Mercedes-Benz Cars & Vans erzielte im zweiten Quartal 2021 ein sehr gutes Ergebnis, auf Grund überzeugender Produkte, eines günstigen Produktmix und guter Preisdurchsetzung sowie anhaltender Kostendisziplin. Dieses Ergebnis war trotz der sehr begrenzten Verfügbarkeit von Halbleiter-Komponenten möglich. Der Absatz von Daimler Trucks & Buses stieg in fast allen Regionen auf Grund des verbesserten Marktumfelds, was sich in einer höheren Profitabilität im zweiten Quartal widerspiegelt. Darüber hinaus profitierte das EBIT von Daimler Trucks & Buses von einer guten Preisdurchsetzung, einem höheren Aftersales-Geschäft und positiven, nicht wiederkehrenden Bewertungseffekten in der Größenordnung von rund 100 Mio. €. Das EBIT von Daimler Mobility profitierte von geringen Kreditrisikokosten, einer Auflösung von Rückstellungen für Kreditrisiken in Höhe von 120 Mio. € und günstigeren Refinanzierungskosten.

Zusätzlich zu der zugrundeliegenden operativen Performance hat eine gute Cash Conversion zu einem Free Cash Flow des Industriegeschäfts in Höhe von 2.586 Mio. € im zweiten Quartal 2021 geführt. Im ersten Halbjahr 2021 betrug der Free Cash Flow des Industriegeschäfts insgesamt 4.396 Mio. €.

Das EBIT des Daimler-Konzerns, das bereinigte EBIT von Mercedes-Benz Cars & Vans, die bereinigte Umsatzrendite (RoS) von Daimler Trucks & Buses, das bereinigte EBIT von Daimler Trucks & Buses, das bereinigte EBIT von Daimler Mobility und der Free Cash Flow im Industriegeschäft von Daimler liegen im zweiten Quartal 2021 deutlich über den Markterwartungen.

„Wir erzielen in allen Divisionen weiterhin eine starke finanzielle Performance, trotz der anhaltend geringen Verfügbarkeit von Halbleitern, die sich im zweiten Quartal belastend auf unsere Produktion und unseren Absatz ausgewirkt hat. Wir konnten bei Mercedes-Benz Cars & Vans das dritte Quartal in Folge eine zweistellige Marge erzielen und damit die Widerstandsfähigkeit unseres Geschäfts unter Beweis stellen. Der Schlüssel zu unserem Erfolg ist unser starkes Angebot an hochattraktiven Fahrzeugen, die zunehmend elektrisch werden, kombiniert mit unserem unermüdlichen Fokus auf profitablem Wachstum und strenge Kostenkontrolle“, sagte Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG sowie der Mercedes-Benz AG.

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Die folgenden Zahlen für das zweite Quartal 2021 sind vorläufig und ungeprüft:

  • Free Cash Flow des Industriegeschäfts: 2.586 Mio. € (Konsens: 1.790 Mio. €);
    Free Cash Flow des Industriegeschäfts bereinigt: 2.950 Mio. € (Konsens: k.a.)
  • Nettoliquidität im Industriegeschäft: 20,9 Mrd. € (Q1 2021: 20,1 Mrd. €)
  • EBIT Daimler-Konzern: 5.185 Mio. € (Konsens: 4.117 Mio. €);
    EBIT bereinigt: 5.418 Mio. € (Konsens: 4.285 Mio. €)
  • EBIT Mercedes-Benz Cars & Vans: 3.437 Mio. € (Konsens: 2.923 Mio. €);
    EBIT bereinigt: 3.603 Mio. € (Konsens: 3.073 Mio. €)
    Umsatzrendite (RoS) bereinigt: 12,8 % (Konsens: 11,5 %)
  • EBIT Daimler Trucks & Buses: 820 Mio. € (Konsens: 680 Mio. €);
    EBIT bereinigt: 831 Mio. € (Konsens: 680 Mio. €)
    Umsatzrendite (RoS) bereinigt: 8,3 % (Konsens: 6,9 %)
  • EBIT Daimler Mobility: 924 Mio. € (Konsens: 653 Mio. €);
    EBIT bereinigt: 930 Mio. € (Konsens: 653 Mio. €)
    Eigenkapitalrendite (RoE) bereinigt: 24,0 % (Konsens: k.a.)

Die vorläufigen Zahlen enthalten die folgenden das EBIT bereinigenden Effekte:

Mercedes-Benz Cars & Vans

  • Kosten in Höhe von 107 Mio. € für Rechtsverfahren
  • Kosten in Höhe von 59 Mio. € für Restrukturierung

Daimler Trucks & Buses

  • Kosten in Höhe von 11 Mio. € für Restrukturierung

Daimler Mobility

  • Kosten in Höhe von 6 Mio. € für Restrukturierung

Die vollständigen Quartalszahlen und der Zwischenbericht werden am 21. Juli 2021 veröffentlicht.

