Ola Källenius äußerte sich beim Branchengipfel des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) in Nürtingen vergangene Woche zum Thema Batterietechnik und Wasserstoff. Dabei bekannte sich Källenius klar zum Batterie-Antrieb und im Pkw-Sektor – zumindest in den kommenden sehn Jahren – gegen die Brennstoffzelle.

Pkw-Antrieb: in den nächsten zehn Jahren Konzentration auf Batterieantrieb

Geht es um die Brennstoffzelle und Wasserstoff, spielt diese Art des Antriebes für die Zukunft keine Rolle für den Schweden. Demnach könne Wasserstoff „vor allen für Nutzfahrzeuge interessant werden, aber bei den Pkw konzentrieren wir uns in den nächsten zehn Jahren auf die Batterie“ – und weiter: „Wir müssen den Klimawandel angehen, wir können nicht mehr warten„.

Mit der Vorstellung des GLC F-CELL als Kleinserie hieß es in einer ersten Pressemitteilung noch, das die Brennstoffzellentechnologie ein integraler Bestandteil der Daimler AG darstellt – mit einen breiten Einsatzspektrum vom Pkw bis zum Bus. Dabei verwies man jedoch bereits da zunächst bei großen Fahzeugvoluminas  den Fokus auf die Batterietechnologie und dem Roll-Out der Marke EQ zu setzen.

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Bekanntermaßen plant der Konzern, in den nächsten 20 Jahren die Pkw-Neuwagenflotte der Kernmarke Mercedes-Benz komplett CO2-neutral anzubieten. Dabei achtet man sogar auf die Zulieferer, wie auch auf das Produkt und die notwendige Energie zur Produktion. „Wer dazu keine Lust hat, der wird irgendwann rausfliegen“ – so verkündete der Schwede im Bezug auf die aktuellen Zulieferbetriebe des Konzerns.

Ola Källenius: Ausstiegsdatum für Verbrennungsmotoren keine gute Idee

Gegenüber eines Ausstiegsdatums für Verbrennungsmotorisierungen ist Källenius jedoch nicht gut zu sprechen. Sollten demnach hier sich synthetische Kraftstoffe als eine gute Lösung herausstellen, wäre das Abschaffen des Verbrenners sogar ein großer Fehler. Dafür sprach sich der ehemalige Daimler-Vorstand für Konzernforschung und Entwicklung für eine höhere Besteuerung von fossilen Brennstoffen aus und bewertete das angestoßene Klimapaket der Bundesregierung als positives Signal.

Bilder: Daimler AG (Symbolbilder von der IAA 2019 in Frankfurt mit Vision EQS sowie Serienmodell EQV)

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Ralf
2 Jahre zuvor

Na dann viel Spaß beim „tanken“ von Strom, wenn das Netz zusammenbricht.
Kenne Beispiele, wo in einer Kleinstadt mit unter 10.000 Einwohnern das Stromnetz für ca. 20 Fahrzeuge zur gleichen Zeit hält. Zwanzig.
Da wird auch demnächst kein Kraftwerk oder ähnliches gebaut werden können.

Sehr sehr schade von Daimler. Wasserstoff hat einfach das meiste Potential.

Flo
Reply to  Ralf
2 Jahre zuvor

Die Produktion von Kraftstoffen benötigt soviel Energie wie man bei einem Elektroauto fürs fahren braucht. Der Stromverbrauch ansich bleibt also annähernd gleich.

Das Schnelladen das du ja nur auf der Langstrecke brauchst – ja das wird ein Problem im Augenblick aber auch da wird das Netz nicht zusammen brechen. Im Augenblick wird dann einfach die Ladeleistung reduziert.

Ralf
Reply to  Flo
2 Jahre zuvor

Die Spitzenzeiten ändern sich allerdings und finden auch dort statt, wo sonst vielleicht Kraftstoff hergestellt wird.

Dann dauert das Laden aber auch keine Stunde, sondern fünf oder sechs, was das Auto wieder komplett unattraktiv macht.

Wolf
Reply to  Ralf
2 Jahre zuvor

Was für ein Schwachsinn. Weil es bei der Erfindung des Verbrennungsmotors ja auch schon flächendeckend Tankstellen gab?!
Was das immer für ein krudes Contra-Argument sein soll, dann wird halt die Netzinfrastruktur ausgebaut und gut ist, am besten noch dezentrale Stromerzeugung mittels Solar oder Wind inkl. kleiner Pufferspeicher. Und wo das
Problem ist, wenn das Auto über Nacht 6h zum Laden braucht, seh ich auch nicht.
Die Welt dreht sich nun mal weiter!

Marcel Lossi
Reply to  Ralf
2 Jahre zuvor

Wasserstoff ist sehr viel ineffizienter, da die Elektrolyse von Wasser nur einen Wirkungsgrad von etwa 30 Prozent beträgt. Der Wirkungsgrad von Batterie Fahrzeugen beträgt von Kraftwerk bis Batterie etwa 90 Prozent.

Für Nutzfahrzeuge oder auch Schiffe und ggf. Luftfahrzeuge hat die Brennstoffzelle aber sicher eine Zukunft.

Michael
2 Jahre zuvor

Na dann präsentiert Mercedes hoffentlich auch bald Elektroautos, die das Potenzial haben, sich in großen Stückzahlen zu verkaufen.

Die bisherigen – eher halbherzigen – Versuche wie der EQC werden nur wenig Resonanz finden.

