Mercedes M252: Deutscher Stern, chinesischer Motor – verliert man so seine Glaubwürdigkeit?

„Das Beste oder nichts“ von Mercedes-Benz ist mehr als ein Werbespruch – es ist ein Versprechen, für das Kunden bislang bereit war, einen erheblichen Aufpreis zu bezahlen. Doch ausgerechnet bei einem neuen Motor bricht Mercedes mit einer jahrzehntelangen Tradition.

Der neue M252, ein 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner mit 48-Volt-Hybridtechnik, wurde zwar in Deutschland entwickelt, wird aber in China gefertigt. Die Produktion erfolgt im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem chinesischen Partner Geely, der zugleich Großaktionär von Mercedes-Benz ist.

M252 ist längst Realität

Der M252 ist schon lange kein Zukunftsprojekt mehr. Er treibt bereits die Hybridversionen des neuen CLA oder GLB an und wird in den kommenden Jahren in weiteren Modellen der neuen MMA-Fahrzeuggeneration zum Einsatz kommen. Damit wird die Diskussion über seine Herkunft unmittelbar relevant. Wer heute z.B. einen neuen Mercedes CLA Hybrid bestellt, erhält moderne Antriebstechnik – allerdings stammt der Verbrennungsmotor nicht mehr aus einem deutschen Mercedes-Motorenwerk, sondern aus chinesischer Produktion.

Mercedes betont selbstverständlich, Entwicklung, Konstruktion und Qualitätsvorgaben lägen vollständig in deutscher Hand. Das mag technisch zutreffen. Dennoch bleibt die Frage, wie viel vom traditionellen Markenversprechen erhalten bleibt, wenn die Fertigung der zentralen Antriebskomponente ausgelagert ist. Dabei ist es nicht der erste fremd produzierte Motor, davor war es der M282 der mit Renault produziert wurde.

Es geht nicht um Vorurteile

Die Debatte sollte nicht auf der Behauptung beruhen, chinesische Produktion bedeute automatisch schlechtere Qualität. Das wäre sachlich auch falsch. China verfügt heute über hochmoderne Fertigungsanlagen und produziert Fahrzeuge sowie Motoren für zahlreiche internationale Hersteller auf höchstem Niveau. Die Qualität eines Motors hängt von Konstruktion, Fertigungsprozessen und Qualitätskontrollen ab – nicht von seiner geografischen Herkunft. Gerade deshalb richtet sich die Kritik nicht gegen China – aber gegen Mercedes.

Premium lebt von Vertrauen

Ein Premiumfahrzeug verkauft sich nicht ausschließlich über technische Daten. Kunden bezahlen für Geschichte, Identität und Glaubwürdigkeit. Jahrzehntelang stand dazu Mercedes für Motoren, die in Deutschland entwickelt und in den eigenen Werken produziert wurden. Diese Herkunft war Teil des Produkts – ebenso wie Fahrkomfort oder Sicherheitsinnovationen. Heute verändert sich dieses Bild. Entwicklung in Deutschland, Fertigung in China, globale Lieferketten und internationale Plattformstrategien prägen den Konzern stärker denn je. Wirtschaftlich ist das nachvollziehbar. Emotional ist es schwieriger zu vermitteln.

Kosteneffizienz ersetzt Tradition

Mercedes verfolgt seit Jahren konsequent eine Strategie höherer Renditen. Standardisierung, Plattformbaukästen und internationale Produktionsnetzwerke senken die Kosten und erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit. Aus Sicht der Aktionäre logisch. Aus Sicht vieler Stammkunden entsteht jedoch der Eindruck, dass traditionelle Markenwerte zunehmend wirtschaftlichen Kennzahlen untergeordnet werden. Gerade beim Motor fällt dieser Wandel besonders auf.

Der Verbrennungsmotor war über Jahrzehnte das Herzstück eines Mercedes. Seine Herkunft spielte für viele Käufer eine ebenso große Rolle wie seine Leistung oder Laufruhe. Heute scheint dieses Argument deutlich an Bedeutung verloren zu haben.

Mercedes M252: Deutscher Stern, chinesischer Motor – verliert man so seine Glaubwürdigkeit?

Bewährungsprobe steht aus

Technisch gilt der M252 als hochmodern. Miller-Brennverfahren, 48-Volt-Technologie und eine auf Effizienz ausgelegte Konstruktion sollen niedrigen Verbrauch mit hoher Alltagstauglichkeit verbinden. Ob der Motor jedoch die legendäre Langzeitqualität früherer Mercedes-Aggregate erreicht, lässt sich heute noch nicht seriös beurteilen. Erst nach mehreren Jahren und hohen Laufleistungen wird sich zeigen, ob der M252 den Ruf seiner Vorgänger verdient.

Mercedes verweist auf umfangreiche Testprogramme und höchste Qualitätsstandards. Das ist selbstverständlich – doch am Ende entscheiden nicht Prüfstände, sondern hunderttausende Fahrzeuge im Alltag.

