Mercedes-Benz wird die kommende EQA Baureihe zuerst nur mit einer Leistungsstufe anbieten: mit dem EQA 250. Dies hat uns gestern ein Sprecher von Mercedes-Benz offiziell bestätigt, wobei dies andere Varianten nicht ausschließt.

EQA startet zuerst als EQA 250 ohne 4MATIC

Während man uns den EQA 250 als Startmotorisierung des EQA bestätigt hat, gibt es noch keine offiziellen technische Daten des Modells. Interessant ist hingegen jedoch bereits jetzt ein Blick in die Listen der Versicherer, die das Modell bereits jetzt teilweise schon auflisten. So findet man  bei der HUK 24 Online-Versicherung bereits einen EQA 250 ohne Allradantrieb 4MATIC mit einer Leistungsangabe von 80 kW / 109 PS.

EQA 250 mit Dauerleistung von 80 kW / 109 PS ? 

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Bei den veröffentlichten Leistungsangaben der Versicherung handelt es sich beim EQA 250 jedoch nicht um die Maximalleistung des Antriebs, der weit höher liegen sollte als die angegebenen 80 kW / 109 PS. Die Angaben basieren demnach auf der Dauerleistung des Elektromotors des neuen EQC Modells in dessen Basismotorisierung. Die Spitzenleistung des Antriebs bleibt weiterhin noch unbekannt.

Startet der EQA zuerst nur als EQA 250 in einer Leistungsstufe ?

Mehrere Leistungsstufen erwartet

Der 250er Variante wird die Basismotorisierung des EQA darstellen, wobei später auch Varianten mit mehr Leistung sowie mit Allradantrieb 4MATIC zu erwarten sind. Während das Grundmodell nur reinen Frontantrieb bietet, setzt man 4MATIC im EQA dann über einen zweiten Elektromotor auf der Hinterachse um.

Die Elektro-Version des GLA-Modells von Mercedes-Benz erwarten wir grundsätzlich mehreren Leistungsstufen, vermutlich bis 250 kW / 340 PS. Wir rechnen in Europa mit einen EQA 250, EQA 300 4MATIC sowie eventuell EQA 350 4MATIC.

EQA startet zuerst als EQA 250 ohne 4MATIC

EQA startet zuerst als EQA 250 ohne 4MATIC

Die Weltpremiere des EQA Serienmodells erfolgt am 20. Januar 2021 per „Live“stream aus München. Spätestens dann erwarten wir mehr Details zum Modell sowie zu den einzelnen Leistungsstufen, auch wenn die Produktion des Modells bereits seit Dezember 2019 im Werk Rastatt läuft.

Bilder: Daimler AG

23 Kommentare
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Alex
10 Monate zuvor

Interessant, dass Mercedes den Weg des Frontantriebs geht während VW mit dem I.D. 3 auf Heckantrieb setzt. Da sieht man wohl die Abstammung von der Verbrennerplattform. Der aktuelle GLA gefällt mir gut, also hat auch der EQA gute Chancen gut auszusehen. Ob E-Auto Kunden so viel Ähnlichkeit wollen ist aber fraglich.

JMK
Reply to  Alex
10 Monate zuvor

Rekuperation ist an der Vorderachse deutlich sicherer, als an der Hinterachse. Dort kann v.a. in Kurven nicht das volle Rekuperationsmoment genutzt werden.
Insofern sind im EV Umfeld Vorderradantriebe eigentlich sinnvoller, wenn man über die Antriebseinflüsse auf die Lenkung hinwegsehen kann.

Matthias Streicher
10 Monate zuvor

Sieht aus wie ein Q3

Ein richtiges Auto hat Heckantrieb oder Allrad.

MfG

E-Klässler
10 Monate zuvor

Ein Frontschrubber mit E-Motor … viel Spaß

Markus R.
Reply to  E-Klässler
10 Monate zuvor

„Welche Achse bei ihrem Auto angetrieben wird und was für ein Motor unter der Haube steckt, das wollen doch viele Menschen heute gar nicht mehr wissen“, sagte ein BMW-Manager 2014 bei der Präsentation des ersten frontgetriebenen BMW 2er Active Tourer. Sein Name: Herbert Diess.