Stefan Camaro
2 Jahre zuvor

Unabhängig jetzt was man von E-Autos hält, ist da immer noch die große Frage mit dem Strom.
Jeder der sein Einfamilienhäusschen mit Solar am Dach hat, kann diesbezüglich sich etwas zurücklehnen.

Ich habe neulich jedoch einen Artikel gelesen über die Stromversorgung in Deutschland in den nächsten Jahrzenhten. Der Ausbau der erneuerbaren Energien steckt in einer Sackgasse und kommt fast komplett zum erliegen. Jeder möchte Strom, aber keiner die WIndräder vor der Nase. Kohle und vor allem Atomkraft wird in absehbarerzeit weg sein. Dazu wird der Strombedarf durch die e-Autos stark steigen. Vor allem nachts, wenn die Autos laden, aber gerade keine Sonne scheint.

Bleibt nur Strom zu importieren. Im Jahr 2018 erreichte der Importpreis in der Spitze über 36.000€(!!) pro Megawattstunde.

Ich finde das sehr spannend und werde mal beobachten wie sich diesbezüglich die nächsten Jahre entwickeln.

CH-Elch
Reply to  Stefan Camaro
2 Jahre zuvor

überall heisst’s ja da wir der Importanteil erhöht… dann muss aber auch jemand exportieren können… ah stimmt, da gibt’s ja noch paar halbwegs lauffähige französische Meiler, idealerweise direkt an der Grenze D/F/CH…

Ralph L.
Reply to  Stefan Camaro
2 Jahre zuvor

Der Importpreis der Megawattstunde (€/MWh) lag bei ungefähr € 36,00 und nicht bei €36.000,00.
Bitte korrigieren Sie das!

Gruß Ralph L.

Phil
2 Jahre zuvor

Mit leichter Ironie und Bitterkeit:
Eine Chance für die Verbreitung von batterieelektrischen Fahrzeugen wird sein, dass die Leasing-Quote relativ hoch ist. Nach drei Jahren ex und hopp mit der „alten“ Verbrenner-Kutsche! Ob das nachhaltig ist und der Umwelt dient? Wird der eine oder andere Leasinggeber die Flügel strecken, wenn er nachher lauter Verbrenner auf dem Hof stehen hat?
Die Nutzer, die ihren Verbrenner ihr eigen nennen, werden ihn möglichst weiter fahren, anstatt ihn deutlich unter seinem tatsächlichen Nutzungswert zu einem drastisch gesunkenen Marktpreis zu verschleudern.
ich hege Zweifel an der Idee, die Umwelt mit batterieelektrischen Fahrzeugen zu retten. Wäre der Weg wenigstens richtig, bräuchte es viel zu lange, um den Fuhrpark Deutschlands auszutauschen. Solange es so viele Verbrenner gibt, wäre kurz- bis mittelfristig mit synthetischen Kraftstoffen mehr erreicht.

eric
2 Jahre zuvor

Die dümmste Entscheidung ever. Auch Verbrenner haben ihre Berechtigung und wenn man sich weiterhin intensiv mit deren Entwicklung beschäftigen würde, wären diese auch noch effizienter und umweltfreundlicher.
Die E-Mobilität ist m.M.n. eine Totgeburt und wird wieder abgelöst werden, von deutlich effizienteren Methoden wie z.B. Wasserstoff. Schlimm ist es, dass alle jetzt kopflos der E-Mobilität hinterherrennen und alles andere vernachlässigen.

Innerstädtisch kann man elektrisch gut fahren, keine Frage, die 50-100km Reichweite reichen dafür mehr als aus und die Städte wären sauberer, aber auf Langstrecken wird sich rein elektrisch nie richtig durchsetzen…

Rainer Duffner
Reply to  eric
2 Jahre zuvor

Wasserstoff ist nicht effizient. Wo haben Sie das gelesen?
Der Wirkungsgrad ist ähnlich schlecht oder noch schlechter als bei Diesel/Benzin, Herstellung, Transport und Lagerung sind absurd teuer bzw. sogar unpraktisch.

Wenn Sie die so toll finden, dann legen Sie sich doch einen Mirai oder Nexo zu.

Fakt ist: E-Autos sind da und funktionieren (wenn auch die deutschen Hersteller noch keine Stückzahlen liefern können).

Wasserstoff ist die Technologie der Zukunft und wird es für die nächsten 20-30 Jahre auch bleiben.

Eric
Reply to  Rainer Duffner
2 Jahre zuvor

Dann schauen Sie mal nach Japan, China, Korea und wie sie alle heißen, dort ist Wasserstoff sogar schon soweit, dass man mit seinem Auto sein Haus speist und umgekehrt. Und diese Zukunft ist dort bereits schon jetzt. Daimler und alle anderen Premiumhersteller haben den Aufsprung einfach verpasst, so wie Nokia damals bei den Smartphones.
Es gab bereits in den frühen 2000er Jahren Versuche von Daimler mit Wasserstoff, die hervorragend funktionierten, doch verschwanden diese einfach spurlos? Warum? Keine Ahnung.
Jetzt rennen aber alle den Stromern hinterher und tun so, als hätte es nie was besseres gegeben. Unklar.
Es sollte an allen Antriebstechnologien weiterentwickelt werden und sich auf deren Effizienz besonnen werden und nicht alles vernachlässigen, um einem Trend hinterherzurennen, der definitiv nicht zum Monopol wird. Viel mehr sollte es ein Mix aus allem geben und jeder kann für sich entscheiden was er fährt.