Mercedes M252: Deutscher Stern, chinesischer Motor – verliert man so seine Glaubwürdigkeit?

Risiko ist das Image

Die technische Qualität des Motors dürfte für Mercedes gar nicht das größte Risiko darstellen. Das größere Problem ist wohl die Wahrnehmung. Premium lebt von Vertrauen. Wer für einen Mercedes einen deutlichen Preisaufschlag bezahlt, erwartet mehr als nur moderne Technik. Er erwartet Authentizität.  Wenn Kunden dazu  zunehmend den Eindruck gewinnen, dass ausgerechnet die Kernkompetenzen der Marke lieber in internationale Produktionsnetzwerke verlagert werden, stellt sich zwangsläufig die Frage, worin sich ein Premiumhersteller künftig noch von der Konkurrenz unterscheidet.

Fazit

Der M252 dürfte ein leistungsfähiger und effizienter Motor sein. Seine Fertigung in China bedeutet nicht automatisch eine geringere Qualität. Doch Qualität allein definiert keine Premiummarke. Mercedes verkauft seit Jahrzehnten ein Lebensgefühl, das eng mit deutscher Ingenieurskunst, Fertigungskompetenz und technischer Tradition verbunden ist. Wird dieses Fundament schrittweise durch globale Kostenoptimierung ersetzt, droht ein Verlust an Glaubwürdigkeit. Die eigentliche Herausforderung für Mercedes besteht deshalb nicht darin, den M252 zu einem guten Motor zu machen. Sie besteht darin, den Kunden überzeugend zu erklären, warum ein Motor aus chinesischer Produktion weiterhin das Markenversprechen „Das Beste oder nichts“ verkörpern soll.

Bilder: Mercedes-Benz Group AG

61 Kommentare
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DeepIIBlue
1 Monat zuvor

Also zumindest Leistungs- und verbrauchstechnisch ist der Motor völlig in Ordnung, nur klanglich überzeugt er, wie so viele moderne Motoren, leider gar nicht. Dass ausgerechnet der Motor nun auch aus China kommt, ist natürlich traurig und wirft kein gutes Licht auf Mercedes, aber ich befürchte, es ist nur der Anfang…

Irgendwas ist Mercedes motorentechnisch allerdings am Kochen. Es wird über einen CLA250 und sogar einen CLA300 gemunkelt, was vermuten lässt, dass Leistungstechnisch irgendwas im Bereich von 2.0L und 231-272(?)PS kommen wird.
Leider sieht weder Mercedes noch sonst wer die Notwendigkeit anzukündigen, dass da noch was kommt, wodurch potentielle Käufer in der Luft hängen oder sich sogar bei den Mitbewerbern umschauen…

CH-Elch
Reply to  DeepIIBlue
30 Tage zuvor

Könnt ja sein dass was stärkeres nicht für Europa vorgesehen ist. Aber ein CLA mit winzigem Chinamotor wird in den USA ganz schlecht da stehen – und als EQ politisch momentan ebenfalls nicht erwünscht.

CH-Elch
Reply to  DeepIIBlue
30 Tage zuvor

Könnt ja sein dass was stärkeres nicht für Europa vorgesehen ist. Aber ein CLA mit winzigem Chinamotor wird in den USA ganz schlecht da stehen – und als EQ politisch momentan ebenfalls nicht erwünscht.

DeepIIBlue
Reply to  CH-Elch
30 Tage zuvor

Das kann gut sein.
Was die USA und speziell Kanada angeht, so wird dort diversen Berichten zufolge zunächst der CLA/GLB 220 mit Frontantrieb (mit „unserem“ M252 und den bekannten 140kW/190PS) angeboten und ab (Ende?) nächsten Jahres dann der CLA/GLB 250 4MATIC mit „228 hp“ = 231 PS.
Das darüber hinaus auch ein CLA300 existieren könnte, habe ich bisher nirgends lesen können, wurde mir aber von Unternehmensnahen Quellen zugeflüstert – alles natürlich unter Vorbehalt, da nichts offizielles bekannt ist.
Markus scheint jedoch auch noch nichts gehört zu haben, sonst wäre hier bestimmt schon ein Artikel erschienen oder zumindest Andeutungen fallen gelassen worden. Insofern könnte es auch sehr gut sein, das hier in Deutschland tatsächlich nichts mehr kommen wird.

Zuletzt editiert am 30 Tage zuvor von DeepIIBlue
Snoubort
1 Monat zuvor

Ja

Sayerstein
1 Monat zuvor

Ja

yzbenz
1 Monat zuvor

Deutsche Unternehmen und die Öffentlichkeit müssten womöglich ihre Überlegenheitsgefühle ablegen und Produkte aus anderen Ländern – einschließlich China – unvoreingenommen betrachten.

Selbst die S-Klasse bleibt bei Materialien und Ausstattung hinter ihren Vorgängern zurück.

