Das ist der F1 W15 E PERFORMANCE für 2024

Das Mercedes-AMG F1 Team hat heute erste Bilder des neuen W15 E PERFORMANCE Rennwagens für die kommende Saison 2024 vorgestellt.

„Das Design eines jeden Autos ist ein iterativer Prozess. Und zwar ein langer“, erklärte der Technische Direktor James Allison. „Er reicht bis ins letzte Jahr zurück. Ein neues Auto ermöglicht es dem Team, größere Änderungen vorzunehmen, die während der Saison nicht möglich sind. Das sind Entscheidungen, die im vorangegangenen Sommer getroffen werden.“.  Zu diesen Veränderungen gehören ein neues Chassis und ein neues Getriebegehäuse. Bei der Aerodynamik lag der Fokus wie immer auf der Effizienz und der niemals endenden Suche nach mehr Abtrieb bei geringerem Luftwiderstand, um all das auf eine Art und Weise auf den Asphalt zu bringen, die die Funktion der Aufhängung und der Reifen ergänzt.

„Ein großer Schwerpunkt war die Verbesserung der unberechenbaren Hinterachse des Vorgängers“, so James weiter. „Wir haben hart gearbeitet, um sicherzustellen, dass beide Achsen, aber vor allem die Hinterachse, eine bessere Kontrolle über den Reifen haben als beim W14. Außerdem haben wir in einigen Bereichen nachgebessert, in denen wir noch Raum für Verbesserungen hatten, darunter der DRS-Effekt und die Performance beim Boxenstopp.“ Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale liegen jedoch an der Unterseite des Autos. „Bei der aktuellen Fahrzeug-Generation hängt ein Großteil der Performance davon ab, wie der Unterboden mit der Strecke interagiert“, fügte James hinzu. „Ob ein Auto effektiv ist oder nicht, hängt davon ab, wie gut sich der Unterboden aerodynamisch verhalten kann.“ „Wir haben das Gefühl, dass wir einen guten Winter hatten, aber die Formel 1 ist relativ und nur die Zeit wird zeigen, wie groß der Schritt ist, den wir gemacht haben“, sagte James. „Wir konzentrieren uns darauf, das Beste aus dem Auto herauszuholen, das wir vorgestellt haben, aber wir sind gespannt auf das Entwicklungsrennen, das folgen wird, denn das Reglement ist noch jung und es gibt viele Möglichkeiten.“

Ein weiterer sichtbarer Unterschied am W15 ist die Lackierung. In einem Jahr, in dem die legendären Silberpfeile ihr 90-jähriges Bestehen feiern, kehrt das berühmte Silber zurück, um das ikonische Schwarz der vergangenen Saisons zu ergänzen. „Bei der schwarzen Lackierung im letzten Jahr stand für uns immer die Performance im Vordergrund“, erklärte Toto Wolff. „Das Gewicht ist ein entscheidender Faktor in dieser Fahrzeuggeneration. Aber wir wussten, dass wir das Mercedes Silber zurückbringen würden, sobald wir dazu in der Lage sind, um das Schwarz zu ergänzen, das zu einer Säule unserer Teamidentität geworden ist. Die Lackierung spiegelt wirklich wider, wer wir als Team sind, wobei die markanten Farben von INEOS und PETRONAS wichtige Akzente setzen.“.

Die Fahrzeugnase verwandelt sich in Silber, während das ikonische Sternenmuster auf der Motorhaube prangt. Das markante INEOS ‚Toto Rosso‘-Rot findet sich vor allem auf dem Heckflügel und dem Überrollbügel – eine Anspielung auf INEOS Sport -, während das PETRONAS Grün für einen dynamischen Fluss auf dem Auto sorgt. Die neue Lackierung spiegelt die wirtschaftliche Stärke des Teams wider, ebenso wie die jüngsten Nachrichten. In den letzten Monaten haben sich Blue-Chip Marken wie SAP, WhatsApp und Luminar dem Partner-Ökosystem des Teams angeschlossen.

„Unsere Geschäftsstrategie hat sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt“, erklärte Toto Wolff. „Wir haben uns schon immer darauf konzentriert, langfristige Beziehungen mit Partnern aufzubauen, die unsere Werte teilen und einen klaren Return on Investment erhalten. Jetzt haben wir uns bewusst dafür entschieden, unser Partner-Ökosystem zu verfeinern. Wir wollen uns auf eine kleinere, ausgewählte Gruppe von Partnern konzentrieren, um sie besser zu betreuen und ihre Investitionsrendite zu steigern. Wir sind stolz darauf, dass wir in jedem einzelnen Bereich die Besten sein wollen, und wir glauben, dass wir dies mit unseren Partnern auf diese Weise erreichen können.“

Eine zielorientierte Fahrerpaarung

Hinter dem Steuer des W15 werden die Einsatzfahrer Lewis Hamilton und George Russell Platz nehmen.