Rainer
Reply to  Eric
2 Jahre zuvor

Die Autos („NEKAR“) sind verschwunden, weil die Technik nicht praxistauglich war. Und eigentlich noch immer nicht ist.

Die Politik hat sie, wie so viele Dinge, halt mit Subventionen am Leben erhalten.

Toyota hat es in zig Jahren nicht geschafft, die Kinderkrankheiten zu beseitigen.

Tesla hat fast im Alleingang die Elektro-Autos salonfähig und praxistauglich gemacht.

In einer idealen Welt wäre es natürlich schön, man könnte daheim den Wasserstoff tanken, den man aus der eigenen Solar-Elektrolyse gewonnen hat.
Wir leben aber halt nicht in einer idealen Welt.

Hendrik
Reply to  Rainer
2 Jahre zuvor

Moin zusammen,

finde dies ist eine gute Diskussion. Hier und da werden Begriffe verwechselt. Brennstoffzelle sowie Batterie sind zwei Energiespeichersysteme. Beide sind Teil der E-Mobilität. Somit glauben die meisten von uns schonmal an den E-Antrieb und somit lokal emissionsfreiem Fahren.

Wie vom Vorredner erwähnt, hat Wasserstoff einen Nachteil mit der Effizienz. Der Prozess von Strom & Wasser -> Wasserstoff -> Strom & Wasser hat starke Verluste. Diese Verluste (Wärme) kann man versuchen wieder zu nutzen, doch dies wird nach Experten Einschätzung immer schlechter sein als Strom -> Batterie -> Strom. Wasserstoff bei sich zu Hause herzustellen scheint daher nicht zielführend. Zu Hause kann man eher auf neue Batterietechnologien setzen. z.B. Salzwasserbatterien. Nicht so leistungsstark, aber das brauchen sie ja zu Hause auch nicht sein.

Wasserstofftanks haben aktuell einen großen Vorteil beim Thema Speicherfähigkeit. Hier werden jedoch große Sprünge bei den Batterien erwartet. Und wie vor 130 Jahren brauch man den Strom nicht aus der Apotheke holen.

Zum Thema China und Wasserstoff. Es ist richtig, dass man nun verstärkt andere Speichermedien als Lithium-Ionen Batterien fördert. Durch extrem starke Subventionierung von Lithium-Ionen sind andere vielversprechende Lösungsansätze nicht attraktiv gewesen. Wasserstoff eignet sich, wenn der Wind weht und Sonne scheint als stationäre Speichermöglichkeit. Heutzutage werden teils Windräder abgestellt, wenn zu viel Strom angeboten wird. Diesen Strom sollte man lieber in Wasserstoff investieren als ihn mit einem negativen Preis nach Norwegen zu verkaufen.

Wasserstoff könnte auch als Range-Extender genutzt werden. Die Szenarien synthetische Kraftstoffe nu nutzen finde ich abstrus. Somit entstehen ja wieder Schadstoffe/Staub in den Städten. Synthetische Kraftstoffe sollten genutzt werden für die Verbrenner/Hybrid-Autos, welche es bereits gibt und noch 20 Jahre halten werden.

Hoffe, dass meine Gedanken zur weiteren konstruktiven Diskussion führen.

Gruß

Racer1985
Reply to  Rainer
2 Jahre zuvor

@Hendrik:
Zum Thema Speichermedium, schon etwas von der Energiespeicherung in Vulkangestein gehört? Hier ein Artikel dazu:
https://www.golem.de/news/energiespeicher-heisse-steine-sind-effizienter-als-brennstoffzellen-1906-142012.html
Überschüssige Energie sollte m.E. entweder in dieser Form gespeichert oder zur Erzeugung von Wasserstoff verwendet werden, bevor die Energie ungenutzt bleibt. Somit lassen sich Schwankungen im Stromnetz auf jeden Fall mildern und zum passenden Zeitpunkt wieder zurückführen. Ich nenne sie mal „Akkufarmen“, sind hier der falsche Weg und hoffentlich aktuell nur aus der Not geboren.

Hendrik
Reply to  Racer1985
2 Jahre zuvor

Schaue ich mir gleich mal an. Immerher mit guten Links. Hat jemand auch etwas zu stationären Speichern fürs Haus? Bin da überhaupt nicht von den aktuellen Lithium Ionen Batterien überzeugt.

Rainer
Reply to  Racer1985
2 Jahre zuvor

Ja, das mit den Steinen finde ich auch interessant. Dabei entstehen (so weit ich das verstanden habe) wenigstens keine Emissionen und man muss im Gegensatz zum Wasserstoff nicht die Grosschemie bemühen.

MrUNIMOG
2 Jahre zuvor

„Gegenüber eines Ausstiegsdatums für Verbrennungsmotorisierungen ist Källenius jedoch nicht gut zu sprechen. Sollten demnach hier sich synthetische Kraftstoffe als eine gute Lösung herausstellen, wäre das Abschaffen des Verbrenners sogar ein großer Fehler. Dafür sprach sich der ehemalige Daimler-Vorstand für Konzernforschung und Entwicklung für eine höhere Besteuerung von fossilen Brennstoffen aus […]“

Da kann ich dem Herrn Källenius nur beipflichten. Subventionierung synthetischer Kraftstoffe (P2L, „E-Fuels“) zusammen mit höherer Besteuerung fossiler Kraftstoffe könnte die synthetischen zeitnah konkurrenzfähig machen.
Dazu braucht es nur den Willen der Regierung, dies so umzusetzen und zeitnah die nötigen Voraussetzungen zu schaffen – nämlich raschen Ausbau der regenerativen Stromerzeugung.

