Mercedes-Benz beerdigt EQ Bezeichnung seiner Elektroautos

Mercedes-Benz verabschiedet sich bei seinen neuen Elektrofahrzeugen von der bisherigen EQ-Namensstrategie. Nach den Modellen EQA, EQE oder EQS verschwindet künftig auch der Zusatz „mit EQ Technologie“. Stattdessen sollen vollelektrische Fahrzeuge künftig schlicht mit Zusatz „Elektrisch“ gekennzeichnet werden, wie man es u.a. bereits beim CLA und der C-Klasse umsetzt.

Damit kehrt Mercedes-Benz zu einer einheitlicheren Modellstruktur zurück. Bereits bei der Einführung des „EQ“-Brands gab es intern bereits ein Ablaufdatum für die Bezeichung. Elektrofahrzeuge sollen nun nicht mehr als eigene Produktlinie neben den bekannten Baureihen stehen, sondern wieder vollständig in die jeweilige Modellfamilie integriert werden. Kunden können künftig beispielsweise zwischen verschiedenen Antriebsarten innerhalb einer Baureihe wählen, ohne dass sich die Namen der Fahrzeuge grundsätzlich unterscheiden.

Auch am Fahrzeugheck wird die Antriebsart künftig weniger stark sichtbar sein. Dort bleibt lediglich die klassische Modellbezeichnung mit der Leistungs- und Ausstattungsangabe erhalten – etwa „GLB 400 4MATIC“. Der Hinweis auf den Elektroantrieb erfolgt nicht mehr über eine eigene EQ-Bezeichnung, sondern nur noch über die Modellinformationen und die Fahrzeugausstattung.

Mit der neuen Strategie möchte Mercedes-Benz die Trennung zwischen Elektro- und Verbrennerfahrzeugen aufheben und Elektromobilität als normalen Bestandteil des gesamten Modellprogramms etablieren. Die Marke EQ war damit vor allem eine Übergangslösung auf dem Weg zur vollständigen Integration elektrischer Antriebe.

Symbolbilder: Mercedes-Benz Group AG

38 Kommentare
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Alex
28 Tage zuvor

Allerdings sind die elektrische C-Klasse und die Verbrenner C-Klasse zwei total verschiedene Autos. Das gilt auch für andere Baureihen.

Ralf
28 Tage zuvor

„Elektro“ oder „elektrisch“ wie im Konfi?

Sternfahrer2
28 Tage zuvor

Gut so. Das EQ hat für mich noch nie wirklich Sinn ergeben und dieses sperrige „mit EQ Technologie“ war da der Höhepunkt.

Bernhard
Reply to  Sternfahrer2
28 Tage zuvor

„Elektrisch“ oder „Elektro“ hat imho nun aber den Attraktionsfaktor eines Aktenordners. Auch damit bereitet man der chin. Konkurrenz den Weg.
Mal ein Beispiel: „C300 Elektro“ – klingt irgendwie nach Küchengerät. „Denza GT“hingegen nach Sportwagen.

Ralf
Reply to  Bernhard
27 Tage zuvor

Das liegt vor allem daran, dass ein C 300 kein Sportwagen ist.
Sportwagen bei Mercedes heißen übrigens auch GT, also nicht nur bei Denza und dieser perfekten chinesischen Konkurrenz. 😉

Patrick
28 Tage zuvor

jetzt müsste ich mal im Forum meinen alten Post aus 2017/18 suchen als es um die Bezeichnung des EQC ging. Grundaussage: Benennt die Modelle exakt wie die Verbrenner auch keine Spielchen beim Design bitte….hat lange gedauert die Einsicht. Aber besser spät als nie

Ralf
Reply to  Patrick
28 Tage zuvor

Damals war aber die Technik noch nicht so weit, vor allem bei Akku und Motor. Um das halbwegs alltagstauglich produzieren zu können, brauchte es extrem windschlüpfriges Design und einen dicken Boden. Dann sah das Auto anders aus und man dachte, man kann aus der Not eine Tugend machen. Heute ist man eben weiter und kann es in „normale“ Autos bringen, wie man vor allem bei neuen „E elektrisch“ (als Erli) sieht.
Gut Ding will eben auch Weile haben.

Pymax
Reply to  Ralf
26 Tage zuvor

Richtig und genau der Grund, warum nicht diese abartigen Preise hätten entstehen dürfen! Gestern beim Händler EQE Neu 116.500€….10500km….60.000€…. Klingt doch gut aber leider sind die Preise insgesamt durch diese Zeit auf ewig versaut worden. Alle anderen Herstellen VW, BMW, Volvo….sind auf diesen Zug aufgesprungen.

Adrian
Reply to  Patrick
28 Tage zuvor

„Keine Spielchen im Design“? Du checkst es nicht. Du willst Spielchen, weil E Autos eigentlich nicht wie Verbrenner aussehen.

Dr. Alexander
Reply to  Patrick
27 Tage zuvor

Wen juckt es, was du vor Jahren irgendwo geschrieben hast? Willst du einen Keks dafür oder warum schreibst du das?

