Mercedes baut Werk Kecskemét in Ungarn aus

Mercedes-Benz treibt den Ausbau seines ungarischen Produktionsstandorts Kecskemét weiter voran. Mit Investitionen von rund einer Milliarde Euro entwickelt sich das Werk zur größten Mercedes-Fabrik Europas und unterstreicht die wachsende Bedeutung Ungarns innerhalb der internationalen Fertigungsstrategie des Konzerns.

Im Zuge der Erweiterung des Produktionsstandorts von Ungarn entstanden neue Karosserie- und Montagehallen, ein zusätzliches Presswerk, eine moderne Lackiererei sowie eine Batteriemontage. Die Produktionskapazität soll künftig auf bis zu 400.000 Fahrzeuge pro Jahr steigen. Bereits heute werden in Kecskemét die A-Klasse und der GLB produziert. Neu hinzu kommt die elektrische C-Klasse, weitere Modelle – u.a. die kleine Variante der G-Klasse (g-Class) sollen folgen.

Mercedes verfolgt mit dem Ausbau das Ziel, seine Produktion flexibler und kosteneffizienter aufzustellen. Nach Angaben des Unternehmens können in den bestehenden Fertigungslinien sowohl Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor als auch Elektrofahrzeuge produziert werden. Somit könnte der Standort auch weitere Modelle von anderen Werken aufnehmen. Die neu errichteten Anlagen sind dagegen auf vollelektrische Modelle ausgelegt.

Konzernchef Ola Källenius bezeichnete den Standort bei der Eröffnung als wichtigen Baustein im globalen Wettbewerb. Entscheidend seien neben technologischer Kompetenz vor allem Kosten, Geschwindigkeit und Qualität. Nach früheren Aussagen des Unternehmens liegen die Produktionskosten in Ungarn deutlich unter dem deutschen Niveau. Mercedes plant deshalb, den Anteil seiner Fahrzeugproduktion in europäischen Niedriglohnländern in den kommenden Jahren von 15 auf 30 Prozent zu erhöhen.

Die Investition ist zugleich Teil einer umfassenderen Neuausrichtung der europäischen Produktionsstruktur. Während Fertigungskapazitäten in Ungarn wachsen, steht der Industriestandort Deutschland angesichts hoher Energie-, Personal- und Produktionskosten zunehmend unter Wettbewerbsdruck. Branchenbeobachter sehen darin einen weiteren Schritt der Automobilindustrie, Produktionsstandorte stärker nach wirtschaftlichen Kriterien auszurichten.

Für Ungarn bedeutet der Ausbau eine weitere Stärkung seiner Rolle als bedeutender Automobilstandort. Neben Mercedes produzieren dort auch weitere internationale Hersteller und zahlreiche Zulieferunternehmen. Die Automobilindustrie zählt inzwischen zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen des Landes.

Bilder: Mercedes-Benz Group AG

42 Kommentare
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Alice
30 Tage zuvor

Ein Dank an die Altparteien, Deutschland ist nicht mehr wettbewerbsfähig!

Max
Reply to  Alice
30 Tage zuvor

Deutschland wird in so einem Vergleich nie wettbewerbsfähig sein, da faire Arbeitsbedingungen und Rechtsstaatlichkeit immer einen Preis haben. Leider sind nur noch die wenigsten Verbraucher bereit diesen zu zahlen. Mit entsprechenden Folgen…

Phil Osovi
Reply to  Max
29 Tage zuvor

Ohje, offenbar sind Sie die Meinung, dass faire Arbeitsbedingungen und Rechtsstaatlichkeit an den nur innerhalb Deutschlands existieren und an den Grenzen enden. Dem ist nicht so.

Hans Wurst
Reply to  Alice
30 Tage zuvor

Aber die Schwurbler würden’s richten, ist schon klar …

Immer wieder erschreckend, wie den Ratenfängern auf den Leim gegangen wird.

JM13
Reply to  Hans Wurst
30 Tage zuvor

Hans Wurst, das Deutschland ein Problem hat, ist bekannt. Da zu antworten mit Schwurblern und Rattenfängern ist unseriös, verkennt die aktuellen Probleme und ist eine Frechheit den betroffenen Menschen gegenüber. Die Probleme müssen gelöst werden und da ist es egal, wer es macht. Das Gegeneinander und das Moralgelaber führen zu nichts und gehören zur Seite geräumt.

Zuletzt editiert am 30 Tage zuvor von JM13
Hans Wurst
Reply to  JM13
30 Tage zuvor

Unseriös ist, für komplexe Probleme einfache Lösungen zu proklamieren.

Phil Osovi
Reply to  Hans Wurst
30 Tage zuvor

Stimmt genau, unserös ist aber auch, für komplexe Probleme ein „Weiter-wie-bisher“, ohne Selbstreflektion und tiefgreifende zielgerichtete Reformen. Genau damit treibt man das Volk zu den Rattenfängern. Die alternative Partei muss gar nichts machen, außer zu warten.

