Mercedes-Benz hat die Kurzarbeit in den Werken Sindelfingen und Bremen bis Ende dieser Woche verlängert. Grund für den teilweisen Produktionsstopp sind die anhaltenden Halbleiter-Lieferengpässe.

Kurzarbeit in Bremen und Sindelfingen verlängert

Die Produktion in den Werken in Bremen sowie teils in Sindelfingen sind bereits seit vergangenen Woche unterbrochen worden und sollte ursprünglich auch diese Woche wieder aufgehoben werden. In den Werken in Rastatt und im ungarischen Kecskemét geht die Kurzarbeit weiter – in Rastatt bis in die kommende Woche, im Werk in Ungarn bis Mitte August 2021.

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Grund für die (teilweise) Einstellung der Produktion ist die anhaltende Halbleiterkrise. Details über die betroffenen Mitarbeitern gibt es nicht. Im Bremer Werk sind aktuell mehr als 12.000, in Sindelfingen 25.000 Mitarbeiter beschäftigt. In Ungarn hat man aktuell rund 4.700 Mitarbeiter, in Rastatt um die 6.500.

Symbolbilder: Daimler AG

 

18 Kommentare
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Michael Schulz
1 Monat zuvor

Warum wird eigentlich nie über Düsseldorf gesprochen. Wir sind auch in Kurzarbeit und voraussichtlich nächste Woche auch noch! Ein bisschen mehr Wertschätzung erwarte ich mir auch für die kleinen Werke!

Michael Schulze
Reply to  Michael Schulz
1 Monat zuvor

Heul leise 🙂

martin
Reply to  Michael Schulz
1 Monat zuvor

Weil es für die meisten Leser dieses Blogs komplett uninteressant ist ob Vans, Busse oder LKW hergestellt werden.
Von der schleppenden PKW Produktion sind aber viele Leute als Kunde von MB direkt betroffen.
Das hat doch mit Wertschätzung nichts zu tun, es ist vielmehr für die Mehrheit unrelevant.

JeGa
1 Monat zuvor

Ich finde es wirklich toll wie der Staat Managementfehler über die Kurzarbeit ausgleicht.

Frank a.d.H.
Reply to  JeGa
1 Monat zuvor

Wäre es Ihnen lieber, die Mitarbeiter müssten für die Managementfehler geradestehen?

Karl Marx
Reply to  Frank a.d.H.
1 Monat zuvor

In einer idealen Welt (i.e. Utopie) würden Manager für Managementfehler geradestehen.

juepoe
Reply to  Karl Marx
1 Monat zuvor
Snoubort
Reply to  Frank a.d.H.
1 Monat zuvor

Häh, erst einmal allgemein, wieso sollen denn völlig Unbeteiligte – also der Steuerzahler – “lieber” für die Fehler des Daimler Managements gerade stehen? Natürlich trägt man als Mitarbeiter ein Risiko mit, und bei Daimler wird man dafür erstens sehr überdurchschnittlich “entschädigt”, zweitens müsste hier bei dem “Halbleiterthema” gar kein Mitarbeiter für irgendwas geradestehen und drittens darf man auch nicht vergessen dass im “Managementkontrollgremium” auch 50% Arbeitnehmervertreter sitzen (und kein Steuerzahlervertreter etc.).
Das ganze unabhängig davon, dass hier im Falle der Kurzarbeit ja nicht der “Staat” oder die “Steuerzahler” geschädigt werden, sondern eine Versicherung zweckentfremdet wird, in die jeder Arbeitnehmer brav einzahlt um für Risiken abgesichert zu sein. Hoffen wir mal dass also kein anderer Versicherungsnehmer unter dieser Zweckentfremdung leiden wird müssen, die einzig und allein dafür da ist die geplante Rendite (und Boni!?) trotz Fehlentscheidungen zu erreichen.

Zuletzt editiert am 1 Monat zuvor von Snoubort
Snoubort
Reply to  Frank a.d.H.
1 Monat zuvor

Nochmal konkret meine Frage, wieso ist es Dir lieber dass u.a. z.B. ein Malergeselle in Bautzen für Managementfehler von Daimler geradestehen muss / soll?

martin
Reply to  JeGa
1 Monat zuvor

Sorry aber das sind duch haltlose Stammtischparolen.
Warum ist der Corona Lockdown aktuell Malaysia ein Managementfehler ?
Wir leben in einer globalisierten Welt, dann kann sich auch keiner der global agierenden Hersteller vor verschliessen.