Chassis

  • Bauart: Kohlefaser und Waben-Kompositstruktur
  • Karosserie: Kohlefaser, inklusive Motorabdeckung, Seitenkästen, Unterboden, Nase, Frontflügel und
    Heckflügel
  • Cockpit: Entfernbarer Fahrersitz aus anatomisch geformter Kohlefaser, Sechs-Punkt-Sicherheitsgurt,
    HANS-System
  • Sicherheitsstrukturen: Cockpit-Überlebenszelle mit Aufprall- und Eindringungsschutz, vordere
    Crash-Struktur, vorgeschriebene seitliche Crash-Strukturen, integrierte hintere Crash-Struktur,
    Überrollbügel vorne und hinten, Fahrer-Schutzvorrichtung aus Titan (Halo)
  • Vorderradaufhängung: Kohlefaser-Querlenker und Torsionsfedern (Schubstreben) und Dämpfer
  • Hinterradaufhängung: Kohlefaser-Querlenker und innenliegende Federn (Schubstreben) und Dämpfer
  • Räder: BBS geschmiedetes Magnesium, Reifen: Pirelli
  • Bremssystem: Carbone Industries Carbon / Carbon Bremsscheiben und -Beläge mit „brake-by-wire“
  • Bremszangen: Brembo Monobloc-Bremssättel aus vernickelter Aluminiumlegierung, aus einem
  • soliden Block gefräst (vorne und hinten)
  • Lenkung: Servounterstützte Zahnstange und Getriebeanordnung
  • Lenkrad: Kohlefaserkonstruktion
  • Elektronik: ECU nach FIA-Standard, Elektroniksystem und Elektrik mit FIA-Zulassung
  • Ausstattung: McLaren Electronic Systems (MES)
  • Benzinsystem: ATL mit Kevlar verstärkter Gummiblase
  • Schmiermittel & Öle: PETRONAS Tutela
  • Kraftübertragung
  • Getriebe: Acht Vorwärtsgänge, ein Rückwärtsgang, Kohlefaser-Getriebegehäuse
  • Schaltung: Sequenzielle Halbautomatik mit hydraulischer Aktivierung
  • Kupplung: Carbonplatte

 

  • Gesamtlänge: Über 5.000 mm
  • Gesamtbreite: 2.000 mm
  • Gesamthöhe: 970 mm
  • Gesamtgewicht: 798 kg

 

Power Unit Spezifikation

  • Typ: Mercedes-AMG F1 M15 E PERFORMANCE
  • Mindestgewicht: 150 kg
  • Umfang der Power Unit:
  • Verbrennungsmotor (ICE)
  • Motor-Generator-Unit – Kinetisch (MGU-K)
  • Motor-Generator-Unit – Hitze (MGU-H)
  • Turbolader (TC)
  • Energiespeicher (ES)
  • Kontroll-Elektronik (CE)
  • Power Unit Zuteilung:
  • Vier ICE, TC, MGU-K & MGU-H pro Fahrer und Saison
  • Zwei ES & CE pro Fahrer und Saison
  • Verbrennungsmotor (ICE)
  • Hubraum: 1,6 Liter
  • Zylinder: Sechs
  • Zylinderbankwinkel: 90
  • Anzahl der Ventile: 24
  • Max. Drehzahl ICE: 15.000 U/Min.
  • Max. Benzindurchfluss: 100 kg/Stunde (über 10.500 U/Min.)
  • Benzineinspritzung: Hochdruck-Direkteinspritzung (max. 500 bar, eine Einspritzdüse/Zylinder)
  • Aufladung: einstufiger Kompressor und Abgasturbine an einer gemeinsamen Welle
  • Max. Drehzahl Abgasturbine: 125.000 U/Min.
  • Energierückgewinnungssystem (ERS)
  • Bauart: Integrierte Hybrid Energierückgewinnung mittels elektrischer Motor-Generator-Einheiten
  • Energiespeicher: Lithium-Ionen Batterie-Lösung mit mindestens 20 kg Mindestgewicht
  • Max. nutzbarer Energiespeicher auf der Strecke: 4 MJ
  • Max. Drehzahl MGU-K: 50.000 U/Min.
  • Max. Leistung MGU-K: 120 kW (161 PS)
  • Max. Energierückgew./Runde MGU-K: 2 MJ
  • Max. Energieabgabe/Runde MGU-K: 4 MJ (33,3 Sek. bei voller Leistung)
  • Max. Drehzahl MGU-H: 125.000 U/Min.
  • Max. Leistung MGU-H: unbegrenzt
  • Max. Energierückgew./Runde MGU-H: unbegrenzt
  • Max. Energieabgabe/Runde MGU-H: unbegrenzt

