Nach 56 Rennrunden am Circuit of The Americas nahe Austin (Texas) zum Großen Preis der USA sicherte sich Lewis Hamilton im Mercedes-Silberpfeil vorab mit dem zweiten Platz den Weltmeisterschaftstitel der Saison 2019. Der Brite kommt mit der Saison 2019 auf insgesamt sechs Formel 1 Weltmeistertitel und liegt damit nur noch einen Titel hinter Rekord-Sieger Michael Schumacher.

Reifen-Poker bei Lewis Hamilton – Doppelsieg der Silberpfeile

Beim Rennen in Austin fuhr Lewis Hamilton mit einer durchaus riskanten Strategie und ignorierte einen vorbereiteten Boxenstopp komplett und fuhr das Rennen mit nur einen Boxenbesuch zu ende. Der Teamkollege Vlatteri Bottas nutzte zwei Boxenstopps und konnte sich danach aber wieder – auch dank seiner Reifen mit rund 14 km weniger Laufleistung – an die Spitze setzen. Der Sieg ging so an Valtteri Bottas vor Teamkollege Lewis Hamilton (+4.148 Sekunden), gefolgt von Max Verstappen im Red Bull (+5.002 Sekunden).

Für die Silberpfeile bleibt die Saison 2019 aber auch so bereits gut in Erinnerung, zumal die WM-Ränge eins und zwei nach Stuttgart gehen. Lewis Hamilton: „Es war so ein hartes Rennen heute. Ich wollte den Doppelsieg für das Team holen, dachte aber ein Boxenstopp wäre ausreichend. Ich hatte auf den Sieg gehofft, hatte aber am Ende keine Reifen mehr. Ich bin bereit für das nächste Rennen.

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Streckenrekord in Austin weiterhin von Lewis Hamilton

Die Rennstrecke unweit von Austin hat es Lewis Hamilton jedoch trotzdem angetan, zumal er hier nicht nur den Streckenrekord von 1:37,392 min auf der 5,516 km (3,43 mi) langen Formel 1 Strecke hält. Der Brite kann hier auch die meisten Siege der hier absolvierten F1 Rennen seit dem Jahr 2012 vorweisen – lediglich Sebastian Vettel im Red Bull im Jahr 2013 sowie Kimi Räikkönen im Ferrari 2018 unterbrechen die Siegesserie des Briten.

Die schnellste Rennrunde ging übrigens an Ferrari-Pilot in C. Leclerc, der in Austin so noch den Bonuspunkt erhält.

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Platzierungen zum Großen Preis der USA 2019 in Austin im Überblick:

 

1. V. Bottas Mercedes
2. L. Hamilton Mercedes +0:04.148
3. M. Verstappen Red Bull +0:05.002
4. C. Leclerc Ferrari +0:52.239
5. A. Albon Red Bull +1:18.038
6. D. Ricciardo Renault +1:30.366
7. L. Norris McLaren +1:30.764
8. C. Sainz McLaren +1 Runde
9. N. Hülkenberg Renault +1 Runde
10. D. Kwjat Toro Rosso +1 Runde
11. S. Perez Racing Point +1 Runde
12. K. Räikkönen Alfa Romeo +1 Runde
13. L. Stroll Racing Point +1 Runde
14. A. Giovinazzi Alfa Romeo +1 Runde
15. R. Grosjean Haas +1 Runde
16. P. Gasly Toro Rosso +1 Runde
17. G. Russell Williams +2 Runden
18. K. Magnussen Haas +3 Runden

Bilder: Daimler AG

16 Kommentare
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Stefan Camaro
2 Jahre zuvor

Top, herzlichen Glückwunsch an Lewis und ans ganze Team. Die Titel sind eine Gesamtleistung.
Die Fahrer, die Strategieabteilung, das Fahrzeug, alles passt zusammen.

P. Armbruster
2 Jahre zuvor

Doch gar nicht so schlecht, der Valtteri. Qualifying gewonnen – und dann das Rennen souverän nach Hause gefahren. Und zwar bei einem Rennen, in dem die Autos der drei stärksten Teams ziemlich auf gleichem Niveau gewesen sein sollen.

