Mercedes-Benz verkauft weniger Autos – USA-Geschäft wächst deutlich

Der Autobauer Mercedes-Benz ist mit einem Absatzrückgang ins Jahr gestartet. Im ersten Quartal 2026 verkaufte der Konzern weltweit deutlich weniger Fahrzeuge als im Vorjahreszeitraum – allerdings mit starken regionalen Unterschieden.

Absatz sinkt insgesamt um sechs Prozent

In den ersten drei Monaten des Jahres setzte Mercedes-Benz Cars rund 419.400 Pkw ab. Im Vergleich zum Vorjahresquartal (446.300 Fahrzeuge) entspricht das einem spürbaren Rückgang. Einschließlich der Vansparte lag der Gesamtabsatz bei knapp einer halben Million Einheiten – ebenfalls etwa sechs Prozent weniger als im Jahr zuvor. Interessant dabei: Ohne den schwachen chinesischen Markt hätte Mercedes ein Wachstum erzielt. Laut Unternehmen wären die Verkaufszahlen dann sogar um rund fünf Prozent gestiegen.

China belastet – Asien verliert Spitzenposition

Besonders deutlich fiel der Einbruch in Asien aus. Die Region verzeichnete ein Minus von 23 Prozent, wobei der wichtigste Einzelmarkt China sogar einen Rückgang von 27 Prozent hinnehmen musste. Damit verliert Asien erstmals seit Jahren seine Rolle als wichtigster Absatzmarkt für Mercedes-Benz und rutscht auf Platz zwei.

Europa und Deutschland im Aufwind

Im Gegensatz dazu entwickelte sich das Geschäft in Europa positiv. Die Verkäufe stiegen um über sieben Prozent. Besonders stark zeigte sich der Heimatmarkt Deutschland:

  • +9 Prozent Wachstum
  • knapp 50.000 verkaufte Fahrzeuge

Der Konzern spricht von einer guten Nachfrage nach neuen Modellen außerhalb Chinas.

USA trotzen Zöllen mit starkem Wachstum

Auch in Nordamerika konnte Mercedes deutlich zulegen. Vor allem in den USA stiegen die Verkäufe um 20 Prozent – und das trotz deutlich erhöhter Importzölle. Dieser Zuwachs unterstreicht die weiterhin hohe Nachfrage nach Premiumfahrzeugen auf dem US-Markt.

Neue Modelle treiben Nachfrage

Vertriebschef Mathias Geisen zeigte sich optimistisch für den weiteren Jahresverlauf. Der Auftragseingang für neue Modelle liege über den Erwartungen.

Besonders gefragt sind aktuell der CLA, GLC sowie der GLB. Weitere Modellneuheiten sollen in den kommenden Monaten folgen.

Ausblick: Stabilisierung auf Vorjahresniveau geplant

Für das Gesamtjahr strebt Mercedes-Benz an, den Pkw-Absatz auf dem Niveau des Vorjahres zu halten. 2025 hatte der Konzern rund 1,8 Millionen Fahrzeuge verkauft, was bereits einem Rückgang von neun Prozent entsprach.

Trotz der aktuellen Herausforderungen – insbesondere in China – setzt der Hersteller auf neue Modelle und starke Märkte wie die USA und Europa, um die Verkaufszahlen zu stabilisieren.

Bilder: Mercedes-Benz Group AG

39 Kommentare
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JM13
1 Monat zuvor

Der starke US-Absatz im Zollumfeld ist schon bemerkenswert.

Snoubort
Reply to  JM13
1 Monat zuvor

Wieso, die Zölle stärken halt amerikanische Produkte – wie den GLE…

iMänni
1 Monat zuvor

Hohe Nachfrage nach CLA und GLC EQ machen Hoffnung nach der EVA2 Situation.

Snoubort
Reply to  iMänni
1 Monat zuvor

Nein, weil nicht in China

Neisyros
Reply to  Snoubort
1 Monat zuvor

Man sollte nicht so viel Hoffnung in China setzten. (Gilt nicht nur für Mercedes)

Adrian
Reply to  Neisyros
1 Monat zuvor

Stimmt. Die sind einfach auf einem Egotrip aktuell in China. Warten wir ein paar Jahre bis deren Wirtschaft strauchelt, dann ändert sich das wieder

Alex
Reply to  Snoubort
1 Monat zuvor

China ist nicht alles

Bene
Reply to  iMänni
1 Monat zuvor

Der ist gut! „Nach der EVA2 Situation“ – Gabs das schon mal, dass zwei Baureihen inkl. deren Derivate so dermaßen gefloppt sind, obwohl technisch super? Kennt man sonst nur aus dem Van-Bereich: X-Klasse, T-Klasse und Pizzataxi (aber die waren auch nur teuer, technisch geht so und qualitativ nun ja) 🙂

Zuletzt editiert am 1 Monat zuvor von Bene
Dieter
1 Monat zuvor

Am Ende bleibt festzustellen, dass der Absatz weiterhin rückläufig ist und der Boden scheinbar immer noch nicht erreicht ist.

