Mercedes-Benz richtet sein Produktionsnetzwerk weiter auf die Fertigung von Elektrofahrzeugen aus. Die Elektrifizierung des gesamten Produktportfolios ist ein zentraler Baustein der strategischen Fokussierung „Ambition 2039“. Bis 2022 werden sechs neue Mercedes-EQ Modell auf den Markt kommen.

In der Kompaktwagenklasse starten im Jahr 2021 mit dem EQA und EQB zwei vollelektrische Kompakt-SUV. Der EQA wird am 20. Januar 2021 als erstes vollelektrisches Derivat der Kompaktwagen seine Weltpremiere feiern.

Die Produktion des EQA im Mercedes-Benz Werk Rastatt ist reibungslos gestartet. Genau wie bei den bereits auf dem Markt erhältlichen EQC aus Bremen und Peking und dem EQV aus Vitoria, laufen im Werk Rastatt die vollelektrischen Modelle auf der gleichen Produktionslinie wie die kompakten Fahrzeuge mit konventionellem und Hybrid-Antrieb. Damit sind alle fünf in Rastatt produzierten Fahrzeuge elektrifiziert: Neben dem vollelektrischen EQA werden im Mercedes-Benz Werk Rastatt auch die A-Klasse, A‑Klasse Limousine, B-Klasse und der kompakte SUV GLA produziert – sowohl mit klassischem Verbrennungsantrieb als auch mit Plug-in-Hybridantrieb. Im nächsten Jahr (2021) folgt dann die Produktion des EQA auch bei BBAC in Peking für den chinesischen Markt.

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Die Produktion des EQB wird noch im Jahr 2021 an zwei Standorten des globalen Produktionsnetzwerks von Mercedes-Benz Cars anlaufen: im ungarischen Mercedes-Benz Werk Kecskemét für den Weltmarkt und im deutsch-chinesischen Joint-Venture BBAC in Peking für den lokalen Markt. Die Vorbereitungen in den Werken, darunter Mitarbeiterqualifizierungen und Umbauarbeiten, laufen bereits. Der Kompakt-SUV EQB wird das erste rein elektrisch angetriebene Serienfahrzeug aus Ungarn sein und das Plug-in-Hybrid-Portfolio, bestehend aus CLA und CLA Shooting Brake, ergänzen. Auch die A-Klasse wird künftig in Kecskemét mit Plug-in-Hybridantrieb zusätzlich zum deutschen Mercedes-Benz Werk Rastatt produziert.

Weiterhin startet im ersten Halbjahr 2021 in der Factory 56 im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen die Produktion der vollelektrischen Luxuslimousine EQS. Im neuen S-Klasse Programm ist der EQS das eigenständige, vollelektrische Mitglied und nutzt als Erster die neue Elektroarchitektur für Elektrofahrzeuge der Luxus- und Oberklasse bei Mercedes-Benz. In der Factory 56 werden die S-Klasse und künftig auch die Mercedes-Maybach S-Klasse und der EQS vollflexibel auf der gleichen Linie produziert.

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Darüber hinaus beginnt noch in der zweiten Jahreshälfte 2021 das Mercedes-Benz Werk Bremen und kurz darauf das Werk Peking mit der Produktion der Business-Limousine EQE. Der EQE ergänzt damit das rein elektrische Portfolio der beiden Werke. Das Werk Peking wird dann insgesamt vier Mercedes-EQ Modelle für den lokalen Markt produzieren.

Das Mercedes-Benz Werk in Tuscaloosa (USA) bereitet sich zudem auf die Produktion des EQE SUV und EQS SUV im Jahr 2022 vor, die künftig zusammen mit SUVs mit konventionellen Antrieb und Plug-in-Hybridantrieb auf der gleichen Linie produziert werden.

