Mit der Modellpflege der S-Klasse der Baureihe 223 hat Mercedes-Benz dem Topmodell der Baureihe den Stecker gezogen: Der Mercedes-AMG S 63 E Performance, bislang die stärkste Variante der Luxuslimousine, ist nicht mehr im Programm. Damit endet ein Kapitel, in dem sich Oberklasse-Komfort und Hochleistungs-Technik besonders konsequent verbunden haben.
Technik auf Supersportwagen-Niveau
Herzstück des Modells war der 4,0-Liter-V8-Biturbo mit 450 kW (612 PS). Ergänzt wurde er durch einen Elektromotor an der Hinterachse, der die Systemleistung auf 590 kW (802 PS) hob. Das maximale Drehmoment lag bei 1.430 Nm. Damit gehörte die S-Klasse zu den leistungsstärksten Limousinen, die je mit einem Stern auf der Haube vom Band liefen.
Fahrleistungen
Die Höchstgeschwindigkeit war serienmäßig auf 250 km/h begrenzt. Wer mehr wollte, konnte optional mit dem AMG Driver’s Package bis zu 290 km/h freischalten, ein Wert, der für eine Fünf-Meter-Limousine mit mehr als zwei Tonnen Gewicht bemerkenswert ist. Die Kombination aus V8-Biturbo und elektrischer Unterstützung sorgte für massiven Vortrieb ohne Turboloch, bei gleichzeitig souveränem Auftritt im Alltag.
Warum der Abschied?
Offiziell äußert sich Mercedes zu den Gründen meist zurückhaltend. Naheliegend sind mehrere Faktoren: Emissionsvorgaben, die Verschiebung der Strategie hin zur Elektrifizierung sowie die insgesamt kleine Nachfrage nach extrem leistungsstarken Plug-in-Hybriden in diesem Segment. Hinzu kommt, dass der Aufwand für die Weiterentwicklung eines solchen Antriebs bei geringen Stückzahlen kaum zu rechtfertigen ist.
Der S 63 E Performance bleibt somit als Extremfall in Erinnerung: eine Luxuslimousine mit über 800 PS, die Komfort und Leistung auf höchstem Niveau vereinte. Für Sammler und Enthusiasten dürfte das Modell als Auslaufmodell an Reiz gewinnen. Wer künftig die S-Klasse mit maximaler Leistung sucht, muss sich mit den verbleibenden Varianten begnügen.
Bilder: Mercedes-Benz Group AG