Neben dem netten Nebeneffekt für Auto-Enthusiasten, dass auch schöne Verbrennungsmotoren weiter eine Zukunft hätten, wäre damit vor allem der Nachhaltigkeit gedient: Millionen von Bestandsfahrzeugen könnten CO₂-neutral betrieben werden, es käme nicht mehr auf eine möglichst schnelle (und ressourcenintensive) Bestandserneuerung an.

Stefan Camaro
Reply to  MrUNIMOG
2 Jahre zuvor

Kann jedes Auto synthetische Kraftstoffe tanken, oder können das nur speziell darauf ausgelegte Autos?

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MrUNIMOG
Reply to  Stefan Camaro
2 Jahre zuvor

Ja, grundsätzlich lassen sich alle fossilen Kraftstoffe unter Einsatz regenerativer Energie aus (ebenfalls regenerativ erzeugtem) Wasserstoff synthetisieren und sind dann bei Verbrennung unterm Strich CO₂-Neutral.

Chemisch müssen diese sich nicht zwangsläufig von konventionellem Benzin, Diesel, Kerosin unterscheiden – allerdings können bestimmte Eigenschaften besser gezielt beeinflusst werden, um etwa das Verbrennungsverhalten zu verbessern: Weiterer Vorteil.

Christian
2 Jahre zuvor

„Laut einer Berechnung von Agora Energiewende aus dem Jahr 2017 braucht ein batterieelektrisches Auto 15 Kilowattstunden (KWh) Strom, ein mit Wasserstoff betriebenes Fahrzeug 31 KWh und ein mit E-Fuels betriebener Diesel oder Benziner sogar 103 KWh.“

E fuels werden also Null Chance haben!

Christian W.
Reply to  Christian
2 Jahre zuvor

Allerdings ist der Zauber des batterieelektrischen Fahrens schnell verflogen, wenn man in einer Ladeschlange mit mehreren Fahrzeugen vor sich steht.
Die Leute rasten doch schon an der Supermarktkasse aus, wenn sie mal fünf Minuten warten müssen…

Rainer
Reply to  Christian W.
2 Jahre zuvor

Viel Spass dann beim Tanken von Wasserstoff. Da tanken dann bestenfalls 3 Leute nacheinander und dann ist erstmal Pause, weil das System erstmal wieder Druck aufbauen muss.

Und so weit ich das gelesen habe sind die Apparate momentan so laut, dass man sie nur tagsüber betreiben darf…
Hat zumindest auf YT einer behauptet. Widersprochen hat im aber auch niemand.

Das sind einfach alles Versuche der Erdöl-Lobby, ihr Monopol noch ein paar Jahre über das Ende der Verbrennungsmotoren hinaus auszudehnen.

Tom
Reply to  Christian
2 Jahre zuvor

Die verlorenen KWh der Brennstoffzelle zur Batterie treten in Form von Abwärme auf, welche zum Heizen des Innenraums genutzt werden kann, während es bei Batteriefahrzeugen im Winter zu erheblichen Reichweitenverlusten kommt.

Racer1985
Reply to  Tom
2 Jahre zuvor

Auf der einen Seite entsteht Verlustenergie zwar bei der Erzeugung von elektrischer Energie in der Brennstoffzelle, aber es entsteht ebenfalls Verlustenergie in ungefähr gleichem Maße bei der Erzeugung des Wasserstoff während der Elektrolyse. Nachdem was ich bisher über Wasserstoff gelesen habe, wird die Angabe von 31 kWh die Elektrolyse aber mit einschließen.

MrUNIMOG
Reply to  Christian
2 Jahre zuvor

Nicht unbedingt.
Zum einen spielt die absolute Effizienz kaum eine Rolle mehr, wenn es darum geht, zeitweise Überkapazitäten im Stromnetz auszugleichen. Für eine Stromversorgung rein aus erneuerbaren wären aufgrund der unvermeidlichen Schwankungen von Wind und Sonne werden noch weit größere Überkapazitäten nötig, sodass bei entsprechenden Wetterverhältnissen zeitweise gigantische Mengen an elektrischer Energie zur Verfügung stünden, z.B. für die Herstellung von Wasserstoff und daraus E-Fuels (P2G/P2L).
Zum anderen lässt muss der als Prozesswärme anfallende Energieverlust bei der Synthese ja nicht ungenutzt verpuffen.

BB
2 Jahre zuvor

Pro Batterie und gegen Brennstoffzelle? Ein absolutes Armutszeugnis, sechs, setzen! Es zeigt wieder mal, dass kein wirklicher Wille für den Wandel zur Nachhaltigkeit vorhanden ist – und da geben sich die drei deutschen „Premium“-Hersteller die Klinke in die Hand. Ich finde das sehr, sehr bedauerlich.