Im Jahr 2022 werden insgesamt bereits acht Mercedes-EQ Elektrofahrzeuge an sieben Standorten auf drei Kontinenten produziert. Möglich ist dies, da das Unternehmen weltweit frühzeitig in die Flexibilität und technische Ausstattung mit zukunftsweisenden Industrie 4.0-Lösungen investiert hat. In den Werken der Mercedes-Benz AG lassen sich dank hochflexibler Strukturen parallel Fahrzeuge mit verschiedenen Antriebsarten produzieren. Mit Blick auf das strategische Ziel, ab 2030 mehr als die Hälfte des Absatzes mit sogenannten xEVs, also Plug-in-Hybriden und Elektrofahrzeugen zu generieren und den rein elektrischen Anteil dabei sukzessive zu erhöhen, ist das hohe Maß an Flexibilität ein entscheidender Vorteil. Es ermöglicht, kurzfristig je nach Marktnachfrage die Produktion anzupassen.

Markus Schäfer, Mitglied des Vorstands der Daimler AG und Mercedes-Benz AG; verantwortlich für Daimler Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars COO:„Mercedes-Benz geht mit seiner „Electric First“-Strategie konsequent den Weg zur CO₂-Neutralität und investiert massiv in die Transformation. Unser Fahrzeugportfolio wird elektrisch und somit auch unser globales Produktionsnetzwerk mit Fahrzeug- und Batteriefabriken. Wir wollen im Bereich der Elektromobilität führend sein und legen unseren Fokus insbesondere auf die Batterietechnologie. Dabei setzen wir auf einen umfassenden Ansatz, der von der Grundlagenforschung und Entwicklung bis hin zur Produktion reicht und auch strategische Kooperation einschließt.“

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Der EQS, die erste vollelektrische Luxuslimousine von Mercedes-Benz, startet in der ersten Jahreshälfte 2021 in der Factory 56 am Standort Sindelfingen. Mit dem bereits erfolgten Produktionsstart des elektrischen Kompakt-SUV EQA im Werk Rastatt und der aktuellen Standortentscheidung für den EQB im ungarischen Werk Kecskemét geht das Unternehmen weitere wichtige Schritte in Richtung CO₂-Neutralität seines Produktportfolios. Auch im globalen Powertrain-Produktionsverbund sind die Weichen in Richtung „Electric First“ gestellt. Hocheffiziente Batteriesysteme werden innerhalb des Produktionsverbunds gefertigt und montiert.

Jörg Burzer, Mitglied des Vorstands der Mercedes-Benz AG, Produktion und Supply Chain: „Das Mercedes‑Benz Produktionsnetzwerk ist global, digital und flexibel aufgestellt und bereit für die anstehende Elektro-Offensive – nicht zuletzt dank unserer hochqualifizierten und motivierten Beschäftigten weltweit. Wir starten jetzt ein wahres Mercedes-EQ Anlauf-Feuerwerk. Sechs elektrische Produktanläufe bis 2022 untermauern die Stärke und Kompetenz der weltweiten Mercedes-Benz Produktionsstandorte. Insgesamt wird das Produktionsnetzwerk damit über sechs Mercedes-EQ Pkw-Standorte verfügen. Die lokale Fertigung von hocheffizienten Batteriesystemen spielt dabei eine zentrale Rolle in der Mercedes-Benz Strategie – gekoppelt mit einem umfassenden Nachhaltigkeitskonzept, das den gesamten Lebenszyklus der Batterie bis hin zum Recycling abdeckt.“

Globaler Batterie-Produktionsverbund: Zentraler Erfolgsfaktor für die Elektro-Offensive von Mercedes‑Benz
Die Batterien für die Mercedes-EQ Elektrofahrzeuge liefert ein globaler Batterie-Produktionsverbund mit Fabriken auf drei Kontinenten. Die lokale Batteriefertigung ist ein zentraler Erfolgsfaktor für die Elektro-Offensive von Mercedes-Benz.

Zwei Fabriken im sächsischen Kamenz produzieren bereits seit 2012 Batteriesysteme für Hybride, Plug-in-Hybride und Elektrofahrzeuge. Die zweite Batteriefabrik am Standort hat 2018 den Betrieb aufgenommen und produziert seit 2019 die Batteriesysteme des EQC. Sie wurde von Beginn an als CO₂-neutrale Fabrik konzipiert und verbindet dabei u.a. Solarenergie, Geothermie und ein Blockheizkraftwerk. Am Standort laufen seit Neustem auch die Batteriesysteme für den EQA vom Band. Seit Produktionsstart der Accumotive wurden am Standort Kamenz mehr als eine Million Batterien auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie für Elektro-, Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge sowie für 48-Volt-Systeme produziert.

