Mit der E-Klasse startet im Sommer 2020 eine neue, umfassend digitalisierte Lenkradgeneration von Mercedes-Benz: das kapazitive Lenkrad. In seinem Kranz befindet sich eine Zwei-Zonen-Sensormatte, die erkennt, ob die Hände des Fahrers das Lenkrad umfassen. Die in den Speichen platzierten Touch Control Buttons arbeiten ebenfalls mit digitalen Signalen. Den ersten Schritt zum modernen Mercedes-Benz Lenkrad vollzog die damalige Daimler-Motoren-Gesellschaft jedoch bereits vor über 120 Jahren: mit dem Wechsel von der einfachen Lenkkurbel oder Lenkstange zum deutlich funktionaleren Lenkrad. Daraus entwickelte sich die High-Tech-Kommandozentrale von heute, die es dem Fahrer ermöglicht, präzise zu lenken und gleichzeitig zahlreiche Komfort- und Assistenzsysteme bequem und sicher zu bedienen.

Entwickler und Designer arbeiten Hand in Hand – und ringen um jedes Detail. So entscheidet zum Beispiel jeder Millimeter einer Platine, wie elegant die Oberfläche gestaltet werden kann. Dabei geht es um Optik und vor allem um Haptik. „Lenkraddesign ist eine ganz eigene Welt und eine ganz besondere Herausforderung, die vielfach unterschätzt wird“, sagt Hans-Peter Wunderlich, Creative Director Interior Design bei Mercedes-Benz, der seit rund 20 Jahren Lenkräder gestaltet. „Das Lenkrad ist neben dem Sitz das einzige Bauteil im Fahrzeug, mit dem wir einen intensiven Körperkontakt haben. Die Fingerkuppen empfinden Kleinigkeiten, die wir sonst nicht wahrnehmen. Wenn eine Unebenheit stört oder das Lenkrad nicht satt in der Hand liegt, mögen wir es nicht. Dieses haptische Empfinden geht als Rückkopplung ans Gehirn und entscheidet darüber, ob wir das Auto mögen.“ Die emotionale Bindung zu einem Auto entsteht somit über den Tastsinn der Hände.

Ganz ohne Lenkrad – die ersten Automobile

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Das erste Automobil der Welt, der Patent-Motorwagen von Carl Benz aus dem Jahr 1886, kam noch „ohne“ aus. Genauso wie der von Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach konstruierte „Stahlradwagen“ von 1889: Beide hatten kein Lenkrad. Sie waren nur mit einem simplen Lenkhebel oder einer Lenkkurbel ausgestattet. Denn damals war man es von Kutschen gewohnt, am rechten oder linken Zügel zu ziehen, um die Pferde in die gewünschte Richtung zu dirigieren.

Das erste Lenkrad debütierte 1894 beim ersten Automobilrennen der Welt

Der französische Ingenieur Alfred Vacheron gilt als Erfinder des Lenkrads. Für das erste Automobilrennen der Welt, die Wettfahrt von Paris nach Rouen im Juli 1894, hatte er in seinen von einem Daimler-Motor angetriebenen Panhard & Levassor ein Lenkrad anstelle des üblichen Lenkhebels eingebaut. Sein Ziel – bessere Kontrolle – erreichte er, weil sich die Lenkbewegung der Vorderräder aus einer neutralen Mittelstellung bis zum Anschlag auf mehrere Umdrehungen der Lenksäule verteilen ließ. Das ermöglichte eine präzisere Steuerung und damit höhere Fahrgeschwindigkeiten. Der Franzose fuhr zwar nur auf Platz 11 – doch der „Volant“ setzte sich durch.

