Mit einem aktuelle Update hat sich Daimler-Chef Ola Källenius nun erneut an seine Mitarbeiter gewandt und hier nochmals klargestellt, das man auf den Corona Virus nicht direkt vorbereitet und das Unternehmen bzw. das Business-Modell zu anfällig war.

Källenius sieht durch COVID-19 auch Chancen für die Zukunft: “Corona ist keine Pause, es ist schon gar kein Ende – im Gegenteil: es kann auch ein Neubeginn sein. Dafür brauchen wir alle Kräfte an Deck.

Ola Källenius: Update zur Situation

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Daimler wird mit der Corona-Krise wohl noch länger beschäftigt sein, mindestens bis in das kommende Jahr. Dabei plant man, so berichtet zumindest aktuell die Stuttgarter Zeitung, noch stärker auf die Kostenbremse zu treten, als bisher. Bereits vor der Pandemie hatte der Autobauer wegen hoher Kosten im Zuge der Dieselaffäre und dem forcierten Ausbau der Elekeotrmobilität ein Sparprogramm auf den Weg gebracht.

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Video/Bild: Daimler AG

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Ch4nger
1 Jahr zuvor

Ich hoffe auf ein Konjunkturpaket wie nach der Krise um 2008. Wäre bestimmt für einige ein Kaufargument eines neuen PKW.

Stefan
Reply to  Ch4nger
1 Jahr zuvor

Ich hoffe nicht, aber es wird eh kommen leider.

Es ist doch jetzt Zeit alles umzurüsten für die Zukunft und dann die guten Autos massenhaft zu verkaufen. Da gibt’s schon ein großes Konjunkturpaket.

Ah Moment…. Da war ja ein Fehler in der Modellpalette.

Ch4nger
Reply to  Stefan
1 Jahr zuvor

Ich versteh nicht wieso man die Umweltprämie auslaufen lassen hat. Wir hätten z.B. gerne unseren alten Diesel gegen einen 350de eingetauscht mit der Prämie. Aber mal schauen was jetzt noch so kommen wird.

HO
Reply to  Ch4nger
1 Jahr zuvor

Die Abwrackprämie war furchtbar. Da wurde zb ein neuwertiger Golf verschrottet und ein Asiate dafür neu gekauft. Und auch nur eine weitere E-Auto Prämie wäre nicht hilfreich, weil die deutschen Hersteller dieses Jahr einfach nix anbieten können.

Rico Germann
1 Jahr zuvor

Ein hoch auf den Shareholder-Value!!!

Helge
1 Jahr zuvor

Vielleicht sollte man auch mal darüber nachdenken, die Preise für die Fahrzeuge zu senken, dann verkauft man vielleicht auch mehr Autos.
Einstiegspreise ab 30000 Euro (auch wenn es ein Mercedes ist), halte ich für übertrieben, zumal dann auch nicht immer die Materialauswahl und Anmutung zu solchen Preise passt (Stichwort: viel Kunststoff).

Das bedeutet nicht, daß man die Autos “verramschen” sollte, aber etwas mehr Augenmaß wäre schon nicht schlecht.

Marc W.
Reply to  Helge
1 Jahr zuvor

Man bräuchte auch Tageszulassungen.
Z.B.: Ein neuer Tarraco full für 35k ist ein reeller Gegenwert, nicht aber sein Listenpreis von 55k.

driv3r
Reply to  Marc W.
1 Jahr zuvor

Das “Gejammer” über den Preis ist eine alte Geschichte. Wer Oberklasse-Ausstattungen in einem Kompaktfahrzeug haben möchte, der muss sich darüber im Klaren sein, dass er diese – neben anderen Sonderausstattungen – auch dazu kaufen muss.
Früher gab es für eine A- oder B-Klasse den Großteil der “höherklassigen” Sonderausstattungen nicht, daher konnte man auch nicht eine A-Klasse nördlich von 50T€ bewegen. Heute gibt es dutzende dieser Ausstattungen. Es steht jedem frei sie zu kaufen oder eben nicht.
Das ewige Denken Einiger, dass der Hersteller Ausstattungen zu verschenken habe, wird auch weiterhin ein Irrtum sein. Wer Hochklassigkeiten haben möchte, muss auch den entsprechenden Preis dafür zahlen.
Für Kleidung aus der aktuellen Saison oder Accessoires wird auch nur zu gern das Portemonnaie geöffnet und im Autohaus erwiesener Maßen auch.

