smart #2 startet 2026: (fast) alles, was wir aktuell wissen

Nach dem Aus des legendären smart fortwo im Frühjahr 2024 kehrt die Marke smart zu ihren Wurzeln zurück: Mit dem neuen smart #2 bringt der Hersteller wieder einen ultrakompakten, rein elektrischen Zweisitzer auf die Straße.

Design soll bei den Fans mit Tradition punkten

Während smart in den vergangenen Jahren mit größeren Modellen wie dem #1, #3 oder #5 zunehmend vom klassischen Kleinstwagen-Format abwich, besinnt sich die Marke mit dem #2 auf ihren Kern: ein echtes Stadtauto mit zwei Türen, zwei Sitzen und der charakteristischen, kompakten Proportion. Trotz seiner urbanen Größe bleibt der neue Zweisitzer an der „wheels‑at‑the‑corners“-Philosophie des Originals fest, was Wendigkeit und Miniplatzverbrauch verspricht. Für das Design zeichnet diesmal das französische Studio von Mercedes‑Benz verantwortlich, das dem Fahrzeug eine frische, aber klassisch markentreue Linienführung verleiht. Der #2 verzichtet jedoch auf moderne Leuchtbänder, setzt stattdessen auf rundliche Leuchtdetails vorn und hinten – eine moderne Interpretation der ikonischen Formensprache des fortwo.

Technik: Electric Compact Architecture

Im Herzen des #2 schlägt eine komplett neue Plattform: die Electric Compact Architecture (ECA). Diese wurde speziell für ultrakompakte Elektrofahrzeuge entwickelt und bildet die technische Grundlage für Antrieb, Sicherheits- und Fahrdynamiksysteme des neuen Stadtautos. Die Hinterrad‑Antriebskonfiguration ist beibehalten – für ein klassisches Fahrgefühl, agile Lenkung und hohe Manövrierfähigkeit in der Stadt. Und ja: auch das smart #2 cabrio soll vermutlich auch wieder geplant sein.

#2 Test-Mule auf fortwo Basis

Gerüchte zu Batterie, Reichweite und Laden

Aus Branchenkreisen kursieren derzeit folgende Daten, die bislang unbestätigt sind und lediglich im möglichen Bereich liegen:

  • Batteriekapazität: rund 30 kWh in LFP‑Technik
  • Reichweite: etwa 250 km nach WLTP‑Norm
  • DC‑Schnellladen: bis zu 65 kW
  • AC‑Laden: voraussichtlich 3-phasig mit 11 kW

Damit wäre der smart #2 ideal für den urbanen Alltag gerüstet – kompakt, wendig und mit einer realistischen Reichweite für kurze bis mittlere Strecken. Offizielle Bestätigungen zu smart gibt es weder zu technischen Details, noch zur Ausstattung oder Optik. Selbst ein #2 cabrio wollte man uns bislang nicht bestätigen.

Platz und Alltagstauglichkeit

Obwohl der neue smart nur minimal länger als sein Vorgänger wird (+ 3-4 km), bleibt er alltagstauglich: Hinter den Sitzen soll noch Platz für einen normalen Koffer sein – ausreichend für Einkäufe oder Gepäck für ein Wochenende. Das Interieur präsentiert sich modern und digitalisiert,aber mit Anleihen an den bestehenden Modellen.

Produktion und Markteinführung

Die Produktion des smart #2 erfolgt vermutlich weiterhin in China, von wo aus auch der Weltmarkt beliefert wird. Das Serienmodell startet dann wohl November 2026 zuerst in China und folgt im Frühjahr 2027 auch in Europa. Damit kehrt smart nicht nur symbolisch, sondern auch produkttechnisch zurück zu seinen Wurzeln: ein kleiner, wendiger, elektrisch angetriebener Stadtflitzer im zeitgemäßen Gewand.

smart #2

Bilder: smart Europe GmbH

20 Kommentare
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Christoph
7 Tage zuvor

„nur minimal länger als sein Vorgänger wird (+ 3-4 km)“

Das wär das längste Auto der Welt 🙂

XRT 78
Reply to  Christoph
7 Tage zuvor

Die Chinesen lieben nunmal Long-Versionen.

