Mercedes-Benz plant weiteren Aktienrückkauf über 3 Milliarden €

Mercedes-Benz will nun weitere eigene Aktien im Gesamtwert von bis zu drei Milliarden Euro zurückkaufen. Der Rückkauf soll direkt im Anschluss an der aktuellen Rückkaufaktion vom Februar 2023 anschließen und bis zum 7. Juli 2025 abgeschlossen sein. Die Papiere werden anschließend eingezogen.

Rückkauf in Höhe von zusätzlichen 3 Milliarden Euro

Zukünftig will die Mercedes-Benz Group AG den freien Finanzmittelfluss  (Free Cashflow) des Industriegeschäfts der über der Dividenden-ausschüttungsquote von knapp 40 Prozent des Nettogewinns hinausgeht, zur Finanzierung von Aktienrückkäufen verwenden. Genaue Details dazu will der Autobauer aus Stuttgart am morgigen Donnerstag bekanntgeben. Dann werden auch die Geschäftszahlen für das Jahr 2023 veröffentlicht.

Erstes Rückkaufprogramm von 2023 läuft noch

Insgesamt kauft Mercedes-Benz mit dem bereits vor einem Jahr gestarteten Programm Aktien in Höhe von sieben Milliarden Euro zurück, um diese anschließend einzuziehen. Von den 2023 im ersten Rückkaufprogramm reservierten vier Milliarden Euro sind aktuell noch 1,9 Milliarden Euro übrig. Knapp 32 Millionen Aktien sind bislang seit Anfang März 2023 zurückgekauft worden. Sofern das Unternehmen beide Aktienrückkäufe ausschöpft, werden anhand des aktuellen Kurses mehr als 100 Millionen eigene Aktien eingezogen, fast zehn Prozent des Grundkapitals von Mercedes-Benz.

Symbolbild: Philipp Deppe / MBpassion.de

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Snoubort
2 Monate zuvor

So langsam sind aber auch wirklich alle Pfeile im Köcher verschossen…

Paul
2 Monate zuvor

Aktienrückkäufe sollten verboten werden, eine schlechtere Mittelverwendung kann man sich nicht ausmalen.

E-Klässler
2 Monate zuvor

Hier sprechen die Profis .. ihr wollt lieber dass der Chinese zugreift oder?

Snoubort
Reply to  E-Klässler
2 Monate zuvor

Erklärung bitte.

Ein Aktienrückkauf ist nichts anderes als eine zusätzliche, steuerfreie Dividende, weitere Cash-Mittel (die man ja angeblich so dringend für die Elektrowende braucht) werden an die Aktionäre verteilt. Wie damit (also mit ca. 3%) Aktienkäufe von Chinesen (warum auch immer sie das tun sollten) verhindert werden sollen, keine Ahnung…

Offensichtlich fällt dem Vorstand nichts anderes mehr ein um seine langfristigen Bonikomponenten zu sichern.

Zuletzt editiert am 2 Monate zuvor von Snoubort
Phil
Reply to  Snoubort
1 Monat zuvor

Beim Aktienrückkauf werden Papiere auf dem freien Aktienmarkt zum jeweiligen Börsenkurs eingesammelt. Die Aussage, es handele sich dabei um eine „Verteilung von Cash-Mitteln an die Aktionäre“, erscheint mir dann doch etwas tendenziös. Dass es sich gar um eine steuerfreie Dividende handele, verstehe wohl nicht nur ich nicht – allenfalls im Falle von „Altaktien“, die man nach Rückkauf noch als (Klein-)Aktionär hält und nun (steuerfrei – weil Altaktien) zum höheren Kurs veräußern kann.
Zwar stellt sich in solchen Fällen stes die Frage, ob die Geldmittel anderweitig nicht sinnvoller investiert wären, aber dazu kann ich mir im konkreten Fall kein Urteil erlauben.
Freilich steht im Raum, dass der Aktienkurs gepflegt werden soll. Das Halten eigener Aktien schützt nicht nur per se vor Übernahmen, sondern auch durch den mittels Rückkauf gestiegenen oder zumindest stabilisierten Kurs überhaupt. Aber der Anstieg des Börsenkurses wird auch im Interesse aller Unternehmensangehöriger liegen, die Aktienoptionen als Boni erhalten haben. Ob durch den Rückkauf ein Schwellenkurs erreicht wird, ab dem eine Option erst ausgeübt werden kann, entzieht sich meiner Kenntnis.
Allgemein erscheinen mir derzeit viele inländische Papiere sehr optimistisch bewertet.

Im Übrigen hebt der Blick auf den herrlichen 223 im Symbolbild die Laune!

Zuletzt editiert am 1 Monat zuvor von Phil
Snoubort
Reply to  Phil
1 Monat zuvor

Gehen keine Cash-Mittel an Aktionäre? Was denn sonst an wen sonst?

XRT 78
2 Monate zuvor

Mercedes Benz muss wieder zu 100 % eine deutsche Marke werden.

Südhesse
Reply to  XRT 78
1 Monat zuvor

Wieso müssen sie das? Sind sie doch seit 50 Jahren schon nicht mehr.