Snoubort
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

Och Driv3r, die Kritik bzgl. der Preise geht hier doch in eine ganz andere Richtung, nämlich dass die Preise nicht zum Gebotenen passen.
Einerseits werden die abstrusesten Sparmaßnahmen im Centbereich damit begründet, dass man in der Fahrzeug- und Preisklasse eben Abstriche machen muss (und der Kunde dort nicht bereit wäre für sowas “Mercedes-Preise” zu bezahlen) – andererseits hat der Vertrieb aber die Aufgabe immer höhere Preise – insb. für die Extras – am Markt durchzudrücken.
Konkret: z.B. bei der A-Klasse soll es den Kunden nichts Wert sein, vollständig verkleidete Türinnenseiten zu bekommen (wenn sie schon einen Mercedes kaufen) – aber andererseits sollen Sie bereit sein x-Tausend € “Premiumaufschlag” zu anderen Kompakten bezahlen, und zusätzlich für den echten Mehrwert in Form von “vollständigem” MBUX und Premium-Optik bei den Displays nochmals über 3.000€ Aufpreis hinzublättern?
Diese zwei Sichtweisen passen einfach 0,0 zusammen (und müssen in der Realität durch immer niedrigere Leasingfaktoren durch entsprechende Unterstützungsmaßnahmen wieder zusammengeführt werden).
Und es wird garantiert auch nicht die Rettung von Daimler sein diese beiden Seiten der Schere noch weiter auseinander triften zu lassen. Natürlich muss Daimler sparen und effizienter werden – aber bei der Organisation, nicht am Produkt.

driv3r
Reply to  Snoubort
1 Jahr zuvor

“Immer höhere Preise” ist grundlegend falsch. Es geht da um wesentlich mehr Faktoren. Preisfähigkeit ist beispielsweise ein Stichwort. Was hätte man schon alles in eine S-Klasse einbauen können technisch gesehen mit Sonderaustattungen, die am Ende einfach nicht preisfähig waren/sind.

Der Vertrieb achtet in erster Linie auf das, was am Ende in die Kasse kommt. Und das ist bekanntermaßen nicht der Katalogpreis. Daher jubelt der Vertrieb auch nicht die Katalogpreise hoch sondern kontrolliert andere Faktoren.

Snoubort
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

Immer noch nicht den Punkt verstanden: Das Problem ist dass die Entwickler die Aufgabe bekommen, z.B. einen kompakten SUV zu entwickeln, der dann so in der Klasse 35-40T€ positioniert sein wird. Da kann man es natürlich kostenseitig nicht übertreiben.
Diese Fahrzeuge werden aber Jahre später vom Vertrieb zu Durchschnittspreisen von 50-60 T€ auf den Markt geworfen – dafür sind sie aber nicht entwickelt worden – und sie bieten hierfür auch einfach nicht den Gegenwert (oder anderes gesagt, mit der Vorgabe für ein 50K Auto hätte man in der Entwicklung anders agiert). Das kann man dann in den Märkten nur noch mit dem Leasingfaktor korrigieren…

driv3r
Reply to  Snoubort
1 Jahr zuvor

Die Aussage ist von vorne bis hinten leider grundlegend falsch. Eine Automobil-Entwicklung funktioniert nicht nach dem Prinzip “hier, tu’ mal das”!
Denkst Du ernsthaft Entwicklung, Vertrieb und sonstige Kollegen säßen nicht von Anfang an und über die gesamte Projektzeit hinweg zusammen? Es wird doch nicht etwas “dahin” entwickelt und hinterher denkt sich der “Vertrieb” irgendeinen Mondpreis aus.