Zuletzt editiert am 30 Tage zuvor von Phil Osovi
JM13
Reply to  Hans Wurst
29 Tage zuvor

Es geht nicht um einfach oder komplex. Eine einfache Lösung ist die Aussage, Wind und Sonne schicken keine Rechnung und sind der günstigste Strom. In der Umsetzung ist es aber ein bisschen komplexer. Die Unterscheidung ist daher nicht das Thema.

Reine Lösung
Reply to  Hans Wurst
29 Tage zuvor

Die Probleme werden nicht analysiert. Deutschland ist von der BRiD besetzt und wer das immer noch nicht erkennt dem wird niemand mehr helfen können.

Aus faulem Fleisch wird nie frisches werden. Das gültige Recht wartet, es wird vom geltenden Recht überlagert und eigentlich ist das ganz einfach zu erkennen.

Marco
Reply to  Reine Lösung
29 Tage zuvor

Nimm bitte Deine Medikamente, Onkel Schwurbel! *facepalm*

JMK
Reply to  Reine Lösung
28 Tage zuvor

Sie hören sich ziemlich ungeimpft an…

GT Cabrio
Reply to  Alice
30 Tage zuvor

Stimmt. Wenn die AfD regiert, werden die Gewerkschaften rausgeworfen, die Löhne halbiert und das Problem mit der Wettbewerbsfähigkeit ist gelöst. 😉

Neisyros
Reply to  GT Cabrio
30 Tage zuvor

Für das Geld wird keiner arbeiten, nen normaler Bandarbeiter mit Einstiegsgehalt, kann jetzt schon keine großen Sprünge mehr machen, dafür ist das Wohnen einfach zu teuer.

GT Cabrio
Reply to  Neisyros
29 Tage zuvor

In Kombination mit der von der AfD geforderten drastischen Verschärfung der Strafen bei Verweigerung der Annahme einer Arbeit werden sich schon noch genug Leute finden, die da dann halt arbeiten müssen. Bürgergeld ist schon nicht toll, aber gar kein Geld, wie von der AfD gefordert, ist noch mal deutlich schlechter.

Rainer
Reply to  GT Cabrio
29 Tage zuvor

Gibt dann eine Einheitsgewerkschaft. Altbewährt 😉

Alexander Will
Reply to  Alice
30 Tage zuvor

Yeah Baby, thanx Altparteien.

Sayerstein
Reply to  Alice
29 Tage zuvor

Aber deine Klientelpartei für Sozialneider wird es richten…

Zu diesem Blauhaufen hat Dr Z alles gesagt.

Petert
Reply to  Alice
29 Tage zuvor

Und wer zieht den Karren aus dem Dreck? AfD oder was?

Ralf Hess
Reply to  Petert
29 Tage zuvor

Parteien werden es nicht lösen. Die haben es immer schlimmer gemacht. Die Menschen müssen selbst in die Verantwortung kommen und sich auf die Rechte Ihrer Ahnen berufen. Jeder ist ein Rechteträger und der Souverän sagt an was gemacht wird

MartinBerlin
Reply to  Alice
27 Tage zuvor

Tesla hat ein Riesenwerk in Brandenburg und zum 1. Mal mehr Autos verkauft als Mercedes. Die eigene Batterieproduktion beginnt dort 2027. Es geht wohl doch, nur offenbar muss es ein ausländisches Unternehmen sein?

Alexander Will
30 Tage zuvor

Seit Orban weg ist muss MB auch nicht mehr undercover arbeiten und Ola kann offen, unbeschwert, staatsmännisch und deutschkorrekt Péter Magyar’s Speichel lecken.

Alexander Will
30 Tage zuvor

Was da wohl Olas Buddy Habeck sagen wird. Sogar er wünschte sich ja mehr Standortpatriotismus.

CH-Elch
30 Tage zuvor

Baut man halt nur noch Mércédés. Ob das die Kunden zum Deutschlandpreis zu zahlen bereit sind, wird sich zeigen. Ich nicht.

GT Cabrio
Reply to  CH-Elch
29 Tage zuvor

Ich glaube, die wenigsten Kunden wählen ihren Mercedes nach dem Produktionswerk aus, sondern nehmen die Baureihe, die ihre Bedürfnisse am besten erfüllt.

Mir wäre jedenfalls nicht bekannt, dass die Kunden bisher reihenweise von der C-Klasse zur E-Klasse gewechselt wären, damit sie ein Auto made in Sindelfingen statt made in Südafrika bekommen. Gleiches gilt für den GLB aus Mexiko oder Motoren aus Frankreich.

JML
Reply to  GT Cabrio
29 Tage zuvor

So sieht’s aus. Und zum Thema Qualität füge ich immer gern an, dass schon zu meinen Studienzeiten in den USA vor über 25 Jahren unter Amerikanern eine Gewissheit galt: „Kaufe nie ein deutsches Auto im ersten Produktionsjahr“.

