Am Anfang stehen zwei Showcars: Der Vision A 93 sowie die darauf basierende Studie A machen in den Jahren 1993 und 1994 die Öffentlichkeit vertraut mit dem neuen Fahrzeugkonzept, mit dem Mercedes-Benz in ein für die Marke neues Fahrzeugsegment startet. Unterhalb von S-Klasse und E-Klasse führen beide Konzeptfahrzeuge direkt zur A-Klasse (Baureihe 168). Sie wird 1997 vorgestellt und bis 2005 gebaut. Mehr als 1,1 Millionen Käufer entscheiden sich in dieser Zeit für diesen Mercedes-Benz.

Mit der Präsentation 1997 begründet die Marke mit dem Stern zugleich eine erfolgreiche Tradition. Denn die aktuelle A-Klasse der Baureihe 177 ist bereits die vierte Generation des kompakten Personenwagens. Die erste A-Klasse ist ein wichtiger Protagonist der Modelloffensive Ende der 1990er-Jahre. Seitdem setzt die Marke in diesem Marktsegment immer wieder Maßstäbe und hat es über ebenso erfolgreiche Modelle auf gleicher technischer Plattform wie etwa B-Klasse, CLA, GLA und GLB in erheblicher Breite erschlossen.

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Abrundung der Modellpalette nach unten

Für viele Jahrzehnte gehören die Personenwagen von Mercedes-Benz der Oberklasse und der oberen Mittelklasse an. Das ändert sich 1982 mit der Vorstellung des 190/190 E (W 201), eine kompakte Limousine, mit der die Marke das Portfolio nach unten hin erweitert. Einige Jahre später startet die Marke ihre Produktoffensive ab 1996: Es debütieren der Roadster SLK (Baureihe 170), die A-Klasse, das SUV M-Klasse (Baureihe 163), sowie der CLK als Coupé und Cabriolet (beide Baureihe 208). Parallel dazu erneuert Mercedes-Benz die Modellreihen C-Klasse, E-Klasse, S-Klasse, CL-Coupés, SL und G-Klasse in ihren jeweiligen Zyklen. Als Ergebnis ist die Marke breiter und attraktiver denn je im Markt aufgestellt.

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Erste Ausführungen des Konzeptfahrzeugs Vision A 93 werden von 1991 an entwickelt. Es sorgt im September 1993 auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main für Furore: Das Publikum ist sehr angetan. Obwohl sich bis zur Weltpremiere der A-Klasse auf dem Genfer Auto-Salon (6. bis 16. März 1997) noch manches ändert, ist das außergewöhnliche Grundkonzept bereits erkennbar. Die Gesamtlänge beträgt nur 3.350 Millimeter und liegt somit auf dem Niveau eines viersitzigen Stadtwagens. 1994 zeigt die Studie A bereits ein Design nah am Serienfahrzeug. Dazu gehört die in die C-Säule schräg nach oben verlaufene Gürtellinie. Die Länge wächst gegenüber dem Vision A 93 um 225 Millimeter und beträgt nun 3.575 Millimeter.

Sicherheit auf dem Niveau der Mercedes-Benz E-Klasse

Die A-Klasse ist nicht nur die erste serienmäßig produzierte Mercedes-Benz Personenwagenbaureihe mit Frontantrieb, sondern sie setzt auch Maßstäbe hinsichtlich der passiven Sicherheit in ihrem Marktsegment: Ein einzigartiges Sandwichkonzept führt zu einem in dieser Fahrzeugklasse bisher nicht gekannten Sicherheitsniveau. Dabei sind Motor, Getriebe und Achsen vor und unter dem Fahrzeugboden untergebracht. In dem patentierten (Patent DE 44 00 132 C1) geradlinigen Verbund von Längs- und Querträgern sind Batterie, Auspuffanlage und Kraftstofftank sicher platziert. Die Sandwichbauweise bietet den Insassen zudem einen hohen Schutz bei Frontal- und Seitencrashs. Im Falle eines heftigen Frontalaufpralls schiebt sich die schräg eingebaute Motor-Getriebe-Einheit unter den Passagierraum. So erreicht die passive Sicherheit der A-Klasse das Niveau der Mercedes-Benz E-Klasse.

