Der Aufsichtsrat der Daimler AG hat in seiner heutigen Sitzung den Mercedes-Benz Business Plan für die Jahre 2022 bis 2026 verabschiedet und damit die strategische Planung für eine vollelektrische Zukunft von Mercedes-Benz bekräftigt. Nach der Abspaltung von Daimler Truck wird sich Mercedes-Benz konsequent auf die Wachstums- und Profitabilitätschancen im Pkw- und Van-Geschäft konzentrieren. Die wertvollste Luxus-Automobilmarke der Welt strebt dabei die Führung bei elektrischen Antrieben und Fahrzeugsoftware an.

Investitionsplan in Höhe von mehr als 60 Mrd. Euro für Pkw und Vans bestätigt

Für diese Transformation in eine emissionsfreie und softwaregetriebene Zukunft hat der Aufsichtsrat den Investitionsplan für die Jahre 2022 bis 2026 in Höhe von mehr als 60 Milliarden Euro bestätigt. Während das Unternehmen die Sachinvestitionen in diesem Zeitraum weiter planmäßig reduzieren will, bleiben die Forschungs- und Entwicklungsausgaben für die Elektrifizierung des Produktportfolios sowie die weitere Digitalisierung und die nächsten Schritte hin zum automatisierten Fahren auf hohem Niveau.

Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und der Mercedes-Benz AG: „Unser Ziel ist die Technologieführerschaft im automobilen Luxussegment sowie bei Premium Vans. Dabei bleiben wir unseren anspruchsvollen Margenzielen verpflichtet. Mercedes-Benz hat alles, was dafür erforderlich ist: einen klaren strategischen Kurs, ein hochqualifiziertes und motiviertes Team sowie die starke Unterstützung des gesamten Aufsichtsrates. So wollen wir mit den begehrenswertesten Autos profitabel wachsen und nachhaltig Werte schaffen – für unsere Kunden, Mitarbeiter, Aktionäre und Partner.“

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Fokus auf Elektrifizierung, Digitalisierung und automatisiertes Fahren

Der vom Aufsichtsrat verabschiedete Mercedes-Benz Business Plan bekräftigt die Erwartung des Unternehmens, auch im beschleunigten Übergang in eine vollelektrische Welt die im Oktober 2020 ausgegebenen und im Juli 2021 bestätigten Margenziele nachhaltig erreichen zu können. Ein wichtiger Stellhebel hierfür ist die Erhöhung des Nettoumsatzes pro Fahrzeug. Zudem wird schrittweise ein direktes Vertriebsmodell, einschließlich Preisgestaltung angestrebt. Höhere Umsätze durch digitale Dienstleistungen sollen einen weiteren positiven Beitrag leisten.

Mercedes-Benz bereitet sich darauf vor, noch vor Ende des Jahrzehnts voll-elektrisch zu werden – wo immer die Marktbedingungen es zulassen. Vor diesem Hintergrund unterstützt der Aufsichtsrat den eingeschlagenen Weg zur konsequenten Steigerung der Effizienz und der damit verbundenen Senkung der Fixkosten – wie im Rahmen des Mercedes-Benz Strategie-Updates am 6. Oktober 2020 kommuniziert und am 22. Juli 2021 bestätigt. Gleichzeitig steht der Investitionsplan für die Jahre 2022 bis 2026 im Einklang mit dem bereits bestehenden Ziel, die Sachinvestitionen sowie die Forschungs- und Entwicklungsausgaben bis 2025 um über 20 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019 zu reduzieren und über das Jahr 2025 hinaus weiter zu senken.

Der Schlüssel dazu liegt in der stringenten Priorisierung der Zukunftsinvestitionen – allen voran der Fokus auf Elektromobilität. Zudem erwartet das Unternehmen, dass standardisierte Batterieplattformen und skalierbare Fahrzeugarchitekturen – zusammen mit Fortschritten in der Batterietechnologie – zu einer Reduzierung der variablen Kosten von batterieelektrischen Fahrzeugen beitragen werden. Der Anteil der Batteriekosten am Fahrzeug wird in dieser Dekade voraussichtlich deutlich sinken.

