Dr. Florian Hofer im „be a mover talk“ mit Jörg Howe

Dr. Florian Hofer und Jörg Howe im Gespräch über die vielseitigen Aufgabenstellungen der internationalen Rechtsabteilung, wichtige ESG-Schwerpunkte wie z.B. Lieferketten und Menschenrechte, den Daimler Truck Code of Coduct und die erfolgreiche Zusammenarbeit weltweit.

Vollblut-Jurist und engagierter Menschenrechtsbeauftragter

Dr. Florian Hofer, Nachfolger von Dr. Thomas Laubert, genießt das volle Vertrauen von Daimler Truck CEO Martin Daum. „Mit Florian Hofer gewinnen wir einen ausgewiesenen Rechts- und Compliance-Experten, der unsere globale Rechtsorganisation bestens kennt. Florian hat in verschiedenen leitenden Funktionen und Projekten große Führungsqualitäten bewiesen, zum Beispiel bei den ersten beiden Hauptversammlungen der Daimler Truck Holding AG.“

Der versierte Vollblut-Jurist ist sich seiner Verantwortung bewusst und kann auf einen beeindruckenden Erfahrungsschatz zurückgreifen. 2007 begann er seine berufliche Laufbahn als Anwalt, kam 2013 zur damaligen Daimler AG und vertritt seit Juli 2021 erfolgreich weltweit die Interessen von Daimler Truck. ESG-Richtlinien als integralen Bestandteil der Unternehmenskultur nimmt er als Menschenrechtsbeauftragter besonders ernst.

„Wir sind im Bereich E, S und G sehr stark unterwegs und natürlich gehört auch der Schutz und die Wahrung der Menschenrechte ganz zentral dazu. Da müssen wir alle an einem Strang ziehen.“ Das neue Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz fasst er prägnant zusammen: „Wir müssen insbesondere unsere direkten Zulieferer überprüfen. Wenn es dann Hinweise auf Menschenrechtsverletzungen gibt, müssen wir tätig werden.“

Die juristische Arbeit im Konzern unterscheide sich deutlich von einem Kanzleijob, erklärt er Jörg Howe: „In der Kanzlei ist das Arbeiten am Ende doch ein bisschen eintönig“, erinnert er sich. Ein ausschlaggebender Grund in den Konzern zu wechseln war für ihn das internationale Arbeiten, die Welt zu sehen. „Du bist eben mittendrin im Business, siehst nicht nur diesen kleinen Ausschnitt, sondern du kannst das große Ganze sehen.“

Daimler Truck new Chief Legal and Compliance Officer Florian Hofer's be a mover talk with Jörg Howe

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Neue Anforderungen im internationalen Tagesgeschäft

Die neue Position bringe sehr viel Arbeit und große Herausforderungen mit sich, aber mache ihm „brutal Spaß.“ Bereut habe er die Entscheidung keine Sekunde. „Bei Daimler Truck kenne ich extrem viele tolle Leute, habe viel mehr Verantwortung aber auch viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten.“ Als Teamplayer ist Hofer der direkte Kontakt mit den Kolleginnen und Kollegen der Legal & Compliance Teams weltweit sehr wichtig. Die internationale Koordination funktioniere nur durch regelmäßigen persönlichen Austausch, direkte Kommunikation ist dabei von zentraler Bedeutung.

Neue Entwicklungen bedeuten neue Anforderungen. So erfordern zum Beispiel unterschiedliche Rechtssysteme der internationalen Märkten die Berücksichtigung lokaler Begebenheiten und dennoch das Erarbeiten weltweit gültiger Standards und die Entwicklungen von Synergien.

Die unterschiedlichen und anspruchsvollen Aufgabenstellungen des Legalbereichs von Daimler Truck seien aufgrund der hervorragenden Aufstellung und vielseitigen Expertise des Teams bestens abgedeckt. Man lerne kontinuierlich dazu und stelle sich neuen Themenkomplexen, so Hofer. Ob Data Protection, Kartellrecht, Corporate Audit oder Lieferkettensorgfalt, Hofers globales Legal & Compliance Team habe alles im Blick, entwickelt neue Strategien und Tools. Vorrangiges Ziel sei es immer, potentielle Herausforderungen frühzeitig zu identifizieren und zu vermeiden.

Der Daimler Truck Code of Conduct

Die reibungslose Zusammenarbeit in einem globalen Unternehmen erfordert vor allem auch gemeinsame Spielregeln für die Zusammenarbeit weltweit. „Wir haben den Daimler Truck Code of Conduct aufgesetzt und implementiert, das ist das Standardmanifest für integres Verhalten.“ Der Daimler Truck Code of Conduct bietet als Verhaltensrichtlinie eine verlässliche Orientierungshilfe die richtigen Entscheidungen zu treffen, und erläutert Prinzipien und Handlungsmaxime. Mit dem Hinweisgebersystem „Speak Up“ habe man zudem eine Plattform geschaffen, um größtmöglichen Rechtsschutz zu gewährleisten. Jede und Jeder sei eingeladen sich bei Unklarheiten oder Hinweisen auf potentielle Regelverstöße an die zuständigen Ansprechpartner oder neutrale Mittler zu wenden. Auch interne Trainings  für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund um die Legalthemen gehören zum festen Repertoire.

Für die Zukunft der Firma wünscht der neue Chief Legal und Compliance Officer sich vor Allem das Gelingen der ambitionierten Transformation der Industrie und eine nachhaltige Ertragsstabilität. Dabei ist er hoch motiviert. „Langweilig wird’s uns nicht.“

Quelle: Daimler Truck AG

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Frickleburt Frogfart
11 Monate zuvor

Spannend wäre als Ergänzung ein Gespräch darüber, inwieweit sich der CoC und das Lieferkettengesetz als Wettbewerbsnachteil gegenüber amerikanischer und fernöstlicher Konkurrenz darstellen. Ich wage mal zu bezweifeln, dass sich z.B. chinesische oder amerikanische Autobauer auch nur einen Jota um ethisch einwandfreie Produktions- und Lieferketten kümmern. M.E. Ein weiterer Sargnagel für die deutsche Automobilindustrie.