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Aufregung dann kurz nach Produktionsbeginn im Oktober 1997: Bei einem nicht standardisierten Fahrversuch („Elchtest“) in Schweden kippt eine A-Klasse um. Mercedes-Benz reagiert und rüstet alle Fahrzeuge der Baureihe serienmäßig mit dem Elektronischen Stabilitätssystem ESP® sowie dem Automatischen Brems-Assistenten BAS aus. Hinzu kommen eine straffere Feder-Dämpfer-Abstimmung, ergänzt durch eine Tieferlegung der Karosserie sowie Reifen der Größe 195/50 R 15 statt der ursprünglichen Dimension 175/65 R 15. Alle 18.000 bereits ausgelieferten Fahrzeuge werden für die Kunden kostenfrei umgerüstet. Mit ESP®, BAS, Airbags und Sidebags in den vorderen Türen, Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern ist die A-Klasse so gut ausgestattet wie sonst kein anderes Fahrzeug des Segments und ebnet so den Weg zur branchenweiten Verbreitung dieser Systeme für die aktive Sicherheit insbesondere in kleineren Fahrzeugen.

Variables Raumkonzept

Wegen des doppelten Bodens sitzen die Insassen der A-Klasse vergleichsweise hoch. Das ermöglicht einen bequemen Einstieg. Hinzu kommt ein Raumkomfort wie bei einem fünftürigen Mittelklasse-Kombi. Die Fondsitzbank lässt sich verschieben oder herausnehmen. Als Sonderausstattung ist der Beifahrersitz mit wenigen Handgriffen demontierbar. Insgesamt sind 72 verschiedene Sitzanordnungen möglich. Ein ebener Laderaumboden und eine große Heckklappe in Verbindung mit einer niedrigen Ladekante erleichtern das Be- und Entladen dieser A-Klasse mit Minivancharakter.

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Beliebtes Extra: das ungewöhnlich große Lamellenschiebedach. Erstmals bei einer Großserie von Mercedes-Benz bestehen die vorderen Kotflügel aus Kunststoff, ebenso die Heckklappe. Das Fahrzeuggewicht beträgt lediglich 1.000 Kilogramm. Noch mehr Innenraum bietet die 2001 in Genf vorgestellte A-Klasse mit einem um 170 Millimeter verlängerten Radstand. Dieses Raumwunder mit dem Platzangebot einer Oberklasselimousine schätzen auch zahlreiche Taxiunternehmen.

Von Grund auf neue Otto- und Dieselmotoren

Das Sandwichprinzip erfordert die Konstruktion einer Generation neuer Vierzylindermotoren. Zunächst werden die beiden Ottomotoren der Baureihe M 166 in den Modellen A 140 und A 160 angeboten. Bereits 1998 folgen die Dieseltriebwerke der Baureihe OM 668. Mit einem Kraftstoffverbrauch von 4,5 beziehungsweise 4,9 Litern (NEFZ-Gesamtverbrauch) sind die Dieselmodelle A 160 CDI und A 170 CDI besonders sparsam. Diese Turbodieselmotoren gehören zu den ersten mit der von Mercedes-Benz gemeinsam mit Bosch entwickelten Common-Rail-Technik. Vom Institut „Öko-Trend“ aus Wuppertal wird der A 160 CDI mit dem Titel „Umweltverträglichstes Auto Deutschlands“ ausgezeichnet.

Das Leistungsspektrum der vier Motoren reicht zunächst von 44 kW (60 PS) bis 75 kW (102 PS). 1999 wird der A 190 mit 82 kW (125 PS) zur stärksten A-Klasse, bevor dann 2002 der mit AMG-Elementen versehene A 210 EVOLUTION mit 103 kW (140 PS) den Spitzenplatz der Modellreihe einnimmt. Er erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 203 km/h, der Sprint von 0 auf 100 km/h erfolgt in 8,2 Sekunden. Nicht zur Serienreife gelangt eine Elektroversion der A-Klasse mit im Sandwichboden untergebrachten Natrium-Nickelchlorid-Akkus.

 

Formel-1-Optik und Modellpflege

Mika Häkkinen und das Team McLaren-Mercedes gewinnen am 1. November 1998 die erste Formel-1-Weltmeisterschaft für Mercedes-Benz seit dem Titel von Juan-Manuel Fangio 1955 im legendären Silberpfeil W 196 R. Häkkinens Teamkollege David Coulthard erreicht in der Fahrerweltmeisterschaft Platz 3. Zur Essen Motorshow im November 1998 stellt Mercedes-Benz zwei besondere Varianten der A-Klasse vor: die Edition Häkkinen und die Edition Coulthard. Angelehnt an die Farbgebung der Rennwagen samt Startnummern der beiden Formel-1-Piloten entstehen jeweils 125 Exemplare dieser ganz besonders auffälligen A-Klasse.