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Mercedes-Benz und BAIC haben gemeinsam eine lokale Batterieproduktion am bestehenden Standort im Yizhuang Industrial Park in Peking (China) aufgebaut. Diese versorgt das nahe gelegene Fahrzeugwerk, das mit dem EQC auch rein elektrische Mercedes-EQ Modelle in sein Portfolio aufgenommen hat. Noch 2019 startete dort die Produktion von Batteriesystemen für den EQC. Mit dem Produktionsstart des EQA, EQB und EQE wird das Werk ab 2021 Batteriesysteme für insgesamt vier Mercedes-EQ Modelle fertigen.

Im diesem Jahr startete die Produktion der Batteriefabrik im polnischen Jawor mit Plug-in-Hybrid-Batterien für die C-, E- und S-Klasse. Im kommenden Jahr erweitert der Standort sein Portfolio um Batteriesysteme für die kompakten Mercedes-EQ Modelle, den EQA und den EQB. Die Fabrik wurde wie auch die Batteriefabrik in Kamenz von vorne herein auf CO₂-neutrale Produktion ausgelegt.

Am Standort Untertürkheim werden künftig gleich zwei Fabriken Batteriesysteme produzieren. Im Werkteil Hedelfingen laufen aktuell die letzten Vorbereitungen für die Produktion der Batteriesysteme für den EQS, der im nahgelegenen Sindelfingen im ersten Halbjahr 2021 vom Band laufen wird. Auch die Batteriesysteme des EQE werden in Hedelfingen produziert. Im Werksteil Brühl entsteht aktuell eine weitere Batteriefabrik, die ab 2022 Batteriesysteme für Mercedes-Benz Plug-in-Hybride fertigt. Die Arbeiten am Gebäude sind bereits abgeschlossen. In den kommenden Monaten wird die Batteriefabrik Brühl mit den entsprechenden Anlagen ausgestattet.

2022 startet im Mercedes-Benz Werks in Tuscaloosa (USA) die Produktion der SUV-Modelle des EQS und EQE. In unmittelbarer Nähe entsteht aktuell eine Batteriefabrik, die für beide Modelle hocheffiziente Batteriesysteme liefern wird. Die Arbeiten am Gebäude sind bereits abgeschlossen. In den kommenden Monaten werden die hochmodernen Anlagen installiert.

Zusätzlich sieht die Mercedes-Benz Produktionsstrategie aktuell am Standort Sindelfingen eine weitere Batteriefabrik vor.

Gemeinsam mit dem lokalen Partner Thonburi Automotive Assembly Plant (TAAP) hat Mercedes-Benz Cars eine Batterieproduktion in Bangkok (Thailand) errichtet und 2019 den Betrieb aufgenommen. Am Standort werden Batteriesysteme für die aktuellen Plug-in-Hybride der C-, E- und S-Klasse gefertigt. Zudem wird dort die Fertigung von Antriebsbatterien für reine Elektrofahrzeuge der Marke Mercedes-EQ vorbereitet.

Quelle: Mercedes-Benz AG

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TJ
1 Jahr zuvor

Ist schon bekannt wann der EQS vorgestellt werden soll?

Reply to  TJ
1 Jahr zuvor

Definitiv noch im ersten Halbjahr 2021.

TJ
Reply to  Markus Jordan
1 Jahr zuvor

War nicht ursprünglich die Rede von noch vor dem Jahresende 2020?

