Mercedes-Benz Group AG besetzt zwei Aufsichtsratsposten neu

Bei der Mercedes-Benz Group AG werden zwei Aufsichtsratsposten neu besetzt. Die derzeitigen Aufsichtsräte Bader M. Al Saad (64) und Prof. Dr. Clemens Börsig (73) scheiden nach Ablauf ihres Mandats mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2022 aus dem Gremium aus. Als Nachfolger im Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 29. April 2022 Dame Polly Courtice (69) und Marco Gobbetti (63) vorgeschlagen.

Strategische Neuausrichtung

„Die strategische Neuausrichtung von Mercedes-Benz beruht auf der Überzeugung, dass Nachhaltigkeit die Basis für eine erfolgreiche Luxusstrategie ist. Auf beiden Gebieten strebt Mercedes-Benz eine führende Position in der Automobilbranche an. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir mit Dame Polly Courtice und Marco Gobbetti zwei hervorragende Kandidaten gewinnen konnten, die den Aufsichtsrat dabei mit ihrer Erfahrung und Perspektive bereichern. Dame Polly Courtice zählt zu den renommiertesten ESG-Expertinnen weltweit und Marco Gobbetti verfügt über eine unternehmerische Erfahrung in der Luxusgüterindustrie, die ihres gleichen sucht“, sagte Dr. Bernd Pischetsrieder, Aufsichtsratsvorsitzender der Mercedes-Benz Group AG.

Wechsel im Aufsichtsrat der Mercedes-Benz Group AG geplant

Dame Polly Courtice, 1952 in Südafrika geboren, hat einen Master of Arts der Universität Cambridge und einen Abschluss der Universität von Kapstadt. Mit ihrem akademischen Hintergrund als Historikerin und Archäologin begann sie ihre Karriere 1974 als Kuratorin am südafrikanischen Naturkundemuseum. Später schlug sie eine Marketing-Karriere im Verlagswesen im Vereinigten Königreich ein, bevor sie an der Universität Cambridge eine Stelle im Marketing antrat. Ab 1989 war Dame Polly Courtice stellvertretende Direktorin und von 2000 bis 2021 Direktorin des University of Cambridge Institute for Sustainability Leadership (CISL). Sie engagiert sich aktuell in verschiedenen Vorstands- und Beratungsfunktionen in der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft.

Marco Gobbetti, 1958 in Italien geboren, besitzt einen Bachelorabschluss in Business Administration der American University of Washington D.C. Im Jahr 1983 schloss er seinen Masterstudiengang in International Management an der American Graduate School of International Management in Glendale, USA, ab. Gobbetti begann seine Karriere im Management bei Bottega Veneta, gefolgt von Positionen als Vorstandsvorsitzender bei den Luxusmarken Valextra und Moschino. 2004 wurde er CEO von Givenchy und war von 2008 bis 2016 Vorsitzender und CEO von Céline – beide Unternehmen sind Teil des französischen Luxusgüter-Konzerns LVMH. Von 2017 bis 2021 war er CEO der Burberry Group plc. Seit Januar 2022 ist Marco Gobbetti CEO von Salvatore Ferragamo S.p.A.

Dr. Bernd Pischetsrieder, Aufsichtsratsvorsitzender der Mercedes-Benz Group AG: „Ich danke Bader M. Al Saad und Prof. Dr. Clemens Börsig für Ihre hervorragenden Leistungen im Aufsichtsrat unseres Unternehmens. Sie haben die Transformation von Mercedes-Benz mit Einsatz und Expertise begleitet und die Arbeit des Aufsichtsrats damit enorm bereichert. Für die Zukunft wünsche ich beiden nur das Beste.“

Bild: Mercedes-Benz Group AG

15 Kommentare
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Snoubort
1 Jahr zuvor

Eigentliche sollte doch der Aufsichtsrat den Vorstand kontrollieren – und nicht Mitglieder danach ausgesucht werden dass sie zur Strategie des (aktuellen) Vorstandes passen.

driv3r
Reply to  Snoubort
1 Jahr zuvor

Um den Vorstand und seine Strategie sinnvoll-inhaltlich kontrollieren zu können, sollten die AR-Mitglieder eine entsprechende Expertise in zu Unternehmen, Branche (und womöglich Strategie) passenden Feldern haben.
Wären z.B. ein Tiefbau-Ingenieur oder eine Germanistin im MB AG-Aufsichtsrat besser aufgehoben um den Vorstand zu kontrollieren?