Domuzinho
1 Monat zuvor

Jeder der diesen Motor einmal gefahren ist, wird direkt bestätigen: der Motor ist ein Reinfall. Er wirkt seelenlos und ist, im Vergleich zum Elektroantrieb, die deutlich schlechtere Wahl.

Man merkt diesen Motoren an, dass Sie eher Notlösung sind, als Überzeugung. Und vor allem das, spiegelt sich auch in den Verkaufszahlen wieder. Ich gebe dem Motor keine drei Jahre Lebenszeit, dann wird er ersetzt oder entfällt ganz.

tutnixzursache
1 Monat zuvor

Endlich mal ein halbwegs neutraler Artikel, nachdem hier im Blog gerne mal Stimmung gemacht wird, was mir persönlich missfällt in letzter Zeit.
Technisch ist der Motor absolut top, kaufen würde ich trotzdem nicht, Verbrenner hat sich einfach erledigt. Fertigung in China sehe ich auch skeptisch, aber am Ende nur ein Sinnbild unserer Zeit und Beleg für die Probleme am Standort Deutschland. Als Unternehmer würde ich keinen Euro mehr hier investieren, solange die Rahmenbedingungen jedes Jahr schlechter werden, das können wir uns schlicht nicht mehr leisten und als Aktionär bin ich nicht die Wohlfahrt.

Frank
1 Monat zuvor

Das traurige an der Sache ist nicht das ein Motor im Ausland produziert wird. Das traurige ist das Mercedes ein Statussymbol war, für Qualität und Robustheit stand und deswegen im Ausland begehrt und gefragt war. Nun wo China auch gute Autos bauen kann versucht man sich am chinesischen Markt zu orientieren.
Das braucht aber kein Mensch, die Chinesen haben nun ihre eigenen Autos. Noch mehr davon, von er inem ausländischen hersteller brauchen sie nicht und Europa braucht keine chinesifizierten Mercedes.
Mercedes muss wieder dahin zurück kommen ein Produkt zu bieten welches wieder zu den alten Stärken zurück kommt. Ich fürchte nur dafür ist es zu spät 🙁

Silberfisch
1 Monat zuvor

Mich würden echt mal die Verkaufszahlen von BEV vs HEV bei CLA & GLB interessieren. Ich sehe auf den deutschen Straßen fast nur die BEV Varianten. Meines Erachtens nach auch klar das bessere Gesamtpaket und somit nicht verwunderlich.

Quenti
Reply to  Silberfisch
30 Tage zuvor

Da helfe ich gern. Da die Statistik beim KBA blöd angezeigt wird, kann ich es nicht so schön zusammenfassen:

Im Juni verkaufte Mercedes 2883 CLA in Deutschland. Das ist damit nach dem GLC das zweitbeliebteste Modell. Davon waren 2048 elektrisch.
Beim GLB waren von 1667 sogar 1265 elektrisch. Real ist die Differenz geringer, da nur 282 Hybride dabei waren – der „Rest“ sind dann Neuzulassungen des Vorgängers.
Die Verhältnisse waren im April und Mai ähnlich.

Was kann man daraus erkennen und was nicht?

  • Die elektrischen Varianten werden in D viel lieber zugelassen als die Verbrenner
  • Als Verbrenner sind beide ziemliche Flops. Elektrisch laufen sie ganz gut
  • Es ist unklar ob das die tatsächliche Nachfrage abdeckt. Könnte sein, dass die Verbrenner erst verzögert ausgeliefert werden.

So oder so: Die Hybride sind nicht besonders beliebt. Liegt aber sicherlich auch daran, dass die elektrischen Varianten ziemlich überzeugend sind. Selbst ohne heimische Wallbox kommt man mit dem CLA EQ gut hin.

Quenti
Reply to  Markus Jordan
29 Tage zuvor

Sehe ich grundsätzlich auch so. Man merkt halt, dass es doch zu viele Märkte sind, die unbedingt einen Verbrenner verlangen. Man hätte dann unterhalb der C-Klasse schließlich nichts zu bieten gehabt. Beim wichtigen CLA wollte man wohl nicht verzichten.
Das Ergebnis ist dann halt halbherzig. Man merkt das ist eigentlich ein Elektroauto, dass auf Wunsch auch als Verbrenner verfügbar ist. Gute Berichte dazu lese ich kaum. Heißt fast immer „ist okay und Verbrauch geht in Ordnung“. Für Premium ist das wenig.

Ich kann die Entscheidung aber verstehen. Einen super tollen Verbrenner entwickelt man für das Segment nicht mehr. Ist dann doch zu bald weg. Da der Verkauf schwer planbar ist, ist vollelektrisch für die ganze MMA-Plattform zu riskant.