Snoubort
Reply to  BB
2 Jahre zuvor

Einfach noch einmal dem Kommentar von Christian lesen… und sich dann selber hinsetzen…
Brennstoffzellen nur in Nischen…

Pat
2 Jahre zuvor

Bin kein Experte aber ich denke man sollte eher die Wasserstoff Technologie weiterverfolgen

Walter
Reply to  Pat
2 Jahre zuvor

Vorsicht, es gibt Leute hier in den Kommentaren, die bei Mercedes arbeiten, und die reagieren empfindlich, wenn man die Entscheidungen des Konzerns hinterfragt, kritisiert oder persönlich eine andere Meinung hat (auch wenn man natürlich kein Experte ist). Damit ist natürlich nicht MB Passion gemeint!!!
P.S. Ich bin da ganz bei Ihnen mit der Wasserstofftechnologie. Zumindest sollte man sie durchaus konsequent weiterverfolgen. Leider reicht das Geld der Konzerne wohl nur um sich für 1 Technologie zu entscheiden.
Aber vielleicht nützt ja die Entscheidung von China etwas, auch auf Wasserstoff zu setzen. Denn wenn China auch nur pupst, springen die Konzerne gleich im Dreieck, weil da die höchsten Verkaufszahlen generiert werden.

Racer1985
Reply to  Pat
2 Jahre zuvor

Die VAG sieht auch eine Zukunft, aber eher eine entfernte Zukunft, zumindest laut diesem Artikel:
https://www.auto-motor-und-sport.de/tech-zukunft/vw-baukasten-mpe-brennstoffzellen-hybrid-wasserstoff/
Vor der Mitte des nächstens Jahrzehnts sehe ich sowieso keine realistische Zukunft für FCEV. Bis dahin sollte die Dichte von passenden Tankstellen erstmal erhöht werden. In Deutschland wird aber wohl kaum jemand anfangen privat Wasserstoff herzustellen. Der umgekehrte Weg, per Brennstoffzelle das Haus zu speisen, halte ich aber durchaus für realistisch… allerdings auch nur in Ausfallzeiten, weil Wasserstoff je kWh bestimmt teurer sein wird, als der Strom aus der Steckdose.

Wolfi
2 Jahre zuvor

Offensichtlich hat der Daimler-Chef den gleichen Besuch bekommen, wie der VW-Chef.
War das vielleicht jemand aus dem Verkehrsministerium, der mit weiteren Rückrufen gedroht hat, wenn man nicht konsequent auf die Regierungslinie einschwenkt?
Diese Beschränkung für die nächsten zehn Jahre rein auf Batterieantrieb, halte ich für fahrlässig.
Toyota wird demnächst die zweite Generation des Mirai vorstellen, mit Brennstoffzelle! Bei Toyota zeigt man sich also offen, wie das Rennen um die günstigste Antriebstechnik ausgehen wird.

Bin gespannt, ob Daimler und VW in zehn Jahren wieder irgendwelche Mauscheleien betreiben müssen, um über Versäumnisse hinwegzutäuschen!

Rainer
Reply to  Wolfi
2 Jahre zuvor

Beim Mirai dürfen sie alle paar tausend Kilometer den Luftfilter wechseln – denn die Brennstoffzelle funktioniert nur mit sehr sauberer Luft.

Ich würd‘ so ein Teil nicht mal geschenkt nehmen – und in den USA gibt’s die alten Teile, die jetzt aus dem Leasing rausfallen anscheinend schon für 20k USD incl. 20k USD H2-Guthaben!

Will trotzdem keiner kaufen. Warum wohl?

H2 finden nur Leute gut, die keine Ahnung haben – oder in der Industrie arbeiten und weiter Subventionen abschöpfen möchten.

Wolfi
Reply to  Rainer
2 Jahre zuvor

@ Rainer
VW verkauft einen neuen(!) e-Golf momentan mit 37% Rabatt, weil der neue ID3 in den Startlöchern steht.
Vermutlicher Grund: der neue e-Golf sieht technisch gegen den neuen ID3 wohl sehr alt aus.
Wann sieht wohl der neue ID3 gegen einen neuen IDx oder den neuen Konkurrenten XXX sehr alt aus?
Wie hoch werden wohl die Preise eines ID3 sein, der in drei Jahren aus dem Leasing fällt?

Hendrik
Reply to  Wolfi
2 Jahre zuvor

Moin Wolfi,

das ist wahrlich ein Problem, was es abzumildern gilt. Die Batterie wird große Sprünge machen und den Wertverlust der Vorgänger beeinflussen. Genauso werden die Verbrenner Wertverluste erleiden, wenn sie nicht mehr in die Städte fahren dürfen.
Bin gespannt, ob die Politik hier etwas erfindet, was dann jedoch wieder die Entwicklung verlangsamt und dann China/Asien sowie die USA uns technologisch dann völlig enteilen.

Gruß

Wolfi
2 Jahre zuvor

Da hat der Daimler-Chef offensichtlich den gleichen Besuch bekommen, wie der VW-Chef vor einiger Zeit.
Kann es sein, dass da jemand vom Verkehrsministerium mit neuen Rückrufen gedroht hat, sollte man nicht konsequent auf die Regierungslinie einschwenken?
Eine reine Fixierung auf die Batterie halt ich für sehr kurzsichtig! Eines Technologiekonzerns schlicht nicht würdig!
Toyota wird im nächsten Jahr die zweite Generation seines Brennstoffzellenfahrzeugs Mirai auf den Markt bringen. In Japan hält man sich also alle Optionen offen!
Hoffentlich müssen Daimler und VW in zehn Jahren nicht wieder mit Mauscheleien und Betrügereien über Versäumnisse hinwegtäuschen.

