht Monaten des Jahres lagen die Verkaufszahlen insgesamt bei 597.347 Einheiten (-3,9%). Auf dem Heimatmarkt Deutschland hat Mercedes-Benz im August 21.442 Fahrzeuge mit Stern ausgeliefert (-14,8%). Seit Anfang des Jahres wurden in Deutschland insgesamt 195.163 Pkw an Kunden übergeben (-4,2%). In Frankreich, Spanien, Schweden, Polen und Dänemark sind in den ersten acht Monaten des Jahres mehr Fahrzeuge mit Stern verkauft worden als jemals zuvor in diesem Zeitraum.

In der Region Asien-Pazifik führte die Nachfrage nach Modellen von Mercedes-Benz per August zu einem neuen Bestwert von 639.184 Einheiten (+9,8%). Die Marke mit dem Stern lieferte dort im vergangenen Monat 72.342 Fahrzeuge aus und blieb leicht unter dem starken Vorjahresniveau (-1,3%). Im größten Absatzmarkt China wurde mit 53.295 verkauften Pkw eine neue August-Bestmarke erreicht (+5,5%). Insgesamt wurden dort bereits 446.075 Fahrzeuge an Kunden übergeben – so viele, wie noch nie in den ersten acht Monaten eines Jahres (+13,9%). Mercedes-Benz erreichte seit Jahresbeginn weitere Absatzrekorde in den Märkten Japan, Indien, Thailand und Malaysia.

In der NAFTA-Region wurden im vergangenen Monat insgesamt 24.538 Fahrzeuge mit Stern an Kunden ausgeliefert (-19,5%). Seit Jahresbeginn beläuft sich der dortige Absatz auf 240.671 Mercedes-Benz Pkw (-5,5%). Per August lieferte Mercedes-Benz 199.215 Fahrzeuge in den USA aus (-6,6%); im August waren es 20.339 Einheiten (-19,8%). Die Marke mit dem Stern behauptete die Marktführerschaft in den USA im Premiumsegment per August. Dank weiterhin starker Wachstumsraten erzielte Mercedes-Benz in Mexiko im und per August erneut Verkaufsbestwerte.

Absatz Mercedes-Benz nach Modellen

Die E-Klasse Limousine und das T-Modell erzielten im vergangenen Monat einen neuen Bestwert mit einem Absatz von 25.367 Einheiten (+0,4%). Seit der Markteinführung der aktuellen Modelle konnten sich bereits über 700.000 Kunden weltweit über die Auslieferung einer E-Klasse Limousine oder eines T-Modells freuen.

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Mercedes-Benz steigerte die Verkaufszahlen der S-Klasse Limousine im August um 30,3% auf 5.254 Einheiten. Von Januar bis August konnten über 53.000 Einheiten der S-Klasse Limousine verkauft werden (+26,6%). Die Mercedes-Maybach S-Klasse Limousine erzielte dank eines hohen zweistelligen Wachstums weltweit den bisher höchsten Absatz per August.

Bei den SUVs konnte in den ersten acht Monaten des Jahres ein neuer Bestwert erreicht werden: Weltweit wurden insgesamt 541.120 SUVs mit Stern ausgeliefert, ein Plus von 5,4%. Ein wichtiger Treiber hierfür war die weltweite Beliebtheit des GLC und GLC Coupés. Auf dem Absatz-Erfolg der Midsize SUVs von Mercedes-Benz setzt auch der EQC auf, der in Stockholm als erster vollelektrischer SUV der Produkt- und Technologiemarke EQ der Weltöffentlichkeit vorgestellt wurde.

smart

8.470 Kunden konnten sich weltweit im August über die Auslieferung eines neuen zwei- oder viertürigen Stadtflitzers der Marke smart freuen (+9,8%); insgesamt wurden seit Jahresbeginn 85.534 Fahrzeuge verkauft (-2,6%). Der Umbau zur rein elektrischen Marke schreitet bei smart weiter erfolgreich voran: Nie zuvor wurden im und per August so viele Einheiten der elektrischen smart Modelle verkauft wie in 2018.