Was ich nicht verstehe: Warum meint man wirklich jedes Modell mit allen Antrieben bringen zu müssen? Nicht nur den GLB180 der viel zu schwach fürs schwere Auto ist. Sondern generell: Warum kommt jedes MMA-Modell mit beiden Antrieben? Man hätte doch z.B. bei der Mini-G und einem weiteren Modell sagen können „dieser nur elektrisch“? Hätte dann auch beim Design etwas mehr Möglichkeiten gelassen, da dann bei dem Modell vorne kein Motor+Getriebe rein muss.

DeepIIBlue
Reply to  Quenti
30 Tage zuvor

Man sollte hier zumindest beachten, dass gerade der CLA oft als Firmenwagen geleast wird und hier die Elektrovariante steuerlich massiv subventioniert wird. Auch spielen aufgrund der geringeren Haltedauer hier sekundäre Faktoren wie die schnelle Weiterentwicklung der Lade- und Batterietechnologie und Batterie- bzw. Reichweitendegradation eine weit geringere Rolle als bei Kunden, die das Auto kaufen und (nicht zuletzt wegen des hohen Preises) lange fahren wollen oder müssen.
Viele probieren auch die Elektromobilität als geleaster Firmenwagen und damit mit relativ geringem Risiko aus. Privatkäufer (welche aber auch einen viel geringeren Anteil haben) möchten das vielleicht noch nicht, bis Ladeinfrastruktur und Reichweite auf einem vergleichbar hohen Niveau ist – hier sind wir auf einem guten Weg, aber noch lange nicht am Ziel.
Zuletzt ist Mercedes immer schon eine Marke für Besserverdiener gewesen, so dass auch der Anteil der Kunden mit Eigenheim und Photovoltaik (und damit oft Lademöglichkeit zuhause) größer als im Durchschnitt sein dürfte.
Das ändert natürlich nichts daran, dass der EQ ein hervorragendes E-Auto ist, aber meiner Meinung nach wird der Hybrid hier oft viel zu schlecht geredet und hat durchaus noch eine Daseinsberechtigung. Was noch fehlt (wie ich hier ja schon einige Male geschrieben habe) wäre eine stärkere Motorisierung, wie z.B. beim Mitbewerber aus Bayern für das entsprechende 4-türige Coupe angeboten wird.

Quenti
Reply to  DeepIIBlue
29 Tage zuvor

Ich sehe die Gründe warum sich der EQ so gut verkauft genauso. Steueranreize, Besserverdiener und eben die insgesamt sehr gute Leistungsfähigkeit des EQ. Der hat mehr Reichweite als manch Verbrenner. Die Steueranreize sind aber eher der Grund einen CLA anstatt einem anderen Modell zu kaufen. Auch ohne bessere Dienstwagenbesteuerung lohnt sich der EQ im Vergleich zum Hybrid.

Ich sehe den Hybrid da nur zunehmend in einer kleinen Nische. Die Reichweite des EQ reicht für viele Leute auch ohne Wallbox aus. Und wer sehr viel fährt, wird entweder elektrisch oder mit Diesel fahren wollen. Und ist für viele auch zu schwach.

Bei einem stärkeren Antrieb habe ich meine Zweifel. Mehr als 190PS aus dem kleinen Motor zu holen mag möglich sein, für die Freunde der sportlichen Fahrens kann das aber nur in einer Enttäuschung münden. Der sieht schon in der aktuell größten Ausbaustufe gegen einen 2,0l R4 kein Land. Um da „mehr“ zu bieten müsste MB also entweder den M264 nochmal fit machen, den M254 auf Frontantrieb umbauen oder vom M252 noch eine 2,0l-Version entwickeln. Alle drei Varianten klingen nach sehr viel Aufwand für ein Nischenmodell. Als „CLA 300“ dürfte das kaum Abnehmer finden. Als AMG wäre das interessant aber wäre dem 45 EQ derart unterlegen, dass den auch niemand will.

DeepIIBlue
Reply to  Quenti
28 Tage zuvor

So langsam glaube ich es auch nicht mehr, dass da noch was kommt – wie du schon sagst, wäre der Aufwand für die verhältnismäßig geringe Stückzahl zu groß. Der alte CLA hat sich als 250er wohl auch nicht so gut verkauft, was die Erfordernis einer solchen Leistungsstufe weiter mindert. Andererseits bleiben die Hinweise wie Vorrüstung der Abgasanlage und Berichte über die 231PS Variante in Kanada, usw.
Riechen tut es schon nach einer 2L Variante, aber vielleicht wirklich nicht für hier oder vielleicht auch komplett gestrichen…sehen tun wir es spätestens Ende nächsten Jahres in Kanada, ob zumindest dort was kommt und falls ja, was…

Arno Pielicke
1 Monat zuvor

Das ist genau der Grund, warum ich mir keines der Mercedes Modelle kaufen würde, wo ein China-Motor verbaut ist. Das passt nicht. Ein Mercedes-Motor muss in Deutschland gebaut werden. Können viele anders denken, aber man verbindet mit der Marke einen gewissen Markenkern. Das ist nun mal der Motor.