Wolfi
2 Jahre zuvor

Da hat der Daimler-Chef offensichtlich den gleichen Besuch bekommen, wie der VW-Chef kürzlich.
War da vielleicht jemand vom Verkehrsministerium da und hat mit neuen Rückrufen gedroht, falls man nicht konsequent auf die Regierungslinie einschwenkt?
Die reine Fixierung auf die Batterie halt ich für fahrlässig! Eines Technologiekonzerns für unwürdig!
Toyota wird 2020 die zweite Generation seines Brennstoffzellenfahrzeugs Mirai vorstellen.
In Japan hält man sich also alle Optionen offen, wie das Rennen um die beste Antriebstechnik mal ausgehen wird.
Hoffentlich müssen Daimler und VW in zehn Jahren nicht wieder mit irgendwelchen Mauscheleien über Versäumnisse hinwegtäuschen!

Elon Murks
2 Jahre zuvor

Bravo. Jetzt auch bitte konsequent umsetzen! Der EQC war ein guter Anfang! Freue mich auf EQB und EQS und alle weiteren!
Was die Verbrennerjünger nicht verstehen wollen oder können: Mit Akku fährt man nicht mehr Tanken! Das Laden passiert nebenbei: zu Hause über Nacht und tagsüber am Arbeitsplatz oder beim Einkaufen. Ganz easy. Und das auch noch ohne jeden Stromausfall, weil täglich nur 40 km Reichweite nachgeladen werden müssen.
Und die 10% Vielfahrer sollen eben erstmal beim Verbrenner bleiben. Genauso wie diejenigen, die keine Lademöglichkeit zu Hause oder am Arbeitsplatz haben. Das ist dann eben Pech.
Aber Mercedesfahren war schon immer etwas Besonderes und nicht für jeden 🙂

Ralf
Reply to  Elon Murks
2 Jahre zuvor

Das ist doch hoffentlich Ironie…

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Joachim
Reply to  Elon Murks
2 Jahre zuvor

Genauso sehe ich das auch.
Und durch ein „softige“ Nachladen, also nicht mit Schnellladegeräten, wird die Batterie auch besonders geschont. Es wurde in Versuchen festgestellt: Sogar ausrangierte Batterien erreichten durch geringere Lade- und Entladungsströme wieder ein höheres Kapazitätsniveau.

Tobias
Reply to  Elon Murks
2 Jahre zuvor

Ist alles ganz easy, wenn 47% der Bevölkerung zur Miete wohnt. 🙂

Joachim
Reply to  Tobias
2 Jahre zuvor

Da ist doch aber von der Gesetzgebung aktuell auch schon was hinsichtlich Ladestationen in Arbeit. Für die erwähnten 40km reicht ja wirklich eine ganz normale Steckdose über Nacht.
Aber die Unternehmen zu denen die Kunden mit dem PKW kommen ( Supermärkte, Möbelhäuser, etc ), die sind schon richtig aktiv.
Das dauert halt ein bißchen, bis die Behörden auch in diesem Bereich „Fahrt“ aufnehmen.
Überlegt doch mal, was da in den letzten Jahren für riesige Umstrukturierungen, Vorbereitungen, etc. stattgefunden haben. Und die werden auch noch weiterhin stattfinden, leider auch mit entsprechenden Verwerfungen.

Tobias
Reply to  Joachim
2 Jahre zuvor

Und Hansi Müller aus dem vierten Stockwerk hängt dann ganz lässig das Verlängerungskabel aus dem Fenster, damit sein Auto nachts laden kann, weil der Vermieter oder die Eigentümerversammlung etwas gegen eine Ladestation einzuwenden hat?

Die Unternehmen sind noch (!) fleißig, weil es noch eine Nische ist und man einen gewissen Werbeeffekt damit hat. Wenn es darum geht, die Services flächendeckend anzubieten, wird sich zeigen, wer noch wie aktiv sein wird.

Vorbereitungen sind nichts wert, wenn nichts dabei herum kommt. Die Infrastruktur wird entweder gefördert oder ausgeschrieben.
Wie toll das funktionieren kann, sieht man an der aktuellen E-Auto-Prämie. Bei einer Ausschreibung hätte das kostenlose Laden auch ziemlich schnell ein Ende.

Die Telekom beispielsweise kann beim Ausrollen der Infrastruktur eine zentrale Rolle spielen, wird sich dies, sofern es dazu käme, aber auch fürstlich vergüten lassen. Egal von welcher Seite.

Sofern die Infrastruktur nicht adäquat die der Verbrenner ersetzt, bleibe ich lieber bei meinem Verbrenner.

Wolfi
Reply to  Elon Murks
2 Jahre zuvor

@Elon Murks
„Aber Mercedesfahren war schon immer etwas Besonderes und nicht für jeden“
War hoffentlich als Spass gemeint, falls nicht: wie peinlich!

In Ihrer Gedankenwelt wäre es vermutlich auch ganz natürlich, dass der EQC, EQB und EQS dann von staatlicher Seite subventioniert und der kleine Verbrenner des Pech habenden „Verbrennerjüngers“, der eben keine Lademöglichkeit über Nacht hat, mit hohen CO2-Steuern und Fahrverboten belegt wird.
So in etwa läuft momentan die Diskussion in Deutschland ab!