Quelle: Daimler AG

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20 Kommentare
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Jogi
4 Jahre zuvor

Find‘s echt amüsant wie die desaströsen Umsatzzahlen schön geredet werden. Nicht falsch verstehen, aber vieles der Gründe war hausgemacht u.a. die Zertifizierungsprobleme, fehlerhafter Konfigurator über Monate hinweg und die fehlenden Motorisierungen (E und C Klasse). Auch der Blick in die USA vermag nichts gutes. 20% Absatzrückgang im ehmaligen Brot und Butter Markt. Was läuft dort schief? Schade, dass man nicht etwas selbstkritisch die Zahlen analysiert und auch kommuniziert.

driv3r
Reply to  Jogi
4 Jahre zuvor

Dass ein Motoren-Rollover Absatz kostet ist völlig normal. Durch die neuen Zertifizierungsbestimmungen fallen somit auch einige Rollover zusammen. Die Verzögerungen in der Erteilung der Zertifizierungsbestimmungen tun ihr übriges. Und die juristischen Unsicherheiten auf der regulatorischen Seite hinsichtlich der Dieselantriebe lässt insbesondere bei MB eben besondere Vorsicht walten.
Eine besondere Dramatik für einen Monat gesunkene Absatzzahlen kann ich da nun echt nicht erkennen.

DüdoVans
Reply to  driv3r
4 Jahre zuvor

Stimmt, ich auch nicht. Der Markt ist dynamisch! Niemand kann erwarten, eventuell über Jahrzehnte jeden Monat einen Rekord aufzustellen. Das ist unrealistisch und völlig normal. Noch vor gar nicht so langer Zeit war die 1.000.000 Auto Marke übers ganze Jahr gesehen schon ein Erfolg.

langstrecke
Reply to  DüdoVans
4 Jahre zuvor

Mit Verlaub, man kann sich auch alles schönreden. Wenn man sich die Zahlen oben anschaut: Deutschland – 15%, Europa – 10%, USA -6,6%, Nafta -20% (Gehört die USA nicht mehr zu Nafta?) dann stellt man fest dass Mercedes in all diesen Märkten verliert. In der Summe macht das 8,5% Rückgang aus.
Die Hauptkonkurrenten BMW und Audi haben jedoch zugelegt, Audi sogar um 11%.
Es mag Gründe und Sondereffekte hierfür geben, aber die Unterschiede sind schon eklatant. Abgerechnet wird zum Schluss, aber ich befürchte dass die letzten 4 Monate für Mercedes ernüchternd werden.

Reply to  langstrecke
4 Jahre zuvor

USA wird separat ausgewiesen. Das die Werte nicht dauerhaft nach oben gehen konnten, war wohl irgendwann zu erwarten.

MartinBerlin
Reply to  langstrecke
4 Jahre zuvor

Audi hat im August ALLES zugelassen was mit WLTP nicht mehr zulassungsfähig gewesen wäre, stehen dort alle auf den Höfen…

driv3r
Reply to  langstrecke
4 Jahre zuvor

Mit Schönreden hat das wenig zu tun. In Summe steht für dieses Jahr noch immer ein Plus unterm Strich, bei wachsender Verfügbarkeit von Modell-Motor-Varianten, die folgenden Monate werden also eher positiver als der August laufen.
Audi hat in diesem Jahr Steigerungsraten, da in diesem Jahr die komplette renovierte Oberklasse verfügbar ist (A6/A7 hatten ja bspw. zuletzt Auslieferungsverbote) bei zugleich schwacher Performance im Vorjahr. Kein Wunder, dass da das prozentuale Wachstum größer ist.
Bei BMW macht sich auch die volle Verfügbarkeit des 5er/6ers sowie neuer X3/X4 plus 2er Tourer LCI bemerkbar. Außerdem steuert BMW das Zertifizierungsrollover anders (bei Komplettstreichung von Antrieben).

In Summe sehe ich monatliche oder Quartalsschwankungen sehr entspannt. BMW und Audi schneiden auch mal besser mal schlechter ab, das ist häufig sogar den normalen Modellzyklen geschuldet. Außerdem ist es so “zahlenmäßig” schöner lieber 80.000 S-Klasse Modelle zu verkaufen als 200.000 2er Tourer. 😉

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Joachim
Reply to  driv3r
4 Jahre zuvor

Da kann man aus persönlichem Engagement oder aus Zeitvertreib hin und her reden, aber der letzte Satz bringt alles auf den Punkt.