Snoubort
Reply to  P. Armbruster
2 Jahre zuvor

also bei Ferrari habe ich das „gleiche Niveau“ nicht erkennen können ;), weder beim Start noch bei den Rundenzeiten. Ein Schelm….
Congrats to Lewis und Toto…

Snoubort
Reply to  Snoubort
2 Jahre zuvor

Sag ich doch, ein Schelm… 😉
Die „Dominanz“ von Ferrari war ja das ganze Jahr schon immer auffällig zeitlich sehr begrenzt – nämlich im Qualifying, beim Start und vielleicht noch bei Überholmanövern. Ganz extrem dann nach der – eigentlich arbeits- und entwicklungsfreien Sommerpause.
Und plötzlich… aber nein, man hat natürlich nur in die falsche Richtung experimentiert… 52 Sek!

Motorsportfan
2 Jahre zuvor

Ich kann es nicht versetehen warum Daimler immer noch Formel 1 fährt.

HIer werden MIllionen von Euros vernichtet und gleichzeitig werden den Miatarbeitern und Zulieferer milliardenschwere Sparprogramme verordnet.

Durch den ganzen F1 Zirkus werden Emmissionen aller Art in exorbitanter Höhe verursacht und fossile Brennstoffe vernichtet und gelichzeitig muss man als Konzern CO2-Ziele einhalten und will bei der „Green-Econoy“ dabei sein (z.B. EQ-Produkte).

So sehr ich persönlich Motorsport gut finde, passt dieses Engagement jedoch nicht mehr für einen Konzern wie Daimler in die aktuelle Situation.

Wasser predigen und Wein trinken geht auf Dauer nicht gut.

Stefan Camaro
Reply to  Motorsportfan
2 Jahre zuvor

Ich hatte dies auch schon mal aus reinem Interesse gefragt und laut Driv3r macht Mercedes mit der F1 sogar Gewinn (unabhängig vom Marketinggewinn).

Wissen Sie eigentlich wie viele hunderte Millionen an die Sieger ausgeschüttet werden? Mercedes gewinnt seit 6 Jahren Konstrukteurs und Fahrertitel.

Zusätzlich kommt ncoh der Marketinggewinn für AMG dazu, sportliche Fahrzeuge zu konstruieren.

Ich glaube die Aussage von Driv3r.

MartinBerlin
Reply to  Motorsportfan
2 Jahre zuvor

Sie nennen sich „Motorsportfan“ und verstehen das Engagement des nun 6 maligen Weltmeisters in Folge Mercedes AMG Motorsport nicht, weil hier Emmissionen aller Art in exorbitanter Höhe verursacht und fossile Brennstoffe vernichtet werden.
Ich denke Sie sollten Ihren Nickname überdenken, die Greta hat Sie da offensichtlich längst in Ihren Gedankengängen eingeholt…der Motorsport wird noch früh genug gesetzlich verboten (auch eine Formel-E verballert anders „sinnvoller“nutzbare Energien,ist aber völlig emotionslos). Bis dahin wünsche ich mir, wie auch Herr Vettel vor einigen Wochen am Funk forderte, gern noch den V12 zurück.
Glückwunsch an Lewis und das gesamte Team für diese hervorragende Leistung! Weiter so, solange es noch geht und nicht alle Menschen auf diesem Planeten völlig medial verstrahlt zu umherwandernden Robotern geworden sind!

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Motorsportfan
2 Jahre zuvor

Das Posting von „MartinBerlin“ enthält soviel Unterstellungen und Interpretationen, und ist gleichzeitig von Sachlichkeit meilenweit entfernt, dass jedeweder Kommentar dazu überflüssig ist.
Um auf dem gezeigten Niveau zu bleiben: Er wird es vermutlich sowieso nicht verstehen (können oder wollen).

@Stefan Camaro:
Danke für die Info. Unter wirtschaftlichen und Marktingaspekten mag das so sein.

