Die Modellpflege der E-Klasse bringt jede Menge Änderungen mit sich. Nicht nur optisch, sondern auch unter dem Blechkleid hat sich eine ganze Menge getan. Einer der Neuheiten steckt im E 250, den wir kurz etwas genauer betrachten wollen.

Die auf den Fotos gezeigte E 250 Limousine in Diamantweiß BRIGHT metallic, rollt mit klassischer Frontoptik mit stehendem Stern und typischem dreidimensionalen Limousinenkühler vor. Front- und Heckstoßfänger sind in Serienoptik ohne Chromzierelemente. Optional ist das Fahrzeug mit den Voll-LED-Schweinwerfern und 17 Zoll Vielspeichenfelgen ausgestattet. Im Innenraum ist die Limousine mit schwarzem Leder und Holz Eukalyptus braun glänzend ausgestattet.

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Der Reihen-Vierzylinder mit der Typbezeichnung M274 ist der Nachfolger des alten M271 Evo. Das neue Aggregat hat ein Hubraum von 1.991 cm³ und leistet 211 PS bei 5.500 U/min. Für gute Fahrbahrkeit sorgt der weit gespreitzte Drehmomentverlauf, bereits ab 1.200 U/min und bis 4.000 U/min steht das maximale Drehmoment von 350 Nm an der Kurbelwelle bereit. Die Beschleunigung von null auf 100 km/h erledigt die Limousine in 7,4 Sekunden – der Vortrieb endet bei 243 km/h. Der Motorblock weißt eine Bohrung von 83 Millimeter und einen Hub von 92 Millimeter aus. Ein Abgasturbolader mit Waste-Gate beatmet den Vierzylinder mit 0,20 bar Ladedruck.

Mit einem kombinierten Verbrauch von 5,8 bis 6,1 Liter, liegt der Vierzylinder in Sachen Kraftstoffeffizienz fast auf Diesel-Niveau. Ermöglicht, wird der geringe Kraftstoffverbrauch durch ein ausgeklügeltes Verbrennungsverfahren. Der M274 E20DES LA wird je nach Betriebszustand geschichtet oder homogen betrieben. Im Schichtladebetrieb arbeitet der hochverdichtete Motor mit deutlichem Luftüberschuss. Um dies zu erreichen, wird der Kraftstoff erst während der Kompressionsphase in die von den Kolben bereits verdichtete Luft eingespritzt.

Eine elektronische präzise gesteuerte Einspritzung mit schnelle Piezo-Injektoren sorgt dafür, dass sich erst zum Zündzeitpunkt eine räumlich begrenzte Kraftstoff-Luft-Wolke im Bereich der Zündkerze ausbildet. Diese entflammt das zündfähige Kraftstoff-/Luft-Gemisch im Bereich der Zündkerze, während sich im übrigen Brennraum dann nur ein sehr mageres Gemisch mit hohem Luftüberschuss befindet. Hierdurch ist eine extrem effiziente Verbrennung möglich. Pro Arbeitstakt sind mehrere Einspritzungen hintereinander in die Brennräume möglich und erlauben auf diese Weise die gezielte Regelung der Gemischbildung und der Entflammbarkeit.

Neben dem E 250 ist auch der Einstiegsbenziner E 200 mit dem neuen Vierzylinder ausgestattet. Dort leistet er 184 PS und ein maximales Drehmoment von 270 Nm bei einem kombinierten Verbrauch von 5,8 bis 6,7 Liter auf hundert Kilometer.

Zu den besonderheiten des Vollaluminium-Motors zählt, dass er sowohl längs als auch quer in die diversen Baureihen eingebaut werden kann. Im Fall der E-Klasse ist er längs eingebaut, in den Kompaktmodellen A- und B-Klasse sowie im CLA, findet man den Motor stattdessen quer eingebaut wieder – dann allerdings mit der Typbezeichnung M270 und zum Teil auf 1595 cm³ reduziertem Hubraum.

Der E 250 mit dem neuen Reihen-Vierzylinder ist als Limousine und als T-Modell zum Basispreis von 46.975,25 Euro bzw. 50.188,25 Euro für das T-Modell bestellbar. Das Automatikgetriebe 7G-TRONIC ist bei dieser Motorisierung serienmäßig.

Bilder: Daimler AG

18 Kommentare
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Lutz
8 Jahre zuvor

Der E250 würde laut den Herstellerangaben weniger verbrauchen als der A250, welcher deutlich leichter ist und somit eigentlich weniger verbrauchen müsst. Hat der M270 in der A-klasse keinen Schichtladebetrieb ?

Uli
8 Jahre zuvor

Das kann doch auch dem konservativen Mercedesfan gefallen..?!