Neisyros
Reply to  JML
29 Tage zuvor

Weil das ja auch son deutsches Phänomen ist…

Tobson
Reply to  GT Cabrio
29 Tage zuvor

Nun gut, ich persönlich würde mir keine C-Klasse aus Ungarn kaufen. Einen Mercedesaufschlag zahle ich gerne für in Rastatt, Bremen, oder Sindelfingen produzierte Produkte. Auch einen GLE aus USA würde ich mir nicht holen, schon auch nicht wg der nicht so guten Qualität.

GT Cabrio
Reply to  Tobson
29 Tage zuvor

Musst du ja auch nicht. 99% der übrigen Kunden werden es trotzdem tun. Ich hab z.B. so eine ungarische C-Klasse bestellt. Nicht, weil ich was gegen Bremen hab, sondern, weil ich keinen blöden SUV will. (Eigentlich will ich ein T-Modell, aber das ist ein anderes Thema … 😉 )

Zuletzt editiert am 29 Tage zuvor von GT Cabrio
bernd
Reply to  GT Cabrio
29 Tage zuvor

Derr GLC EQ wirkt fast wie ein Crossover vom SUV und Kombi.

Rainer
29 Tage zuvor

Naja, der Name Mercedes kommt ja, wie wir alle wissen von der Tochter des österreichisch-ungarischen Honorkonsuls in Nizza.
Insofern entbehrt das Ganze nicht einer gewissen Ironie.

https://mbpassion.de/2021/10/wer-war-eigentlich-emil-jellinek/

Stephan
29 Tage zuvor

Einer der Hauptschuldigen sind die Gewerkschaften die seit Jahrzehnten die Löhne in exorbitante Höhen getrieben haben. Ich arbeite selbst in der Automobilindustrie und muss leider sagen, dass die Gehaltsniveaus extrem ungesund gewachsen sind. Ich würde pauschal 20% der Gehälter streichen und gleichzeitig auf 40h/Woche erhöhen. Und selbst dann werden wir uns global betrachtet schwer tun.

Petert
Reply to  Stephan
29 Tage zuvor

Das und leider muss man auch sagen dass die Bürokratiehölle in der Automobilindustrie Einzug erhalten hat (immer mit der ASPICE-Ausrede)

Michael Sommerfeldt
Reply to  Stephan
28 Tage zuvor

Stephan, das ist falsch

Stephan
Reply to  Michael Sommerfeldt
27 Tage zuvor

Ja? Was genau denn? Etwas mehr Input wäre hilfreich für eine sachliche Diskussion.

Pano
Reply to  Stephan
28 Tage zuvor

Dann geh mit gutem Beispiel voran und mach deinem Arbeitgeber diesen Vorschlag…

Stephan
Reply to  Pano
27 Tage zuvor

Würde ich sofort, wenn ich könnte. Für mich ist das alternativlos. Andernfalls zerlegt sich die Automobilbranche in Deutschland noch schneller selbst. Ich bin 40 Jahre alt und bezweifel stark, dass es Audi/Mercedes/VW in 30 Jahren noch geben wird. BMW sind die einzigen mit wegweisenden Produkten. Und auch da wird es spannend gegen die Chinesen.

Uwe
29 Tage zuvor

Ich bin seit diesem Jahr privat auch kosteneffizienter unterwegs und bin seit vielen vielen Jahren erstmals von Mercedes weg. Gerne bezahle ich Mercedespreise für Made in Germany, aber so nicht mehr. Oder wird der C EQ jetzt günstiger?

Tobson
Reply to  Uwe
29 Tage zuvor

Teurer!

Gemini
Reply to  Tobson
29 Tage zuvor

Gleicher Preis wie ein GLC EQ aus Bremen,
da sprudeln doch bei einen angebeblichen Kostenvorteil von 70% der Gewinn endlich mal wieder.

GT Cabrio
Reply to  Gemini
28 Tage zuvor

Na ja, so ein Auto besteht ja nicht nur aus Produktionskosten, sondern z.B. auch noch aus Materialkosten. Mal ganz abgesehen von den Entwicklungskosten und sonstigem „Drumherum“ wie Logistik, Verwaltung etc. 😉 Ob deswegen also gleich die Gewinne sprudeln, oder ob vielleicht bloß die Verluste im Wettbewerb mit der chinesischen Konkurrenz minimiert werden, ist von außen schwer zu sagen …

Gemini
Reply to  Tobson
29 Tage zuvor

Gleicher Preis wie ein GLC EQ aus Bremen,
da sprudeln doch bei einen angebeblichen Kostenvorteil von 70% der Gewinn endlich mal wieder.

Toto Hund
28 Tage zuvor

In Kackzemént läuft halt noch was !