Phil
Reply to  Markus R.
10 Monate zuvor

Dass die Befragung solches ergeben könnte, hätte ich nicht gedacht. Der betreffende Personenkreis dürfte damit nicht zu den petrol heads gehören, im Grunde nur von A nach B kommen wollen -egal wie- und emotional bestens auf die autonom fahrenden Kabinen der Zukunft vorbereitet sein. (Aber nicht nur deshalb) ein Glück, dass wir noch in diese Zeit geboren sind.

Markus R.
Reply to  Phil
10 Monate zuvor

Ja! Die Petrol Heads sterben aus; es ist ein Generationen-Thema, also ein Marktthema. Nicht empirisch (statistisch); nur anekdotisch: Ein Einzelfall? Vor 2-3 Jahren schrieb ein Autojournalist (sorry: keine Quelle zur Hand) über eine Probefahrt mit dem BMW 530 i (bekanntlich bereits mit Vierzylinder) mit seinem Vater (Alter 70+), der „seit Jahrzehnten“ immer den, nein SEINEN 528/530er mit Sechszylinder gefahren hatte. Der Vater war von dem neuen Auto begeistert; nur das aus seiner Sicht neumodische Computerdöns irritierte ihn. Als der Sohn dem Vater anschließend sagte, dass „sein“ 530er nur vier Zylinder hat(te), sagte der : „Ach“. Das war‘s.

P. Armbruster
Reply to  Phil
10 Monate zuvor

Die Petrol Heads sterben nicht nur aus – sie waren bereits seit Längerem eine für den Markt höchstens marginal relevante Influencergruppe. Markttechnisch kein Blip auf den Verkaufsstatistiken. Von 100% AutofahrerInnen verstehen sich wohl ca. 5% als „Petrol Heads“ – und von diesen 5% sind vermutlich 90% mehr so Schlagwortkataloge als Personen, die auch schon mal einen Motor in echt von innen gesehen haben oder wirklich wissen, wie und warum sich ein Hecktriebler anders anfühlt als ein Auto mit Frontantrieb.
Beim morgendlichen und abendlichen Stop n‘ Go Verkehr auf der Autobahn ist ein E-Mobil mit Frontantrieb deutlich besser aufgestellt als ein Heckantrieb bezüglich Rekuperation. Wer dabei den Grenzbereich sucht, ist offensichtlich nicht ganz 100.

Carsten
Reply to  Markus R.
10 Monate zuvor

@MarkusR: Ja, das sind dann die Leute, die nur froh sind, daß das Auto fährt.
Da braucht man sich auch nicht wundern, wenn man in modernen Autos nur noch das Wischwasser nachfüllen kann und für alles Andere in die Werkstatt muß.
Nicht nur, daß die Hersteller das wollen, sondern auch weil sich Viele ohnehin nicht für den Motorraum oder die Technik interessieren. WIe gesagt: Hauptsache es fährt

Snoubort
Reply to  Markus R.
10 Monate zuvor

@Markus R.: bei dem Thema muss ich sofort hieran denken, köstlich:
https://youtu.be/PU2Q51pLrck

Helge
10 Monate zuvor

Vermutlich wird es dann beim 4matic aber so sein, daß die Reichweite dann wieder sinkt (wenn kein größerer Akku verbaut wird). Denn der zweite E-Motor auf der Hinterachse braucht ja auch Strom.
Interessant wäre zu wissen, ob es sich um einen permanenten Allradantrieb dann handelt oder die Hinterräder nur bei Bedarf angetrieben werden.

Chris
Reply to  Helge
10 Monate zuvor

Permanenter Allradantrieb im klassischen Sinne gibt es bei E-Autos eigentlich nicht. Dies setzt ja eine mechanische Verbindung zwischen den beiden Achsen voraus.