S450
1 Monat zuvor

Die deutsche Autoindustrie zeigt gern auf „die“ Politik („Verbrenner an/aus“, Chinas Dumping..) oder auf die teuren Arbeitnehmer, die doch bitte mehr Stunden ohne Lohnausgleich arbeiten mögen.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass sich die Autoindustrie zu großen Teilen selbst umbringt. Gleichteilstrategie führt zu in Summe millionenfachen Rückrufen, niemand der heute eine S-Klasse oder E-Klasse kauft, hat – inhaltlich zutreffend – noch das Gefühl ein „Auto für die Ewigkeit“ zu erwerben. Rückschritte in Verarbeitung, Materialanmutung und Bedienbarkeit. Kaum noch nennenswerte Innovationen und am Ende noch der Dieselskandal der den Ruf in ganzen Märkten nachhaltig beschädigt hat.

Das Porsche und AMG nun auch jahrelang ihre Augen und Ohren nicht mehr bei Ihren Kunden hatten und dutzende Autos am Markt vorbei entwickeln, passt zum Gesamtbild.

Dazu selbstverständlich noch das kurzfristige Denken in Quartalen aufgrund der AG-Strukturen.

Unforced Error und Peter-Prinzip.

shaeussl
1 Monat zuvor

Der Motor ist vom Verbrauch und der Qualität sicher gut. Insgesamt scheint er aber eine Notlösung zu sein, da 100% E-Anteil derzeit noch nicht erreichbar. Ich fahre den CLA mit E-Antrieb und würde nie auf die Idee kommen auf so einen lahmen Hybrid umzusteigen. Die wirklich beunruhigende Frage ist aber: Wenn die Chinesen sowohl Batterie als als Verbrennungsmotor besser und zu niedrigeren Preisen produzieren, wozu braucht es da noch eine deutsche Autoproduktion ?

Ralf
Reply to  shaeussl
1 Monat zuvor

Weil nicht nur Produktion, sondern auch Adaption wichtig ist, wie gut ein Auto sein kann.
Und da sind die Chinesen (noch?) nicht gut drin. Das hängt aber nicht nur mit der mangelnden Erfahrung zusammen, sondern auch, wie Prozesse in chinesischen Betrieben ablaufen. Hohe Geschwindigkeit hat auch Nachteile und so mit so einem großen, angeblich günstigen, chinesischen SUV, kann man eben schnell Seekrank werden. Das wird aber kaum ein (gekaufter) Influencer nennen. Das darf dann der Kunde – nach Kauf – selbst erfahren. Es ist nicht alles Gold, was da bei den China-Autos glänzt und angeblich alles so toll funktioniert. Nicht zuletzt macht fast kein chinesischer Hersteller Gewinn. Unter dem Aspekt könnte natürlich Mercedes die Autos auch ganz anders bauen oder zu anderen Preisen anbieten…

Rainer
Reply to  shaeussl
1 Monat zuvor

Die Antwort auf diese Frage könnte grosse Teile der Bevölkerung beunruhigen.

Quenti
Reply to  shaeussl
30 Tage zuvor

Berechtigte Frage. Aber die Antwort dürfte sein: „Weil ein Auto mehr als das ist“. Die Frage hätte man so ähnlich schon immer stellen können. Haltbare Motoren und Getriebe bauen schon lang sehr viele Hersteller – warum einen Mercedes kaufen?

Da ist nur sehr empfehlenswert sich genau auf diese Tugenden zu besinnen. Also ein gutes Gesamtpaket mit einem durchgängig guten Auto zu verkaufen. Das können viele andere bislang nicht so gut.

shaeussl
Reply to  Quenti
30 Tage zuvor

Das kann ich beim neuen (e)CLA auch glücklicherweise so bestätigen. Die Frage wo die Modelle in Zukunft gebaut werden bleibt aber offen. Derzeit gewinnt Kescemet wichtige Modelle (A, GLB,Gmini,C) und wird zum größten Mercedes Werk zulasten der deutschen Werke die schrumpfen. Der kolportierte Kostenvorteil von 70% schlägt alle anderen Argumente. Auch die Zulieferer und das Produktions-EcoSystem wandern dorthin.

Michael Kauf
Reply to  Quenti
30 Tage zuvor

Stimmt! Das gilt auch für andere Hersteller in Deutschland.
Ich kann nur für meinen bald 16 Jahre alten C 180 CGI sprechen, der mich über 187.000 km nicht im Stich gelassen hat. Die ersten 8 Jahre waren ausser Service nur 2 Standlichtlampen fällig!
Und dass die Steuerkette nach 10 Jahren im Wiener Stadtverkehr fällig wird, ist ok. Die rostigen Hinterachsträger waren ja ein Zulieferproblem mit Rückruf.
Also für mich in Ordnung..