Quelle: Mercedes-Benz Group AG

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Dr.med. Alexander
2 Monate zuvor

Zwar immer noch zu viel schwarz ist es schön dass das Silber der legendären Silberpfeile wieder zurückkehrt. Nun schauen wir mal ob es Hamilton mit dem neuen W 15E in seinem letzten Jahr für Mercedes schafft seinen achten WM-Titel zu holen.

Phil
Reply to  Dr.med. Alexander
2 Monate zuvor

Es wäre ihm und Mercedes zu wünschen – nicht zuletzt im Interesse einer wieder spannenden Formel 1. Bloß vermute ich, dass Hamilton in der Überzeugung zu Ferrari wechselt, dass Mercedes es kurz- bis mittelfristig nicht packt, wieder voll konkurrenzfähig zu sein. Hoffentlich wird diese Befürchtung widerlegt.

Langstrecke
Reply to  Dr.med. Alexander
1 Monat zuvor

Das wird er nicht schaffen, da Wolff jetzt Russell nicht mehr psychologisch einbremsen wird. Wenn der Mercedes wm-fähig sein sollte, wird Russell seinen ersten Titel holen.

Das wird aber nur gelingen wenn der Red Bull RB20 richtig schlecht ist, da Verstappen der deutlich stärkste Fahrer im Feld ist.

Pano
2 Monate zuvor

Ohne viel Brimborium vorgestellt und hoffentlich ein ernsthafter Titelkandidat.
Grüße
Pano

JM13
2 Monate zuvor

Toto Wolff spricht von Partnern, die die Werte teilen. Wie passt der Wagen mit fast nur Kohlefaser zur Dekarbonisierungs-Strategie von Mercedes? Ein leichter Widerspruch.

Hr.Schmidt
Reply to  JM13
2 Monate zuvor

Unter Dekarbonisierung versteht man die Reduzierung von Kohlendioxidemissionen durch den Einsatz kohlenstoffarmer Energiequellen, wodurch ein geringerer Ausstoß von Treibhausgasen in die Atmosphäre erreicht wird.

Pano
Reply to  JM13
2 Monate zuvor

Woraus sollte er sonst hergestellt werden?
Grüße
Pano

JM13
Reply to  Pano
1 Monat zuvor

Darum geht es nicht. Das ist nicht das Thema.

Jogi
Reply to  JM13
2 Monate zuvor

Sinnfreier Kommentar – konsequenterweise müsste man Motorsport dann sofort einstellen.
Dekarbonisierung hat auch nix mit Kohlefaser zu tun. Im Gegenteil leichte Werkstoffe wie Kohlefaser und deren Verbundwerkstoffe tragen dazu bei Gewicht zu reduzieren – dadurch wird die Ökobilanz wieder etwas besser. Zugegebenermaßen ist das in der F1 nicht das Primärziel aber zumindest richtungsweisend, wie man Gewicht sparen kann (auch wenn es in der Serie (noch) unbezahlbar ist. Dekarbonisierung bezieht sich darsuf CO2 und CO zu reduzieren das durch Verbrennung fossiler Brennstoffe entsteht. Verwendung von „festen Kohlenstoffverbindungen“ ist sogar Teil der Dekarbonisierung:-). Ebenso wie das Ziel in der F1 auf nachhaltige Spritsorten umzusteigen und bis 2030 CO2 neutral zu sein.

Zuletzt editiert am 2 Monate zuvor von Jogi
JM13
Reply to  Jogi
2 Monate zuvor

Dekarbonisierung direkt übersetzt heißt Abkehr von Kohlenstoff. Für Ihre Thematik gibt es bessere Begriffe. Ola allerdings verwendet oft den nicht optimalen Begriff Dekarbonisierung.

Zuletzt editiert am 2 Monate zuvor von JM13
Hans-Wurst
Reply to  JM13
1 Monat zuvor

Selten so einen Dünnpfiff gelesen.

JM13
Reply to  Hans-Wurst
1 Monat zuvor

Ihr Name klingt nach Dünnpfiff, das stimmt. Dekarbonisierung ist ein Kunstwort, das unreflektiert genutzt wird, ohne zu wissen, was die eigentliche Bedeutung wäre.