Prägnant, wenn auch weniger spektakulär, fällt im Jahr 2001 eine umfangreiche Modellpflege aus. Ingenieure und Designer passen 980 Bauteile an und versehen die A-Klasse unter anderem mit dem ESP® der vierten Generation sowie einem noch leistungsfähigeren hydraulischen Bremsassistenten.

Das Publikum nimmt die Mercedes-Benz A-Klasse gut an. Von 1997 bis zur Modellpflege 2001 werden 550.000 Exemplare der ersten Generation verkauft. Die Millionengrenze überschreitet die Baureihe 168 im Jahr 2003. Gebaut wird sie in den Werken Rastatt und – bis 2005 – Juiz de Fora. Insgesamt entstehen 1.159.321 Fahrzeuge bis zur Ablösung durch die zweite Generation (Baureihe 169). Diese wird 2004 vorgestellt, setzt ebenfalls auf das Sandwichkonzept und wird Verkaufsmillionär.

Vor zehn Jahren vorgestellt: Mercedes-Benz A-Klasse der Baureihe 176 mit völlig neuem Konzept

Die dritte Generation der Baureihe 176 erscheint 2012. Sie ist völlig neu konzipiert und verfolgt eine andere, sportlichere Philosophie mit einem niedrigeren Fahrzeugschwerpunkt. Damit und auch mit ihrem dynamischen Design erobert sie innerhalb kürzester Zeit neue, jüngere Käuferschichten. Gebaut wird sie bis 2018. Dann präsentiert Mercedes-Benz die seitdem produzierte Baureihe 177, die wiederum Maßstäbe setzt, beispielsweise mit der Weltpremiere des Multimediasystems MBUX, und ebenfalls Verkaufsrekorde erzielt. Denn das eint alle vier Generationen der A-Klasse: Sie stehen für den Erfolg von Mercedes-Benz in der Kompaktklasse.

Bilder: Mercedes-Benz Group AG

19 Kommentare
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Peter Laager
1 Monat zuvor

Dazu muss gesagt werden, dass der Golf der damaligen A-Klasse in vielen Bereichen überlegen war.

barolorot
Reply to  Peter Laager
1 Monat zuvor

Ich hatte damals auf dem Messestand in Genf die A-Klasse – leider nur von außen – bewundern dürfen und ich war vor allem vom Konzept des Fahrzeugs begeistert: Kürzer als ein Polo – Platzangebot wie im Golf III.
Ein halbes Jahr später hatte die A-Klasse in Frankfurt Deutschland-Premiere und man durfte auch innen Platz nehmen. Unglücklicherweise debütierte nebenan auch der Golf IV, der in meinen Augen besonders bei der Materialanmutung im Inneraum einen Quantensprung darstellte und demnach auch das eher sparsam instrumentierte Armaturenbrett der A-Klasse in den Schatten stellte.
Aber nach wie vor halte ich das Konzept der damaligen A-Klasse mit ihrem Sandwich-Boden für zukunftsweisend und revolutionär und bedaure, dass es von der estlichen Automobilwelt nicht so recht goutiert wurde.

Benzfahrer
Reply to  Peter Laager
1 Monat zuvor

Wir hatten damals neben Golf und Golf Variant 3 A 170cdi L im Pool.
Ich war der einzige, der immer am liebsten die A-Klasse genommen hat. 😉
Ich fand die hohe Sitzposition sehr angenehm und platz hatte sie jede Menge.

Pano
1 Monat zuvor

Die Älteren unter uns können sich noch daran erinnern, daß Autos mit Dieselmotor einst den Titel „Umweltverträglichstes Auto Deutschlands“ erhalten konnten. Und das war nicht als Witz gemeint…
Wie es um künftige Kompakte steht wurde hier ja diverse Male besprochen. Neulich erst Anhand eines Artikels aus der Automobilwoche. Interessant ist evtl noch die Aussage OKs gegenüber Analysten und Journalisten nach der Vorstellung des Jahresberichts. Im Hinblick auf die MMA-Autos war es ihm wichtig zu betonen, daß diese nicht einfach nur als Kompaktmodelle aufgefasst werden sollen. Vielmehr sollen sie künftig den Einstieg ins Portfolio darstellen. Wo da der Unterschied sein soll hat er nicht verraten.
Grüße
Pano

Eric
1 Monat zuvor

Was ist eigentlich dran, dass sie A-Klasse als BEV konstruiert war? Deshalb der hohe Aufbau.
Wären die Akkus bei der Rostanfälligkeit irgendwann einfach unten raus gefallen?