Mercedes Simplex mit schräggestellter Lenksäule und Motorfunktionsregelung

1900 stattete auch die Daimler-Motoren-Gesellschaft ihren Phoenix-Rennwagen mit einem Lenkrad aus. Außerdem wurde die Lenksäule schräg gestellt, was die Bedienung enorm erleichterte. Dennoch erforderte jede Lenkbewegung einen hohen Kraftaufwand. In den 1902 eingeführten Mercedes-Simplex Modellen gab es zusätzliche Hebel am Lenkrad, über die essenzielle Motorfunktionen wie Zündzeitpunkt und Gemisch reguliert werden mussten.

Die 1920er bis 40er Jahre: großer „Volant“ mit Hupenring

Während die Hebel zur manuellen Justierung von Kraftstoffgemisch und Zündung dank Weiterentwicklung der Motoren allmählich überflüssig wurden, blieb eine Zusatzfunktion aus der Frühzeit des Autos bis heute erhalten: das Hupen. Die einfachste Form der Car-to-X-Kommunikation begann mit der Ballonhupe auf dem Lenkradkranz, gefolgt von der Hupentaste auf der Lenkradnabe. In den 1920er Jahren debütierte der Hupenring auf den Lenkradspeichen. Er gehörte bis in die 1970er Jahre zum Standard und wurde immer filigraner.

1949 übernahm der Hupenring auch die Funktion zur Betätigung der Blinker bzw. der bis Mitte der 1950er Jahre üblichen Winker. Zum Abbiegen wurde er einfach nach links oder rechts gedreht. Dann schwenkte ein etwa 20 Zentimeter langer Winkerarm seitlich aus der Karosserie und zeigte die Fahrtrichtung an. Diese aus heutiger Sicht skurril anmutenden Richtungsanzeiger wurden von den orangegelben Blinkleuchten abgelöst, die durch Drehen des Rings über ein zentrales Steuergerät aktiviert wurden.

Die 1950er Jahre: Das Debüt von Lenkradschaltung und Servolenkung

In den 1950er Jahren wurde das Lenkrad noch mehr zur zentralen Schnittstelle zwischen Auto und Fahrer – zur Schaltzentrale für neue Komfortfunktionen und mehr Sicherheit. 1951 führte Mercedes-Benz im Typ 300 „Adenauer-Mercedes“ (W 186) und im Typ 220 (W 187) die Lenkradschaltung ein. Ein Komfortgewinn für Fahrer und Beifahrer. Denn damals bestanden die Vordersitze in der Regel aus einer durchgehenden Bank, auf der bis zu zwei Beifahrer Platz fanden. Bis in die 1970er Jahre blieb der Schalthebel an der Lenksäule eine weit verbreitete Art der Getriebebetätigung. Bei Mercedes-Benz kehrte er 2005 mit dem Automatik-Wählhebel DIRECT SELECT wieder zurück, was die Mittelkonsole für andere Zwecke frei machte. Als weitere Lenkradfunktion kam 1955 der Hebel für die Lichthupe hinzu. Das Lenken selbst war jedoch trotz großer Lenkübersetzung und ausladender Lenkrad-Durchmesser häufig kräftezehrend. Daher führte Mercedes-Benz 1958 in der Repräsentationslimousine des Typs 300 eine Servolenkung ein.

 

Die 1960er Jahre: Geringeres Verletzungsrisiko dank Sicherheitslenkung

Mit dem „Heckflossen-Mercedes“ (W 111) revolutionierte Mercedes-Benz 1959 den Automobilbau, vor allem in puncto Unfallschutz. Die Limousine war das weltweit erste Fahrzeug mit einem ganzheitlichen Sicherheitskonzept, bestehend aus stabiler Fahrgastzelle, Knautschzonen, einem neuen Sicherheitslenkrad mit großflächiger, deformierbarer Prallplatte, die das Verletzungsrisiko bei einem Aufprall reduzierte, sowie einer geteilten und nach hinten versetzten Lenksäule. Dadurch konnte der sogenannte Lanzeneffekt vermieden werden. Bei früheren Fahrzeugen mit starrer Lenksäule gab es immer wieder schwere Verletzungen, da sich nach einem Frontalaufprall die Lenksäule dem Fahrer entgegenschob. Zur weiteren Erhöhung der Sicherheit führte Mercedes-Benz eine patentierte Sicherheitslenkung mit Teleskoplenksäule und Pralltopf ein, die 1967 Standard im gesamten Pkw-Programm wurde.