Symbolbild: Daimler AG

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1 Monat zuvor

Hoffentlich auch etwas in den gelben Prozess…

Timo
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1 Monat zuvor

In welches Land ist die Frage..

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Reply to  Timo
1 Monat zuvor

Jo :/

Schade das es für den Kommentar ein Minus gibt.

martin
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1 Monat zuvor

das Minus hast du auch verdient, weil nämlich im Text schon steht das die Sachinvestitionen weiter reduziert werden müssen zugunsten von Aufwendungen für RD.
Statt das Geld sinnlos für schöner Wohnen (= gelber Prozess, den es sowieso nicht schon lange nicht mehr gibt ) rauszuwerfen , ist es für Zukunftsprojekte elementar wichtig in neue Technologien wie z.B Weiterentwicklung der heutigen Batterietechnik zu investieren.
Da hängt auch dein Arbeitsplatz oder deine Gewinnbeteiligung dran.
Was also sollte MB also besser tun?

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Reply to  martin
1 Monat zuvor

Toiletten sanieren, Parkplätze wieder pachten, Verpflegung wieder min. durch SB-Shops gewährleisten, Qualität und Auswahl der Speisen, verschimmelte Büros sanieren usw. andere Firmen haben da deutlich höhere Standards. Bei uns siehst du die scheisse im Rohr kleben! Dazu noch einen Blick auf den ERA-Tarifvertag werfen! Es wurde aufgabentechnisch im direkten und indirekten Bereich eine ganze Schippe raufgelegt, die nach Profil höher vergütet werden muss, in Bezug zu den jobfamilien. Auch bei mir als Angestellter ist das der Fall. Es wurden „Beförderungen“ vollzogen für die Menschen, die eh bis 2025 ausscheiden, das ist demotivierend. Warum? damit die Personalabbauzahlen passen entsprechend in den Teams.

Ich verstehe das für neue Technologien Investitionen gemacht werden müssen. Aber man hat die Belegschaft wirklich böse verärgert, gefordert und bezüglich der Notwendigkeiten der Investitionen nicht transparent aufgeklärt. Man kann es „unten“ nicht nachvollziehen. Es wird zeit auch den Mitarbeitern wieder Benefiz zu bieten, weil auch das gehört zum Wettbewerb. Und wir alle wissen, es gehen immer die guten.

Ausserdem hat die RD das Privileg, mit die ersten in der prozesskette Autobauen zu sein. Diese karte spielt die RD nach meiner Erfahrung auch deutlich aus und erlaubt sich dabei wirklich dreistes. Mehr dazu darf ich natürlich an dieser Stelle nicht sagen, da es zu intern wird.

hoffen wir das beste! Von der Daimler Aufspaltung bin ich auf jeden Fall überzeugt und zuversichtlich. Aber wie gesagt, der Mitarbeiter ist auch noch da.

Pano
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1 Monat zuvor

Und was sagt der Betriebsrat dazu?
Grüße
Pano

martin
Reply to  Ilike
1 Monat zuvor

dann sollten doch diejenigen der Belegschaft die so böse verärgert wurden und zu sehr gefordert sind , endlich ihre Konsequenzen ziehen und den Arbeitgeber wechseln. Du hast recht, die Guten gehen zuerst , was bleibt ist der unfähige Rest (ich überspitze hier bewusst) Wenn es in anderen Firmen von den Standards soviel besser ist verstehe ich nicht warum das so wenige sich was anderes suchen.
Oder liegt es vieleicht daran das es woanders eben doch nicht besser ist oder das man aufgrund mangelnder Qualifikation keinen anderen Job mehr bekommen würde, hm ?

Alles in allem wie immer jammern auf höchstem Niveau. Rede mal mit den Leuten die in anderen Firmen ,wie z.B. Mahle in S, wirklich Angst haben müssen, weil ihr Job auf der Kippe steht.
Dann relativiert sich das Ganze recht schnell ,wie schlecht es der Daimlerbelegschaft doch geht. Wenige Arbeitgeber bieten dir Z.b. eine noch 9 Jahre laufende Jobgarantie.