Stefan Camaro
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

Es gibt auch andere Hersteller die Premiumausstattung in der Kompaktklasse anbieten und selbst nicht Premium sind. So gibt es bei Hyundai z.B. eine Sitzbelüftung und meines Wissens auch Sitzheizung hinten. Auch Leder, Panoramadach und Assistenzsysteme gibt es.
Und was kann eine Sitzbelüftung bei Hyundai nun weniger als bei MB?

Snoubort
Reply to  Stefan Camaro
1 Jahr zuvor

Bei MB nutzen die Premium-Luft!

Helge
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

@driv3r
Natürlich ist mir auch klar, daß die vielen Assistenzsysteme in der Entwicklung auch Geld kosten und dahinter viel Erprobung und Know How steckt, welches sich wieder amortisieren muß.
Nur ist dann andersherum die Frage, ob jedes Assistenzsystem wirklich notwendig und sinnvoll ist. Beim Park-Lenk Assistenten habe ich da so manchmal meine Zweifel. Denn Einparken lernt man eigentlich in der Fahrschule.

Und glaubst Du, daß die Autos billiger wären, wenn sie diese ganzen Assistenzsysteme oder Annehmlichkeiten aus der Oberklasse nicht hätten?
Man käme vielleicht in der Vollausstattung nicht über 50000 Euro je nach Modell – da gebe ich Dir recht, aber am Einstiegspreis würde das wenig ändern.
Und da ist die Materialauswahl immer die Gleiche. Oder anders gesagt: Der Handschuhfachdeckel beispielsweise in der A, B, oder GLA Klasse ist immer aus dem gleichen Kunststoff, ob ich Vollausstattung nehme oder nicht. Oder die fehlende Gurthöhenverstellung in der B-Klasse ist auch bei Vollausstattung nicht zu haben. Und die Schraube für die Gurthalterung sehe ich auch immer in der Kompaktklasse und hat keine Verkleidung wie in der C-Klasse.

Wenn jemand 30000 Euro mindestens für ein Auto hinlegt, und sich für eine Marke wie Mercedes entscheidet, dann darf er schon gewisse Ansprüche auch haben. Denn 30000 Euro (oder 60000 DM ehemals) sind kein Pappenstil. Dafür muß man gewöhnlich lange arbeiten. Und wenn man sieht, was andere Hersteller für dieses Geld bieten, habe ich manchmal selbst als Mercedes-Fan den EIndruck, daß man für soviel Geld mehr das Image kauft und nüchtern betrachtet, eher “Holzklasse” bekommt.
Natürlich weiß ich auch, daß man für 30000 Euro kein S-Klasse Niveau bekommen kann, aber etwas mehr darf auch in der Kompaktklasse schon serienmäßig sein.
Denn die meisten Käufer statten ja auch ihre Autos mit mehr SA’s aus, und das sicherlich nicht, weil sie gerne Geld ausgeben, sondern weil man bei den deutschen Premiumherstellern oft jede “Kleinigkeit” an Komfort extra bezahlen muß.

Snoubort
Reply to  Markus Jordan
1 Jahr zuvor

Ich bin gespannt…

LuLu
1 Jahr zuvor

Der Daimler Chef sagt “unser Business Model ist zu anfällig”
und dann der Hauptsatz ” Dabei gilt: Marge geht vor”
Das ist eine Ansage. Billiger Produzieren und den Höchstmöglichen Gewinn Erwirtschaften.
Dann kommt alles und jeder auf den Prüfstand. AMG, F1, Smart ist schon weg, Mitarbeiter usw..

Snoubort
Reply to  LuLu
1 Jahr zuvor

– und am Ende wundert man sich dann warm das mit dem höheren Preis nicht mehr so richtig funktionieren will…

Nikolaus Hagenau
1 Jahr zuvor

Daimler sollte sich von der Idee verabschieden, ein PkW-Massenmarkthersteller zu sein und alles unterhalb der C Klasse einstellen. Gerade Video geschaut, der GLA kratzt in Merkel-Land mit halbwegs einer Ausstattung an EUR70k Liste. Das ist schlicht nicht real für so ein Ding, von welcher Seite auch immer betrachtet. Das gebrn die Löhne in BRD-Land nicht her; die gigantische Inflation tut auch ihren Teil. Also lieber 500k gehobene PkWs mit anständiger Marge bauen, als 1M+ Plastikmonster und andauernd am Abkratzen sein und von einem Spar-/Verschlimmerungspaket ins nächste zu fallen.