Zusätzlich feierte 1959 der erste kombinierte Hebel sein Debüt in der „Heckflosse“ und im „Ponton“. Nach dem Motto „aus zwei mach eins“ umfasste er die Funktionen Blinker und Lichthupe. 1963 wurde der Hebel um die Funktionen Scheibenwischer und Scheibenwaschanlage erweitert. Der Scheibenwischer wurde vorher mit einem Zugschalter auf der Oberseite der Instrumententafel aktiviert.

Die 1970er und 1980er Jahre: Ganz im Zeichen der Sicherheit

Das 1971 im 350 SL Roadster eingeführte Vierspeichen-Sicherheitslenkrad sorgte dank breiter Polsterplatte mit Pralltopf für nochmals verbesserten Aufprallschutz. Die Speichen dienen als Stützen für den Kranz. Sie nehmen bei einem Aufprall die Kräfte auf und leiten sie so weiter, dass der Lenkradkranz nicht brechen kann. Der Hupenring hatte ausgedient und die Taster für das Signalhorn wanderten wieder auf die Lenkradmitte.

1975: Der erste Tempomat

Als eines der ersten Automobile erhielt der Mercedes-Benz 450 SEL 6.9 im Dezember 1975 serienmäßig eine sogenannte Geschwindigkeitsregelanlage, kurz Tempomat. Der weltweit erste radargestützte Abstandsregeltempomat DISTRONIC, der den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug konstant hält, hatte 1998 Weltpremiere, ebenfalls in der S-Klasse (Baureihe 220).

1981: Der erste Airbag

Das weitere Streben nach bestmöglicher Sicherheit führte dazu, dass sich das Lenkraddesign ab 1981 einmal mehr entscheidend veränderte. Ursache dafür war die Einführung des ersten Fahrer-Airbags in der S-Klasse (Baureihe 126). Hinter der ausladenden Prallplatte verbarg sich das neue Rückhaltesystem, das im Kollisionsfall einen nie zuvor erreichten Sicherheitsstandard bot. Die Entwickler jubelten, die Designer rauften sich die Haare. Denn frühe Airbags waren voluminös, der Pralltopf musste deshalb deutlich größer werden. Im Lauf der weiteren Entwicklung konnte das vakuumverpackte Luftkissen jedoch immer kleiner gefaltet werden, die Gestaltungsspielräume für die Designer wurden wieder größer. 1992 wurde der Fahrer-Airbag zur Serienausstattung in allen Pkw-Modellen von Mercedes-Benz. 1994 folgte der Beifahrer-Airbag. Der Luftsack bläst sich bei einem Aufprall innerhalb von 30 Millisekunden auf einen Durchmesser von 720 Millimeter und ein Volumen von 64 Litern auf. „Heute haben wir den kompaktesten Airbag im Markt“, sagt Marcus Fiege, Leiter Lenkradentwicklung bei Mercedes-Benz.

1998: Das erste Multifunktionslenkrad

Eine weitere technische Revolution verkörperte das Multifunktionslenkrad, das 1998 zusammen mit dem COMAND (Cockpit Management and Data) System eingeführt wurde. Nicht nur die Vielzahl der Fahrzeugfunktionen, auch der Vormarsch neuer Geräte für Information, Navigation und Unterhaltung erforderten ein Umdenken bei der Fahrzeugbedienung und beim Anzeigenkonzept. Ein wichtiges Ziel bei der Entwicklung der S-Klasse Baureihe 220 war es, den Autofahrer so weit zu entlasten, dass er sich ganz aufs Wesentliche konzentrieren kann: auf die Verkehrslage und das Fahrerlebnis. Mit einem neuen, serienmäßigen Multifunktionslenkrad steuerte er viele Systeme und rief wichtige Informationen per Daumendruck ab. Das Lenkrad war erstmals mit Autoradio, Autotelefon und einem Display in der Mitte des Kombiinstruments gekoppelt, auf dem bis zu acht Hauptmenüs erschienen.