Racer1985
2 Jahre zuvor

In Zukunft wird es auch wieder einen Mix von verschiedenen Antriebstechnologien geben. Ausschließlich BEV ist vor allem zum aktuellen (!) Zeitpunkt zu kurz gedacht und ich bin froh, dass man in Zukunft nicht mehr nur die Entwicklung von BEV, sondern auch FCEV fördern will. Zumindest soll es so geplant sein. FCEV wird einfach für Fahrzeuge mit großem Energieaufkommen (PKWs mit viel Langsstrecke oder auch LKWs) benötigt. Biokraftstoffe werden langfristig wohl eher zu teuer sein oder das selbe Problem wie Wasserstoff haben, dass deutlich mehr Energie in die Erzeugung gesteckt werden muss, als man später herausbekommt. FCEV ist dennoch sehr interessant, weil viele Komponenten zum BEV identisch sind… inkl. dem Akku, der bei einem FCEV ebenfalls als Puffer-Speicher und quasi Range-Extender benötigt wird. Man muss jedoch das Problem der Herstellung vom Wasserstoff in den Griff bekommen. Vergleichsweise kleine Mengen, die als Abfallprodukt entstehen und für den öffentlichen Busverkehr ausreichen, helfen hier nicht weiter. Viel zu kurz kommt bei der Thematik leider Erdgas als Kraftstoff.
Für mein eigenes Fahrverhalten würde dauerhaft auf jeden Fall ein BEV mit mittelgroßem Akku den größten Nutzen bringen. Hierbei steckt meine größte Hoffnung aber eigentlich in der Feststoffbatterie. Leider wird aber von vielen potentiellen Käufern die Reichweite von BEV als größtem Nachteil geführt, obwohl in den meisten Fällen der kleinste angebotene Akku für diese an 350 Tagen im Jahr vollkommen ausreichen würde. Das ist auch ein Punkt, der mit zu einem grüneren Fußabdruck führt, aber das scheint einigen bei dieser Diskussion nicht klar zu sein.

Andreas
2 Jahre zuvor

„Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung.“

Racer1985
Reply to  Andreas
2 Jahre zuvor

Ich glaube an den Elektromotor. Wie dieser gespeist wird, ist eine andere Geschichte 😉

Wolfi
Reply to  Racer1985
2 Jahre zuvor

@ Racer1985
Ein sehr weiser Satz, der einem auch alle Optionen offen hält!
Im Gegensatz zu Daimler und VW!

Nai
2 Jahre zuvor

Wirklich erheiternd die ganzen Kommentare hier. Die auf Basis von 97%
von 30% der weltweiten Klimaforscher basiert.

Maik
2 Jahre zuvor

Und Mercedes schläft weiter. Mittlerweile ist man bei Daimler so von der „Kostenreduzierung“ besessen, dass dort auch bei Investitionen in die Zukunft gespart wird wo es geht. Natürlich ist das reine E-Auto in der Entwicklung günstiger und auch leichter zu realisieren. Aber es bedeutet eben nicht das es die besser Wahl ist! Und das wird sich brutal rechen. Die Flexibilität des Wasserstoffantriebs ist deutlich höher und so muss der „Konsument“ keinerlei Nachteile oder Einschränkungen zum Verbrenner hinnehmen.

Wahrscheinlich wird sich schlussendlich das Konzept durchsetzen, welches in den USA und Asien überzeugt. Da die japanischen und koreanischen Hersteller zweifelsohne Wasserstoff favorisieren und deren Absatz in den USA und in den Heimatländern deutlich über denen der Europäer liegt, ist das Spiel schon gespielt, bevor es überhaupt erst begonnen hat.

Nai
Reply to  Maik
2 Jahre zuvor

Genau meine Worte:) Man hätte es nicht besser schreiben können.
Wasserstoff ist die Zukunft vor allem weil Shell und Co. auch was verdienen wollen.
Jeder der glaubt das sich E-Autos auf Batterie Basis durchsetzen sollte als Ingenieur entlassen werden. Die Ölindustrie will an der Macht bleiben und das werden sie auch. Ist besser so für uns alle. Wäre ich Ola würde ich einen Deal mit denen machen.

Wasserstoff steckt noch in den Kinderschuhen aber es wird daran geforscht. Bei uns in Neckarsulm sind wir hinter den Türen dabei.

Wasserstoff als Brennstoffzellen oder Wasserstoffverbrenner das sind Zukunftstechnologien.

Racer1985
Reply to  Nai
2 Jahre zuvor

Wasserstoffverbrenner als Zukunftstechnologie? So einen Scheiß hab ich selten gehört. Ineffektiver geht es wohl kaum. Nur damit der „ach so schöne Metallklotz mit Zylindern“ erhalten bleibt oder was? Und wie kann man ehrlich wollen, dass die Ölindustrie weiterhin eine derartige Macht im Markt haben soll? Der Preiskampf der Energieunternehmen untereinander, vorausgesetzt hier werden keine Kartelle geschlossen, kann doch kaum besser für den Kunden sein.

HB
Reply to  Racer1985
2 Jahre zuvor

Die Effizienz-Unterschiede interessieren den Ingenieur, aber nicht den Autofahrer. Das iPhone/Smartphone hat sich von allein durchgesetzt, weil es deutlich besser zu bedienen ist.
Das reine E-Auto wird sich nicht von allein durchsetzen, weil es deutlich schlechter zu bedienen ist.
Das Wasserstoff-Auto wird sich durchsetzen, weil es gleich gut zu bedienen ist.
Nur in den Ländern, wo das reine E-Auto massiv subventioniert wird, wird es sich durchsetzen.
Das ist so simpel, nur die reinen E-Auto Fetischisten verstehen das nicht. Und das ist für mich der Flop der Jahrhunderts.

