Produktionsstart für elektrische C-Klasse im Werk Kecskemét

Mercedes-Benz hat sein Werk im ungarischen Kecskemét umfassend erweitert und dort die Produktion der neuen vollelektrischen C-Klasse aufgenommen. Mit der Verdoppelung der Werksfläche auf 440 Hektar zählt der Standort künftig zu den größten Produktionsstätten im weltweiten Mercedes-Benz-Fertigungsnetzwerk und ist zugleich der größte Automobilstandort Ungarns.

Im Rahmen des Businessplans 2022 bis 2026 investierte Mercedes rund eine Milliarde Euro in den Ausbau des Werks in Ungarn. Entstanden sind unter anderem neue Karosserie- und Montagehallen, ein zweites Presswerk, eine Lackiererei sowie eine Batteriemontage. Der Standort beschäftigt derzeit mehr als 5.000 Mitarbeitende und ist der größte Arbeitgeber der Region.

Mit dem Produktionsstart der elektrischen C-Klasse läuft erstmals ein batterieelektrisches Modell des Core-Segments in Kecskemét vom Band. Die Fertigung folgt einem flexiblen Konzept: Während bestehende Produktionslinien sowohl Elektro- als auch Verbrennermodelle herstellen können, ist die neue Montagehalle ausschließlich für vollelektrische Fahrzeuge ausgelegt. Zudem soll der elektrische GLC künftig je nach Bedarf in Bremen und Kecskemét produziert werden. Die kompaktere Version der G-Klasse wird exklusiv in Ungarn gefertigt.

Ein Schwerpunkt der Werkserweiterung liegt auf der Digitalisierung. Mercedes-Benz setzt in Kecskemét auf das Produktionssystem MO360 sowie einen digitalen Fabrikzwilling auf Basis von NVIDIA Omniverse. Produktionsabläufe können dadurch virtuell geplant, simuliert und optimiert werden. KI-gestützte Systeme unterstützen zudem die Qualitätskontrolle und die Analyse von Produktionsdaten.

Auch beim Thema Nachhaltigkeit wurde investiert. Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 42,3 MWp sollen rund ein Viertel des Energiebedarfs des Werks decken. Eine neue Lackiererei reduziert den Energieverbrauch im Vergleich zur bisherigen Anlage um rund 20 Prozent und senkt die CO₂-Emissionen um etwa 80 Prozent.

Bilder: Mercedes-Benz Group AG

12 Kommentare
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Neisyros
8 Stunden zuvor

Wow eine ungarische C-Klasse fast so teuer wie der Bremer GLC bei angeblich 70% geringeren produktionskosten. Muss ich unbedingt verpassen.

Fred
Reply to  Neisyros
8 Stunden zuvor

Energiekosten (zumindest Strom) sind ja auch höher als in DE https://share.google/aimode/rEkZ3eXdXqyAMKZ3r 😉 Das gleicht sich dann zum Teil mit den etwas niedrigeren Lohnkosten aus, der Rest geht wohl für den overhead, Reisen etc. auf beiden Seiten drauf den man hat wenn man einen Standort im Ausland hat. Im Endeffekt vermutlich ein Nullsummenspiel, wird aber nie raus gefunden werden, weil es keine Nachkalkulation für so was gibt. Man reduziert das alles auf Lohnstückkosten und nutzt es als Säbelrasseln um die Gewerkschaften, Betriebsrat und die Mitarbeiter in DE so klein wie möglich zu halten.

Zuletzt editiert am 8 Stunden zuvor von Fred
Pymax
Reply to  Fred
7 Stunden zuvor

Teile zumindest innen x…..bis…100% Made in China, zusammengeschraubt in Ungarn und Preis natürlich zu 120% Mercedes Made in Germany. Spaß beiseite…. ich hätte mir gewünscht, dass alle Fahrzeuge zum Beispiel aus Bremen kommen. Naja, ist so….

Dietmar Johnen
Reply to  Fred
6 Stunden zuvor

Warum sind eigentlich BEV teurer als vergleichbare Verbrenner? Ich habe bis heute eigentlich keine befriedigende Antwort gefunden. Ich denke dabei besonders an die Motorenproduktion sowie der anderen Aggregate, z.B. das Automatikgetriebe, oder Kat usw. Vielleicht kann mir einer der Blogger hier eine auch mir verständliche Antwort geben. By the way: warum werde ich seit Kurzem Reklame zugemüllt, wenn ich beispielsweise einen Artikel lesen will?

Hansi
6 Stunden zuvor

Super! Den Aufschlag für eine Ungarn C-Klasse werde ich nicht bezahlen – bin doch nicht doof! Bleibe beim S214 aus Sindelfingen, auch wenn mich der C400 schon mal aufgrund seiner Leistung und ganz guten Optik gereizt hätte. Aber sowas unterstütze ich definitiv nicht!

Zuletzt editiert am 6 Stunden zuvor von Hansi
Peter
Reply to  Hansi
6 Stunden zuvor

Was soll denn der Unterschied zwischen einer C-Klasse gebaut in Ungarn und einer C-Klasse gebaut in Sindelfingen sein?

Hansi
Reply to  Peter
6 Stunden zuvor

Die Marge, die sich Mercedes reinzieht und den Aktionären ausschüttet.
Ich persönlich möchte ein in Deutschland produziertes Produkt, dafür zahle ich gerne den Aufschlag – meine Entscheidung. Sie können ja kaufen, was sie möchten.

Zuletzt editiert am 6 Stunden zuvor von Hansi
Pymax
Reply to  Hansi
4 Stunden zuvor

Richtig!

Stefan BY
6 Stunden zuvor

Von vorne sieht er echt gut aus!

Prof. Dr. Mehrring
4 Stunden zuvor

In Ungarn brummts !
Da staunen die Deutschen Daimler-Leute Bauklötze !

Erik
4 Stunden zuvor

Man könnte mal darüber schreiben, wie lange K2 schon (leer) steht und was das für Summen bis heute gekostet hat. Der Lack und der Karo wurden doch schon fast vor 10 Jahren hoch gezogen.