2005: Die Wiedereinführung der Lenkradschaltung

2005 debütierten die damals neuen Modelle der M-Klasse und S-Klasse mit neu gestaltetem Cockpit: Der Automatik-Wählhebel wanderte von der Mittelkonsole an die Lenksäule. Die neue DIRECT SELECT Schaltung schaffte Platz zwischen Fahrer und Beifahrer und erleichterte die Bedienung erneut. Zusätzliche Lenkrad-Schalttasten ermöglichten die manuelle Vorwahl der sieben Gänge, das Leistungsvermögen der Sechs- und Achtzylindermotoren ließ sich nun in jeder Fahrsituation optimal ausnutzen. Ab 2008 war im SL Roadster das 7G-TRONIC Sportgetriebe mit Lenkrad-Schaltpaddles erhältlich.

 

 

Von der polygonalen zur geometrischen, runden Form mit fließenden Speichen

Mit neuen Funktionen hielten immer mehr Kabel, Platinen und Sensoren Einzug ins Lenkrad. Um sie und den Airbag zu verstecken, waren die Lenkräder in den 2000er Jahren eher wuchtig. Im Lauf der Zeit wurde die Gestaltung immer feiner. Aus den zunächst polygonalen Formen entwickelten sich geometrische Formen mit einem Kreis in der Mitte und fließenden Speichenformen.

2016: Erstmals berührungssensitive Touch Control Buttons in der damaligen E-Klasse

Die E-Klasse von 2016 verfügte als erstes Auto der Welt über berührungssensitive Touch Control Buttons am Lenkrad. Sie erlauben die Steuerung des gesamten Infotainments per Finger-Wischbewegungen – ohne die Hände vom Lenkrad nehmen zu müssen. Wie die Oberfläche eines Smartphones sind die Buttons berührungssensitiv und reagieren daher auf horizontale und vertikale Wischbewegungen eines Fingers. Damit kann der Fahrer alle Funktionen des Infotainmentsystems einfach, logisch und intuitiv steuern. Ein Drücken der Touch Control Buttons löst die mit Wischgesten angewählte Funktion aus. Weitere vier Tasten pro Schalterfeld sind mit den bekannten Funktionen wie Lautstärkenregelung und Telefonsteuerung hinterlegt.

2020: Das kapazitive Lenkrad in der neuen E-Klasse

Ebenfalls in der E-Klasse startet jetzt die neue Lenkradgeneration mit kapazitiver Hands-Off-Erkennung. Im Lenkradkranz befindet sich eine Zwei-Zonen-Sensormatte. „Die Sensoren auf der Vorder- und Rückseite des Kranzes registrieren, ob das Lenkrad umfasst wird. Es ist keine Lenkbewegung mehr erforderlich, um den Assistenzsystemen zu signalisieren, dass man das Fahrzeug kontrolliert“, erklärt Marcus Fiege. Auch die Steuerung der in den Lenkradspeichen integrierten Touch Control Buttons funktioniert jetzt kapazitiv. Damit werden die Bedienflächen mechanisch maximal reduziert.

Die in mehrere Funktionsbereiche aufgeteilten, fugenlosen Bedienfelder sind flächenbündig präzise in die Speichen integriert. Die Berührungen werden, wie bei einem Smartphone, über eine kapazitive Sensorik erfasst und ausgewertet, was eine intuitive Bedienung über Wischgesten und Drücken der bekannten Symbole ermöglicht. Die hochwertigen Materialien sind so gewählt, dass die Bedienung auch in einem durch Sonneneinstrahlung stark aufgeheizten Innenraum ermöglicht wird. „Das System erkennt automatisch, wo sich der Finger gerade befindet. Und die Schaltflächen sind auf Temperaturen von über 100 Grad Celsius ausgelegt“, so Fiege.