Die Definitionen des EBIT, des bereinigten EBIT, der bereinigten Umsatzrendite (RoS), der bereinigten Eigenkapitalrendite (RoE) und des Free Cash Flow im Industriegeschäft und des bereinigten Free Cash Flow im Industriegeschäft sind im Daimler-Geschäftsbericht 2020 auf den Seiten 43 und 44 beschrieben.

Quelle: Daimler AG

15 Kommentare
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Poell
15 Tage zuvor

günstigen Produktmix und guter Preisdurchsetzung sowie anhaltender Kostendisziplin”
Billige Teile und Weglassen von Serienteilen, zu Mehrpreis Optionen. Preise drücken bei Zulieferern. Lieferantenverträge mit Jährlicher 3% Preisreduzierung. Mittelfristig wird die, höher Marge die gesamt Qualität des Produktes verschlechtern und verschlechtern. Hoffentlich bekommen die Mitarbeiter Ihre Prämie für 2021. If you buy cheap — you get cheap.

Martin
Reply to  Poell
15 Tage zuvor

Welche Mitarbeiter? . In den Augen vieler Vorstände sind da keine Mitarbeiter (war mal eine zeitlang das höchste Kapital) mehr am Werk sodern nur noch Kostentreiber von denen man soviel als möglich und so schnell als möglich gerne loswerden will.

Stefan Camaro
Reply to  Poell
15 Tage zuvor

Das mag zwar noch gut gehen. Aber irgendwann hat man den Bogen überspannt und dann könnte das für Daimler echt nach hinten los gehen, was ich persönlich nicht hoffe…

Marc W.
15 Tage zuvor

Den Unternehmensgewinn kann man an der derzeitigen Fahrzeugqualität ablesen. Aufgrund der Marktakzeptanz aber auch die Prioritätenverschiebung der Kunden.
In der Vergangenheit Verwöhnte weichen nach oben (Bentley, Porsche) und nach unten (Skoda, Kia) aus.

Robin
Reply to  Marc W.
15 Tage zuvor

Ich durfte letzte Woche den Genesis G80 als 2.5 Turbo AWD fahren. Ein toller Wagen mit einem Innenraum, der seinesgleichen sucht. Sehr chic und intuitiv (blind) bedienbar dank einiger echter Tasten für Funktionen, wo diese sinnvoll sind. Die Tasten und Drehregler sind aus dem Vollen gefräst und auch das Nappaleder ist selbst in der hintersten Ecke sehr hochwertig und edel verarbeitet (Stichwort Türverkleidung W206). Dazu gibt es den Innenraum in tollen Farbkombinationen (innen wie außen) und Echtholzleisten, die es in der Qualität selbst in der S-Klasse nur für sehr viel teures Geld gibt. Der Motor fühlt sich zwar nicht ganz nach den versprochenen 304 PS an, aber er geht immer noch mehr als ausreichend gut – vom M264 im GLC300 war ich im Übrigen leistungsmäßig auch enttäuscht. Alles in allem ein toller, eleganter (!) Wagen, den Mercedes sich wirklich mal genauer anschauen sollte. Denn kein zunehmend billig gemachtes Plastik-Prollmobil im Stile des W206 AMG-Line möchte und auf 3D-Displays und Augmented Reality und solche Spielerein keinen großen Wert legt, der könnte bei einem Preis von ca. 66.000 Euro in absoluter Vollausstattung (z.B. Sitzkühlung hinten etc.) durchaus schwach werden. Außerdem hat der Wagen 5 Jahre Garantie ohne km-Begrenzung inkl. Wartung und wird dafür deutschlandweit abgeholt und zurückgebracht inklusive professioneller Aufbereitung. Ich bin schwach geworden und habe bestellt. Ich sehe es nämlich einfach nicht mehr ein, fast 90.000 Euro für eine C-Klasse mit einigermaßen guter Ausstattung zu bezahlen, um dann mit Plastikholzattrappen, haptisch unwertigen Schaltern und Plastiktürverkleidungen wie bei Renault abgespeist zu werden.

Jetzt könnt ihr gerne alle über mich herfallen. Ich bin großer Mercedes-Fan, aber irgendwann ist die Schmerzgrenze einfach erreicht. Auch andere Mütter haben schöne Töchter.

harry
Reply to  Robin
15 Tage zuvor

Tolles Auto, gar keine Frage. Er hat nur einen gravierenden Nachteil, er hat keinen Stern auf der Haube!!!!