Helge
1 Monat zuvor

Das war eine richtige „Rumpelkiste“ und eines Mercedes nicht würdig. Das erste mal, daß so viel Hartplastik im Innenraum verbaut wurde und der Fahrkomfort war dank des kurzen Radstandes auch nicht mercedes-like. Daran änderte auch die Langversion nichts. Er beim W169 wurde es dann besser.

W169
1 Monat zuvor

Ich hatte einen W169, eines der praktischsten Autos die ich jemals hatte, leider optisch überhaupt nicht schön. Aber was ich damit alles transportieren konnte war der Hammer und jedem Golf um Längen überlegen, bis auf die Optik ^^

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barolorot
Reply to  W169
1 Monat zuvor

Wobei aus meiner Sicht der W 169 sich gegenüber seinem Vorgänger, sowohl im Exterieur, als auch im Interieur, deutlich verbesserte. Auch die Materialanmutung entsprach weitestgehend den üblichen Erwartungen an einen Mercedes-Benz.

W169
Reply to  barolorot
1 Monat zuvor

Das ist richtig. Dennoch war er optisch nicht mein Fall und war nur ein Mittel zum Zweck für mich. Probleme hatte ich aber nie, weder Rost noch Fahrwerksprobleme.

LukasA35
1 Monat zuvor

Ein tolles Fahrzeug damal, ich war voll zufrieden.
Gut, über den preis von 40.000 Mark und das dazugehörige Plastik beim A 160 wäre zur eden gewesen, aber das Konzept hat mich auch mit 21 jahren überzeugt.
Sitze schnell ausgebaut oder umgeklappt, guter Sitzkomfort, gute Leistung zu der damaligen Zeit. Was wollte ich mehr.

Gruß

Helge
1 Monat zuvor

Das Einzige was gut war, war daß der „Elch“ und der damit verbundene Test bzw. Rückruf dafür dann dazu geführt hat, daß die A-Klasse der meines Wissens erste Kleinwagen mit ESP dann war. Wer weiß wann ansonsten ESP in der Kompaktklasse Serie geworden wäre.

Trucker Tommy
1 Monat zuvor

Wir hatten auch einen A 140 L, 10 Jahre lang. War schon die Version nach der Modellpflege, da war innen schon einiges besser. Der Motor war eine Katastrophe, lahm und durstig. Der Rest war aber top. Wir hatten eine sehr gute Ausstattung, mit großem Schiebedach und vielen anderen Extras. Es gab auch eine Family SA, da waren Schubladen unter jedem Sitz, der Beifahrersitz war schnell rauszunehmen und hinten konnte die Kinder die Schultaschen vor die Beine stellen und hatten immer noch jede Menge Platz. Meine Frau hat den Wagen geliebt.

In der ganzen Zeit gab es eigentlich nie Probleme, brachte ihn einmal im Jahr zum Service und sonst war nichts, im Gegensatz zu vielen anderen Berichten. Und er wurde nicht geschont.

Nach 10 Jahren wollte ich einen 169er kaufen, obwohl er mir eigentlich nicht gefiel. Habe dann lange gezockt um einen der letzten zu bekommen, die gingen als Werkswagen mit knapp über 10000€ weg. Auf einmal waren alle fort und wir fahren seit 8 Jahren einen B 200, ohne jede Probleme. Absolutes Top Fahrzeug, auch der Antrieb ist kräftig und sparsam. bin froh dass es so gekommen ist.

Ich denke in 2 Jahren geht der auch wieder weg, mal sehen was dann kommt. Ein Stern wird aber drauf sein.

