Mit durchaus viel Spannung hatten wir unseren ersten Fahrtest im „Klein-SUV“ von Mercedes-Benz erwartet und konnten in Spanien erstmals das neue GLB Modell Probe fahren. Für unsere Er“fahr“ung mit dem Modell aus mexikanischer Produktion wählten wir den GLB 220 d 4MATIC.

Optisch zeigt sich der GLB mit markanten Scheinwerfern, einer aufrechten Frontpartie mit einer muskulösen Fahrzeugschulter. Das horizontal ausgerichtete Heck zeigt sich besonders breit und dynamisch, zumal die umlaufenden Claddings den Offroad-Anspruch betonen möchten.

Bei den Maßen liegt der GLB mit einer Fahrzeuglänge von rund 4.646 mm und einer Breite von 2.020 mm (inkl- beider Spiegel) sowie eine Fahrzeughöhe von 1.701 mm (inkl. Reeling) nahezu auf GLC-Niveau.

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Beim GLB 220 d setzt Mercedes-Benz auf sein eigenes Zweiliter-Aggregat des Typs OM 654 q, welches bereits in vielen anderen Modellen die Euro 6d Norm erfüllt. Der Motor wird mittels Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe (8G-DCT, intern: F-DCT 400) gekoppelt, wobei das Drehmoment von 400 Nm des Motors problemlos wirken kann. Die Getriebespreizung beim GLB liegt bei 8,81.

GLB zieht mit Fahrzeuglänge des GLC fast gleich

Der GLB basiert auf der neuen aber schon bekannten Kompaktwagenplattform von Mercedes-Benz basiert. Das Modell unterscheidet sich nicht nur optisch von den bisherigen Kompaktvarianten. Alleine die Bodenfreiheit des GLB 220 d 4MATIC liegt (auch bei zulässigem Gesamtgewicht) bei 133 mm. Im Vergleich dazu liegt die A- und B-Klasse mit identischer Motorisierung nur bei 109 mm.

Mit Blick auf den Radstand von 2.829 mm unterscheidet sich der GLB jedoch gegenüber der A- und B-Klasse mit dessen 2.729 mm. Bei der Fahrzeuglänge von 4.634 mm liegt der neue Klein-SUV deutlich über den anderen Modellen der A- und B-Klasse mit 4.419 mm und zieht so fast schon mit dem größeren GLC mit 4.658 mm gleichauf. Beim Wendekreis liegt der GLB auch auf GLC-Niveau: 11,7 Meter zu 11,8 Meter beim GLC (Wand- zu Wand), wobei die sonstigen Kompaktmodelle hier bei 11 Metern liegen.

Beim Fahrwerk setzt man beim Mercedes-Benz GLB komplett auf den Baukasten aus den Kompaktwagensegment, was auch hinsichtlich der Assistenz- und Sicherheitssysteme gilt. Demnach gibt es hierzu keinerlei Überraschungen, auch wenn die Abstimmung des Fahrzeuges unterschiedlich ausgelegt ist.

Von der Positionierung des Kompakt-SUVs möchte man das Modell zwischen GLA und GLC positionieren, wobei das Modell vor allen mit einer optionalen dritten Sitzreihe Platz für bis zu sieben Insassen bietet. Als Konkurrenz im Wettbewerb sieht Mercedes-Benz vor allem den VW Tiguan Allspace sowie in China die Langversion des BMW X1.

Ladevolumen / Flexibilität deutlich höher als bei der B-Klasse

Bei der Funktionalität schlägt der GLB wohl stark in Richtung seiner Konkurrenz aus eigenem Hause – der aktuellen B-Klasse. Durch eine variable Lehnenneigungs-Verstellung im Fond in bis zu 9 Positionen, u.a. mit verfügbarer Cargostellung sowie EASY ENTRY Funktion wird den Passagieren den Einstieg in die 3. Sitzreihe erleichtert.

Bei der Ladekantenhöhe liegt der normale GLB bei 740 mm, bzw. mit dritter Sitzreihe bei 745 mm und damit höher, als bei der B-Klasse (647 mm). Beim Kofferraumvolumen liegt das Fahrzeug mit umgelegter dritten Sitzreihe bei 500 Liter (offener Gepäckraum hinter Fondsitz – bis zum Dach 700 Liter), bzw. mit dritter Sitzreihe bei 130 Liter (bis zum Dach 150 Liter).  Bis zum Fahrersitz sind 1.055 Liter bzw. bis zum Dach 1.680 Liter verfügbar. Beim Fünfsitzer erhöhen sich die Werte hier auf 560 hinter den Fondsitzen, bzw. maximal 1.755 Litern.  Die aktuelle B-Klasse verfügt hier nur über 430-440 Liter bzw. 1.515 bis maximal 1.525 Liter Volumen.