E-Klässler
Reply to  harry
15 Tage zuvor

Und schaut auch noch beknackt aus

Marc
Reply to  E-Klässler
13 Tage zuvor

Das kriegt Mercedes langsam auch ganz gut hin.

Phil
Reply to  Robin
15 Tage zuvor

Kann ich so, wie Du es schilderst, sehr gut nachvollziehen. Aber ich für meinen Teil hätte Sorge, nach Kauf des Produkts eines Wettbewerbers den Fahrzeugtausch alsbald zu bereuen. So schlecht sind unsere nicht, dass wir auf Teufel komm raus auf Sicht etwas Neues bräuchten. Zudem haben wir nicht nur in der Werkstatt ein solches Standing, das wir woanders erst einmal erwerben müssten.

Zuletzt editiert am 15 Tage zuvor von Phil
mete111
Reply to  Robin
14 Tage zuvor

Kurzer Hinweis: In der C-Klasse sind alle Holzzierteile “echt”. Man braucht da auch kein Experte sein, sondern in den Preislisten sehr genau lesen. Immer wenn ein Hersteller von Holzoptik, Carbonoptik, usw. spricht, meint er eigentlich Plastik.

Der Genesis ist ein tolles Auto, aber so günstig ist er nicht weil die Vorstände dort so liebe Menschen sind. Mit diesem Markenlogo ist auf dem Markt einfach nicht mehr zu holen. Mercedes kann die Preise durchsetzen wie man an dem Quartalsbericht ablesen kann.

Snoubort
Reply to  mete111
14 Tage zuvor

Das ist natürlich völlig richtig, dass Genesis die Preise nicht aus Nächstenliebe so setzt wie sie es machen. Aber das kann mir als Kunde doch egal sein.
Der Wert des Markenlogos bei MB ist ja nicht Gottgegeben, oder durch die Leistung des heutigen Managements. Es basiert auf einer 135jährigen Geschichte mit qualitativ hochwertigen, begehrenswerten Fahrzeugen – natürlich kann ich hier kurzfristig Gewinne abschröpfen, in dem ich den Mehrpreis weiter kassiere, aber ohne Mehrleistung (oder im Vergleich zum Genesis mit “Minderleistung”). Das mag aufgrund des anstehenden Wandels in der Branche sogar betriebswirtschaftlich absolut sinnvoll sein – aber als Kunde hat man halt die Wahl.

Snoubort
Reply to  Robin
14 Tage zuvor

Treffer – die einen wollen mit aller Mühe zeigen was sie können – die anderen sparen was nur irgend geht. Der Kunde hat die Wahl…

MartinBerlin
Reply to  Robin
14 Tage zuvor

Wo haben Sie den Wagen denn bestellt? Lt. Genesis geht das erst ab Spätsommer, dann zunächst im Showroom München und danach erst online…

Robin
Reply to  MartinBerlin
14 Tage zuvor

In Deutschland kann man ihn derzeit offiziell noch nicht bestellen, da der Showroom in München erst im September öffnet. Ich habe über das Kontaktformular Kontakt aufgenommen und wurde anschließend ziemlich schnell telefonisch betreut. Mir wurde angeboten, den Wagen über den Showroom Zürich zu bestellen, ausgeliefert wird er dann aber über die Hyundai Zentrale in Offenbach am Main, die das Fahrzeug vor meine Haustür liefert.

Zuletzt editiert am 14 Tage zuvor von Robin
driv3r
Reply to  Robin
14 Tage zuvor

Um es auf die Spitze zu treiben: Der G80 gehört eigentlich in die E-Klasse-, nicht C-Klasse-Kategorie. 😉
Haben die Hyundaianer Genesis auf solide Beine gestellt? Sicherlich. Ist das Produkt auf den ersten Blick ansprechend? Sicherlich auch.

Wenn ich mir allerdings die Gründe ansehe, weswegen das Produkt so ist wie es ist, dann “erkaufen” sich die Hyundaianer das genau so wie es schon Toyota mit Lexus versucht hat. Preisbrecher für Marktanteile. Minimale Wahlmöglichkeiten für maximale Produktionseffizienz. “All-Inclusive-Feeling beim Kunden”.

Viele Märkte und einige Kunden mögen das, andere wiederum nicht. Individualität bei der Konfiguration hat seinen Preis aufgrund von massiver Komplexität, den die allermeisten nicht sehen (wollen), aber heimlich dann doch schätzen.

Von daher sehe ich Genesis als eine willkommene Herausforderung, Wettbewerb belebt das Geschäft.

P.S.: Und wir wollen nicht vergessen: Bestimmte Dinge, die ein C oder E kann, kann auch der All-In-Genesis im Top-Premium-Perfect-Executive-Package nicht. 😉