Snoubort
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

Ne, aber Autoexperten

Snoubort
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

Seit nun bestimmt 2 Jahren ist es Hr. Källenius persönlich, der von LVMH als seinem großem Vorbild erzählt – nicht etwa ein Vertreter eines Großaktionärs etc.. Im übrigen auch schon länger als der überall sonst aufs Abstellgleis gestellte Hr. Dr. Pischetsrieder im Amt ist (und somit selbst die Strategie / die strategischen Vorgaben hätte vorgeben können).
Wenn jetzt ausgerechnet aus diesem – völlig branchenfremden – Konzern jemand dafür eingesetzt wird dem Vorstand auf die Finger zu gucken hat das nun mal ein „Geschmäckle“, bzw. ist das eine Umkehr der herkömmlichen Corporate Governance Prinzipien.
Es geht hier ja gerade nicht um z.B. die Position der Marketing oder Vertriebsleitung, für die Hr. Källenius sich dann einen Fachmann / eine Fachfrau aussucht, sondern um eine Funktion die völlig unabhängig von ihm ausgewählt werden sollte bzw. muss.

driv3r
Reply to  Snoubort
1 Jahr zuvor

Was denn nun? Autoexperten oder Leitlinien der Corporate Governance folgen? Beides schließt sich leider gegenseitig aus…

Snoubort
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

Häh?

Snoubort
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

Hallo, Erklärung bitte! Wieso schließen sich die Corporate Governance Grundsätze, bei denen es vordergründig um die Arbeitsfähigkeit und Unabhängigkeit (zum Vorstand) der Aufsichtsräte geht, und „Autoexperte“ aus??? Bzw, wieso ist dann Handtaschenexperte ok?

Um es klar zu stellen, mir geht es hier nicht um Frau Courtice, sondern die Auswahl von Hr. Gobbetti, die den Anschein erweckt als hätte dies der Vorstandsvorsitzende selbst getan.

Boopa
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

Ein Tiefbau-Ingenieur wäre mir da bedeutend lieber, denn er ist vielleicht schon Mal einen Mercedes und einen Wettbewerber im Echteinsatz gefahren.
Schonmal in einem „neuen Luxus“ Mercedes gefahren? Brillenfach erst von Filz auf Gummieinlage geändert, dann ganz weg. In den Ablagefächern gleiches Spiel. Saugen sie Mal einen MFA Teppich…Hatte einen GLA Leihwagen, weil mein Fzg das 5te Mal in die Werkstatt musste… Getriebeschaden, Scheinwerfer defekt, Radsensoren defekt etc. Vergleichbarer Ersatzwagen? Fehlanzeige! Madza wurde für die Katastrophale Teppichqualität belächelt, heute liefert Mercedes dies als „Premium-Standard“. Und das sind nur einige Beispiele, die ein Ingenieur sicherlich sofort selbst „erlebt/erfahren“ hätte, und es eines Mercedes unwürdig empfinden würde.
Gleiches Spiel auch in der selbst ernannten Oberliga, GLE ohne Multibeam, Memory-Sitze, Augmented und vieles mehr. Wurde bereits mehrfach angesprochen. Aktueller Grund Halbleiter, aber Mal im Ernst, die Manager sind nun sicherlich der Meinung, die Kunden haben es nun akzeptiert und werden es auch in Zukunft so hinnehmen…. Wenn mir die Fahrzeuge optisch nicht so gut gefallen würde, hätte ich beim Fuhrpark schon längst einen Audi oder BMW bestellt. Wer weiß wie lange ich das noch aushalte…

driv3r
Reply to  Boopa
1 Jahr zuvor

Ich muss an mich halten um nicht albern zu werden: Aber 1x Mercedes fahren qualifiziert für einen Platz im Aufsichtsrat? Halleluja. Dann könnte man ja auch einen der allseits beliebten YouTuber nehmen.