Perfekte Proportionen

Das Lenkrad ist in drei Ausführungen erhältlich: „Sport“, „Luxus“ und“ Supersport“. „Es ist das schönste Lenkrad, das wir je gebaut haben“, sagt Hans-Peter Wunderlich. „Die Proportionen von Airbag, Speichen und Kranz sind absolut harmonisch. Der Airbag wird nicht kaschiert, sondern als umschmeichelnde Kugel inszeniert“. Bei der Variante „Luxus“ formen die Speichen einen von eleganten Callas-Blüten inspirierten Kelch in Black-Panel-Optik, in der die Kugel schwebt. In der Ausführung „Supersport“ wird sie von zwei Doppeldeckerspeichen in Black-Panel-Optik gehalten, die an Radflügelmuttern von Sportwagen erinnern. So inszenieren die Lenkräder Hightech und wecken gleichzeitig Emotionen – ganz im Sinne der Designphilosophie der Sinnlichen Klarheit, die die Bipolarität von Intelligenz und Emotion zum Ausdruck bringt.

Die Größe des Lenkrads ist im Vergleich zur Vorgängergeneration gleich geblieben. Mercedes-Benz hat für Lenkräder feste Größen entwickelt. Der Lenkraddurchschnitt beträgt je nach Ausführungsvariante 370 Millimeter („Supersport“) bis 380 Millimeter („Luxus“). Der Lenkradkranz ist 29 Millimeter breit und 42 bis 44 Millimeter tief. Hans-Peter Wunderlich: „Der Lenkradkranz ist der heimliche Königsmacher eines Lenkrads. Seine geometrische Ausarbeitung ist eine Wissenschaft für sich, die in keinem Lehrbuch steht. Der Kranz muss satt in der Hand liegen. Hat er einen Millimeter zu viel, fühlt er sich unangenehm wulstig an. Ist es ein Millimeter zu wenig, wirkt er wie verhungert. Und dieser Eindruck trübt dann das Gesamtfühl für das Auto.

Quelle/Bilder: Daimler AG

 

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Lars Kretschmer
1 Jahr zuvor

Auch wenn Ich die Luxus-Variante des neuen Lenkrads, vor allem wegen der übergroßen Black-Panel-Optik, etwas „billig“ und zugegebenermaßen auch dadurch nicht unbedingt schön finde, ist hingegen die Supersport-Variante eine mMn sehr gelungene Evolution des bisherigen Lenkrads und sieht deutlich edler aus als zuvor. Die einzige Frage, die mir noch nicht ganz klar ist, was es mit der „normalen“ Sport-Variante auf sich hat, denn bisher hat man ja nur die ersten beiden, von mir angesprochenen Varianten des Lenkrads gesehen, oder täusche Ich mich da?

Lars Kretschmer
1 Jahr zuvor

Auch wenn Ich die Luxus-Variante der neuen Lenkradgeneration, vor allem wegen der übergroßen Black-Panel-Optik, etwas „billig“ und deswegen auch nicht unbedingt schön finde, ist die Supersport-Variante eine mMn sehr gelungene Weiterentwicklung zum bisherigen Lenkrad und sieht auch deutlich edler und harmonischer als bisher aus, wie es ja schon Herr Wunderlich meinte. Eine Frage ist mir jedoch noch nicht ganz klar, und zwar was es mit der „normalen“ Sport-Variante auf sich hat, denn mir sind bisher nur die von mir beiden genannten Optionen bekannt.
MfG

Tom
1 Jahr zuvor

Da kann so viel PR-Sprech kaschieren wie man will, aber leider sehen die Lenkräder mit den überdimensionierten Stern wie Spielzeuge aus. Für mich ein deutlicher Rückschritt zum alten Lenkrad (was mit den Hochglanz-Bedienfeldern auch nicht so super war…)

Manfredcedes
1 Jahr zuvor

Früher war eben alles besser – zumindest standen die Lenkräder da noch alle gerade. Das ist ja heute kaum noch möglich bei Mercedes.

