Mercedes-Benz nimmt bei der G-Klasse zum Jahresende des G 350 d Modell mit OM 656 Motorisierung aus dem Programm. Bestehende Bestellungen müssen demnach entsprechend geändert werden – zumindest sofern der Produktionstermin ab Dezember 2022 angesetzt ist.

Mercedes-Benz nimmt G 350 d Diesel aus dem Programm

Entfall ab Produktion im Dezember

Auf Nachfrage bei Mercedes-Benz verweist man auf die fortlaufende Veränderung der Anforderung der Kunden und Märkte, wodurch man seine Produkte und Portfolio kontinuierlich überprüft und gegebenenfalls anpasst. Deshalb wurde entschieden, den G 350 d zum Jahresende aus dem Programm zu nehmen. Effektiv war die Nachfrage für die Variante also einfach zu gering.

G 400 d Variante bleibt erhalten

Während man den G 350 d ab Dezember 2022 aus der Produktion nimmt, bleibt die G 400 d Dieselvariante mit identischem OM 656 Reihen-Sechszylinder weiterhin im Angebot.  Bei Kunden, die das Fahrzeug als G 350 d Variante bereits bestellt hat, “ist man bereits im Dialog und sucht hierbei nach individuellen Lösungen.“. Dabei bleibt lediglich ein Wechsel auf eine andere Motorisierung als Alternative übrig, vorzugsweise die bislang größere Selbstzündervariante.

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Symbolbilder: Mercedes-Benz Group AG

15 Kommentare
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Mittelgebirgler
1 Monat zuvor

Soviel zum Thema ernstgemeinte Nachhaltigkeit. Aber gut, der Kunde gibt den Weg vor. Zumal der 350er das Arbeitspferd sein sollte. Ist der Professionell davon auch betroffen? Wenn ja, dann wird der G endgültig zum Showcar der Sneakersverwöhnten Luxuskundschaft.

Snoubort
Reply to  Mittelgebirgler
1 Monat zuvor

Du meinst die „Ausstattungslinie“, in der die schwarz lackierten Anbauteile zusammengefasst sind?
Ansonsten, wie Madame Fetzer es ausdrückt: „our most fashinable product… …a fashion statement by itself“ – würg

Klaus
Reply to  Mittelgebirgler
1 Monat zuvor

Glaubst du das wirklich? Es ist doch wohl eher die fehlende Produktionskapazität. Aber es ist natürlich einfacher, dem Kunden die Schuld zu geben.

Phil
Reply to  Mittelgebirgler
1 Monat zuvor

Rein betriebswirtschaftlich ist die Maßnahme leicht nachvollziehbar. Der “Wareneinsatz” ist beim 400d gegenüber dem 350d nur unwesentlich höher, der Erlös freilich schon. Es passt zu O.K.’s Strategie, auch wenn man diese nicht gut finden muss.
In meinen Anfängen als Mercedes-Kunde hatte ich stets ein Faible für die Einstiegsmodelle der jeweiligen Baureihe – soweit es keine Vergaser waren, aufgrund der meist besten Preis-Leistungs-Relation.

Bocksruth
Reply to  Phil
1 Monat zuvor

Oftmals ist der Grundmotor günstig weil # Preis nennen # und wenn er ausreichend ist, ist er im Preis- / Leistungsverhältnis gegenüber anderen Motoren eine gute Wahl.
Umgekehrt ist der Gröbste Motor im Sortiment oft zu teuer…

Stefan Camaro
1 Monat zuvor

Ich sehe das etwas anders. Die Kundschaft der G-Klasse ist in der Regel sehr betucht. Somit ist es logisch nur noch den G400d anzubieten. Den Leuten die das Auto ala Diesel kaufen ist es wahrscheinlich egal. Die meisten kaufen eh G500 oder G63.
Und zum Thema Nachhaltigkeit: Ich denke dass sich G350d und G400d kaum etwas nehmen beim Verbrauch…

Alex A.
Reply to  Stefan Camaro
1 Monat zuvor

Die Einstiegshürde für “Normalos” die das Fahrzeug wegen seiner Qualitäten abseits befestigter Straßen haben wollen, ist damit aber nochmals höher gesetzt. Ich finde einen G63 grundsätzlich geil, aber die transportiere Message, ist sicher nicht “sustainable modern luxury”, sondern “aus dem Weg Geringverdiener”. 😉