Von daher sind E-Fahrzeuge mit Allrad quasi immer variabel und werden im Idealfall meistens nur an einer Achse angetrieben, um weniger Energie zu verwenden.

Helge
Reply to  Chris
10 Monate zuvor

@Chris: Permanenten Allrad kannst sicher auch ohne Achsverbindung realisieren auf elektronischem Wege. Aber in jedem Fall braucht natürlich der 2. Motor Energie, von daher macht ein permanenter Allrad keinen Sinn, wenn er nicht gebraucht wird.

(ein weiterer) Stefan
Reply to  Chris
10 Monate zuvor

Als aktueller EQC-Fahrer kann ich sagen, dass der (laut Energiedisplay im Fahrzeug) normalerweise nur die Vorderachse antreibt und nur bei mehr angeforderter Leistung die Hinterachse dazu nimmt.

Racer1985
Reply to  Helge
10 Monate zuvor

Die Reichweite sinkt ja nicht nur durch den benötigten Strom des zweiten Motors (wobei dieser nicht konstant mitlaufen wird), sondern auch das zusätzliche Gewicht. Gute 80-100 kg wiegt ein E-Motor in der Klasse glaube ich ungefähr. Beim MEB bspw. sind beide Motoren auch von unterschiedlicher Bauart. Einer auf Effizienz getrimmt, der andere auf Leistung… zumindest habe ich das mal irgendwo gelesen.

JM
10 Monate zuvor

Wird der EQA Kompakt (falls er kommt) ein kürzerer EQA? Bisher habe ich von dem gar nichts gelesen.
Das wäre ein idealer Zweitwagen für die Stadt, da uns der W177 und H247 zu lang sind, vor allem der W177 mit 12 cm mehr Länge als der W176.
Quelle ist AMS 26/2020 S. 22 mit folgendem Modellausblick:
2021: EQA (MFA II), EQS (EVA)
2022: EQB (MFA II), EQA Kompakt (MFA II), EQS SUV (EVA), EQE (EVA)
2023: EQE SUV (EVA)

HrGrille
Reply to  JM
10 Monate zuvor

Also wenn dir der W177 zu lang ist solltest Du mal bei Smart schauen.

Racer1985
Reply to  Markus Jordan
10 Monate zuvor

Selbst wenn, kommt der bestimmt nicht schon 2022. Man hätte schon Erlkönige gesehen und nicht nur die AMS würde darüber schreiben. Alle anderen genannten Fahrzeuge sind schon letztes Jahr gesichtet und zum Ende auch offiziell angekünftigt worden.

Racer1985
10 Monate zuvor

Also laut EUIPO sind folgende Zahlen registiert: EQA 200, 250, 260, 300, 320, 350 & 360. Ich rechne eher mit ähnlichen Kombinationen, wie bei den Mitbewerbern: Der EQA 200 bekommt 204 PS und den Basis-Akku. Darüber dann der EQA 250 mit ca. 230 PS und größerem Akku. Die Beschleunigung ist aber identisch. Und das selbe Spiel mit der Allradversion. Schon etwas komisch, so hohe Zahlen bei einem Nicht-AMG Kompaktfahrzeug zu bekommen 😀 Wobei ein AMG EQA ja ebenfalls kommen soll. Bin mal gespannt, wie man das Fahrzeug differenzieren wird.

Klaus Bieler
10 Monate zuvor

Der EQA 250 hat Frontantrieb, weil er nur so die für den Start und die Presse wichtige Marke von 350 WLTP-Kilometer schafft. Mit Allrad liegt man bei 320 Km…

Chris
10 Monate zuvor

Sehr interessanter Artikel, bin gespannt auf die erste Probe Fahrt

Markus R.
10 Monate zuvor

Kam vorhin rein:
Mercedes EQA-Präsentation: 20. Januar 2021.
Rahmendaten: 190 PS; 15,7 kWh/100 km (WLTP); Frontantrieb. Reichweite (noch unzertifiziert) ~400 km.

Eine 4-Matic-Version mit 272 PS werde folgen; ebenso eine AMG-Variante (Termine offen).