Snoubort
Reply to  Nikolaus Hagenau
1 Jahr zuvor

Genau das ist doch der Grund, warum die “Rekordzahlen” der letzten Jahre an der Börse nicht honoriert wurden, denn diese waren in erste Linie die Folge zweier Faktoren:
– “natürliches” Wachstum in China (das alle Probleme übertüncht hat)
– massive Ausweitung der Modellpalette nach unten (ganz extrem auch noch einmal bei AMG zu sehen)
Überspitzt gesagt – auch Ferrari würde ganz neue Verkaufsrekorde erzielen, wenn Sie Kompaktmodelle anbieten würden… Nur könnte man sowas nicht als Erfolg bezeichnen.

driv3r
Reply to  Snoubort
1 Jahr zuvor

Und BMWs massive Modelloffensive mit 1er, 1er Limousine, X1, X2, 2er GranCoupé, 2er ActiveTourer, 2er GranTourer, 2er Coupé und 2er Cabriolet wurde mit den gleichen Argumenten dann im Aktienkurs bemessen als positiv gewertet? (Gleiches gilt für Audi mit A1, A1 Sportback (beide noch einmal eine Fahrzeugklasse unter den Kompakten!) Q2, Q2 L, A3, A3 Limousine, A3 Cabriolet, Q3, Q3 Sportback).

Völlig abstruse Argumentation, dass sich der Aktienkurs nach der “massiven Ausweitung der Modellpalette nach unten” bemessen hätte und vom Markt “abgestraft” worden wäre. Das Gegenteil ist der Fall: Die Kompaktmodelle mit ihrer Positionierung im Markt haben der Marke eine Daseinsberechtigung in ihrer heutigen Form gegeben. Ansonsten wäre die Marke Mercedes-Benz heute nicht mehr als die Marke Jaguar vor 5-10 Jahren: Angestaubt mit bestem Alt-Herren-Image am Rande zur völligen Egalität im Markt.

Daimlers Problemzonen, sprich: Ineffizienzen liegen in anderen Bereichen – und das auch nicht seit gestern. Das weiß der kundige Analyst. Und daher rührt der schwache Aktienkurs im Verhältnis zur “Marke”.

Snoubort
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

Habe ich irgendwo was von Abstrafen erzählt? Oder irgendetwas von Modellausweitung im Vergleich zu BMW und Audi?
Ich habe mich nur darauf bezogen, dass die Verkaufserfolge (MB heute im Vergleich zu früher!) neben des schlichten Wachstums an möglichen Kunden / Märkten (insb. in China) auf die Ausweitung der Modellpalette nach unten zurückzuführen ist – und das deshalb sich die Verkaufserfolge auch nicht in entsprechenden “Aktienerfolgen” widergespiegelt haben!? Es waren also weniger “Erfolge” denn das Einsammeln von Potentialen.

martin
1 Jahr zuvor

Si ein Blödsin.
Ein GLA 200 kostet knapp 38k€ mit etwas Klimbim evt knapp 50k, wie du da auf 70 .000€ kommst versteht ausser dir kein Mensch.
Dann kostet bei dir eine vernünftig ausgestatte E-Klasse 90k € und eine vernünftige S-Klasse mind 160k.

Da dieser Fahrzeuge in der Nachfrage immer weiter zurück gehen werden , weil schlicht nicht mehr nachgefragt , gibt es für MB dann auch keine Märkte ausser in China , Russland und den Ölstaaten mehr.
Ergo könnte MB, wenn man deinen Argumenten ernst nehmen würde gleich den Stern nach China verkaufen und alle Produktionstätten hier schliessen.

Was du nämlich vergessen hast ist, dass MB in den westlichen Ländern einen Flottenverbrauch nachweisen muss und daher die Kompakten unbedingt braucht , um die Schadstoffschleudern ala AMG, GT, S Klassen mit V8 /V12 usw. kompensieren zu können.