Ralf
Reply to  Manfredcedes
1 Jahr zuvor

Wie ist das genau gemeint?
Ich habe aktuell ein massives Problem mit den Lenkeigenschaften meiner A-Klasse, wo die 12-Uhr-Position nicht mit der 0-Stellung übereinstimmt und mangelhaftes Lenkverhalten hervorruft. Andere Autos haben das nicht. Bin auch von TAD massiv enttäuscht und es läuft wohl auf den Rechtsweg hinaus…

Wolfi
1 Jahr zuvor

Vermutlich bin ich zu dumm:
Ich kann aus den Bildern im Artikel nicht sehen, welches der abgebildeten Lenkräder jetzt genau welche Variante (Sport, Luxus und Supersport) darstellt.
Bitte helft mir mal!

Snoubort
1 Jahr zuvor

Mit altem oder neuen Lenkrad, Sport oder wie auch immer, auch mit Analog-Instrumenten – in den gehobenen Varianten ist und bleibt es (W213) einfach ein wirklich, wirklich schön-designter Innenraum.

maitre-d
1 Jahr zuvor

Da bin ich mal gespannt wie sich die kapazitiven Flächen bedienen lassen wenn ich im Oktober meinen E53 Mopf bekomme. Das aktuelle Lenkrad mit der Rolle als Lautstärke hat schon was. Die beiden Touchflächen benutze ich nur wenn es nicht anders geht, die sind mir zu fummelig. Dem Dreh- Drűcksteller in der Mittelkonsole werde ich auf jeden Fall nachtrauern, mit dem Touchpad (mehrfach probiert in der W177 A-Klasse) komme ich garnicht zurecht. Ist vor allem während der Fahrt schlecht zu bedienen.

Chris
1 Jahr zuvor

Das Problem des W213 ist, dass das Design dieser Lenkräder schlicht nicht in den W213 passt.
Die Lenkräder sind auf den W223 und W206 gezeichnet. Da passt „black panel“ besser zum Interieur.

Bob!
1 Jahr zuvor

Wunderschön geschriebener Artikel mit tollen Bildern. Große Danksagung an den Verfasser!!

Helge
1 Jahr zuvor

Also das Bild der 2016er Variante gefällt mir besser, als das 2020er.
Wenn man sich den Mercedes Stern beim 2020er wegdenkt, erinnert mich das an das Tesla Markenlogo, gerade weil die Speichen unten so schmal sind.
Oder will uns Mercedes damit etwas sagen?

C216500
1 Jahr zuvor

Das für mich wertigste Lenkrad ist das Holz-Lederlenkrad der BR221/216. Fühlt sich sehr solide an und ist auch optisch sehr gelungen.

PupNacke
Reply to  C216500
1 Jahr zuvor

Am gelungensten finde ich aber neben W221 das Lenkrad im W222 VorMopf… So simpel, so elegant mit Holz, unten der schöne MB Schriftzug. Ein schöneres Lenkrad in einer Luxuslimousine nie sehen oder gar anfassen können…

Deja vu
1 Jahr zuvor

Einfach nur häßlich…. Warum muss man krampfhaft CHEVROLET nacheifern !??
Die neunen Lenkräder verschandeln den ganzen schönen Innenraum.
Das L5C in silber ist doch schön genug. Oder muss man das „Rad“ neu erfinden…

stefan
1 Jahr zuvor

… black panel optik … das schönste lenkrad aller zeiten… bla bla bla !!
ich sehe nur ein extrem hässliches und billig wirkendes lenkrad bestehend aus billigem, kratzempfindlichem glanzplastik!
schaut euch mal drei- vier jahre alte glanzplastik mittelkonsolen in der c und e klasse an… echt eine schande und zum drüber kotzen… kommt ja dann aber auch in der neuen s-klasse so…
die autos werden nicht mehr für die ewigkeit gebaut. aus daimler sicht heute offensichtlich ausreichend wenn der billige plastikschrott zu luxuspreisen für den neuwagen leasingnehmer die ersten zwei drei jahre einigermaßen anständig aussieht. was danach kommt ist egal. man möchte ja schließlich neue autos verkaufen…