Hoagie
Reply to  HB
2 Jahre zuvor

Du hast einen Punkt in Deiner Argumentation vergessen: manchmal nimmt man gewisse Nachteile in Kauf, weil andere Vorteile überwiegen. Meine ersten Handys Anfang der 2000er Jahre hatten Akkulaufzeiten von einer Woche. Trotz täglicher Benutzung. Wenn mir da einer erzählt hätte, ich könnte ein kleines Laptop zum Telefonieren in die Hosentasche stecken, müsste das aber täglich aufladen, ich hätte nur mit Kopf gewackelt.

Heute hat das jeder, und niemand beschwert sich übers tägliche Aufladen, weil’s halt nebenbei oder nachts geht. So funktioniert das auch mit nem BEV (aus eigener Erfahrung seit nem halben Jahr i3). Mit der Auslegung eines Tesla Model3 auch für typische Außendienstler.

Der zweite Punkt, den Du weggelassen hast, ist „keep it simple“. Ein FCEV hat neben Akku und E-Motor zusätzlich die Brennstoffzelle samt Tank. Warum soll ich Strom erst umständlich in H2 wandeln, um ihn dann in 5-15 Minuten Tankzeit in die Flaschen zu pressen, wenn ich – siehe Porsche Taycan – heute schon in 5 Minuten 100km direkt Strom nachladen kann? Bei den Verbrauchswerten eines Model3 statt des Taycans wären in den 5 Minuten sogar Saft für 200km drin…

Racer1985
Reply to  Racer1985
2 Jahre zuvor

@HB:
Ich glaube du hast meine Aussage nicht ganz verstanden. Die Brennstoffzelle (!) kann durchaus ein Erfolg werden, solange die Herstellung vom Wasserstoff nicht deutlich zu Lasten des Stromnetzes geht… also mit überschüssiger Energie oder als Abfallprodukt hergestellt wird. Dies aber halt eher für einen bestimmten Kundenkreis. Ich rechne eher damit, dass Wasserstoff der Diesel von morgen ist. Also für Vielfahrer.
Mir geht es explizit um den genannten Wasserstoffverbrenner. Wieso sollte man einen großen Klotz von Motor mit etlichen möglichen Problempunkten eher verwenden, als eine vergleichsweise kompakte (wartungsarme?) Brennstoffzelle? Größer als ein Dreizylinder ist die zurzeit nicht.
„Das Wasserstoff-Auto wird sich durchsetzen, weil es gleich gut zu bedienen ist.“ Da werden viele BEV-Fahrer aber wohl anderer Meinung sein. Diese brauchen nämlich nur noch für die Fahrt in den Urlaub einen Ladepunkt aufsuchen und können im Idealfall ihr Fahrzeug durch die eigene Energiegewinnung zu Hause aufladen. Mach das mal mit nem FCEV.

HB
Reply to  Racer1985
2 Jahre zuvor

Dass speziell der Wasserstoffverbrenner gemeint war, hatte ich überlesen. Ich sehe das genauso, die Brennstoffzelle als Diesel von morgen für Vielfahrer. Das ist eine große, zahlungskräftige Kern-Kundschaft von Mercedes-Benz. Daher muss Daimler bei der Brennstoffzelle am Ball bleiben. Ansonsten kann Daimler seinen Laden gleich ganz schließen, wenn der Kundewunsch nicht mehr zählt.

Nai
2 Jahre zuvor

Es wäre schön wenn das ganze mit dem Klimawandel nicht stimmen würde und das Erdöl in Wirklichkeit abiotisch wäre und das Ganze nur irgendwelche Machenschaften sind die Milliarden scheffeln wollen.
Das wäre ein Traum……….oder doch nicht:)

Na, war nur Spaß:)

Emil
2 Jahre zuvor

Herrlich die Kommentare hier.
Diese ganzen Experten hier, die Probleme der Welt sind gelöst.
Benzin, Diesel, Gas, Wasserstoff, Batterie usw.,..
Als hat seine Berechtigung, nur die Zeit kann nicht angehalten werden genau wie der Fortschritt.
Vor 10 Jahren gab es kein IPhone und jetzt.

Joolo
2 Jahre zuvor

Vor 32 Jahren habe ich als Student für den Messestand von BMW (IAA 1987) den Wasserstofftank aufgeschnitten und jetzt ….

„Wir“ waren schon auf dem richtigen Weg, haben die H2-Technologie nicht weiter vorangetrieben und anderen wie z. B. Hyundai das Feld überlassen.

Jetzt sich hinstellen und Herrn Diess „nachplappern“ ist alles andere als innovativ, vor allem aber nicht unternehmerisch gedacht.

Einzig die Brennstoffzelle und dazugehörige kleine Akkus werden das Automobil aus dem kommenden Rohstoff-/Batterie-Desaster bewahren können.

Nur meine Meinung als Mensch (und als Daimler-Aktionär).

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Christian
2 Jahre zuvor

Man sollte mal genauer hinlesen! In den nächsten 10 Jahren spielt doe Brennstoffzelle keine Rolle. D.h. sie ist NOCH zu teuer, wie BMW es bereits anmerkte. Man forscht weiter, aber für die nächsten 10 Jahre ist das BEV preiswerter.
BMW wird übrigens bereits 2025 mit FCEV in Großserien gehen.