Snoubort
Reply to  martin
1 Jahr zuvor

Ich empfehle Dir einmal Dich an den Konfigurator zu setzen. Bei einen Diesel mit Allrad (es ist ein SUV), volle Displays, Metallic (oder uni weiß ;)), vernünftigen Felgen, Business-Paket und LED bist Du schon bei deutlich über 50K.
Kommen dann noch Assistenzpakete, bessere Klima, AMG-Design und Panodach dazu sind es schnell 60K – ohne von einer Luxusausstattung zu sprechen. Bei einer solchen (also mit Leder, Belüftung, Energizing, allen Assistenten, Soundsystem etc.) werden dann die 70K erreicht.
Wohl gemerkt bei einem 4 Zylinder Kompakten mit ganz, ganz viel Hartplastik.

martin
1 Jahr zuvor

So ein Blödsin.
Ein GLA 200 kostet knapp 38k€ mit etwas Klimbim evt knapp 50k, wie du da auf 70 .000€ kommst versteht ausser dir kein Mensch.
Dann kostet bei dir eine vernünftig ausgestatte E-Klasse 90k € und eine vernünftige S-Klasse 150k.

Da dieser Fahrzeuge in der Nachfrage immer weiter zurück gehen werden , weil in den westlichen Märkten schlicht nicht mehr nachgefragt , gibt es für MB dann auch keine Märkte, ausser in China , Russland und den Ölstaaten, mehr.
Ergo könnte MB, wenn man deinen Argumenten ernst nehmen würde gleich den Stern nach China verkaufen und alle Produktionstätten in der übrigen Welt schliessen.

Was du nämlich vergessen hast ist, dass MB in den westlichen Ländern einen Flottenverbrauch nachweisen muss und daher die Kompakten unbedingt braucht , um die Schadstoffschleudern ala AMG, GT, S Klassen mit V8 /V12 usw. kompensieren zu können.

Vanessa
1 Jahr zuvor

Kostenbremse. Und Marge. Das sind Schlagworte, die Aktionäre kurzfristig gerne hören.
Ich hoffe, dass die Kostenbremse bei Daimler nicht zu Corona 2 für die Lieferanten und Dienstleister wird. Doch die werden sich auch erinnern, wer in den Krisenzeiten zu ihnen gehalten hat. Und dann vielleicht keinem Dienstwagen mehr bei Mercedes kaufen. Dann hat das ganze Sparen nichts geholfen.
Mal sehen, wie es die anderen Hersteller (BMW, Porsche) angehen. Wer in der Krise zu seinen Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten & Servicedienstleistern hält wir m.E. als Gewinner hervorgehen.

Und wenn ich schon beim Kritiseren bin:
Die schon fast vergessene Ansage, dass die Vorstände und Aufsichtsrat-Mitglieder von Daimler auf 20% Gehalt verzichten ist nett. Aber auch nicht mehr. Kompletter Verzicht z.B. für dieses Jahr. Das wäre ein Wort.

driv3r
Reply to  Vanessa
1 Jahr zuvor

Wenn ich mit dem “Zugute Halten” und Geld ausgeben bis zur Selbstaufgabe vorgehe, dann hat am Ende niemand etwas gewonnen. Der Wettbewerb agiert absolut ähnlich. Bisher war es gerade der Wettbewerb aus Wolfsburg und München, die in dieser Woche schon nach einer Verkaufsprämie riefen. Nicht Stuttgart.

Ich glaube aktuell leistet jeder seinen Beitrag und das ist auch absolut in Ordnung. Weitere Maßnahmen kann man später diskutieren.

Snoubort
Reply to  Vanessa
1 Jahr zuvor

Das sind aber auch Schlagworte die die Aktionäre bei Daimler schon lange nicht mehr honorieren…

David Pobeheim
Reply to  Vanessa
1 Jahr zuvor

Deinen Worten pflichtete ich bei .