Engelbert
1 Monat zuvor

Diese A-Klasse war nicht nur ein Auto, es war der Versuch ein neues Mobilitätskonzept zu etablieren. Außerdem ein Ingenieursauto. Viel Hirnschmalz für ein sehr effizientes Konzept. Dann kam Mini mit dem umgekehrten Konzept. Viel schein wenig sein. Und die Leute haben gekauft wie blöde… Kann sich jeder seien Teil denken…

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Helge
Reply to  Engelbert
1 Monat zuvor

Das Konzept mit der Sandwichbauweise an sich war schon gut. Wir hatten auch einen W169, und der war vom Platzangebot schon groß, obwohl er von außen nicht so wirkte. Aber die Materialauswahl, besoders beim W168, wo dann auch von manchen Flächen der Klavierlack abblätterte (wie beim R170 – erster SLK) war einfach schlecht Das einzige Auto, daß in der Kompaktklasse noch mit diesem guten Raumangebot geblieben ist (wenn auch nicht in Sandwich-Bausweise) ist die B-Klasse, wenn man mal nun vom GLB absieht. Aber der GLB ist dann wieder fast so groß wie ein GLC. Die B-Klasse (W147) ist eigentlich optimal von der Fahrzeuglänge und dem Ladevolumen. Einzig zu bemängeln: Wenn vorne eine große Person sitzt, haben diejenigen, die in der zweiten Reihe sitzen, wenig Fußraum.

Hr.Schmidt
1 Monat zuvor

Wenn ich hier die Beiträge über das Auto lese, verstehe ich dass die meisten überhaupt keine Ahnung haben, was das Konzept der A- Klasse ausmachte.

Ich gehörte damals zu denen die das Auto weit vor der Premiere durch Deutschland fuhren und Halt machten, um Kundenreaktionen einzufangen. Viele gerade der Älteren waren begeistert vom hohen Einstieg etc., dass die Batterie sehr gut in einem Fach vor dem Beifahrersitz eingebaut war, gut zugänglich und trocken, nur ein Nebeneffekt des Sandwichbodens. Ich rede da noch nicht darüber warum die Heckklappe aus Kunststoff, wie auch die Kotflügel, waren. Da hatten die Konstrukteure exzellente Ideen.
Die Crashsicherheit dieses doch sehr kurzen Models war nur über den Sandwichboden gewährleistet, mit dem abgleitenden Motor der A- Klasse beim Frontalcrash. Wir fuhren eine der ersten A- Klassen (A140) 1998 nach dem Produktionsstop und dann direkt zum Gardasee. Ich habe bei einem GOLF nie solche Massenaufläufe in freier Natur gesehen wie bei diesem Auto.

Wer sich mit den ganzen damaligen Innovationen nie auseinandergesetzt hat, ja der schreibt eben hier leider nur Unsinn.

Tut mit leid liebe Automobilfreunde, befasst euch mit dem Modell über das ihr hier schreibt. Da gäbe es noch sehr viel mehr zu schreiben.

Urs
Reply to  Hr.Schmidt
1 Monat zuvor

Du meinst so Anekdoten wie die, daß die Werksangehörigen das Auto nur über eine 0130er-Nummer (heute 0800) reservieren konnten und dass die Polizei in Böblingen (gleiches Ortsnetz wie Sindelfingen) deswegen über Stunden nicht erreichbar war – die haben die 07031 13-xxxx und die Leute hatten vergessen, die 0 vorzuwählen.. 🙂

Der 168 war ein tolles Konzept, aber die Ausführung schon ein bißchen Kröte, der 169 sehr gut (ich habe die Autotronic an meinem A200cdi geliebt) und der 169 als Elektroauto, den ich mal fahren durfte, hat mir die Lust auf einen Verbrenner als Zweitwagen komplett ausgetrieben. Leider konnte man den nicht kaufen.

Joachim G
1 Monat zuvor

Seit bereits 8 Jahren fahre ich einen W168 mit 1,6 Liter Motor.
Bin mit dem kleinen total zufrieden.
Einzig und allein der Auspuff löste sich schnell auf und wurde durch einen Fox Edelstahl Auspuff ersetzt.
Klingt ein wenig kerniger, vor allem mit der minimalen Leistungssteigerung auf ca. 150 PS knackt er locker jeder anderen 168er.

Engelbert
1 Monat zuvor

Bye the way: lustigerweise sind es die selben Leute die den 168 nicht mögen, welche sich immer über die Renault-Motoren beschweren… Dabei gibt es einen direkten kausalen Zusammenhang zwischen diesen beiden Themen. Der 168 war als Ingenieursauto konstruiert und sehr aufwändig. Das hat sich nicht rentiert weil die Leute das nicht genügend honoriert (gekauft) haben. Die Renault-Motoren sind die logische Konsequenz daraus: die Leut honorieren Ingenieruskunst nicht, warum sollen wir sie dann liefern 😉

Zuletzt editiert am 1 Monat zuvor von Engelbert