Daimler beteiligt seine Mitarbeiter am erfolgreichen Geschäftsjahr 2016 mit einer Ergebnisbeteiligung von bis zu 5.400 Euro. Dies haben Vorstand und Gesamtbetriebsrat gemeinsam beschlossen. Die Erfolgsprämie gilt für die rund 130.000 anspruchsberechtigten Tarifmitarbeiter in Deutschland und wird mit dem April-Entgelt ausgezahlt.

Ergebnisbeteiligung seit 1997
„Der Erfolg im Jahr 2016 kommt nicht von ungefähr: Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unser Schlüssel zum Erfolg. Nur mit einer engagierten und bestens ausgebildeten Mannschaft können wir als Unternehmen langfristig erfolgreich sein. Mit der Ergebnisbeteiligung bedanken wir uns für den Einsatz und honorieren diese herausragende Leistung unserer Mitarbeiter. Wir haben gemeinsam viel erreicht“, so Wilfried Porth, Vorstand für Personal und Arbeitsdirektor, IT & Mercedes-Benz Vans der Daimler AG.

Michael Brecht, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Daimler AG: „ Unabhängig in welchem Bereich, die Kolleginnen und Kollegen haben im vergangenen Jahr unglaublich viel geleistet, das wird an den Unternehmenszahlen deutlich. Die Belegschaft wird an diesem großen Erfolg angemessen beteiligt. Damit ist ein wichtiges strategisches Ziel des Gesamtbetriebsrats erfüllt. Die Systematik, die wir zur Ermittlung der Ergebnisbeteiligung mit dem Unternehmen vereinbart haben, greift: Die Beschäftigten profitieren vom Ergebnis und vom Effizienzgewinn.“

Zweithöchste Beteiligung der Firmengeschichte
Bei Daimler gibt es seit 1997 eine Ergebnisbeteiligung für die Tarifbeschäftigten. Die Berechnung der Ergebnisbeteiligung ist in einer gemeinsam mit dem Betriebsrat beschlossenen Gesamtbetriebs-vereinbarung geregelt. Grundlage ist eine Berechnungsformel, die den vom Unternehmen erwirtschafteten Konzerngewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) und die Umsatzrendite miteinander verknüpft. Der operative Konzerngewinn fällt mit 12,9 Milliarden Euro für das Jahr 2016 geringer aus als der operative Konzerngewinn von 13,2 Milliarden Euro für 2015. Damit liegt die diesjährige Ergebnisbeteiligung leicht unter der Prämie von 5.650 Euro aus dem Vorjahr und ist die zweithöchste der Firmengeschichte.

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Quelle/Symbolbild: Daimler AG

18 Kommentare
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Dominic
5 Jahre zuvor

Die Betonung liegt auf 130.000!
Zahlt an 130.000 von ca. 170.000 Mitarbeitern in Deutschland.
Der Rest geht leer aus, obwohl am Erfolg maßgeblich beteiligt!

Olaf
Reply to  Dominic
5 Jahre zuvor

Ist bei uns bei der Audi auch nicht anders – Fängt ja schon bei den Leiharbeitern am Band an, die wahrscheinlich nur die hälfte vom Monatslohn eines daneben stehenden tariflich Bezahlten stehen (Mal davon abgesehen, dass 13,5 Monatsgehälter plus Boni der tarifliche bekommt)
So ist das Leben…

Peter
Reply to  Dominic
5 Jahre zuvor

Wie kommst Du darauf, dass die anderen 40.000 auch maßgeblich beteiligt sind?
Leiharbeiter und externes Personal haben einfach andere (Arbeits-) Verträge.

Und würden alle was bekommen, so wären dies 4129 €.

Werk 68
5 Jahre zuvor

Ich arbeite im Mercedes Werk und bekomme die GB. Freue mich sehr drüber, musste aber auch Sonderschichten wie noch nie leisten letztes Jahr. Hat die Familie schon drunter gelitten.
Finde es aber auch schade das zum Beispiel die Verkäufer in den Niederlassungen leer ausgehen. Da macht Mercedes einiges Falsch

Peter
Reply to  Werk 68
5 Jahre zuvor

Naja. Verkäufer bekommen ja auch ihr Provisionen. Und da ist es (sicherlich) Bestandteil im Vertrag.