Siegfried Jansen
1 Jahr zuvor

Wenn man weiß, wie günstig die GLA-/A-/GLB-Klasse Fahrzeuge in Werken wie Kecskemét (Ungarn) oder Aguascalientes (Mexiko) hergestellt werden können, der wird verstehen, warum man mit Preisen ab 38.000 € für den GLA beispielsweise schon richtig gutes Geld verdienen kann. Die Basis ist die gleiche wie die B-Klasse, ein paar Teile verändert und dafür dann gleich mal etliche Tausend Euro mehr verdient. Leute, es geht hier darum, Geld zu verdienen und die Unternehmenskasse zu füllen, damit man in Sachen Rendite endlich wieder auf das Niveau kommt, was für die Nr. 1 unter den Premium-OEMs angemessen ist, nämlich 8-10 % Umsatzrendite. Alles andere ist unter Wert für ein Unternehmen wie Daimler. Und Geld verdient man nun mal nur gemäß der Formel: Viele Autos möglichst kostengünstig bauen und diese dann zu Premiumpreisen in hohen Stückzahlen mit möglichst viel Sonderausstattung zu verkaufen. Und die Kunden ordern gerne Optionen für 10-20, teils auch 30.000 €, die dann echt gut Geld in die Tasche spülen… So funktioniert das Business und jeder, der das leugnet, verkennt leider die Prinzipien des Markts bzw. der Wirtschaft.

Snoubort
Reply to  Siegfried Jansen
1 Jahr zuvor

Das funktioniert aber nur solange die Kunden das Geld auch bezahlen… Man darf also nicht meinen schlauer als der Kunde zu sein. Der Punkt ist doch, dass der Hebel (und das Risiko!) auf der Preisseite viel, viel größer als der auf der Kostenseite (vom Produkt, nicht von der Organisation!) ist.
Es lohnt einfach nicht 10€ Produktionkosten je Fahrzeug zu sparen (was schon eine Menge ist!) – wenn es auf der anderen Seite ganz schnell um tausende € Nachlass bzw. Preisunterschied zur Konkurrenz geht (bzw. dann sind das sehr gut investierte 10€).
Und noch viel entscheidender ist, dass auch bzgl. der Erreichung der Gesamtrendite-Ziele das Potential bei den reinen Produkt-/Produktionskosten verdammt gering ist. Aber das Potential bei den weit über 200.000 Mitarbeiter außerhalb der (reinen) Produktion, das ist immens.
Deswegen: Sparen ja natürlich, aber doch nicht dort wo es der Kunde fühlt und sieht…. bzw. womit man einen Mehrpreis zur Konkurrenz rechtfertigen kann.

Christian Becker
Reply to  Snoubort
1 Jahr zuvor

Ich verstehe einfach nicht, was Du uns immer versuchst zu sagen. Daimler ist keine Wohlfahrt und in Anbracht an Ausgaben für R&D, CO2 – Limits, Expandierungspläne und Rückstellungen, werden Autos generell teurer. Ohne Mal groß nur auf Daimler zu schielen.
Solange ein Hersteller aufgrund von Reputationen, Größe, Modellpolitik, etc. seine Produkte mit einer hohen Marge in einem Markt durchsetzen kann, warum dann nicht?
Und wenn es jemanden so extrem stört, dass die unteren Türtaschen auf Kunststoff sind dann muss man es eben sein lassen. Dann bleibt aber die Frage, wer verzichtet im direkten Umfeld darauf, ohne für ein Lederpaket eine vierstellige Summe aufzurufen?
Ich bleibe bei der Aussage von driv3r; es müssen auch definitv die Kosten beim Produkt runter. Warum brauch es alle zwei Jahre neue Lenkradgenerationen, warum reichen dort nicht Mal zwei verschiedene Designs aus? Wozu werden so profane Sachen wie die Klimabedienleistung permanent geändert? Klappt doch auch bei BMW seit vielen Jahren prima.
Der hier permanent aufgeführte ominöse 70K GLA; klar, bei Pressefahrzeuge werden den Journalisten immer vollausgestattete Fahrzeuge zur Verfügung estellt. Eine Buchhalter – Version wird man da nicht so schnell sehen.
Bei meinem C200 wäre optionstechnisch auch noch vieles gegangen, ohne das ich auf die nächst größere Maschine hätte wechseln müssen. Das war aber für meine Bedürfnisse nicht notwendig.Trotzdem fährt er sich wie ein Mercedes.

driv3r
Reply to  Christian Becker
1 Jahr zuvor

Jein, ich bin nicht per se derjenige, der ein Produkt gerne zu Tode spart oder einen Zahlen-Fetish hat. Kennzahlen belegen, dass der Konzern in anderen Bereichen Potenziale hat.