Fahrtest des Compact-SUVs

Der GLB 220 d mit seinem Zweiliter-Aggregat und Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe zeigt sich im Fahrtest von der besten Seite. Dabei schaltet diese Motorisierung, die wir bereits aus dem CLA 220 d kennen, wesentlich unbemerkter als das Siebengang-Getriebe wie es in den Benzinern anderer Kompaktmodelle zum Einsatz kommt. Das 8G-DCT gestaltet die Schaltvorgänge wesentlich kürzer und harmonischer. Dabei hat der 190 PS Motor jederzeit Leistung und damit lässt sich das Fahrzeug in der Summe ausgeglichen bewegen. Der Vierzylinder arbeitet sehr laufruhig, auch wenn der Diesel von der Geräuschentwicklung noch nicht auf das Benzin-Niveau kommt. Der 220 d bietet eine gute Mischung aus Dynamik und Komfort.

Der GLB zeigt sich als ruhiger Geselle, da während der Testfahrt keinerlei störende Windgeräusche aufgefallen sind. Der  CwWert des Modells liegt bei 0,29 und damit sogar teils vor der Konkurrenz.

Apropos Geräusche: beim Testwagen, der bereits aus der mexikanischen Produktion im Werk Aguascalientes kam und vermutlich aufgrund des Produktionszeitpunkts  (entgegen der Serienfertigung) noch nahezu in reiner Handarbeit gefertigt worden ist, klapperte auch sonst nichts – lediglich unser Reisekoffer im Kofferraum sorgte für leichtes Knarzen. Die hörbaren Abrollgeräusche im GLB hielten sich  auf normalem Niveau.

Fahrwerk und Lenkung

Die Lenkung zeigt sich als fein ansprechend und zielgenau, wobei das Fahrzeug präzise und gelassen der Spur folgt – auch mit höheren Geschwindigkeiten. Dabei schluckt das Fahrwerk die Unebenheiten auf den Landstraßen unweit von Malaga in Spanien nahezu problemlos. Kleinere Fugen bügelt das fein ansprechende Fahrwerk gut aus. Der längere Radstand zeigt sich durchaus als klares Komfortmerkmal, was uns aber beim Rangieren – zumindest im direkten Vergleich zu den anderen Kompaktwagen mit Stern – merkbar negativ in Erinnerung blieb. Das bei uns verbaute optionale Fahrwerk mit Verstelldämpfung sorgt parallel für eine sportliche oder komfortable Fahrwerksabstimmung, je nach Fahrprogramm und Fahrerwunsch.

Offroad-Technik Paket mit DSR und angepasster ABS-Regelung

Das Offroad-Technik Paket erhalten übrigens alle 4MATIC-Varianten des GLB als Serienausstattung ab Werk. Es sorgt für keine Höherlegung des Fahrwerks, aber aufgrund eines zusätzlichen Offroad-Fahrprogrammes dafür das die Leistungsentfaltung und die ABS-Regelung für leichtes Gelände anpasst werden. Zusätzlich – in Verbindung mit MULTIBEAM LED – beinhaltet das Paket ein Offroad-Licht, das unterhalb von 50 km/h aktiv ist. Ebenso steht eine hilfreiche Downhill-Speed-Regulation (DSR) im Geschwindigkeitsbereich von 2 bis 18 km/h zur Verfügung.

Beim kurzen Test im Offroad-Gelände zeigte sich das Fahrzeug durchaus geländegängiger, als er wohl jemals im Alltag sein muss. Hier profitiert das Fahrzeug deutlich von der höchsten Bodenfreiheit aller Kompaktmodelle, sowie dem Offroad-Fahrprogramm mit Bergabfahrhilfe (DSR), um auch fernab von befestigten Wegen problemlos vorwärts zu kommen. Der maximale Böschungswinkel liegt bei 19,4 Grad vorne, bzw. 24,8 Grad hinten.