Im Ernst: Der Blick im Aufsichtsrat ist ein bisschen mehr als auf den Filz im Brillenfach…

P.S.: Ich sauge tatsächlich häufiger einen MFA-Teppich und bisher hatten der Teppich und ich noch keine Probleme miteinander.

Boopa
Reply to  driv3r
1 Jahr zuvor

Es ist schon bezeichnend wie Sie immer alles schön reden. Falls es nicht eindeutig war, es waren nur einige Beispiele.. oder erfreut es Sie zu hören, dass ein zahlender Kunde einen kapitalen Getriebeschaden bei 379km und 9 Wochen Reparaturzeit bei seinem GLE400d hatte? Es ist natürlich nur meine Leidensfähigkeit mit Ihrem Arbeitgeber.

Jedem sollte Bewusst sein, dass es mehr benötigt als nur ein Fahrzeug zuführen. Das Verständnis erwarte ich von Ihnen, wenn Sie sich schon öffentlich äußern. Aber auch dies zeigt mir, dass die Erfahrungen und Rückmeldungen von Kunden dem Konzern egal sind. Danke für die Bestätigung.

In diesem Sinne, bestätige ich ihnen gerne, dass ich nur einen Mercedes gleichzeitig fahren kann aber bereits mein 14ter vor der Tür steht… sie können gerne darüber entscheiden ob ich meinen 15ten im März 23 übernehmen soll.

Gerne mal einen GLE Teppich mit einem vom GLA vergleichen… Und ich rede nicht von den Fußmatten, dann verstehen Sie hoffentlich was ich meine. Danke

Eric
Reply to  Boopa
1 Jahr zuvor

Das Mercedes seit langem eine Harvest Strategie zur Gewinnmaximierung verfolgt sollte mittlerweile jeder sehen.
Die Qualität ist nichts besser als bei den Marktbegleitern, eher in manchen Bereichen schlechter.
Mercedes ist nun mal ein Massenhersteller und muss den Gesetzen des Marktes folgen. Die heißen u.a. maximale Rendite.
Dazu kommt die problematische Unternehmenskultur und die Ansprüche der Großaktionäre. Von den Problemen der Umstellung auf Akkuschrauber Gang ich gar nicht erst an.

Eigentlich ein Wunder, das teilweise so schöne Autos dabei rauskommen.

AMG Power
Reply to  Boopa
1 Jahr zuvor

Ich bin komplett bei Ihnen und kann Ihre Meinung sehr gut nachvollziehen. Die Qualität und Anmutung dieser, ist über die Jahre auch meiner Meinung nach eher schlechter wie besser geworden?! Auch ich fahre seit ca. 1998 Mercedes-Benz/AMG und behaupte erfahren zu sein um die Qualität beurteilen zu können. Hoffentlich hilft es dem Konzern mit dem neuen Aufsichtsrat hier besser zu werden.

Robin
Reply to  AMG Power
1 Jahr zuvor

Die Qualität der Karosserien ist größtenteils zwar besser geworden (Stichwort Rost), aber die aktuellen Inneräume sind qualitativer Horror. Wer sich das mal vor Augen führen möchte setzt sich z.B. in einen W211 (von mir aus auch als Classic) und dann mal in einen aktuellen Benz egal welcher Baureihe. Fast alles was man anfasst wikt billig im Vergleich.

Übrigens kann ich die Kritik an den MFA-Teppichen teilen, die werden mit jedem Modelljahr minderwertiger durch höheren Filz-Anteil.

Zuletzt editiert am 1 Jahr zuvor von Robin
Snoubort
Reply to  Robin
1 Jahr zuvor

Z.B. hier, was für ein Unterschied bzgl. Materialgüte, Details (durchgefärbte Kunststoffteile, z.B. Lüftungsgitter und -rahmen) und vor allem Farbauswahl (ganz ohne Leder!):
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ice fishing rods
1 Jahr zuvor

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