Nexusband
Reply to  stefan
1 Jahr zuvor

Darüber hinaus sehe ich noch eine absolut beschissene Bedienung und einen unglaublich großen Verlust von Wertigkeit. „Damals“ beim iPhone 5 wurden die Stimmen laut, dass das iPhone zu Leicht geworden ist und damit Wertigkeit verloren hat (fast 15 Gramm weniger, als das iPhone 4). Apple ist also her gegangen und hat das iPhone 6 ein paar Gramm schwerer gemacht (ok, es war auch 0,7 “ größer, aber das tut erst mal nix zur Sache).
Gerade Apple hat die Taptic Engine perfektioniert und haufenweise Patente angemeldet, d.h. das haptische Feedback bei Touchtasten kann nicht auf dem Level sein, was z.B. ein Iphone Xs oder 11 kann (wer eins hat, einfach mal die Taschenlampe auf dem Sperrbildschirm an machen – fühlt sich an wie ein „echter“ Schalter). Audi hat das auch nicht hinbekommen, das haptische Feedback fühlt sich an wie bei einem billigen Android Telefon.

Echte Schalter, die noch dazu die Qualität wie das „Vorgängerlenkrad“ hatten, kann aber selbst das iPhone nicht ersetzen. Kapazitiv ist zwar ein Argument für eine Veränderung, aber Touch Only ist die falsche Entscheidung und so unschön ich das finde, ich hoffe es fällt Mercedes gewaltig auf die Füße.

Helge
1 Jahr zuvor

@Nexusband
Genau so sehe ich das auch. Aber nicht nur am Lenkrad ist Touch fehl am Platze, auch sonst haben echte Schalter die Nase vorn. ich habe in einem anderen Blogbeitrag vom VW Golf 8 geschrieben, und da sieht man ja, wo das hinführt.
ich möchte nicht wissen, wie viele Leute täglich im „Blindflug“ unterwegs sind, weil sie während der Fahrt sich mit den Einstellungen ihres „modernen“ Infotainmentsystems (z.B:: MBUX) herumschlagen.
Was viele nicht wissen. Wer sich vom Infotainmentsystem bzw. Navi ablenken läßt bezahlt wenn er erwischt wird auch 150 Euro Strafe. Es ist also nicht nur das Handy das geahndet wird.

Die Hersteller würden gut daran tun, die Bedienung zu erleichtern und keine Untermenüs von Untermenüs zu machen. Eine Ebene reicht vollends. Und wenn das nicht reicht, sind halt Schalter die bessere Wahl.

Ralf
Reply to  Helge
1 Jahr zuvor

Na ja, ein bisschen Eigenverantwortung sehe ich auch beim Fahrer, sich vom Navi nicht ablenken zu lassen und ggf. rechts ranzufahren, wenn man was eingeben muss.
Denn um das Auto zu fahren, braucht man von diesem Infotainment gar nichts.

Und gerade MBUX bietet ja eine sehr gute Bedienungsmöglichkeit per Sprache.

Ansonsten: Hyundai deaktiviert während der Fahrt Touch am Navibildschirm, was ich nicht für ideal halte.

Frank Ehmann
Reply to  Ralf
1 Jahr zuvor

Ich sehe diese Touch-Tasten am Lenkrad auch sehr kritisch. Auch ich verstelle ständig mit den kleinen Pads heute schon unfreiwillig alles mögliche, weil ich mit dem Finger versehentlich darüber streiche.