Eindruck Interieur

Im Innenraum des GLB zeigt sich ein bekanntes Design. Angefangen von den Bedienelementen bis hin zum allgemeinen Ambiente. Wäre hier nicht das andere Zierteil auf der Beifahrerseite, würde man den Innenraum wohl nicht unterscheiden können. Bisherige Fahrer einer A- oder B-Klasse, oder gar CLA benötigen hier also vermutlich keinerlei Umstellungszeit. Lediglich die höhere Sitzposition macht sich bemerkbar, die aber aufgrund der besseren Übersichtlichkeit rundum – ein klarer Vorteil ist.

Wählt man die siebensitzige Variante des GLB, bietet das neue Fahrzeug eine 3. Sitzreihe. Für die im Fond sitzenden ist der Zustieg bequem. In der dritten Reihe macht es jedoch durchaus Sinn, dass  man die empfohlene Größenangabe der Mitreisenden einschränkt, da der Zugang deutlich beschwerlicher ist. Sind alle sieben Sitze aufgeklappt, fehlt der Platz für das Gepäck.

In der Summe ist der GLB aber das geräumigste und praktischste Fahrzeug aller MFA-Modelle von Mercedes-Benz, welcher selbst der B-Klasse für den Alltagsbetrieb wohl den Rang ablaufen könnte.

Fazit:

Der GLB ist das interessanteste und flexibelste Fahrzeug im Kompaktsegment von Mercedes-Benz, der auch vom noch kommenden GLA keinerlei Konkurrenz zu erwarten hat. Nicht nur aufgrund der anderen Bauform, auch bei der Flexibilität und Vielseitigkeit des Fahrzeuges ist das Modell wohl ein Wechselkandidat für bisherige B-Klasse Kunden: ähnlich hoher Einstieg, jedoch viel flexibler in den Nutzungsmöglichkeiten.

Jetzt muss also nur die Qualität der Serienmodelle sowie die Belieferung für europäische Kunden aus Mexiko passen, um vermutlich ein klarer Verkaufsschlager zu werden. Unser gefahrenes Vorserienmodell war hier bereits komplett makellos.

Richtig überrascht hat uns am Ende der Gesamtfahrzeugpreis des Testfahrzeugs mit dessen Ausstattungsoptionen. Die Vorserie hatte bei uns vieles – was man bestellen kann, aber natürlich nicht muss. Der GLB 220 d 4MATIC ist aktuell zum Grundpreis von 44.601,20 Euro erhältlich.

Der GLB startet aktuell als GLB 200 bei 37.746,80 Euro Grundpreis – dann aber auch nur mit 1,33 Liter Benziner und 163 PS sowie ohne Allradantrieb. Wer uns kennt, weiß das uns gerade hier der kleine Hubraum stört und wir immer zum GLB 250 greifen würden. Auf der Diesel-Seite wäre hingegen der GLB 200 d mit 150 PS bereits für den Allrad ausreichend.

Was uns aufgefallen ist:

  • Bekannte Technik und Bedienung aus dem Kompaktwagensegment
  • 60 Liter Tank in Serie für 4MATIC-Varianten
  • Sieben Personen mitnehmbar, aber wenn: dann nur mit Kleinstgepäck

Positiv:

  • Bequeme und ruhige Straßenlage aufgrund des längeren Radstandes
  • Gute Offroad-Fähigkeiten für das Kompaktsegment
  • 220 d 4MATIC R4-Diesel mit 1.950 cm³ Hubraum passt gut zum Modell

Negativ:

  • Beschwerlicher Zugang in die (optionale) dritte Sitzreihe
  • Spürbar größerer Wendekreis gegenüber den anderen Kompaktmodellen

Die wichtigsten technischen Daten für den GLB 220 d 4MATIC im Überblick:

  • Länge/Breite/Höhe: 4.646 mm, 2.020 mm inkl. Spiegel, 1.701 mm inkl. Reeling
  • Fahrzeugbreite mit geöffneter Vordertür: 1.834 mm.
  • OM 654 q (D20 SCR) 4-Zylinder Diesel, 1.950 ccm, 140 kW / 400 Nm, Euro 6d
  • V-max 217 km/h, 0 auf 100 km/h in 7.6 Sekunden
  • CO2-Emission kombiniert: 142-135 g/km, kombinierter Verbrauch 5.4-5.1 l/100 km
  • Leergewicht: 1.735 kg, Zuladung: 515 kg, zGG: 2.250 kg
  • Anhängelast ungebremst/gebremst: 750 / 2.000 kg
  • Außengeräusch 71,9 dbA im Stand, 69 dbA beim Fahren
  • Radstand 2.829 mm
  • Spurweite vorne / hinten: 1.605 mm, 1.606 mm
  • Inhalt SCR Tank; 23,8 Liter
  • Maximale Dachlast: 75 kg, maximale Stützlast 100 kg