Zudem, währe es besser für den Staat, wenn man beispielsweise alle Leiharbeiter die man aktuell eigentlich nicht braucht auf die Strasse stellen würde?

Denkt doch mal kurz nach bevor ihr sowas schreibt.

Snoubort
Reply to  martin
1 Monat zuvor

Für einen Lockdown in Malaysia kann das Management nix, für die Position auf der Prioritätenliste schon.
Aber wieso soll / kann das ein Thema für den “Versicherungsfall” Kurzarbeit sein? Die Kurzarbeit ist dafür gedacht die Arbeitsmarktfolgen gesamtwirtschaftlicher Konjunkturdellen abzufedern, speziell da “Wiedereinstellungen” im deutschen Arbeitsrecht sehr “teuer” sind – nicht irgendwelche Lieferkettenprobleme einzelner Branchen zu “versichern”.
Sie ist zum Schutz von Arbeitsplätzen da, nicht zum Schutz von Unternehmensgewinnen.
Zudem verstehe ich jetzt auch nicht was die Anmeldung von Kurzarbeit bei Daimler mit den Leiharbeitern zu tun haben soll, bzw. wieso diese dadurch geschützt werden sollen?

Zuletzt editiert am 1 Monat zuvor von Snoubort
glc
Reply to  martin
1 Monat zuvor

Der aktuelle Halbleitermangel ist aber nicht auf Corona zurückzuführen, sondern das der Bedarf gestiegen ist und die Automanager verpennt haben ihren wieder rechtzeitig anzumelden. Es wurden zu keinem Zeitpunkt weniger produziert, ganz im Gegenteil, die Chipherstellter versuchen ja eifrig ihre Kapazitäten auszubauen, bloss das geht halt nicht von heute auf morgen.

Während der Coroankrise wurden weniger Autos bestellt, weshalb man auch die Bestellungen der Chips zurückgefahren hat. Während andere Branchen erhöhten Bedarf angemeldet haben (z:b. Unterhaltungselektronik). Jetzt wo der Autobedarf wieder anzieht sind aber die Kapazitäten schon vergeben und man schaut in die Röhre.

Da waren andere Branchen einfach fixer bzw. weitsichtiger. Insofern ist es auch nicht fair das Missmanagment, daß auf dem Rücken der Allgemeinheit auszutragen.

martin
Reply to  glc
1 Monat zuvor

Tja, das Thema ist aktuell nur das es nicht gar nicht allein an der Chipverfügbarkeit liegt, das es kein Material gibt, sondern eben doch an AKTUELLEN Cornona Lockdowns, die beispielsweise in Malaysia, wo Daimler von der dortigen Bosch Fabrik sehr viele SG bezieht und die nun eben einfach nicht hergestellt werden können, weil es keine Menschen gibt in den Fabriken.
Die Welt ist noch etwas komplexer als es im ersten Augenblick den Anschein hat. Hat dann also doch nicht mit Missmanagement zu tun, oder?

glc
Reply to  martin
1 Monat zuvor

Achso, dann sorry.. könnt ihr bitte den Artikel ändern, es liegt doch nicht am Chipmangel wie in diesem und anderen Artikeln behauptet…

Der Lockdown in Malaysien war Anfang Juni und mittelweile sind auch dort die Farbriken wieder voll produktiv.

Und doch, es ist Missmanagement, weil man geplante Kapazitäten aufgrund von
weniger Autoverkäufen abgegeben hat. Die Chiphersteller haben ganz einfach andere Abnehmer gefunden und die Autobauer müssen sich jetzt wieder hinten in der Reihe anstellen.

martin
Reply to  glc
1 Monat zuvor

so so, die Fabriken in Malaysia laufen wieder voll, hast du diese Fake-Info von der Querdenkerbewegung , oder woher?
In Malaysia geht seit Mai überhaupt nichts mehr
https://www.n-tv.de/ticker/Malaysia-verzeichnet-Corona-Hoechstzahlen-nur-wenige-krank-article22725461.html

Shu
1 Monat zuvor

Das ist doch schon seit letze Woche Donnerstag bekannt dass Bremen und Stuttgart bis Ende dieser Woche in Kurzarbeit bleiben??? Oder ist die nächste Woche auch gemeint?

Matthias Streicher
1 Monat zuvor

Klasse, der Steuerzahler zahlt für den ganzen Mist. Ekelhaft