Mercedes-Besitzer betroffener EQA- und EQB-Modelle müssen sich offenbar auf eine lange Wartezeit einstellen. Der Austausch der möglicherweise gefährlichen Hochvoltbatterien kann sich bis 2028 hinziehen. Welcher Hersteller die neuen Akkus liefert, ist bislang nicht bekannt. Offizielle Stellungsnahme gibt es dazu nicht.
Brandgefahr bei EQA und EQB
Betroffen sind EQA 250+ und EQB 250+ mit 70,5 kWh Akku der Baujahre 2021 bis 2024. Bei den verbauten Hochvoltbatterien vom Hersteller Farasis besteht das Risiko eines internen Kurzschlusses, der im schlimmsten Fall einen Brand auslösen kann. Weltweit betrifft der Rückruf mehr als 51.000 Fahrzeuge, rund 4.700 davon nur in Deutschland.
Batterietausch erst bis März 2028
Ein erstes Software-Update konnte das Problem beim EQA und EQB nicht dauerhaft lösen. Mercedes hat deshalb einen Austausch der kompletten Batterie eingeleitet. Wegen begrenzter Ersatzteilverfügbarkeit wurde der Rückrufzeitraum nun offenbar – bis zum 1. März 2028 verlängert, wie die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer herausgefunden haben soll. Bis zum Austausch gelten Einschränkungen: Die Batterie soll nicht über 80 Prozent geladen werden, zudem sollen betroffene Fahrzeuge möglichst nicht in Garagen oder Tiefgaragen abgestellt werden.
Parallel gibt es Streit über mögliche Ansprüche der Fahrzeughalter. Mehrere Gerichte haben sich bereits mit dem Batterierisiko beschäftigt. In einem Fall sprach das Landgericht Dortmund einem EQA-Käufer die Rückabwicklung des Kaufs zu. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig. Für Betroffene bedeutet eine längere Rückrufdauer vor allem eines: Sie müssen noch längere Zeit mit den geltenden Sicherheitsauflagen und Einschränkungen leben.
Bilder: Mercedes-Benz Group AG