Übersicht der Ausstattungen des Testfahrzeugs: GLB 220 d 4MATIC mit 8G-DCT Automatikgetriebe (Euro 6d Norm, 142 Gramm pro km / Co₂-Emission kombiniert) – VMax 217 km/h lt. Werksangabe, 140 kW / 190 PS

Testfahrzeugpreis inkl. aller verbauter Ausstattungen: 73.089,80 Euro (Online-Code: M2SVVLUP)

Ausstattungen im Detail:

  • Technik-Paket 3.522,40 Euro
  • Navigation Premium Paket 3.076,15 Euro
  • Fahrassistenz Paket 1.796,90 Euro
  • AMG Leder Paket 1.190,00 Euro
  • Diebstahlschutz-Paket 523,60 Euro
  • Konnektivitäts-Paket Navigation 119,00 Euro
  • Sitzkomfort-Paket 0,00 Euro
  • AMG Line 3.510,50 Euro
  • ENERGIZING Paket Plus 2.272,90 Euro
  • Park-Paket mit 360 Grad Kamera 1.594,60 Euro
  • KEYLESS GO Komfort-Paket 892,50 Euro
  • Spiegel-Paket 476,00 Euro
  • Offroad-Technik Paket 0,00 Euro
  • Licht und Sicht Paket 0,00 Euro
  • designo patagonienrot metallic 1.130,50 Euro
  • 20″ AMG Leichtmetallräder im Vielspeichen-Design 714,00 Euro
  • Polsterung Leder zweifarbig titangrau pearl / schwarz 0,00 Euro
  • Zierelemente Holz Linde schwarz offenporig 309,40 Euro
  • Panorama Schiebedach 1.392,30 Euro
  • Scheibenwaschanlage beheizt 136,85 Euro
  • Einstiegsleisten „Mercedes-Benz“ Schriftzug 0,00 Euro
  • Außenspiegel elektrisch anklappbar 0,00 Euro
  • Fußgängerschutz 0,00 Euro
  • Wärmedämmend dunkel getöntes Glas 357,00 Euro
  • Umfeldbeleuchtung mit Projektion des Markenlogos 130,90 Euro
  • Scheibenwischer mit Regensensor 0,00 Euro
  • Dachreling mit poliertem Aluminium 0,00 Euro
  • Fondsitze längs verstellbar 428,40 Euro
  • Vordersitz rechts elektrisch verstellbar mit Memory-Funktion 339,15 Euro
  • Garagentoröffner 178,50 Euro
  • Einstiegsleisten mit Mercedes-Benz Schriftzug, beleuchtet 178,50 Euro
  • Ablagefach in Mittelkonsole 41,65 Euro
  • Sitzlehnen im Fond klappbar 0,00 Euro
  • Armlehne im Fond 0,00 Euro
  • Klimaautomatik THERMOTRONIC 0,00 Euro
  • Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer 0,00 Euro
  • EASY PACK Heckklappe 0,00 Euro
  • Automatische Beifahrer-Airbag-Abschaltung 0,00 Euro
  • Fahrersitz elektrisch einstellbar mit Memory-Funktion 410,55 Euro
  • 4-Wege-Lordosenstütze 184,45 Euro
  • Laderaum Paket 178,50 Euro
  • 230 V Steckdose im Fond 136,85 Euro
  • Gepäcknetz an Fahrer- und Beifahrerlehne 0,00 Euro
  • Doppelcupholder 0,00 Euro
  • Innenhimmel schwarz 0,00 Euro
  • Sportsitze 0,00 Euro
  • Ambientebeleuchtung 0,00 Euro
  • Brillenfach für Fahrer 0,00 Euro
  • AMG Fußmatten 0,00 Euro
  • Multifunktions-Telefonie 583,10 Euro
  • Smartphone Integration 357,00 Euro
  • Burmester Surround Soundsystem 493,8 Euro
  • MBUX Augmented Reality für Navigation 297,50 Euro
  • DAB Digitales Radio 238,00 Euro
  • LTE Kommunikationsmodul für Mercedes me connect Dienste 0,00 Euro
  • Media Interface Kabel Kit 59,50 Euro
  • Touchpad 0,00 Euro
  • Head-up Display 1.178,10 Euro
  • Vorrüstung Car Sharing 59,50 Euro
  • Verstelldämpfung 0,00 Euro

