Mercedes-Benz startet noch Ende 2026 erstmals ein urbanes System für automatisiertes Fahren in Deutschland. Den Auftakt machen die Städte Stuttgart und München, wie das Unternehmen heute bestätigte. 2027 wird das Modell dann auf weitere Städte ausgerollt.
Mit dem Assistenzsystem „MB.DRIVE ASSIST PRO“ sollen Fahrzeuge von Mercedes-Benz künftig komplexe Fahraufgaben im Stadtverkehr übernehmen können – etwa das Fahren durch Kreuzungen, Spurwechsel oder das Bewältigen von dichtem Verkehr. Der Fahrer bleibt dabei zunächst in der Verantwortung und muss das System überwachen.
Nach Angaben des Unternehmens ist die Einführung des Level 2++ Systems zunächst auf ausgewählte Gebiete beschränkt. Anschließend soll die Technologie ab Frühjahr 2027 schrittweise auf weitere Regionen und Fahrzeugmodelle ausgeweitet werden. Mercedes arbeitet dafür eng mit deutschen Behörden und Regulierungsstellen zusammen. Mit dem Schritt baut der Stuttgarter Hersteller seine Vorreiterrolle beim automatisierten Fahren weiter aus. Bereits heute bietet Mercedes mit „Drive Pilot“ das einzige in Deutschland zugelassene Level-3-System für Serienfahrzeuge an. Seit 2025 darf dieses auf bestimmten Autobahnabschnitten Geschwindigkeiten von bis zu 95 km/h übernehmen.
Die Ausweitung auf den Stadtverkehr gilt als nächster großer Entwicklungsschritt. Anders als auf Autobahnen müssen automatisierte Systeme dort deutlich komplexere Situationen bewältigen – von Fußgängern und Radfahrern bis hin zu Ampeln und dichtem Verkehr. Mit dem Start in Stuttgart und München will Mercedes zeigen, dass automatisiertes Fahren zunehmend alltagstauglich wird.
Symbolbilder: Mercedes-Benz Group AG





