Mercedes-Benz beerdigt EQ Bezeichnung seiner Elektroautos

Mercedes-Benz verabschiedet sich bei seinen neuen Elektrofahrzeugen von der bisherigen EQ-Namensstrategie. Nach den Modellen EQA, EQE oder EQS verschwindet künftig auch der Zusatz „mit EQ Technologie“. Stattdessen sollen vollelektrische Fahrzeuge künftig schlicht als „Elektro“ gekennzeichnet werden, wie man es u.a. bereits beim CLA und der C-Klasse umsetzt.

Damit kehrt Mercedes-Benz zu einer einheitlicheren Modellstruktur zurück. Bereits bei der Einführung des „EQ“-Brands gab es intern bereits ein Ablaufdatum für die Bezeichung. Elektrofahrzeuge sollen nun nicht mehr als eigene Produktlinie neben den bekannten Baureihen stehen, sondern wieder vollständig in die jeweilige Modellfamilie integriert werden. Kunden können künftig beispielsweise zwischen verschiedenen Antriebsarten innerhalb einer Baureihe wählen, ohne dass sich die Namen der Fahrzeuge grundsätzlich unterscheiden.

Auch am Fahrzeugheck wird die Antriebsart künftig weniger stark sichtbar sein. Dort bleibt lediglich die klassische Modellbezeichnung mit der Leistungs- und Ausstattungsangabe erhalten – etwa „GLB 400 4MATIC“. Der Hinweis auf den Elektroantrieb erfolgt nicht mehr über eine eigene EQ-Bezeichnung, sondern nur noch über die Modellinformationen und die Fahrzeugausstattung.

Mit der neuen Strategie möchte Mercedes-Benz die Trennung zwischen Elektro- und Verbrennerfahrzeugen aufheben und Elektromobilität als normalen Bestandteil des gesamten Modellprogramms etablieren. Die Marke EQ war damit vor allem eine Übergangslösung auf dem Weg zur vollständigen Integration elektrischer Antriebe.

Symbolbilder: Mercedes-Benz Group AG

6 Kommentare
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Patrick
2 Stunden zuvor

jetzt müsste ich mal im Forum meinen alten Post aus 2017/18 suchen als es um die Bezeichnung des EQC ging. Grundaussage: Benennt die Modelle exakt wie die Verbrenner auch keine Spielchen beim Design bitte….hat lange gedauert die Einsicht. Aber besser spät als nie

Ralf
Reply to  Patrick
1 Stunde zuvor

Damals war aber die Technik noch nicht so weit, vor allem bei Akku und Motor. Um das halbwegs alltagstauglich produzieren zu können, brauchte es extrem windschlüpfriges Design und einen dicken Boden. Dann sah das Auto anders aus und man dachte, man kann aus der Not eine Tugend machen. Heute ist man eben weiter und kann es in „normale“ Autos bringen, wie man vor allem bei neuen „E elektrisch“ (als Erli) sieht.
Gut Ding will eben auch Weile haben.

Bernhard
1 Stunde zuvor

Eine Marke aufzubauen gehört, egal um welche Branche es sich handelt, mit zum Aufwendigsten und Teuersten.
Die (Sub-)Marke EQ ist eine der inzwischen unzähligen gescheiterten Kallenius-„Strategien“.

Ralf
Reply to  Bernhard
1 Stunde zuvor

EQ war doch weit vor ihm beschlossen wurden. Und sicher hat auch nicht der CEO die Idee „Hey, lass das mal EQ nennen.“… Auch wurde vor Jahren gesagt, dass EQ nichts dauerhaftes sein soll.
Eine wirkliche „Marke“ war es auch nicht, da in den Fahrzeugpapieren nach wie vor Mercedes-Benz steht. Eigentlich geht es da nur um ein paar Badges. Und die kann man sich nun einsparen.

CJuser
1 Stunde zuvor

War eh schon merkwürdig, dass man die Modelle „mit EQ-Technologie“ beschreibt, am Fahrzeug selbst aber nichts dergleichen steht. Dafür hätte man vielleicht ein „eq“ ähnlich wie „d“ an die Ziffern setzen müssen. Stattdessen erkennt man die BEVs nur an optischen Details und den höheren Ziffern, bzw. Ergänzungen wie „+“. An den Bezeichnungen bei Mercedes dürfen sich scheinbar immer Praktikanten versuchen…

Es gibt einen „GLB 400 4MATIC“? 😉

S-Fahrer
2 Minuten zuvor

Eine Vereinfachung ist aus meiner Sicht dringend nötig gewesen und sehr zu begrüßen. Ich denke jedoch, dass man sich mit dieser Ausführung auch keinen Gefallen tun wird. Überhaupt keine Kennzeichnung mehr zu haben wird ebenfalls verwirren. Ich hätte mich über die Rückkehr zum alten System mit „d“, „e“ und „h“ gefreut, da diese aus meiner Sicht am besten verständlich war und man jeden Antrieb schnell identifizieren konnte.

Zuletzt editiert am 1 Sekunde zuvor von S-Fahrer