Bilder: Dirk Weyhenmeyer / Daimler AG

 

28 Kommentare
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Werk68
2 Jahre zuvor

Danke für den Bericht. Wie ist euer Eindruck zu den Farben live ? Was steht eurer Meinung dem GLB (Ich weiß das es Geschmacksache ist)

stefan
2 Jahre zuvor

finde es sehr schade, dass man bei der amg line nur schwarze vollplastikblenden ohne struktur an der front bekommt… was soll der zusätzliche plastikrahmen um die fake lufteinlässe?! — das wäre alles schöner und wertiger gegangen zumal recht stolze preise abgerufen werden. mittenfristig wird sich all das rächen. am produkt zu sparen wo es nur geht war noch wie eine wirklich gute lösung.

Zwieback
2 Jahre zuvor

73k € … hui, das ist ne Hausnummer für einen kompakten NonAMG.
Was fehlte eigentlich dem Fahrzeug noch an möglicher Ausstattung? Mir fällt nur die Standheizung und Sitzbelüftung auf. Das für mich wichtigste …

Ich frage mich generell warum die Standheizung so wenig mit zugekauft wird. Wer die einmal hatte wird die wohl nicht wieder hergeben.

A205 Fahrer
Reply to  Zwieback
2 Jahre zuvor

Weil man sie beim Cabrio nicht bekommt (warum auch immer) und weil man sie nur draußen betreiben kann. Das sind zumindest die Gründe warum ich keine habe…

axxxtz
2 Jahre zuvor

73k für einen glb 220d? wer macht bei mb eigentlich die preise? 😀
nur mal so am rande, ab 87k bekomme ich ein neues (!) tesla model s 😉 …

Joachim
Reply to  axxxtz
2 Jahre zuvor

Und ab 87.000 Euro bekomme ich ein neues ( ! ) E-Klasse AMG E53 Allrad Cabriolett. Und was soll uns das alles hinsichtlich der Vergleichbarkeit der 3 Modelle sagen?

axxxtz
Reply to  Joachim
2 Jahre zuvor

ich will damit nur sagen das man für „etwas“ mehr geld ein fahrzeug bekommt, das klar 2-3 klassen drüber angesiedelt ist.
das macht doch wenig sinn, oder?
und dazu diese summe jetzt noch in einen diesel zu investieren ist totaler wahnsinn (auch wenn ich immer ein diesel fan war/bin), somit dürfte der restwert des fahrzeugs nach 3-5 jahren ziemlich „interessant“ sein :'( .

Stefan Camaro
Reply to  axxxtz
2 Jahre zuvor

Also wenn Du gutes Preis Leistungsverhältnis anführen willst, dann nimm nicht Tesla, sondern eher den Kia Sorento oder den Hyundai Santa Fe.

MrUNIMOG
Reply to  axxxtz
2 Jahre zuvor

Und mit noch minimal mehr bekommt man eine neue S-Klasse (ab 90k), so ist das eben – so gut wie jedes Modell liegt in Vollausstattung deutlich über Einstiegspreisen der nächst- (oder auch übernächst-) höheren Fahrzeugklasse.

PupsMitStern
2 Jahre zuvor

@zwieback: ja, Sitzbelüftung und Standheizung für mich auch unverzichtbar. Deshalb mitbestellt. Auf Head-up, Energizing & Designo „verzichtet“, lande ich bei ungefähr gleichem Preis. Jetzt muss er nur noch kommen. In Gottlieb Daimler‘s Geburtsort wurde von vor 4 Tagen das erste kundenbestellte (C.T.O.!) Fahrzeug übergeben – für mich nicht nachvollziehbar…

martin
2 Jahre zuvor

Zitat*:
Der GLB ist das interessanteste und flexibelste Fahrzeug im Kompaktsegment von Mercedes-Benz, der auch vom noch kommenden GLA keinerlei Konkurrenz zu erwarten hat
Zitat Ende