JM13
Reply to  XRT 78
7 Tage zuvor

Long-Versionen werden geliebt bei einer Rücksitzbank, die soll der Smart #2 aber nicht bekommen. Also kann er auch kürzer sein.

Zuletzt editiert am 7 Tage zuvor von JM13
Bernhard
7 Tage zuvor

Die faktenreichste Zusammenfassung zum smart #2 die ich bisher gesehen habe. Danke dafür.
Ein 30kWh Akku würde den smart auch im Winter alltagstauglich machen.

JM13
7 Tage zuvor

In der Stadt machen in gewissen Ländern 22 kW schon Sinn. Diese Möglichkeit muss bitte wieder angeboten werden.

Zuletzt editiert am 7 Tage zuvor von JM13
Axel
Reply to  JM13
7 Tage zuvor

Mit 11 kW bist ja auch schnell bei dem kleinen Akku, aber DC ist wichtig, es wird mehr DC in der Stadt ausgebaut als AC.

JM13
Reply to  Axel
7 Tage zuvor

Mit 22 kW bin ich doppelt so schnell und ich warte ungern auf den städtischen DC Ausbau, sondern nutze gerne vorhandene 22 kW Ladepunkte, wovon ich selber einen habe.

Stefan Camaro
Reply to  JM13
7 Tage zuvor

Nur in der Peakleistung bist du doppelt so schnell. Der Wagen wird relativ bald runterregeln vermute ich.
Die 11 kw liegen länger an, als die 22kw.

JM13
Reply to  Stefan Camaro
7 Tage zuvor

Der alte Smart ForFour hielt die 22 kW sehr gut. So ein Zustand wird beim neuen Smart natürlich auch erwartet. Wenn die Peakleistung irgendwann einbricht, fällt sie nicht bei einem 11 kW Fahrzeug dann auch irgendwann ab?

Zuletzt editiert am 7 Tage zuvor von JM13
Bernhard
Reply to  JM13
7 Tage zuvor

Ab ca 70% SOC fallen die 11kW Ladeleistung langsam auf 6.5kW ab. (22kW Bordlader an 11kW Wallbox)

JM13
Reply to  Bernhard
7 Tage zuvor

Ähnlich reagierten die 22 kW am alten Smart ForFour. Also kann man schon sagen, dass die 22 kW Option doppelt so schnell ist wie die 11 kW Standard.

Zuletzt editiert am 7 Tage zuvor von JM13
EQ44fahrer
Reply to  JM13
5 Tage zuvor

Ja bis 80 %, erst für das Letze Fünftel fällt die Ladekurve deutlich ab. Insofern stimme ich zu. Die 22 kW sind Pflicht. Erst recht mit nun großerem Akku (neahezu eine Verdoppelung der früheren 17,6 kWh).

TheElf
7 Tage zuvor

Damit wäre der smart #2 ideal für den urbanen Alltag gerüstet“

Mit 22kw Onboard Lader bestimmt. Mit lediglich 11kw wäre das nicht so ideal.

Das 22kw Laden beim alten Smart EQ war wirklich super, leider aber auch notwendig.

Georg
Reply to  TheElf
6 Tage zuvor

Bin auch für den 22kW Charger!!!

Quenti
Reply to  TheElf
3 Tage zuvor

Wäre die Frage für wie viele Kunden das relevant ist. Praktisch die an einem Supermarkt mit 22kW laden. Für alle anderen dürfte es kaum relevant sein.
Wobei mir auch das Wissen fehlt wie die Verbreitung in anderen Ländern ist. Ist 22kW dort auch ein Ding oder wäre das eine deutsche Lösung?

Ich finde 11kW da aber auch nicht so dramatisch. Den fährt man ja nicht auf langen Strecken und viele dürften mit 11kW auch mal in einer halben Stunde beim Einkauf für einige Tage nachladen können.

Ralf
7 Tage zuvor

Und die Plattform wurde von Geely oder Mercedes entwickelt?

Georg
Reply to  Ralf
6 Tage zuvor

Von Geely. Mercedes liefert nur das Design.

Adrian
Reply to  Georg
6 Tage zuvor

Ich fürchte daher dass er recht ineffizient wird

CH-Elch
4 Tage zuvor

Wann bekommen #1 und #3 ein Technikupdate?