Frank
5 Jahre zuvor

Jedes Jahr das gleiche.

Da verdient man ohnehin schon eine überdurchschnittliche Menge Geld in einem Staat in dem es eh jedem gut geht und dann hat man nichts besseres zu tun als sich zu beschweren.
Ganz ehrlich?
Die Entscheidung ein Auto zu kaufen trifft man nicht im Autohaus. 95% der Menschen sind sich bereits vorher klar welches Fabrikat sie haben wollen.

Dass man dazu zu einem Verkäufer im Autohaus gehen muss ist nur ein zwang.
Das könnte heute genauso gut übers Internet laufen (kommt ja auch bald). Dann werden Autohäuser wie wir sie heute kennen überflüssig. Sieht man auch schon bei den neuen Erfolgreichen Firmen wie Tesla.

Ich finde es vollkommen ok so wie es ist. Meiner Meinung nach sollten die Verkäufer nicht beteiligt werden.
Am Produkt sind sie sowieso nicht beteiligt, und an der Entwicklung erst recht nicht.

Mercedes ist im Moment nicht so Erfolgreich weil die Verkäufer Innovative und gute Arbeit leisten, sondern weil die Entwickler und Designer einen guten Job machen,
Theoretisch sollte man die Bandarbeiter auch ausschließen

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Florian
5 Jahre zuvor

Das die Bandarbeiter von der Gewinnbeteiligung ausgeschlossen werden sollten ist jawohl das „Intressanteste“ was ich je gehört habe.
Ein Unternehmen funktioniert nur wenn alle Mitarbeiter an einem Strag ziehen und ihr Bestes geben. Ein Heer von Designern und Entwicklern bring nix wenn keiner die Autos nachher zusammenbaut. Als Bandmitarbeiter ist man im Endeffekt auch am meisten von den hohen Stückzahlen und der immer höher werdenden Auslastung der Arbeitsgänge betroffen, Ihm ein teile des Gewinns abzugeben zu dem er beigetragen hat zum teile auch in Unzähligen Sonderschichten ist richtig.
Die Solidarität im Unternehmen, zumindest in der Stammbelegschaft, solllte immer Vorhanden sein vom Vorstandsvorsitzende bis zum Bandarbeiter träg jeder zum Gewinn der Daimler AG bei und sollte deshalb auch daran Beteiligt werden.

martin
5 Jahre zuvor

@Frank: wenn due diesen Satz ernst meinst: „Mercedes ist im Moment nicht so Erfolgreich weil die Verkäufer Innovative und gute Arbeit leisten, sondern weil die Entwickler und Designer einen guten Job machen“ muss ich dir sagen du hast keine Ahnung.

Ohne die „Weiterentwicklung“ der Kisten mit den vielen Fehlern die aus der Entwicklung kommen und die während der Produktion ausgebügelt werden müssen , wären die meisten Fahrzeuge unverkäuflich und Daimler könnte bald zumachen.

Wie hab ich mich auf diese järlich wiederkehrende Diskussion über Höhe und Sinn der Gewinnbeteiligung und deren Nutznießer bzw. Nicht-Nutznießer doch vermisst. Kann jedes Jahr darüber herzlich lachen. Vielen Dank an alle Kommentatoren dafür.

Frank
5 Jahre zuvor

Nunja, für die „unzähligen“ Sonderschichten wird der Bandarbeiter mit Lohn bereits bezahlt – und das nicht schlecht (mit Zulagen etc.)

Er hat seinen Job zu machen und macht ihn immer gleich, egal wie das Auto nacher aussieht oder was es kann. Außerdem sind Bandarbeiter mit einer Hirnhälfte oft sowieso wo anders. Ich kann mich erinnern als ich als Student Ferienjobs bei Daimler gemacht habe, da wurde mir nicht selten gesagt, ich solle langsamer arbeiten.
So jemand soll dann eine hohe Summe Gewinnbeteiligung bekommen?
Die Entwickler und Designer strengen sich jeden Tag aufs neue an. Überlegen neue Themen, machen Sonderschichten OHNE Zulagen, müssen ihre Kreativität voll auskosten und immer an die Grenzen gehen.
Der Erfolg des Unternehmens liegt zu 90% an ihnen.


die „weiterentwicklungen“ kommen erstens nicht wirklich oft vom Verkäufer und zweitens (und viel wichtiger!!) du sagst es selbst schon ENTWICKLUNGEN. Na wer entwickelt das ganze denn? Der Entwickler oder der Verkäufer.