JMK
Reply to  Dieter
1 Monat zuvor

Jein, da ja auch ein guter Ordereingang kommuniziert worden ist, scheint es ja für die kommenden Quartale besser auszusehen.

Stefan Camaro
1 Monat zuvor

Vielleicht baut man zukünftig ja wieder mehr Autos nach dem Geschmack der Europäer und Amerikaner, wenn der Chinamarkt an Bedeutung verliert.

Adrian
Reply to  Stefan Camaro
1 Monat zuvor

Also mehr rentnerfahrzeuge mit eingebautem faxgerät?

Karl
Reply to  Stefan Camaro
1 Monat zuvor

Das wäre zu hoffen. Allerdings sieht es nicht danach aus. Die neue C-Klasse EQ und E-Klasse EQ sollen ja beide keine T-Modelle enthalten. Dieses Marktsegment in Europa überlässt man einfach BMW, Audi und VW. Dabei sind das durchaus größere Marktsegmente mit margenstarken Modellen. Hier war MB mal Marktführer…
Das aktuelle Management hat scheinbar nicht ganz verstanden, wieviel eine starke Marke und loyale Kunden in reifen Märkten tatsächlich wert sind und wie man diese Märkte bearbeiten muss.

Marcel
Reply to  Karl
1 Monat zuvor

Ich bin zwar auch ein absoluter Freund des T-Modelles, aber seit Jahren kommt in meinem, nicht repräsentativen subjektiven Umfeld, auf die Frage warum habt ihr kein T-Modell genommen. „Mir gefällt der SUV besser, und ich komm leichter rein und ich Sitze höher und fühl mich besser da“

Dazu kommt das fast jeder „Kombi“ vor 10 Jahren eigentlich als Shooting Brake betitelt worden wäre, und selten die Ladewunder von damals sind.

Karl
Reply to  Marcel
1 Monat zuvor

Hahaha, Ja, das stimmt. Ist in meinem Umfeld auch so. Liegt wohl an unserer Altersklasse. Allerdings ist in meinem Umfeld das Verhältnis Kombi zu SUV 50:50…und ich bin der letzte MB-Mohikaner und fahre einen Hybrid…die anderen BMW i5 trotz 400V…BMW ist da sehr preisaggressiv unterwegs.

Marc W.
1 Monat zuvor

Die Abkehr der Kunden nebst punktueller Verachtung im Hinblick auf Entfeinerung, Entfall und Rückschritten (Bedienbarkeit, Vielfalt) und die immer schlechtere (zurecht: demotivierte) Händlerschaft (Garantie-, Servicefälle) wird den Abstieg „absichern“.
MB verachtet seine Kunden, testet immer größere Spar- und Verschleierungstechniken (Akku EQE, Farasis, nächste Baustelle !) aus, also ist alles folgerichtig.

Vermutlich hat man auch auf Jahre hinaus den falschen Design- und Technikweg gewählt. Lorbeer und Marge sind in München auf mittlere Zukunft gesichert.

Neisyros
Reply to  Marc W.
1 Monat zuvor

Ja ne ist klar…bleib doch mal locker.

Snoubort
Reply to  Marc W.
1 Monat zuvor

Zipse for next MB Aufsichtsratsvorsitzenden

Lucman
Reply to  Snoubort
1 Monat zuvor

Person of the Year 2026: World Car Awards ehren BMW-Chef Oliver Zipse.