Stefan
Reply to  langstrecke
4 Jahre zuvor

Vlt liegt es auch daran dass neue Modelle fehlen. In den vergangen Jahren standen permanent neie Modelle da. In den nächsten beiden Jahren steht die komplette neue Kompaktfamilie, sowie neue SUVs an. Das wird die Verkaufszahlen wieder anziehen lassen.
Ein Facelift (C Klasse) oder Dreamcars wie der AMG GT4 bringen keinen rießen Absatz.

Messi
4 Jahre zuvor

470 Kunden im August entschieden sich für einen Smart?

Milleunär
4 Jahre zuvor

20% Absatzrückgang… die Marke ist im freien Fall, kein Wunder bei den Mondpreisen

MartinBerlin
Reply to  Milleunär
4 Jahre zuvor

Wenn das seit Jahresbeginn 85.000 sind und der August ein Plus darstellt, kann die Zahl niemals stimmen…

Axel
Reply to  Milleunär
4 Jahre zuvor

Ganz ehrlich, das klingt doch sehr nach Phrasendrescherei.

FM
4 Jahre zuvor

Wenn man sich die Foren so anschaut wundert es mich das überhaupt noch diese Masse angesetzt wurde.
Über alle Baureihen hinweg gibt es Lieferverzögerungen OHNE bekannten Grund, die Stimmung der Kunden sinkt und sinkt -> leider!

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HB
4 Jahre zuvor

Endlich die Zulassungszahlen des Vormonats, so spät wie noch nie. Eine einmalige Premiere. Den Text finde ich OK geschrieben, ehrlicher als im letzten Monat. Dass Daimler viele Baustellen hat, wird deutlich. Ich persönlich erlebe nur den nicht funktionierenden Konfigurator und das Null Verkaufserlebnis in Deutschland. Hoffentlich wird das Thema erkannt und eine sogenannte Task Force gebildet. Denn der Konfigurator ist der Marke Mercedes-Benz nicht würdig, funktioniert oft nicht und behindert die Neuwagenkonfiguration. Bitte setzt das Thema auf Platz 1 der Maßnahmenliste. Solltet ihr es nicht tun, seid ihr fernab der Praxis und habt mit dem realen Verkaufserlebnis nichts zu tun. Dann kündigt bitte euren Job, denn ihr seid es den Job nicht wert und ihr seid daher erheblich geschäftsschädigend.

Joe
Reply to  HB
4 Jahre zuvor

Sehe ich ähnlich, befürchte aber das andere Themen wichtiger sind. Ich mein Komplexität in allen Ehren aber es kann doch nicht wahr sein, dass seit Monaten der Konfigurator einfach nicht funktioniert (aktuell funktioniert er bei einigen Baureihen immer noch fehlerhaft), mir ist es ein Rätsel wieso man sich so quer stellt bei Daimler. Vielleicht bedingt durch die Absatzrekorde einleitende Überheblichkeit?!…

Ert
4 Jahre zuvor

Smart hat doch niemals nur 470 Fahrzeuge weltweit verkauft oder?

Reply to  Ert
4 Jahre zuvor

Das ist auch falsch. 8.470 Stück waren es (+9.8, Per August 85.534 d.h. -2,6 %). Die “8” fehlte im Text und wurde von mir eben ergänzt.

Snoubort
4 Jahre zuvor

Bei den „Absatzzahlen nach Modellen“ vermisse ich die Zahlen der A-Klasse, würde mich schon mal interessieren, wie hier der Anlauf des neuen Modells (weltweit) läuft.

Tobi4matic
4 Jahre zuvor

Es werden allerdings nicht nur weniger Fahrzeuge verkauft, es ist seit Wochen auch ein massiver Produktionsrückgang zu erkennen.
Das Werk Sindelfingen arbeitet schon seit Wochen nicht mehr normal, sondern setzt immer wieder Schichten aus, bzw. lässt gesamte Arbeitstage die Bänder stehen.
Das dann die Absatzzahlen sinken ist klar.