Das würde ich so nicht unterschreiben wollen. Der kommende GLA sieht seeeehr gut aus und ist für meinen Geschmack von aussen wesentlich harmonischer als der GLB . Wer die 7 Sitze nicht braucht findet hier im neuen GLA m.E. das beste Angebot bei den Kompakten.
Zudem sind die Preise beim GLB völlig überzogen, für 73k € bekomme ich auch einen gut ausgestatten E-Klasse Kombi , notfalls auch mit 7 Sitzen .
Allerdings 2 Klassen hochwertiger, besser verarbeitet, serienmässig mit einem richtigen 9 Gang Automatik-Getriebe und nicht mit dieser Missgeburt von einem automatisierten Schaltgetriebe sowie serienmässig mit Niveauregulierung (die es beim GLB nicht für Geld und gute Worte gibt) und vor allem der ist in angemessener Zeit LIEFERBAR im Gegensatz zu dem hier vorgestellten Modell.

barolorot
Reply to  martin
2 Jahre zuvor

Bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Für 73k € gibt es auch ’nen gebrauchten SL oder S-Klasse.
Der GLB 220 d 4MATIC kostet leer 45k € und der verglichene S213 liegt leer bei 55k €. Mit der vergleichbaren Zusatzausstattung zum GLB-Testwagen käme der S213 bestimmt auch auf über 80k €.
Ich persönlich könnte auf die allermeisten Extras verzichten, aber das entscheidet ja jeder für sich individuell.

Thomas
Reply to  barolorot
2 Jahre zuvor

Richtig, auf Extras in Höhe von 10K verzichten und ein Fahrzeug mit Wandlergetriebe und Hinterradantrieb wählen. Der bessere Deal. Aus Sindelfingen.
Oder gleich den GLC, da ist der Aufpreis noch geringer.

driv3r
Reply to  martin
2 Jahre zuvor

1.) Aus welchem Grund hat man wohl einen GLA und einen GLB entwickelt? Richtig, weil sie unterschiedliche Käufer ansprechen. Von daher kannibalisieren sich GLA und GLB nur zu einem geringen Grad.
2.) Geschmack ist persönlich und subjektiv.
3.) Zu den Preisen bzw. der Preisgestaltung – die absolut auf oder nur knapp über Konkurrenzniveau liegt – haben sich bereits genügen Co-Kommentatoren sinnvoll geäußert.
4.) Man kann kaum einen GLB 220d mit einem E 220d vergleichen. Wenn, dann müsste man eher einen E 300d (+4MATIC) zum Vergleich heranziehen um auch die Fahrleistung in Relation zum Fahrzeug sinnvoll zu stellen.
5.) Es ist kein automatisiertes Schaltgetriebe sondern ein Doppelkuppler aus Eigenentwicklung wie auch das 9G.
6.) Der GLB ist ein neues Modell, da ist ein Anlauf mit längerer Frist normal.

martin
Reply to  driv3r
2 Jahre zuvor

zu Punkt 1 ) habe ich nicht in Abrede gestellt, in wieweit ihre Aussage zur Kannibalisierung zutrifft wird sich zeigen, ICH hab mich für den neuen GLA entschieden.

zu 2) richtig und ich hatte auch nichts anderes geschrieben

zu 3) sie sollten sich mal die Mühe machen etwas tiefer zu recherieren bevor sie kommentieren. Ich habe mir ein Angebot machen lassen für einen sowohl für den Tiguan Allspace der wohl der einzige direkte Konkurrent des GLB ist ,als auch für den GLB. in vergleichbarer Austattung mit dem jeweils mit 190 PS Diesel ergibt sich eine Differenz der Leasingrate von 105 € pro Monat zugunsten des Tiguan. Ergo ist der Marktpreis des GLB überzogen. Listenpreise sind doch sowieso kein Masstab

zu 4) doch kann man , weil die Beschleunigung von 0 auf 100 bis auf 0,2 Sek. beim E220 D 4m und beim GLB 220D 4m fast gleich ist .Bei der Endgeschwindigkeit die E-Klasse den
GLB mit 217 zu 233 KM/H deutlich schlägt . Ergo warum sollte ich den E300D heranziehen? Zumal es den ja nicht mal als 4matik gibt, aber das nur am Rande.

zu 5) lesen sie sich mal ein wenig in die Technik ein was ein Doppelkupplungsgtriebe eigentlich ist, einmal kurz googeln hätte schon geholfen , aber ich unterstütze Sie da gerne:
https://de.wikipedia.org/wiki/Doppelkupplungsgetriebe

zu 6) von Verkaufsfreigebe (August 2019) zu Kundenauslieferungen (Q2/ 2020 ) ca 9 -10 Monate ist keineswegs normal, auch nicht bei einem neuen Modell.