Touch hat den Nachteil, dass man a) nicht blind danach tasten kann, ohne etwas zu verstellen (einen Knopf/Wippe kann ich ertasten ohne dass etwas passiert) und b) bekomme ich zwar eine Rückmeldung wenn ich darüber streiche, aber die Präzission und Zuverlässigkeit der 2-stufigen Wippe für den Tempomat (+1/+10) ist damit bisher nicht zu erreichen. 3x leicht antippen = +3 km/h, ohne dass ich das auf der Anzeige kontrollieren muss!

Die früher so wichtige Sicherheit wurde meiner Meinung nach dem Hype geopfert – zumindest für die Generationen, die nicht als digital Native oder in Asien in den blinkenden Tech-Städten groß geworden sind.

Ich würde mir hier alternativ ein „Classic“-Lenkrad optional wünschen. Ich denke, in der weltweiten Verteilung würden sich hier unterschiedliche Präferenzen herausstellen.

Marc W.
Reply to  Ralf
1 Jahr zuvor

Ich frage mich gerade, ob noch immer eine Abstufung von Warnungen erfolgen. Also, wenn erkannt wird, man befindet sich in einer „intensiven“, angespannten Situation (Überholen, Ausweichen, starkes Bremsen, enge Kurve), erfolgen nur essentielle Meldungen (zB Bremsflüssigkeit), nicht aber Ölstand, Lampenausfall etc.
Vermutlich, und das ist meine Kritik und Abscheu am „neuen Daimler“, hat man das auch abgeschafft, weil zu teuer. Dieses Touch und Wisch ist abartig und 100% konträr zur langjährigen Philosophie der Bediensicherheit.

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mbmb
1 Jahr zuvor

Also ich sehe da absolut schwarz.. Habe aktuell die W177 A-Klasse mit wunderschönem AMG-Volant und die Touchtasten am Lenkrad sind unmöglich zu bedienen, wenn man mal leicht schwitzige Hände hat. Wenn ich das nächste Lied abspielen will, nehme ich das Touchpad in der Mittelkonsole. Das ist nicht aus schmierigem Klavierlack Plastik. Und jetzt wird das ganze Lenkrad so sein. Wie soll man das bitte bedienen, wenn man mal etwas nasse Hände hat, macht sich über sowas eigentlich noch jemand Gedanken? Das ist eine ganz normale Sache im Alltag. Daumen runter von mir.

Eric Sailer
1 Jahr zuvor

Liebe Leute, was regt ihr euch auf. Bald gibt es gar keine Lenkräder mehr und dann fahren die Autos alleine (W214) bzw. man muss es nicht mehr ständig anfassen. Das ist doch Jammern auf allerhöchstem Niveau. Werden die Knöpfe abgeschafft bzw. sind nicht verfügbar, so jammern die einen, die alle Funktionen am Lenkrad haben wollen. Gibt es zu viele Knöpfe, fühlt sich die Fraktion der Nostalgiker und Simplizitätspuristen auf den Schlips getreten. Ergo: Mercedes kann es nie allen zu 100% gleichermaßen Recht machen. Zumindest sind die Lenkräder bei MB immerhin noch schön und ansehnlich und nicht so abgrund hässlich und unförmig wie bei der Konkurenz mit den vier Ringen…

Snoubort
Reply to  Eric Sailer
1 Jahr zuvor

Der W214 wird in etwa so alleine fahren, wie der W213er bei Einführung mit Gesten gesteuert werden konnte (und einen Dreh-Drücksteller erhielt, nicht dass mich das gestört hatte)….

Hans
1 Jahr zuvor

Ich ordne mich noch in der Generation Digital Native ein und liebe neue Technik. Aber wer kommt ernsthaft auf die Idee, an einem Lenkrad sei Touchbedienung mit billigem Klavierlack ist eine gute Idee?

Igor
1 Jahr zuvor