Ich muss die Frage dann anders stellen:
Passt dieses Engagement für einen Konzern wie Daimler noch in die heutige Zeit?
Wenn Daimler ein reiner Sportwagenhersteller wäre könnte ich das verstehen.
Die Produkpalette sieht aber doch etwas anders aus.

Snoubort
Reply to  Markus Jordan
2 Jahre zuvor

Oha…
Ich habe tatsächlich auch bei Toto gestern schon so eine komische Bemerkung – bzw. eine komische Reaktion -bzgl. 2021 bemerkt…

Hagi
Reply to  Markus Jordan
2 Jahre zuvor

So sehe ich das auch.
Mit 2021 hat man 3 englischen Teams vertraglich den 1.6 Liter Motor zugesichert alles was jetzt kommt, wird schwerer wie zu vor sein, jede Epoche endet. Das ist dem Daimler Vorstand klar.
Mit 2021 geht eigentlich fast wieder alles von vorne los, man kann nur noch (Geld) verlieren…
.
ich wiederhole mich.
F1 ist Ende 2020 Ende
parallel läuft jetzt die Schei*** mit der Elektro / und Formel E
mit viel Glück, sieht man den Daimler dann in einer internationalen DTM / Class 1 mit kommender Hybrid Technik und der nächsten C Klassen Generation wieder.
…und HWA hat hier zufällig ab sofort nun ja auch wieder Kapazitäten frei

Snoubort
Reply to  Motorsportfan
2 Jahre zuvor

@Motorsportfan: Das Traurige ist, Du wirst wahrscheinlich sogar recht behalten und Daimler wird weiter kräftig an seiner Selbstzerstörung – bzw. besser „Hinfälligkeit“ arbeiten.
Ansonsten gebe ich MartinBerlin recht, such Dir doch am besten einen anderen Nick-Name, z.B.:
– Sum-Sum Fan
– Gretasailingfan
oder ähnliches.
Auch wenn ich kein S. Vettel Fan bin, aber ja, „bring back the f….. V12“ – und 600kg….
Die Welt rettet man nicht mit und ohne Formel 1

Stefan Camaro
Reply to  Snoubort
2 Jahre zuvor

Die Selbstzerstörung und den Untergang des Universums lasse ich mal unkommentiert.

Zum letzten Satz:
Das Umweltproblem der Formel 1 sind wie Du sagst nicht die Motoren, sondern eher der Aufwand im Hintergrund wie z.b. die 20 Frachtflugzeuge die alles von A nach B bringen.
Da sieht man halt mal wieder wie Grünpopulistisch einfach so mancher Ansatz bzw. Denke ist.
Nur das wo ein Auspuff dran ist, schadet der Umwelt. Genau deshalb ist ja das Smartphone auch nicht umweltschädlich, da es keinen Auspuff hat. (Ironie off).
Das Atgument mit der Vorbildfunktion was gerne gebracht wird, teile ich auch nicht. Wenn man schon Vorbild sein sollte, muss man aufhören mit jeglichem Sport.

Joachim
Reply to  Stefan Camaro
2 Jahre zuvor

Wenn man Deinen letzten Satz konsequent zu Ende ergänzt, gilt das, unabhängig davon wie umweltverträglich eine Sportart ist ( z.B. Laufdiziplinen), natürlich auch für alle Sportveranstaltungen wie Olympische Spiele, Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, Championslige, etc. erst recht. Oder glaubt einer die Aktiven und deren Equipment werden mit Segelbooten zum Veranstaltungsort hin- und zurückgebracht??? Das gilt natürlich auch für die Zuschauer, Journalisten, Betreuer, Kameraleute, etc. Allein der aufgewirbelte Feinstaub und der erhöhte CO² Ausstoss durch das intensive Hin- und Herlaufen ……

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Snoubort
Reply to  Joachim
2 Jahre zuvor

Vor allem gilt es auch für die Formel E!

Hagi
2 Jahre zuvor

GRATULATION an die gesamte Mercedes-AMG F1 Truppe und auch an LH44 für die Umsetzung auf der Strecke zu den Hybrid Titeln Nummer 6 als Hersteller und auch LH44 zu seinen 6 Fahrer-WM-Titeln auf Mercedes Motoren