Wer substanziell am Produkt sparen verwässert das Produkt. Und die Münchner Kollegen haben über die vergangenen Jahre viel öffentliche Schelte für die billige Qualität ihrer Kompakt- (ehem. 1er, aktueller 2er) und auch der Mittelklassemodelle (ehem. 3er, aktueller 4er) erhalten. Und das zu Recht.

Ähnlich verläuft es zurzeit mit dem Spardiktat aus Wolfsburg für Ingolstadt. Der A1 ist massiv in der Qualität gesunken und entsprechenden Informationen nach zu urteilen und Vorab-Berichten nach ereilt gleiches in der Materialqualität auch den neuen A3. (Und in Ingolstadt zieht das Argument für mich persönlich immer noch weniger, denn die werten Kollegen können auf den kostenseitig unendlich kostenreduzierenden VW-Baukasten von Plattform bis Getriebe und Aggregate zurückgreifen, da müssten “mehr” Investitionen ins Produkt eigentlich möglich sein.)

In Summe wird das lichten der Variantenvielfalt dazu führen, dass für die einzelnen Produkte mehr Handlungsspielräume entstehen. Klar ist aber auch, dass solang es nicht einen deutlichen Schwung seitens der Käufer in eine präferierte Richtung hinsichtlich der Antriebe gibt, eine weitere Antriebspluralität – und damit teurere Komplexität – vorherrschen wird. Und ich persönlich rechne bis frühestens bis Ende dieses Jahrzehnts mit einem entsprechenden Schwung.

Snoubort
Reply to  Christian Becker
1 Jahr zuvor

Ich will sagen: 10€ Produktionskosten je Fahrzeug x 2.000.000 Autos p.a. entspricht z.B. 20.000.000€ Einsparung im Jahr… also rund 0,01% Rendite! Diese würde ich auch mit knapp 200 weniger Mitarbeitern erreichen, entsprechend weniger als 0,1%.
Was werden die Kunden, die das Geld bezahlen sollen, wohl weniger spüren?
Bei 100€ je Fahrzeug Materialeinsparung – was im diesem Bereich ein wahnsinnig extremer Wert wäre, würden wir entsprechend von 0,1% Rendite sprechen, bzw. 2.000 MA als Äquivalent (immer koch weniger als 1% der Belegschaft).
Ich halte es einfach für einen extrem dummen Weg, am Produkt zu sparen, aber ich sehe riesige Potentiale bei der Orga des Unternehmens

Helge
Reply to  Siegfried Jansen
1 Jahr zuvor

@Siegfried Jansen
Richtig, Und was lernen wir als “Otto-Normal Käufer daraus”:
Sollen diejenigen, die Geld “wie Heu” haben, oder Geschäftskunden sich gerne einen Mercedes in Vollausstattung kaufen und Daimler kräftig damit die Kasse füllen, und der preisbewußte Käufer, kauft den Wagen dann erst als Jahres- oder Gebrauchtwagen, wenn er wirklich das wert ist, was er wert ist.

Denn Eines muß man auch sagen: Wenn ich nach einigen Jahren meinen Mercedes mit Vollausstattung verkaufe, interessiert es die meisten Käufer auch nicht, ob er Lederaustattung usw. hat, und was er mal gekostet hat. Nur wenige SA’s werden ein wenig in Geld honoriert und steigern den Preis.