Marco
Reply to  Dr. Alexander
27 Tage zuvor

Sagt der Tesla-Troll … 😛

Bernhard
28 Tage zuvor

Eine Marke aufzubauen gehört, egal um welche Branche es sich handelt, mit zum Aufwendigsten und Teuersten.
Die (Sub-)Marke EQ ist eine der inzwischen unzähligen gescheiterten Kallenius-„Strategien“.

Ralf
Reply to  Bernhard
28 Tage zuvor

EQ war doch weit vor ihm beschlossen wurden. Und sicher hat auch nicht der CEO die Idee „Hey, lass das mal EQ nennen.“… Auch wurde vor Jahren gesagt, dass EQ nichts dauerhaftes sein soll.
Eine wirkliche „Marke“ war es auch nicht, da in den Fahrzeugpapieren nach wie vor Mercedes-Benz steht. Eigentlich geht es da nur um ein paar Badges. Und die kann man sich nun einsparen.

Aller Anstand
Reply to  Ralf
28 Tage zuvor

Die haben den Elektroschrott EQ genannt, BMW hat da auch was für und auch die VWs. Das Projekt Elektro wird so scheitern, dann ist wenigstens nicht die gesamte Marke kaputt. Das war die Strategie. Die wussten schon vorher dass so ein kühnes Vorhaben das anderen befohlen haben, nie klappen wird.

Dr. Alexander
Reply to  Aller Anstand
27 Tage zuvor

Und durch die vollständige Integration ins Modellprogramm fällt es auch nicht wirklich auf, wenn die Elektrokarren nach und nach wieder verschwinden.

Dante
Reply to  Aller Anstand
20 Tage zuvor

Elektro soll scheitern? Nicht mal die besten Verbrenner erreichen die Wirkungsgrade der einfachsten Elektromotoren. Und wenn man sich nur mal die technologischen Fortschritte der Elektromobilität anschaut und das mit den Fortschritten der klassischen Verbrenner im gleichen Zeitraum anschaut, dann sieht man wo wirklich neue Technologie entwickelt wird.

Bernhard
Reply to  Ralf
28 Tage zuvor

Stimmt schon dass EQ wohl schon vor 2019 entschieden worden sein dürfte.
Aber: Kalllenius war seit 2013 Vorstand Vertrieb für MB Cars (und seit 2019 CEO). Als Vertriebsvorstand dürfte er bei der EQ Markenstrategie das letzte Wort gehabt haben.

Cornelius
Reply to  Bernhard
27 Tage zuvor

Der Werbespot mit The Weeknd für den EQC war schon cool damals. Schade, dass das Auto so gefloppt ist.

Bernhard
Reply to  Cornelius
27 Tage zuvor

Ich fand EQ als Marke keine schlechte Idee.
Dass sich die überwiegend erzkonservative MB-Klientel zunächst mit Händen und Füssen gegen BEVs wehren würde war zu erwarten. Ist bei Innovationen ja immer so. Das traf die erste Modellwelle EQC,EQE/S.
Wie üblich bei Innovationen klappts im zweiten Anlauf.
Die Marke EQ aufzugeben ohne etwas wirklich Besseres zu haben halte ich für grundfalsch.

Cornelius
Reply to  Bernhard
26 Tage zuvor

Da habe ich eine andere Theorie. Die Kundschaft von Mercedes ist die, für die Fahrkomfort am wichtigsten ist. Und komfortabel ist es eben nicht, sich früher alle 300 km bzw jetzt alle 500 km darüber Gedanken machen zu müssen, wo die nächste Ladesäule ist. Ja, einige können zuhause laden, aber so unkompliziert wie mit Benzin ist es trotzdem bei weitem nicht.

CJuser
28 Tage zuvor

War eh schon merkwürdig, dass man die Modelle „mit EQ-Technologie“ beschreibt, am Fahrzeug selbst aber nichts dergleichen steht. Dafür hätte man vielleicht ein „eq“ ähnlich wie „d“ an die Ziffern setzen müssen. Stattdessen erkennt man die BEVs nur an optischen Details und den höheren Ziffern, bzw. Ergänzungen wie „+“. An den Bezeichnungen bei Mercedes dürfen sich scheinbar immer Praktikanten versuchen…

Es gibt einen „GLB 400 4MATIC“? 😉

OSW
Reply to  CJuser
28 Tage zuvor

würde ich bestellen…

S-Fahrer
28 Tage zuvor

Eine Vereinfachung ist aus meiner Sicht dringend nötig gewesen und sehr zu begrüßen. Ich denke jedoch, dass man sich mit dieser Ausführung auch keinen Gefallen tun wird. Überhaupt keine Kennzeichnung mehr zu haben wird ebenfalls verwirren. Ich hätte mich über die Rückkehr zum alten System mit „d“, „e“ und „h“ gefreut, da diese aus meiner Sicht am besten verständlich war und man jeden Antrieb schnell identifizieren konnte.