Snoubort
Reply to  driv3r
2 Jahre zuvor

Wie Martin schon schreibt, wie kommst Du Driv3r darauf, dass es hier kein automatisiertes Schaltgetriebe ist? Nur weil VW jahrelang so ein gutes Marketing für das DSG betrieben hat?
Fakt ist, dass ausstattungsbereinigt keine 2.000€ zwischen einem GLC220d und einem GLB220d 4-Matic liegen, + der GLC dann eben auch noch ein „echtes“ Automatikgetriebe auffährt.
Damit ist der Preisunterschied zwischen GLB und B Klasse auch noch höher!
Und ja, Martin hat recht, diese Anlaufverzögerungen sind einzig bei MB „normal“.

Helge
2 Jahre zuvor

Na so richtig anfreunden kann ich mich mit dem GLB nicht. Klobig und kantig und für den Preis keine adäquate Verarbeitung. Für das Geld kauft man sich lieber einen gut ausgestatteten GLC Jahreswagen. Der hat zwar dann keine dritte Sitzreihe, aber ist vom Interieur hochwertiger und nicht weniger flexibel.

KM
2 Jahre zuvor

Hallo Markus,

hast du denn etwas bzgl. Produktionsbeginn bzw. geplante Auslieferungen für den deutschen Markt in Erfahrung bringen können?

RF
2 Jahre zuvor

Ich finde den GLB durchaus gelungen, hat was. Im Gegensatz zum GLA der für mich als das hässlichste Auto der aktuellen Daimler Produktpalette gilt. Und ja – das ist meine persönliche Meinung und die ist voll und ganz subjektiv 🙂

Ob der Markt die Preise hergibt wird sich zeigen – ich würde es dem GLB wünschen, ich denke das Konzept und so wie er aufgebaut ist, ergibt das Auto Sinn. Auch wenn ich ihn für etwas überteuert halte.

Helge
2 Jahre zuvor

Für Familien mit vielen Kindern ist der GLB vielleicht eine Überlegung wert, wenn da nicht der hohe Preis wäre (mit Ausstattung). Denn mit dem Einstiegsmotor B 200 macht der GLB nicht so richtig Sinn. Ist ja nicht gerade für seine Laufruhe bekannt, und dürfte im 1,7 t GLB auch nicht gerade Spaß machen. Hier hätte man durchaus mit dem 220er (190 PS) anfangen können.

Und wem der GLB (als Familenvater) noch nicht reicht, dem bleibt entweder der GLC als Alternative oder die V-Klasse, die mit dem 300er Dieselmotor nun endlich ein „Sahnestück“ erhalten hat. Leider ist es aber nicht mehr der V6 3.0 CDI wie noch im alten Vito.

Chris
2 Jahre zuvor

Hallo,
zu den Kompaktbaureihen allgemein mal eine Frage:

Wie steht es denn um das angekündigte, erweiterte MBUX-Angebot. „Hey Mercedes, wie hat Bayern München heute gespielt“ oder „Wie steht die Daimler-Aktie?“.

Das wurde doch gemeinsam mit dem CLA auf der CES vorgestellt. Ist das mittlerweile in der Produktion angekommen?

Beste Grüße!

Chris
Reply to  Chris
2 Jahre zuvor

Hallo zusammen,
wollte hier nochmal nachfragen (Siehe oben). Gibt es da aktuelle Erkenntnisse?

Leider wird mein MBUX mit zunehmender Laufzeit begriffsstutziger. Funktionierte im März deutlich flüssiger als jetzt im Dezember…

Beste Grüße!

LukasA35
2 Jahre zuvor

Immer auf den Preis einschlagen der hier oben steht…
Man, das macht die Konkurrenz nicht anders, voll ausstatten um zu zeigen was geht.
Mehr wie 10.000 ,- wird eh nicht aufgeschlagen von einem normalen Käuifer, dann ist schon mehr wie genug vorhanden. Und dann sind die Preise auch nicht zu hoch im Vergleich zur Konkurrenz. Vollausstattung bei dem Beispiel der S-Klasse dürfte dann doch den hier genannten Preis locker verdoppeln.
Gruß

Hartmut
2 Jahre zuvor

GLB = KANTE ZEIGEN !
So ein tolles Auto!
Endlich kommt mal wieder ein SUV mit Kante und Charakter auf die Straße!
In der Kompaktklasse ist der GLB so ein variables Auto mit toller Rundumsicht
(nicht nieder und mit Minifenstern) Platzangebot ohne ENDE!
Hohes Sitzen,neueste Technik MBUX,Assistens-Systeme……..
Die Zulassungsbescheinigung II (Brief) habe ich schon erhalten!
Im Mai 2020 hole ich meinen GLB 250 Allrad, Metallic schwarz ,Night-Paket
AMG-Style in Sindelfingen ab.
Ich möchte keine Kompromisse mehr machen, wenn ich ein neues Auto kaufe!