Hans-Wurst
Reply to  JM13
1 Monat zuvor

Aber sicher. Und Dünnpfiff ist ein sanfter, mit durch die Lippen gepresster Luft erzeugter Pfeiffton.
Unfassbar was sich inzwischen als Experte aufspielt. Jeder, der sich beruflich mit der Thematik befasst oder im Stande ist 2 Sätze vollständig bei Wikipedia zu lesen weiß was damit bezeichnet wird – und die Begrifflichkeit ist in Verbindung damit weder falsch noch wird sie unreflektiert genutzt.
Sie hingegen im Wortsinn aufzufassen und auf die Verwendung von C als Element zu beziehen hingegen lässt ernsthaft an geistigen Fähigkeiten zweifeln.

JM13
Reply to  Hans-Wurst
1 Monat zuvor

Die Reaktionen hier sind spannend. Um die Wortwahl zu beruhigen, löse ich das Thema auf. Link zu: Dekarbonisierung oder Defossilisierung – was ist eigentlich der Unterschied? | MDR.DE

Zuletzt editiert am 1 Monat zuvor von JM13
Hans-Wurst
Reply to  JM13
1 Monat zuvor

Du bist so toll. Politiker, Wissenschaftler, Journalisten, Ingenieure, etc. werden dir zuliebe ihren Konsens was die Nutzung der Begrifflichkeit angeht überdenken und zukünftig auf ihre Wortwahl achten. Vielen Dank!

JM13
Reply to  Hans-Wurst
1 Monat zuvor

Gern geschehen. Viele differenzieren hier bereits, auch Vorstandsvorsitzende. Da Mercedes sich immer weiterentwickeln möchte, sollte auch Ola seine Wortwahl optimieren, um nicht abgehängt zu werden. Gemäß dem früheren Motto: Das Beste oder nichts.

Jogi
Reply to  JM13
1 Monat zuvor

Das Wort ist aber ein Kunstwort das aufgrund einer Wirtschaftsweise, speziell der Energiewirtschaft, in Richtung eines niedrigeren Umsatzes von Kohlenstoff entstanden ist. Sprich es geht um die Reduzierung von CO2. Kohlenstoff in fester Form ist damit nicht gemeint und auch die schönen Diamanten werden nicht geschreddert.

JM13
Reply to  Jogi
1 Monat zuvor

Darum geht es mir. Danke. Es ist ein Kunstwort, das unreflektiert genutzt wird, ohne zu wissen, was die eigentliche Bedeutung wäre.

Jogi
Reply to  JM13
1 Monat zuvor

ääh wenn es ein Kunstwort ist, was sie ja bestätigen, kann es auch keine -eigentliche- Bedeutung haben? Richtig? Es wurde einzig zu dem Zweck kreiert der Bewegung rund um CO2 Reduktion im Bereich Wirtschaft ein Schlagwort an die Hand zu geben.

JM13
Reply to  Jogi
1 Monat zuvor

Es gibt aber passendere Begriffe wie Treibhausgasreduzierung oder unter dieserm Link: Dekarbonisierung oder Defossilisierung – was ist eigentlich der Unterschied? | MDR.DE

Zuletzt editiert am 1 Monat zuvor von JM13
Jogi
Reply to  JM13
1 Monat zuvor

Das Wort ist aber ein Kunstwort das aufgrund einer Wirtschaftsweise, speziell der Energiewirtschaft, in Richtung eines niedrigeren Umsatzes von Kohlenstoff entstanden ist. Sprich es geht um die Reduzierung von CO2. Kohlenstoff in fester Form ist damit nicht gemeint und auch die schönen Diamanten werden nicht geschreddert.

Jogi
Reply to  JM13
1 Monat zuvor

Das Wort ist aber ein Kunstwort das aufgrund einer Wirtschaftsweise, speziell der Energiewirtschaft, in Richtung eines niedrigeren Umsatzes von Kohlenstoff entstanden ist. Sprich es geht um die Reduzierung von CO2. Kohlenstoff in fester Form ist damit nicht gemeint und auch die schönen Diamanten werden nicht geschreddert.

Zuletzt editiert am 1 Monat zuvor von Jogi
Testfahrer
2 Monate zuvor

Wow, die Technik mit nem 4 Zylinder im 63er AMG. Das wäre was…

Hans-Wurst
Reply to  Testfahrer
1 Monat zuvor

Made my day.

Erik
1 Monat zuvor

800kg Gewicht und über 5m Länge , die F1 Fahrzeuge sind einfach zu groß und schwer.