Mercedes vermeldet deutlichen Gewinnrückgang im ersten Quartal

Die Mercedes-Benz Group AG ist mit einem gemischten ersten Quartal in das Jahr 2026 gestartet. Während das Unternehmen weiterhin eine solide operative Basis und starke Nachfrage in wichtigen Segmenten verzeichnet, spiegeln rückläufige Gewinn- und Absatzzahlen die Herausforderungen im globalen Marktumfeld wider.

Deutlicher Rückgang bei Gewinn und Ergebnis

Der Stuttgarter Autobauer musste im ersten Quartal einen spürbaren Gewinnrückgang hinnehmen. Das Konzernergebnis sank um 17,2 % auf 1,43 Milliarden Euro, nach 1,73 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Auch das operative Ergebnis (EBIT) ging deutlich zurück und lag mit 1,9 Milliarden Euro rund 16,8 % unter dem Vorjahreswert von etwa 2,3 Milliarden Euro. Der Umsatz verringerte sich ebenfalls leicht um knapp 5 % auf 31,6 Milliarden Euro.

Schwaches China-Geschäft belastet Absatz

Ein wesentlicher Faktor für die rückläufige Entwicklung war die schwächere Nachfrage im wichtigen chinesischen Markt. Insgesamt sank der Pkw-Absatz um 6 % auf 419.400 Fahrzeuge. Trotz dieses Rückgangs zeigt sich die Nachfrage in margenstarken Bereichen weiterhin stabil, insbesondere im Luxussegment.

Finanzielle Stabilität bleibt intakt

Ungeachtet der Ergebnisrückgänge bleibt die finanzielle Lage des Konzerns robust:

  • Free Cash Flow Industriegeschäft: 1,86 Milliarden Euro
  • Netto-Liquidität: 33,8 Milliarden Euro

Diese Kennzahlen unterstreichen die finanzielle Resilienz und geben dem Unternehmen Spielraum für Investitionen und Transformation.

Premium- und Elektrostrategie zeigt Wirkung

Die Pkw-Sparte konnte sich auf gut gefüllte Auftragsbücher und konsequente Kostenkontrolle stützen. Die bereinigte Umsatzrendite lag bei 4,1 % und damit innerhalb der Prognosespanne.

Besonders positiv:

  • Top-End-Segment mit einem Anteil von 14,7 % am Gesamtabsatz
  • BEV-Auftragseingang in Europa mehr als verdoppelt (+107 %)

Damit bestätigt sich der strategische Fokus auf Luxusmodelle und Elektromobilität.

Umfangreiche Modelloffensive

Mit mehr als 40 neuen Modellen zwischen 2025 und 2027 treibt Mercedes-Benz Group AG die größte Produktoffensive seiner Geschichte voran.

Wichtige neue Modelle im Jahr 2026:

  • Top-End: S-Klasse, EQS, GLS, Mercedes-Maybach S-Klasse
  • Core: elektrische C-Klasse, GLE, GLE Coupé
  • Entry: CLA und GLB (elektrifiziert und vollelektrisch)
  • Vans: Start der elektrischen Zukunft mit dem neuen VLE

Weitere Geschäftsbereiche überzeugen

  • Mercedes-Benz Vans erzielte eine Umsatzrendite von 10,1 % und lag damit über der Prognose
  • Mercedes-Benz Financial Services erreichte eine Eigenkapitalrendite von 13,3 %, ebenfalls über Plan

Ausblick: Solide Position trotz Gegenwind

Auch wenn das erste Quartal von rückläufigen Gewinnen und Absatz geprägt ist, zeigt sich Mercedes-Benz Group AG insgesamt widerstandsfähig. Die starke Finanzbasis, die wachsende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und die konsequente Premiumstrategie bilden ein stabiles Fundament, um die Jahresziele trotz globaler Unsicherheiten zu erreichen.

Bilder: Mercedes-Benz Group AG

22 Kommentare
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Dr. Alexeander
8 Tage zuvor

Was sagen die Elektroskeptiker jetzt? Eben!

JM13
Reply to  Dr. Alexeander
8 Tage zuvor

EQE, EQS + die dazugehörigen Geländewagen erzeugten einen Milliardenverlust und waren die größten Flops des Konzerns.

Sven Keller
Reply to  JM13
8 Tage zuvor

Tja, hätte man 2014 die Anteile von Tesla nicht verkauft, hätte man einfach die Kooperation weitermachen können und kopieren. Das war eine Meisterleistung eines weitsichtigen Managements – nicht.

JM13
Reply to  Dr. Alexeander
8 Tage zuvor

+107 % BEV-Auftragseingang im regulierten Markt Europas. Im freien Markt sieht das anders aus.

Zuletzt editiert am 8 Tage zuvor von JM13
Marc W.
8 Tage zuvor

Was wir wissen:
Qualitätsdebakel (Farasis, Rückrufe, Schlepphebel, Tandemölpumpe etc. etc)
Designunglücke (EQE), Positionierungsfehler (Citan, T), Bedienrückschritte (Lenkräder), Entfeinerungen, Entfalle (Schiebedach), Verachtungspotential (Luxusgeschwafel), demotivierte Händlerschaft (Agentur, Produktinformationen), überforderte Werkstätten.

Faszinierend, wieviele MB dennoch noch verkauft werden können. Achja, unsere letzte Beschaffungsentscheidung (MB BEV) hatte einen wirtschaftlichen (!) Hintergrund.

Wie gigantisch muss dann der Aufschwung werden, wenn obige Probleme beseitigt sind, wozu es ja zarte Hinweise zu geben scheint ?