Bremer Jung
2 Jahre zuvor

Zum Thema Qualität: Es ist mehr als ein großes Armutszeugnis, dass hier im Bericht auf die Qualität hingewiesen werden muss und darauf, dass die Fahrzeuge noch größtenteils „in Handarbeit“ gefertigt werden. Alleine diese Tatsache zeigt, dass man die serielle Fertigung in Aguascalientes noch nicht hinbekommt und das Fahrzeug x-mal nachgearbeitet werden muss. Was man dort aus dem Werk hört… oje oje. Das wird ein Anlauf á la GLE mit vielen Fahrzeugen auf Halde werden, die nicht der üblichen Qualität aus Sindelfingen, Rastatt oder Bremen entsprechen. Mein Beleid geht an die „frühen“ Kunden, die hier stolz erwähnen, dass sie bald ihren GLB in Empfang nehmen. Damit bekommen sie auch Knarzgeräusche, ungleiche Spaltmaße und eine Elektrik, die zahlreichen Updates bedarf. Hier hätte man besser daran getan, auf Mitte / Ende 2020 zu warten und sich dann ein Auto vom ersten oder zweiten Änderungsjahr zu bestellen. Sämtliche frühe Modelle des GLB und dann auch noch aus einem neuen Werk in einem Low-Cost-Country dürften später nur schwer verkäuflich sein und in der TÜV-Mängelstatistik für ein schlechtes und nicht mercedes-würdige Image sorgen.

Helge
2 Jahre zuvor

@Bremer Jung
Aber das genau ist doch heute die Denke bei den Managern in der Autoindustrie.
Man möchte schnell wieder die Entwicklungskosten rein holen, die ein neues Modell verschlingt, und dann natürlich auch Gewinn machen.

Und wenn man das schaffen möchte, muß man in Niedriglohn-Länder ausweichen, um die Personalkosten senken zu können oder (auch beliebt) man bietet die Zulieferfirmen gegenseitig aus, so nach dem Motto: Du mußt mir das Teil (bei natürlich gleicher Qualität – was letztendlich nicht geht) günstiger produzieren, sonst gehe ich zum Anbieter B….
Und solange die ersten Mängel durch solche Maßnahmen an einem Fahrzeug dann nicht innerhalb der Gewährleistungszeit bzw. Garantie auftreten, ist alles ok.
Soll sich doch später der Kunde damit rumärgern und die Reparatur bezahlen. Daran verdienen wir sogar dann nochmal. Ist doch perfekt.

Das der Kunde aber bei einer Investition von 35000 Euro und mehr (man rechne es nur mal zum Spaß noch in die alte D-Mark um) Anspruch auf ein Qualitätsprodukt hat, welches auch viele Jahre ohne Tadel funktioniert, wird oft nicht von den Managern gesehen. Geht es nur um den schnellen Gewinn?

Kunden die einen Mercedes beispielsweise kaufen, tun dies, weil sie a) mit der Marke etwas bestimmtes verbinden bzw. erwarten und weil sie einen Premium Anspruch haben.
Und dieser Premium Anspruch gilt meines Erachtens für alle Klassen, und fängt nicht erst bei der E oder S-Klasse an. Aber genau hier passt es dann oft nicht.

Die Materialauswahl und die Haptik ist in den Kompaktmodellen nicht die Gleiche wie in den höheren Klassen, obwohl „Otto Normalbürger“ schon ordentlich Geld auf den Tisch gelegt hat und dafür „lange stricken“ muß..

Als Beispiel: Wer sich einen GLB oder eine B-Klasse kauft, mit etwas Ausstattung ist ganz schnell bei über 40000 Euro (80000 DM) Viel Geld für einen Durchschnittsverdiener. Da darf man dann doch auch hoffen, das die Qualität stimmt und es nicht knarzt oder sonstwas.