C216500
1 Jahr zuvor

Mercedes sollte lieber die S-Klasse elektrifizieren. Das Auto ist Benchmark. Diese Crossover werden nie von den Kunden angenommen werden, weil die Formen keinen Luxus verkörpern. Ich hoffe Mercedes beerdigt EQ mitsamt den ganzen blauen, kühlen Elementen. Das ist einfach nicht Mercedes. Baut einfach einen elektrischen GLE, GLS, C-Klasse, S-Klasse…

TJ
Reply to  C216500
1 Jahr zuvor

Das wird sicher so kommen, “EQ” wird wahrscheinlich nicht mehr als zwei Generationen sehen. Es geht aktuell vermutlich nur darum mehr Aufmerksamkeit für das Thema zu generieren als es vollelektrische Varianten könnten. EQA, EQB und EQV haben aus diesem Grund ja auch eigene Fronten bekommen.

Das selbe gilt für VW “ID”, ich könnte wetten in spätestens 10 Jahren sind ID3 und der Golf wieder zusammengeführt.

Mathias
Reply to  C216500
1 Jahr zuvor

Mir gefält dieses EQ-Branding auch nicht – nach smart so ein weiteres Unding, weil der Vorstand sich nicht traut, die entsprechenden Produkte ganz gewöhnlich als Mercedes-Benz zu vermarkten… –, aber MRA ist nun wirklich nicht ohne z.T. deutliche Abstriche für BEV-Auslegung geeignet. Es gilt ja, für halbwegs akzeptable Reichweite, eine rund 700kg schwere Batterie unterzubringen.

DIe S-Klasse ist übrigens schon seit einigen Jahren elektrifiziert… 😉

Reply to  Mathias
1 Jahr zuvor

Die EQ Modelle werden zukünftig auch klar als Submarke Mercedes-EQ vermarktet, wie man es bei AMG mit Mercedes-AMG oder bei Maybach mit Mercedes-Maybach bereits auch schon tut.

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TJ
Reply to  Markus Jordan
1 Jahr zuvor

Natürlich, aber was schätzt du wie lange man diese Strategie durchziehen wird, wenn in 10-20 Jahren vielleicht um die 80% des Modellangebots vollelektrisch sein wird?

Eine Differenzierung bzw. Hervorhebung durch das EQ-Label ist dann ja überhaupt nicht mehr notwendig. Dass AMG und Maybach auch langfristig bleiben, ergibt da schon deutlich mehr Sinn.

Ich denke nicht, dass man die prestigeträchtigen Bezeichnungen wie SL, S, E…-Klasse durch EQ ersetzen wird.

P. Armbruster
Reply to  TJ
1 Jahr zuvor

Ja, auf Dauer funktioniert es schlicht nicht, EQ analog zu AMG oder Maybach zu verwenden, weil ja auch unter den Vollelektrischen irgendwann davon besonders sportliche (i.e. AMG) oder besonders luxuriöse (i.e. Maybach) Modelle kommen werden. Da wir normalerweise von ca. 6-7 Jahren für eine Baureihe sprechen (inkl. einer MoPF in der Mitte), denke ich eher, dass wir jeweils nur ein Modell als EQC, EQS etc. sehen werden, und dass deren Nachfolger dann schlicht die “normalen” Modelle sein werden. Sofern die Infrastruktur gut mitwächst, was aktuell so scheint. Sollte das nicht der Fall sein, kommt halt noch eine Generation dazu.

Markus
Reply to  Markus Jordan
1 Jahr zuvor

Mercedes-EQ steht für Progressive Luxury. Es geht also nicht darum alle elektrischen Modelle als EQ zu vermarkten, viel mehr ist der EQ ein Fahrzeug für Kunden die ein Fahrzeug mit allen technischen Möglichkeiten und Services fahren wollen.
Mercedes-Benz wird sicher auch irgendwann vollelektrische Fahrzeuge verkaufen, aber halt erst wenn sie der Marke und dem Anspruch der Kunden gerecht werden.

Andreas
Reply to  C216500
1 Jahr zuvor

Der EQS wird doch als nächstes und auch erstes als voll elektrischen Fahrzeug kommen auf einer dafür gemachte Plattform kommen?

Gruß

JMK
Reply to  Andreas
1 Jahr zuvor

Ja, so wurde das kommuniziert. Die EVA2 Plattform für die Baureihen 297, 295 & 296.