Verkaufen wird sich ein gutes Produkt immer. Auch ohne Verkäufer (Siehe neue Online Vertriebswege)

Diese Diskussionen sind immer das selbe.
Fleißig arbeiten will niemand, aber dann natürlich Geld abgreifen wollen.

Bandarbeiter werden in den nächsten 10-15 Jahren durch Roboter ersetzt und „Verkäufer“ die im Autohaus stehen sterben sowieso aus. Deshalb müssen wir das Thema bald nicht mehr Diskutieren.

Pete
Reply to  Frank
5 Jahre zuvor

Ich denke auch, dass der reguläre Angestellte genau dafür, was er machen soll gut bezahlt wird. Der Bonus ist schon eine wirklich große Anerkennung der Firma gegenüber seinen Mitarbeitern.
Das Geld, was ausgeschüttet wird, wurde ja auch erwirtschaftet. Wenn man es böse sehen will, dann kann man ja sagen, dies wurde dem Kunden zuviel abgenommen. Ergo: Preise senken?

Jedenfalls war diese GB-Diskussion u.a. ein Grund, weshalb ich keinen BMW mehr fahre und seit Herbst einen MB nutze. BMW schüttere weit über 8000 € aus. Bei einer Qualität und einer Kundenbehandlung, die dies nicht rechtfertigte.

So kann man auch seine Kunden vergraulen. Sollte man bei Daimler nicht vergessen.

Alex
5 Jahre zuvor

Ohne guten Service durch die Servicemitarbeiter in den Betrieben würde gar kein Fahrzeug mehr von Band rollen. Wie oft müssen wir täglich den Kopf hinhalten für die Fehler die in der Entwicklung und/oder bei der Produktion entstehen.

Thomas
5 Jahre zuvor

Wegen solchen hohlen Diskussionen wie hier wir sich das Unternehmen leicht tun, zukünftig gar nichts zu bezahlen. Die Argumente liefert ihr auf dem Silbertablett.
Und dann haben alle Beteiligten (egal in welchem Bereich sie arbeiten) was davon: nämlich nichts. Aber so weit denken die Wenigsten. Erstmal nur poltern, wahlweise a) es ist zu wenig b) es ist zu viel c) es ist ungerecht, weil xy auch was bekommt d) es ist ungerecht, weil xy nichts bekommt.
@die Mitarbeiter: freut euch einfach und gut.

Peter
Reply to  Thomas
5 Jahre zuvor

Was ist denn das für eine Argumentation?
Ich finde es ausgesprochen gut, dass hier diskutiert wird. Je kontroverser, desto besser!
Gerade sowas zeichnet diese Seiten aus weiter so!

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Werk 68
5 Jahre zuvor

@Frank
Selten so einen Blödsinn gelesen. Ich arbeite selber im Werk im Bereich Abgastechnik. (Kein Band) Es ist kein Job wo Mann mit halben Kopf arbeiten kann. Zudem baden wir jeden Tag aus was die Entwickler an der Realität vorbei entwickelt haben. Die Leute an der Basis haben die GB sowas von Verdient. Genauso wie Vertrieb, Entwicklung und alle die für den Stern arbeiten

Frank
Reply to  Werk 68
5 Jahre zuvor

Was genau müssen Sie denn ausbaden?

Werk68
5 Jahre zuvor

@Frank
Ich genau zB in der Abgasfertigung im Bereich OM 651 und OM 654 im Dieselbereich.
Bei den Benziner beim M270 und kommenden M 256.
Hat schon seinen Grund warum der Neue 6Zylinder immer später kommt …

Frank
5 Jahre zuvor

Die Produktion bekommt es nicht hin? Willst du das damit sagen?