Uwe
Reply to  Marc W.
8 Tage zuvor

So ein geschwätz, du tust gerade so als würde ola und co. Mercedes mit absicht unterperformen lassen. Glaubst du wirklich wenn ein neuer ceo kommt wird alles wieder gut? Als ob tesla byd und co dann einfach wieder verschwinden und die chinesen wieder maybach kaufen… Mercedes kann froh sein wenn sie als kleiner nischenhersteller nicht geschluckt werden! Die Marktkapitalisierung nimmt immer mehr ab, das abspalten der Lkw sparte hat es nicht besser gemacht!

Tim
Reply to  Uwe
8 Tage zuvor

Mir wurde der Flottentarif einseitig von Mercedes gekündigt nach Umstellung auf Agenturgeschäft. Kaufe meine Dienstwagen nicht mehr dort und 1Mio pro Jahr sind bei denen Flöten. Also Marc W. hat schon recht…

Uwe
Reply to  Tim
7 Tage zuvor

Dumm nur das weder mark noch du wissen wieviel Mio. man durch umstellung auf das Agenturmodell gespart hat…

Danstov Frefgold
Reply to  Marc W.
8 Tage zuvor

War nicht abzusehen dass es weiter abwärts geht. Je blumiger die Worte desto beschi$$ener die Gesamtsituation. Und ja weiter geht es abwärts

Ing. Siggi Weber
8 Tage zuvor

… währenddessen, feiert Tesla wieder ein Rekordquartal…!

Hochmut…

Marco
Reply to  Ing. Siggi Weber
8 Tage zuvor

Wayne …

Adrian
Reply to  Ing. Siggi Weber
8 Tage zuvor

Jo, die Leute wollen billig scheiss… nun eben mit e antrieb wegs ölkriese.

Sven Keller
Reply to  Ing. Siggi Weber
8 Tage zuvor

Nicht auszurechnen was die Tesla-Anteile, welche man im Oktober 2014 verkauft hat, heute an Wert hätten… auch nicht auszumalen was für ein enormes Innovationspotential diese Kooperation gehabt hätte.

Silberfisch
Reply to  Ing. Siggi Weber
8 Tage zuvor

naja… Mercedes hat das dreifache an Gewinn eingefahren……

Zuletzt editiert am 8 Tage zuvor von Silberfisch
Lackfarbe
8 Tage zuvor

Keine Bange!

EQS Facelift wird’s richten!

Dominique
Reply to  Lackfarbe
8 Tage zuvor

Never!! Da fehlen die Sternchenrücklichter!

XRT 78
8 Tage zuvor

Wundert mich nicht, kenne niemanden der sich bei diesen Spritpreisen noch altbackene Verbrenner kauft.
Mercedes hat es versäumt, die Modellpalette von diesen Altlasten zu bereinigen.

JM13
Reply to  XRT 78
7 Tage zuvor

Mercedes bietet weltweit Fahrzeuge an und nicht nur in Ihrem Bekanntenkreis. Weltweit werden weiterhin Verbrenner gekauft bzw. bestellt, daher wäre es idiotisch, der vorhandenen Mercedes-Kundschaft keine Verbrenner mehr anzubieten.

DMO
8 Tage zuvor

es macht den Eindruck, dass die Talsohle jetzt erreicht ist oder kurz davor steht. MB ist eigentlich ganz ordentlich aufgestellt. Baustellen gibt es aber andere Hersteller haben teilweise noch größere Probleme. In China arbeitet im Prinzip kein Autohersteller hoch profitabel. Da werden wir auf jeden Fall noch eine enorme Bereinigung sehen.

EQ44fahrer
Reply to  DMO
8 Tage zuvor

Auf dich vielleicht.
Wir sehen schon eine Bereinigung. Vor allem hierzulande. Bei VW, MB und BMW. Die bereinigen sich alle selbst. Währenddessen betreten neue Player unseren Markt. Bald dürfen wir Xiaomi begrüßen. ✌

Sven Keller
Reply to  DMO
8 Tage zuvor

Das mit China muss ich ihnen natürlich recht geben. Da spielt sehr viel Geopolitik mit rein und es ist stark anzunehmen, dass die EU den Chinesen das Kampffeld nicht einfach so überlässt. Frage ist, ob Mercedes noch die Innovationskraft hat, hier entgegenzuwirken, oder ob es schon zu spät ist. Mit MB-OS ist Mercedes sicher einen massiven Schritt weiter, jedoch kommt das alles zu spät. Man hätte dies bereits 2020 auf den Markt bringen müssen. Auch die Fokussierung auf 48V Netz kommt zu spät, ebenfalls der Automatisierungsgrad der Produktion. Mercedes ist da nicht Branchenführer, sondern hinkt immer einen Schritt hinterher. Die Strategie, möglich viel wegzulassen oder günstige Materialien zu verwenden hilft leider auch nicht. Beispiel neue Heckklappe W520 Innenverkleidung. Da wirkt ein China-Auto einfach hochwertiger. Auch die Tatsache, dass Mercedes in China die Rabattschlacht mitmacht, hilft nicht. Der Hauptmarkt liegt in China, Deutschland ist maximal noch ein Nebenschauplatz. Wenn die Mittelschicht in DE wegfällt, gibt es auch zu wenig potenzielle Käufer. Wusste schon Henry Ford. Aber Baden-W wählt ja immer noch Grün. Der Leidensdruck ist noch zu tief (Joseph Schumpeter).

Adam
6 Tage zuvor

Den Mitarbeitern werden jetzt die 40h Verträge genommen, damit wird der RoS dann sicher sprunghaft steigen.