Ralf
Reply to  Marc W.
1 Monat zuvor

Mh, kann dem aktuell nicht mehr so ganz folgen.
Der GLC EQ wurde nicht entfeinert, jedenfalls nicht nach meinem Verständnis, wenn ich mir den innen so anschaue. Beim C EQ kommt sogar die Luftfederung wieder zurück. Entfallen einzig das Schiebedach – für mich jetzt auch nicht relevant, dafür ist das Glasdach Serie. Die Bedienbarkeit ist mit dem neuem Lenkrad mit Wippe und Walze auch besser geworden. Und die Vielfalt in Bezug auf die Zierelemente ist selbst in der Einstiegsklasse sehr hoch. Ich würde behaupten, dass man aktuell bei Mercedes sehr auf die Kundenwünsche eingehen will.
Verschleiert wurde bei Farasis nichts. Dass man da taktiert, um auch Farasis in die Verantwortung zu bringen ist für den Kunden natürlich nicht hilfreich. Aber den Tausch gibt es ja nun.
Im Gegensatz zu BMW sind die Akkupakete sogar verschraubt und lassen teilweise reparieren. Also auch da lernt man.
Beim Design sehe ich aktuell auch keine Versäumnisse. Über Geschmack lässt sich ja streiten, aber vom einstigen EQ-Design verabschiedet man sich ja auch. Beim Design sehe ich die Geschmacksverirrung aktuell bei einem anderen deutschen Hersteller – der aus München, dessen Motorhauben beim iX3 NK wackeln…
Ergo: Verstehe die Aufregung nicht.

Lucman
Reply to  Ralf
1 Monat zuvor

>>dessen Motorhauben beim iX3 NK wackeln>> . Oft kann eine Werkstatt dieses Problem durch eine einfache Neujustierung beim Service beheben.. – „Beim Design sehe ich die Geschmacksverirrung aktuell bei einem anderen deutschen Hersteller – der aus München.“ Und warum wurde der iX3 dann : „ World Car of the Year 2026! Die Neue Klasse hat damit nach einer Vielzahl nationaler Awards ihre bisher wichtigste internationale Auszeichnung erhalten und zeigt, dass sie Journalisten und andere Experten weltweit überzeugen kann. Neben dem Gesamtsieg sicherte sich der BMW iX3 auch den Titel des World Electric Vehicle of the Year 2026, auf den sich insgesamt 43 Elektroautos beworben hatten.“ Die hohen Auftragseingänge sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache.

Ralf
Reply to  Lucman
1 Monat zuvor

Beim iX3 NK ist eben auch nicht alles Gold, das glänzt…
Eben, es ist nicht das „Design Car of the Year“. 😉 Du vermischt meine Kritik am Design mit dem Auto an sich – das zweifellos von den technischen Daten sehr gut ist!

Lucman
Reply to  Ralf
1 Monat zuvor

Ein Auto wird ja nicht nur wegen seiner technischen Daten gekauft. Die hohen Auftragseingänge zeigen doch, dass das Auto auch gefällt . Das ist doch der Hauptgrund weshalb man bestellt. Somit sehe ich keine Gemacksverwirrung. Bei der Wahl Best Cars 2026 hat er in seiner Klasse ebenfalls deutlich gewonnen, denn da voten ja nicht nur Käufer. Mit anderen Worten das Auto gefällt. Wenn es dir nicht gefällt ist das natürlich auch in Ordnung.

Ralf
Reply to  Lucman
1 Monat zuvor

Nicht nur, aber vor allem… EQE und EQS wurde. auch gekauft. Sogar Fiat Multipla! Noch mal: Die Wahl zu irgendwas hat noch nichts mit einem gefälligen Design zu tun. Der CLA EQ ist da auch irgendwas geworden und trotzdem regen sich viel über das Leuchtband auf.
Von mir aus kann doch jeder BMW kaufen. Ist doch ein gutes Auto. Deswegen muss der GLC EQ aber kein schlechtes Auto sein.

Lucman
Reply to  Ralf
1 Monat zuvor

<<Deswegen muss der GLC EQ aber kein schlechtes Auto sein.>>. Das habe ich nicht und werde ich auch nie behaupten. Es ging mir lediglich um die Aussage „Geschmacksverirrung“ , weil der IX3 so positiv vom Markt aufgenommen wurde und das hat nach meinem Verständnis nicht nur was mit der Technik zu tun.

Ralf
Reply to  Lucman
1 Monat zuvor

Klar, über Design lässt sich streiten. Deswegen der „Konter“ zum ursprünglichen Kommentar, dass ich persönlich das eher bei BMW sehe und es keine allgemeingültige Haltung dazu gibt.
Das Design mit Awards zu verteidigen geht bei mir nicht ganz auf. 🙂

Lucman
Reply to  Ralf
1 Monat zuvor

Das Autodesign spielt bei Awardvergaben eine entscheidende und oft zentrale Rolle. Es ist nicht nur ein ästhetischer Faktor, sondern entscheidend für die Bewertung von Innovation, Funktionalität und Markenidentität. Quelle: BOTTA design +3. Aber da kann natürlich jeder seine eigene Meinung zu haben.