Uwe Ramler
1 Monat zuvor

Es stimmt mich sehr traurig, dass ausgerechnet Mercedes, das Synonym für Made in Germany und höchste Qualität, nicht mehr in Deutschland produziert. Das betrifft auch die soziale Verantwortung, dass Arbeit unter guten Arbeitsbedingungen und sozialen Standards stattfindet, was letztlich auch zur Qualität beiträgt. Zufriedene und gesunde Mitarbeiter arbeiten eben auch mit mehr Motivation. Unter Ola Källenius verliert das alles an Wert. Er hat kein Herz für die schwäbischen Tugenden, letztlich auch nicht für die deutschen Standorte. Doch man soll die Hoffnung nicht aufgeben. Die Hoffnung auf Besserung stirbt zuletzt.

Ralf
1 Monat zuvor

Abgesehen von aller berechtigter Kritik bei dem Motor (wobei nicht Motor an sich), muss man auch festhalten, dass die E-Motoren (inkl. der Axial-Fluss-Motoren) in Deutschland hergestellt werden. Zumindest bei den Motoren, die die Zukunft abbilden, hat man mitgedacht.

Stefan BY
1 Monat zuvor

Lieber ein Motor aus China als von Renault.

Sayerstein
Reply to  Stefan BY
1 Monat zuvor

Was ist so schlimm an dem?

Stefan BY
Reply to  Sayerstein
30 Tage zuvor

Habe viel schlechtes über zwei Bekannte erlebt, die diesen Motor hatten.
Über Asiatische Autos habe ich hingegen noch nicht so viel schlechtes gehört.

Pymax
Reply to  Stefan BY
1 Monat zuvor

Da muss ich mal intervenieren. Laut meiner Mercedes-Werkstatt haben zumindest beim A 180 der A-Klasse nie die Renault-Motoren Probleme gemacht, sondern vielmehr die hochverdichteten Motoren des A 250. Man sollte daher nicht pauschal urteilen.
Übrigens geht es auch um die Wertschöpfungskette. Ein Motor aus Europa ist mir tausendmal lieber als einer aus China.

Ralf
Reply to  Pymax
30 Tage zuvor

Die kleinen Renault-Diesel waren wohl problematisch und wurden dann durch großvolumige Diesel von Mercedes ersetzt.
Ansonsten ist der 180er auch kein Renault-Motor.

S450
Reply to  Stefan BY
30 Tage zuvor

Am Ende ist es ein „Pest/Cholera“-Vergleich.

MB-trac
1 Monat zuvor

Man kann diese Entwicklung natürlich bedauern aus emotionalen Gründen, die Argumente sind aber sehr schwach. Was zählt, ist leider doch, was der Kunde bezahlen will. Und zumindest bei einem Hersteller von knapp 1,8 Mio Autos ist da der Wettbewerb der Maßstab. Und der kommt nun mal zunehmend aus Ländern, die ganz andere Produktionskosten haben als Europa und ganz besonders als in Deutschland. Weil dort niemand auf die schwachsinnige Idee gekommen ist, eine Energiewende zu initialisieren, die uns jetzt den teuersten Strom in ganz Europa verschafft und ein leistungsloses Einkommen namens Bürgergeld für über 5 Mio Menschen zu zahlen, mit der Folge, dass unsere Staatsquote mittlerweile bei über 50% liegt und Investitionen in Infrastruktur und Wirtschaftskraft ganz hinten anstehen. Deutschland hat fertig – aber die linken Parteien, Gewerkschaften und NGOs wollen es einfach nicht begreifen, dass all ihre Umverteilungsgelder letztlich irgendwo erwirtschaftet werden müssen. Die Chinesen haben stattdessen das Geld in die Wirtschaft gesteckt und sind nun ganz vorne mit ihren Produkten. Das kann man beklagen und ganz doof finden, aber gekauft werden die chinesischen Autos zukünftig leider doch, das wird genauso gehen wie bei den Solarpanelen.
Also gewöhnt Euch lieber dran, dass „Made in Germany“ einfach ein Auslaufmodell ist – ein Motor ist da nur der Anfang!

Pano
Reply to  MB-trac
1 Monat zuvor

Achso, das Bürgergeld *schnarch*…

Da Sepp
Reply to  MB-trac
1 Monat zuvor

Nicht so viel Verschwörungszeug auf Social Media anschauen. Da ist eh der Großteil gelogen oder massiv überzogen mittlerer weile.

Die Energiewende ist das beste was uns passieren konnte. Wer das nach den letzte 6 Monaten (Irankrieg?!) noch nicht verstanden der lebt eh in einem Loch.

Egon Müste
Reply to  Da Sepp
30 Tage zuvor

Oh je. Der Begriff „Verschwörung“ bedeutet Realität. Die wird damit nur abgetan.Eine Energiewende wird es nicht geben.

