Mercedes-Benz belebt sein freiwilliges Abfindungsprogramm für Beschäftigte in Deutschland wieder. Das Programm soll bereits voraussichtlich im Dezember 26 starten, wobei der Konzern damit die nötigen strukturellen Anpassungen sozialverträglich gestalten zu wollen.
Nur für indirekte Bereiche
Das erneute Angebot der Mercedes-Benz Group AG gilt erneut nur in den indirekten Bereichen, also nicht in der Produktion. Individuelle Angebote erhalten Tarifbeschäftigte und teils auch Führungskräfte. Dabei bleibt es beim Prinzip der doppelten Freiwilligkeit: Sowohl die Beschäftigten als auch das Unternehmen müssen einem Ausscheiden zustimmen.
Doppelte Freiwilligkeit notwendig
Hintergrund der Neuauflage ist der Sparkurs der Stuttgarter. Mercedes will zudem die Arbeitskosten in Deutschland senken, um wettbewerbsfähiger zu werden. Produktionsvorstand Michael Schiebe hatte damit gedroht, zwei deutsche Werke zu schließen, falls die Kosten nicht sinken. Gegen die Pläne des Managements gab es zuletzt immer wieder Protestaktionen.
Auch die Zahlen setzen den Konzern nachhaltig unter Druck: 2025 brach der Gewinn von 10,4 auf 5,3 Milliarden Euro ein, nachdem er schon 2024 um 28,4 Prozent gesunken war. Die Aktie legte nach der Meldung zu.
Die erste Runde des Programms startete im April 2025. Bis zum Jahreswechsel hatten laut Handelsblatt rund 4.000 Beschäftigte das Unternehmen verlassen, bei Abfindungen von teils in sechsstelliger Höhe, je nach Gehaltsstufe und Unternehmenszugehörigkeit.
Symbolbild: Mercedes-Benz Group AG