Für die meisten Käufer zählt nur (wie bei jedem Auto): Modell, Baujahr, Kilometerleistung, PS/Leistung, Zustand
Und wenn die Autos in den Export gehen, spielen teure SA’s sowieso kaum noch eine Rolle (mal abgesehen von Navi, Schiebedach und Klimaautomatik

Stefan Böhring
1 Jahr zuvor

Durch sparen konnte sich noch nie ein Unternehmen sanieren.

Die Unternehmen sollten sich mal zusammen tun und gegen eines der Hauptprobleme demonstrieren – nämlich die massiven Steuern die hier fällig sind, nur um dann das Geld in der ganzen Welt zu verschenken.

Wolfgang
1 Jahr zuvor

@ Nikolaus Hagenau
So ist es tatsächlich auch. Mercedes sollte sich an back to the roots erinnern. Früher hat DB nie Autos für Herrn oder Frau Jedermann gebaut. Und das war für die Marke Mercedes sehr gut so. So sollte es wieder werden. Sicher jaulen nun einige A-Klasse Fahrer hier laut auf. Aber über dieser Reaktion muss die Marke der Reichen und Schönen stehen.

Erik
1 Jahr zuvor

Alles unter C Klasse eindampfen. Viel zu viel Kompakte, dort ist keine Marge zu holen.

Helge
Reply to  Erik
1 Jahr zuvor

@Erik
Meines Erachtens liegt das Problem an den vielen Derivaten eines Modells.
Da muß oft noch ein Coupe, manchmal ein Cabriolet ein SUV oder ein All-Terrain gebaut werden.

Beispiel C-Klasse:

Limousine – T-Modell – Cabriolet – Coupe – SUV (GLC) und bald auch All Terrain.

Jetzt werden Manche wieder sagen: Das ist ja oft die gleiche Plattform: Von daher kostet es nicht viel, wenn ich nur die Karosse ändere. Viele Teile werden ja dank des Baukastenprinzips einfach nur übernommen.
Und dennoch muß ich andere Teile extra fertigen für dieses Derivat und auch Teile auf lange Zeit als Ersatzteile bevorraten. Ich kann nicht alles nur bei Bedarf erst herstellen.

Oder das Beispiel: S-Klasse Cabriolet…. Kein Wunder, daß solche Autos das Konzernergebnis trüben, und eingedampft werden. Die Nachfrage bei solchen Autos ist einfach zu gering, auch wenn es schöne Autos sind.
Wie bei vielen anderen Dingen muß ich auch bei Autos Stückzahlen produzieren, damit sich ein Modell lohnt.
Aber man schaut halt immer nach der Konkurrenz: Kaum ist in München oder Ingolstadt oder bei anderen Premiumherstellern ein Modell im Portfolio, was man selbst noch nicht hat – muß man selbst auch sowas bauen, weil man sonst “Angst” hat, Kunden an die Konkurrenz zu verlieren.
Aber dieses “breit gefächert – für jeden Geschmack” aufgestellt sein, kostet eben auch ein heiden Geld.

Joachim
Reply to  Helge
1 Jahr zuvor

Mal eine ganz kurze Frage: Gibt es eigentlich etwas , was du nicht besser weißt !!! Schon dein erster Satz: !! Sorry !! , aber das sind doch alles Aussagen von dir, die an Banalität und Schlichtheit nicht mehr zu zu toppen sind. Ach wäre es schön, wenn die unternehmerische “Entscheidungswelt” so einfach wäre, wie deine laienhaften Ausführungen.
Mal sehen, wer jetzt noch vor dir auf meine Ausführungen antwortet??

Helge
Reply to  Joachim
1 Jahr zuvor

@Joachim
Es mag ja schon banal klingen, aber die Modellvielfahlt ist schon ein Problem. Das haben auch übrigens Andere schon bemängelt.
Nur wenn ich das schreibe, ist es bei Dir offenbar nicht ok.
Bei Dir könnte ich schreiben was ich wollte, Du würdest immer verbal drauf hauen. Hast Dich halt verbal auf mich “eingeschossen”. Da gehts offenbar schon lange nicht mehr um die Sache, sondern Hauptsache “drauf”. Aber ich nehms sportlich. Weiß ja von wem es kommt.