Norbert Schmelzer
Reply to  Da Sepp
29 Tage zuvor

So wie die Energiewende gemacht wurde ist sie Murks.

maitre-d
Reply to  MB-trac
1 Monat zuvor

Du bist auf das neoliberale Gelaber von CDU und Co reingefallen. Rate mal, warum China massiv Geld in den Ausbau erneuerbarer Energien steckt. Schlicht weil es die günstigste Variante der Stromerzeugung ist. Mit der vorhandenen Speichertechnologie, entwickelt und hergestellt im eigenen Land, sind uns die Chinesen meilenweit im Strompreis voraus. Wir sind bedingt durch Gas Kathis und andere Lobbyisten einfach zu blöd um unser Netz richtig auszubauen. Weiterhin wurde die Automobilproduktion in CN massiv subventioniert. Bürgergeld ist übrigens Peanuts im Vergleich zu den Steuerhinterziehungen bzw. „Optimierungen“ die wir uns erlauben nicht konsequent zu verfolgen. Das Aus deutscher Solarpanels hat übrigens Altmaier und seine damalige Staatssekretärin Reiche zu verantworten.

maitre-d
Reply to  MB-trac
30 Tage zuvor

Hier verfängt das neoliberale Gelaber von CDU und Co bei Dir. Rate mal, warum China massiv Geld in den Ausbau erneuerbarer Energien steckt. Schlicht weil es die günstigste Variante der Stromerzeugung ist. Mit der vorhandenen Speichertechnologie, entwickelt und hergestellt im eigenen Land, sind uns die Chinesen meilenweit im Strompreis voraus. Wir sind bedingt durch Gas Kathi und andere Lobbyisten einfach zu blöd um unser Netz richtig auszubauen. Weiterhin wurde die Automobilproduktion in CN massiv subventioniert. Bürgergeld ist übrigens Peanuts im Vergleich zu den Steuerhinterziehungen bzw. „Optimierungen“ die wir uns erlauben nicht konsequent zu verfolgen. Das Aus deutscher Solarpanels hat übrigens Altmaier und seine damalige Staatssekretärin Reiche zu verantworten.

Eric_der _kein_Bier_trinkt
Reply to  MB-trac
30 Tage zuvor

Dort werden ja auch die besseren E-Autos gebaut, währenddessen hier am ICE festgehalten wurde.
Der GLC EQ ist doch der erste BEV von Mercedes der einigermaßen mithalten kann. Muss sich aber z.B. bei der Ladegeschwindigkeit einem 50.000 € Chinesen geschlagen geben. Gebaut bei Magna.

G Fahra
1 Monat zuvor

Der ungehemmten Globalismus führt zur Verarmung der Population in den Industriestaaten, während die Konzerne bisher Rekordeinnahmen erziehlten. Es wird zwangsläufig zu einem Zeitalter des Isolationismus kommen müssen, wenn sich Europa gegen China verteidigen muss, und zwar mit einer Totalblockade. Dann fällt eben der Markt in China weg. Na und? Wirklich “konkurrenzfähig” wäre man nur, wenn man die Europäischen Arbeitet genauso knechtet wie die Chinesischen, die sich regelmäßig bei totaler Erschópfubg und Armut vom Balkon stürzen. Ein Blutmotor ist für mich ein Ausschlussargument zum Kauf. Dann gehe ich lieber zu einem anderen rein europäischen Hersteller.

Egon Müste
Reply to  G Fahra
30 Tage zuvor

Globalismus ist längst vorbei. Die Multipolare Welt hat schon begonnen

iptv avrupa
1 Monat zuvor

A smooth iptv avrupa setup needs secure account access.

Adrian
1 Monat zuvor

Naja, ich sehe den Verbrenner als ungewollte Notwendigkeit für die ewig gestrigen und die, die sich tatsächlich kein E-Auto leisten können.

Die E-Motoren sind aus deutscher Fertigung.

Alexander Will
1 Monat zuvor

Wer sich ein Fahrzeug mit einem solchen Motor für teuer Geld kauft, versteht gar nichts. Wer sich einen Mercedes aus nichtdeutscher Produktion für teures Geld kauft, versteht gar nichts.

Michael Sommerfeldt
30 Tage zuvor

Verbrenner sind doch eh tot

Egon Müste
Reply to  Michael Sommerfeldt
30 Tage zuvor

schreiben die die bald merken was wirklich läuft

Eric_der _kein_Bier_trinkt
30 Tage zuvor

Das ist doch Blödsinn, das Beste oder nichts gab es vielleicht bis Anfang der 90er.
Ansonsten geht es immer nur um das Billigste, jeder Zehntel Cent zählt.
Alles andere ist Marketing Geblubber.

Michel Left
30 Tage zuvor

Der Umkehrschluss bedeutet: wenn sich das Teil bewährt, zuverlässig hohe Laufleistungen erreicht- von mir aus sich auch noch als wartungsfreundlich und pflegeleicht herausstellt …. dann hat sich Deutschland sein automobiltechnisches Grab endgültig selbst geschaufelt.

LaOla
30 Tage zuvor

Aus welchen Archiv ihr den Spruch der vor-Ola Zeit „Das Beste oder nichts“ gezogen habt, ist mir schleierhaft.
MB hat das schon lange nicht mehr als Claim.