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Pano
1 Monat zuvor

Stand vor wenigen Tagen auch hier inkl Erfahrungen eines Kunden: https://www.mercedes-fans.de/magazin/news/mercedes-benz-g-klasse-angebot-wird-verkleinert-auslaufmodell-g-350-d-wird-aus-dem-programm-genommen.18894
Ist evtl ärgerlich für den ein oder anderen. Aber, bei aller Liebe, mehr First World Problem geht eigentlich kaum…
Grüße
Pano

Mick Briesgau
1 Monat zuvor

Schade, die vernünftigste Version wird rausgeworfen. Ich hoffe, dass der S Klasse nicht gleiches wiederfährt; dann nur noch der S 400d, zwangsgekuppelt mit 4Matic.

Marc W.
Reply to  Mick Briesgau
1 Monat zuvor

Zustimmung. Hier ist es ein Beitrag zur Reduzierung der Vielfalt, dort (mehr noch im E !) ist die Zwangskopplung mit 4matic ein Ärgernis, nicht nur preislich, sondern gerade im Hinblick auf Effizienz.
Vermutlich gehen wir dann den Weg zurück zu Vernunft (OM654M).

CJK
1 Monat zuvor

Verbrauch und Emissionen sind bei beiden G-Dieseln völlig identisch, laut Herstellerangaben. Was nicht verwunderlich ist, weil beide den gleichen Motor haben.
Ein echtes Einstiegsmodell, das relativ “billig” und das verbrauchsgünstigste Modell der Baureihe gewesen wäre, war der 350er nie. Der Aufpreis für den 400er ist klein. Deshalb denke ich nicht, dass der 350er irgendjemandem tatsächlich fehlen wird.
Und denen, die einen bestellt haben und nun überlegen, was sie tun sollen, sage ich: Steigt auf den 400er um – und freut euch auf Fahrleistungen, die fast denen des 500ers gleichen – bei erstaunlich niedrigen Verbräuchen!

Frank E.
Reply to  CJK
1 Monat zuvor

Sehe ich auch so.

Wenn man sich heute den Homologationswahn für Fahrzeugvarianten anschaut, liegt es schon nahe, die fast identischen zusammenzufassen. Zumal die Relation Leistung/Spitverbrauch beim 400er besser ist. Keine Ahnung, ob der damit womöglich sogar “effizienter” ist.

Dass die Vereinheitlichung auf die teurere Variante erfolgt, dürfte naheliegend sein, wobei ich den 400er – wenn man das Geld für den G überhaupt “übrig” hat – ohnehin als die bessere Wahl ansehe. Der Preisunterschied macht den 350er nicht zum Einstiegsschnäppchen.

Zuletzt editiert am 1 Monat zuvor von Frank E.
Nicky
1 Monat zuvor

Vorweg, 350d und 400d sind zu 100% identisch, einzig die Software unterscheidet sich. Daher meine Vermutung, den Grundpreis kann nicht einfach um 10% anheben deswegen streicht man Motoren und Ausstattungen im unteren Segment und verdient damit deutlich besser bei gleichem Fahrzeugoutput. Versteckte Inflationsanpassung sozusagen.

Snoubort
Reply to  Nicky
1 Monat zuvor

Doch, Mercedes kann den Preis um 10% erhöhen, zumindest fast ;).

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G-Hard
29 Tage zuvor

Ein völlig logischer Schritt. Die meisten nehmen eh den G63, der G500 hat ein Nischendasein und der G400d wird deutlich besser verkauft als die Buchhalter-Motorisierung G350d. Ergo wird der “Lowseller” ausgemustert. Zudem darf man nicht vergessen, dass bald die CO2-freie (auf dem Papier zumindest) Variante EQG im Anmarsch ist und dann ein Öko-G von heute (G350d/G400d) schon gar nicht mehr so umweltfreundlich dastehen. Außerdem geht der Trend klar Richtung “Luxury” und da ist alles unter 300 PS bei 2,5 Tonnen + X Leergewicht nicht mehr ausreichend.