Zuletzt editiert am 28 Tage zuvor von S-Fahrer
Bertuek
Reply to  S-Fahrer
28 Tage zuvor

Nur, dass das „e“ leider durch Plug-in-Hybride verwässert wurde.

Marc W.
Reply to  S-Fahrer
27 Tage zuvor

Mein (Spar-) Vorschlag: bei den Verbrennern die Null weglassen. C22d, S45.
Sollen doch die letzten Mohikaner noch ein wnziges „AMG“ Feeling bekommen.

Zum „Elektroende“: das wäre das Ende von MB. Bis wieder eine Verbrenner-Entwicklungsabteilung aufgebaut ist, hat einen der Markt zurecht überrollt.

Egon Müste
Reply to  Marc W.
27 Tage zuvor

Das Elektroende wird die Rettung sein. Aber wartet ab.

C@spa
28 Tage zuvor

Hat ja nur ein Jahrzehnt gedauert und Milliarden gekostet. Aber ja, die 35 Std Woche und die teuren Mitarbeiter in D sind das Problem 🙂

Cornelius
Reply to  C@spa
27 Tage zuvor

Nein, die Wähler in Deutschland sind das Problem. Schauen Sie sich mal den Aktienkurs von GM zum Vergleich an. Der hat sich verdoppelt seit 2023. Und Mitarbeiter entlassen die auch nicht.

Leonhard
28 Tage zuvor

Leicht Off topic, aber trotzdem: Ist schon absehbar, wann die elektrische E-Klasse vorgestellt wird?

JMK
Reply to  Leonhard
27 Tage zuvor

IAA 2027

Leonhard
Reply to  JMK
26 Tage zuvor

Ich dachte lange Zeit bzw glaube auch noch daran, dass die elektrische E-Klasse noch 2026 vorgestellt wird. Die IAA 2027 ist im Vergleich dazu fast ein Jahr später.

Gibt es dieses Jahr keine größere Automobilmesse mehr?

Tobson
27 Tage zuvor

Wie verkraften die Verantwortlichen, das EQ Desaster von EQS und EQE? Sowas gab’s doch noch nie….

Ralf
Reply to  Tobson
27 Tage zuvor

Och, Vaneo, R-Klasse, X-Klasse fielen mir da schon auch ein. Und das ist teilweise lange her.

Rainer
27 Tage zuvor

Das hätte schon Sinn gemacht. Aber halt so 2015 oder meinetwegen 2017. Oder vielleicht noch 2018.

Damals wären noch genug Käufer da gewesen, die die eine oder andere Anlaufschwierigkeit vergeben hätten.

Denn der EQC war nicht mal so schlecht als er raus kam. Dummerweise war er dann quasi nicht lieferbar und als er halbwegs lieferbar war, war er für das Gelieferte zu teuer und zu wenig.

Man kann mit einem Produkt zu früh sein – oder halt auch zu spät.

JMK
Reply to  Rainer
27 Tage zuvor

Schon komisch, dass wir heute einen elektrischen GLC mit 408PS der zwischen 75-80k kostete als zu teuer empfinden. Aber ja, wir hatten 2 und wenn man nicht viel Langstrecke fährt, ist das ein komfortables, starkes Auto.

JMK
27 Tage zuvor

Wer bietet mehr (Originalbezeichnung des Herstellers)?
„E 300 de 4MATIC T-Modell All-Terrain mit EQ Hybrid Technologie“

Zuletzt editiert am 27 Tage zuvor von JMK
EQ44fahrer
23 Tage zuvor

Rein in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln.
Gute alte Mercedes-Tradition, die der vielseitig gering talentierte Schwede auf die Spitze getrieben hat.

EQ ist nach wie vor ein sehr gutes Label, Deutlich markanter und nicht so sperrig wie die niederen Buchhaltebegriffe „elektro“ oder „elektrisch“. Das Problem von EQ war die Umsetzung. In praktisch allen Klasse hat MB damit eine Nebenlinie aufgemacht, bei dem Verbrenner und EQ-Fahrzeug praktisch nichts mehr gemein hatten. Und das war der Fehler, der die EQ-Fahrzeuge auch exorbitant teuer gemacht hat. Ein Doppeldebakel für das man ein unschuldiges Label verantwortlich macht.

EQ44fahrer
23 Tage zuvor

Rein in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln.
Gute alte Mercedes-Tradition, die der vielseitig gering talentierte Schwede auf die Spitze getrieben hat.

EQ ist nach wie vor ein sehr gutes Label, Deutlich markanter und nicht so sperrig wie die niederen Buchhaltebegriffe „elektro“ oder „elektrisch“. Das Problem von EQ war die Umsetzung. In praktisch allen Klasse hat MB damit eine Nebenlinie aufgemacht, bei dem Verbrenner und EQ-Fahrzeug praktisch nichts mehr gemein hatten. Und das war der Fehler, der die EQ-Fahrzeuge auch exorbitant teuer gemacht hat. Ein Doppeldebakel für das man ein unschuldiges Label verantwortlich macht.