DüdoVans
30 Tage zuvor

Definitiv! Premiumqualität fängt bei einem Premiumprodukt schon bei der kleinsten Schraube an. Und Kernbauteile wie die Antriebstechnik müssen aus den eigenen Reihen kommen!
Aber der Grund dafür ist ja simpel, so treibt man Kunden zum Elektroantrieb, da kann man eine entsprechende Quote ja schnell positiv bewerben.
Ich falle nicht darauf rein. Elektroantrieb ist okay, und die Zukunft. Aber Batterien als Speichermedium sind das letzte! Zu groß, zu schwer, zu langsam und konzeptionell aus der Steinzeit. Und die Rohstoffe dafür sind ebenfalls endlich und deren Produktion ist „besonders“ umweltfreundlich, GRINS

Prof. Dr. Mehrring
30 Tage zuvor

Wer kauft denn bitte so einen 1,5L Krüppel-Motörchen ?
Der ist doch nach 100.000km durchgelutscht !

Alex
30 Tage zuvor

Nein, sieht man ja an Volvo, dass das funktionieren kann.

Alex
30 Tage zuvor

Und dass der bisherige BMW iX3 in China produziert wurde, war irgendwie auch kein Weltuntergang. Wir fahren so einen seit 2,5 Jahren und das Auto ist qualitativ völlig in Ordnung.

Egon Müste
Reply to  Alex
30 Tage zuvor

also 2.5 Jahre sind eine lange Zeit. Meine Autos sind im Durchschnitt 25 Jahre alt.

Marco
Reply to  Egon Müste
27 Tage zuvor

Selbst schuld …

Hans
29 Tage zuvor

Es ist wahrscheinlich im Moment alternativlos die Produktion an diesen erheblich günstigeren Standort zu verlagern. Das schütztdie Firma auch an den teuren deutschen Standorten.
Unverscämt findie ich das Auftreten von dem Herrn Schiebe, der massive Firderungen adressiert Etwas mehr Demut und Selbstkritikwären angebracht So kannman nicht von eigenen massiven Versäumnissen des Managements ablenken.und schadet dem Ansehen der Firma

Peter C.
28 Tage zuvor

Dieser „China“-Motor wurde in bislang allen mir bekannten Tests (Auto-Bild, Autozeitung, Auto Motor und Sport“ und allen Leistungsstufen dafür bemängelt, dass er unharmonisch funktioniert. Weder das Zusammenspiel von Verbrenner und recht kleinem E-Motor selbst und wohl auch die Kombination mit dem Getriebe scheinen sauber zu funktionieren. Das wurde schon beim ersten CLA-Hybrid bemängelt. Da hätte man es noch für ein Steuerungs- sprich Softwareproblem halten können, welches durch ein Update behoben werden könnte. Aber auch in Tests Monate später bestehen die Probleme weiter. Die Frage lautet schlicht: „Ist das bei angeblich intensiven Tests niemand aufgefallen?“ Oder anders gefragt: „Gab es (ähnlich den Vorgängen bei VW-Dieselskandal) eine Order von oben, dass das so in Ordnung zu sein hat?
Bemerkenswert aber ist, dass anscheinend genau dieser Motor in China ganz anders daherkommt.
Zwar wurde und wird erklärt, dass der Motor exklusiv für MB sei, aber wie glaubhaft ist das?
Geely stellt ja nicht nur diesen Motor, sondern in vielen verschiedenen Marken auch Autos. Es ist doch verräterisch das z.B. im SMART #6 der Motor auch genau 1,5 l hat, dort aber ganz offensichtlich mit einer ganz anderen e-Maschine gekoppelt wird und so mit 435 PS auf viel mehr System-Leistung kommt als im CLA in höchster Leistungsstufe.
Früher haben wir den Chinesen Produkte geliefert, dann Know-how und sie so über Jahrzehnte schlauer gemacht. Heute haben sie, bedingt durch ein erstklassiges Bildungssystem genug eigenen findige Köpfe, dass sie den deutschen Herstellern die Rücklichter zeigen. Und trotzdem macht Mercedes einen Wettbewerber, der leider auch Anteilseigner ist, weiter immer schlauer. Alles im Sinne einer höheren Rendite und mehr Profit. Man könnte auch sagen, Mercedes liefert die Säge, mit der Geely ihr den Ast absägt.
Eine Zeit lang mögen Vereinbarungen, wie z.B. den Smart #5 Hybrid nicht und den Smart #6 in keiner Variante nach Europa zu bringen, Mercedes einen gewissen Schutz bieten, aber wie lange?
Geely tritt inzwischen unter eigenem Namen in Deutschland an. Erste Fahrzeuge werden in Tests gelobt. Insgeheim wünsche ich mir, dass Geely die Smart-Hybride oder vor allem den #6 nach Deutschland bringt. Vielleicht wird man dann ja im MB-Vorstand wach!