Ch.
Reply to  Ralf
1 Monat zuvor

Ich kann Marc. W, nur zustimmen. Der Markt entscheidet und nicht die Presseabteilung eines Unternehmens. Das schmale Niveau des VJ wird noch einmal nach unten durchbrochen. MB erklärt als Jahresziel, die Ergebnisse des VJ zu stabilisieren. Das erinnert an merkwürdige Zeiten, wo jede schlechte Entwicklung positiv eingefärbt wurde. Das ist einfach Realitätsverweigerung. Ich fahre seit über 20 Jahren MB. So unwohl wie in diesen Zeiten, habe ich mich aber bei MB noch nie gefühlt (inkl. Service-Betrieb, wo die Stimmung völlig hinüber ist). Das hat Gründe, welche auch in diesem Forum aus unterschiedlicher Perspektive mitgeteilt werden. Ergebnis: Alles prima, nicht so schlimm, wird schon werden. Wie gesagt: Der Markt entscheidet und niemand anders. Und ich hoffe, dass das auch so bleibt. Alles andere hatten wir schon mal…

Ralf
Reply to  Ch.
1 Monat zuvor

Na ja, wenn man dem originalen Kommentar zustimmt, ist das aber auch Realitätsverweigerung…
Natürlich war (und ist!) nicht alles rosig, aber man sieht doch eindeutig anhand der neuen Modelle wo die Reise hingeht. Und da würde ich behaupten, hat man eindeutig gelernt.

Ing. Siggi Weber
1 Monat zuvor

Kein Wunder bei dem CEO – so jemanden wollen wohl nur die wenigsten unterstützen.

Glück für Mercedes, dass wenigstens in den USA die Wirtschaft gut läuft !

Ing. Siggi Weber
1 Monat zuvor

Unter Republikanischer Führung boomt die US-Wirtschaft wieder – top !

Marco
Reply to  Ing. Siggi Weber
1 Monat zuvor

Ja, die Inflation boomt …

Dida350sl
Reply to  Ing. Siggi Weber
1 Monat zuvor

Meinst du andere vereinigte Staaten? In dem USA boomt nix ….

Ralf
Reply to  Ing. Siggi Weber
1 Monat zuvor

Unsere Jenni, immer für einen Spaß zu haben!

Erik
1 Monat zuvor

Mal schauen wann es bei den Deutschen Autobauern ankommt, dass China durch ist und man dort nur noch mit sehr besonderen Fahrzeugen was los wird.
Massenmäßig wie CLA, C oder gar E Klassensegment ist dort einfach kein Blumentopf mehr zu gewinnen.

Horst
1 Monat zuvor

„Zuwachs unterstreicht die weiterhin hohe Nachfrage nach Premiumfahrzeugen“
.
MB baut seit langem keine Premiumfahrzeuge mehr. MB versucht mit viel Plastik und China-Bling-Bling Premium zu simulieren um Premiumpreise durchzusetzen.
.
Das ist in China ein Schuss nach hinten geworden. Wie weit sich die Premiumpreise mit einem Zollzuschlag in den USA durchhalten lassen, steht in den Sternen. Der Markt in der EU wird aufgrund der immens auflaufenden Verschuldungsspirale und der immer stärker genötigten Steuererhöhungen und Energiepreise gegen die eigene Bevölkerung wohl bald in sich zusammenbrechen. Wer wird sich da noch ein Premiumfahrzeug leisten wollen, wenn das eigene Konto leer ist.

Neisyros
Reply to  Horst
1 Monat zuvor

Horst wahrscheinlich nicht.

Rainer
1 Monat zuvor

Die Realität dürfte auch sein, dass der Markt in China genauso zusehendes illiquide wird wie im Rest der Welt: China hat ein immenses Problem mit Arbeitslosigkeit und Jugendarbeitslosigkeit.

Ich kann nicht einschätzen, in wie weit die lokale Konkurrenz da wirklich schon ebenbürtig ist – aber da am Ende alle bei den gleichen Zulieferern bestellen, dürfte der Vorsprung denkbar gering sein (wenn er denn existiert, was ich jetzt – in dubio pro reo – einfach mal annehme…)

Zumal ja MB zwar noch etwas mehr eigenes Software-Knowhow hat als manche andere – aber halt auch nicht den ganzen Stack bzgl. Autonomes Fahren kontrolliert und somit auch wieder auf Zulieferer angewiesen ist – Exklusiv-Verträge gibt es da meines Wissens nicht.

Carsten
1 Monat zuvor

Mercedes wollte Luxus – und verliert den Markt

Habe ich kein Mitleid. Würde dem CEO den Laufpass geben.