Elementus
8 Jahre zuvor

Hm, der A250 würde auch sicher 250 km/h schaffen, aber ich denke es liegt einfach dadran, dass es nicht gewollt ist, dass er 250 km/h schafft, dafür soll man doch den A45 AMG kaufen …

Besonders lustig finde ich auch die BlueEfficiency Edition Modelle, wo einfach ein wenig die Motorkonfiguration angepasst wurde, damit ein wenig gespart wird.

Und so ist es doch bei allen Motoren, man schaue sich die die Modelle an, die einen Motor mit gleichem Hubraum haben und die gleiche Anzahl an Turboladern. Zum Beispiel bei der B-Klasse B180 und B200. Wenn man bei Wikipedia schaut, fällt einem das auch schnell auf, dort steht dann nämlich in der Tabelle bei B180 als Motor „M 270 DE 16 AL red.“. Das red. steht wohl für reduziert. Und so machen eigentlich alle Hersteller ihren Gewinn. Den kompletten Aufpreis dann mit anderen Reifen und besseren Bremsen wegen der höhren Endgeschwindigkeit zu rechtfertigen: Macht vielleicht einen kleinen Teil aus, aber doch nicht alles …

Und diese ganzen „geraden“ Höchstgeschwindigkeiten bei allen Modellen der B-Klasse und beim CLA …

Man möge mich korrigieren, wenn ich mich irren sollte. Ist aber auch nur meine Meinung.

Dominic
8 Jahre zuvor

Ich finde den classischen Elegance/Classic-Grill am besten.
Der Avantgarde-Grill gefällt mir persönlich nicht.

Daniel
8 Jahre zuvor

Immer wieder super Berichte, Danke dafür.

Otti
8 Jahre zuvor

@ Philioo Deppe: Was heisst „Homogenbetrieb“?

Rylex
8 Jahre zuvor

@Dominic: Ja der Avantgarde-Grill wirkt etwas aufgesetzt… das liegt aber meiner Meinung nach daran, dass man durch die geringere Breite des Grills seitlich die Motorhauben-Abtrennung sieht. Beim „normalen“ Classic-Grill fällt das nicht auf, weil der Rand breiter ist.

Hier ohne Rand mit direktem Übergang zum Grill – sieht super aus!
http://blog.mercedes-benz-passion.com/wp-content/uploads/2048_13C65_003.jpg

Hier mit dem störenden Rand und weniger gelungen:
http://blog.mercedes-benz-passion.com/wp-content/gallery/e400-limousine-bcn2013/2048_13c60_005.jpg

Dabei gefällt mir das Avantgarde grundsätzlich besser mit dem Zentralstern.
Gibt es denn Avantgarde auch mit breitem Grill am Rand in Kombination? Ist mir vorher nie aufgefallen, dass es genau daran liegt das es mir in diesem Fall bei Avantgarde nicht so gut gefällt…

Gruß Rylex

Peter
8 Jahre zuvor

@Otti: Homogenbetrieb bedeutet, dass das bei der Gemischaufbereitung das Verhältnis von Kraftstoff zu Verbrennungsluft ausgeglichen ist. Also wird – bei idealen Bedingungen – der Kraftstoff und Verwendung der gesamten Verbrennungsluft verbrannt. Diese idealen Bedingungen werden per Lambdaregelung eingeregelt, damit es möglichst keine unverbrannten Kraftstoffreste gibt, welche der Kat gar nicht mag.

Im Schichtbetrieb wird ein zündfähiges Gemisch nur an bestimmten Stellen entstehen, da im Verhältnis zum Kraftstoff mehr Verbrennungsluft da ist. Daher nutzt ein Schichtladungsbetrieb den Kraftstoff besser aus. Kehrseite ist jedoch, dass durch die höheren Temperaturen bei Luftüberschuss unerwünschte Stickoxide (NOx) entstehen, die dann mit zusätzlicher Abgasnachbehandlung aufgearbeitet werden müssen.

Dominic
8 Jahre zuvor

Man hätte den Rahmen vom Elegance mit dem Stern vom Avantgarde kombinieren sollen…
Mir gefällt dieser kräftige Rahmen und die Dreidimensionale Wirkung!

Otti
8 Jahre zuvor

@ Peter – vielen Dank für die Erklärung. Heisst dies dann, dass bei der E-Klasse der 250 einen Schichtladebetrieb hat die A-Klasse jedoch nicht? Und dies zu einem geringeren Verbrauch bei der E-Klasse führt? Wenn ja, warum macht MB dies dann nicht bei der A-Klasse genauso?

Otti
8 Jahre zuvor

@ Philipp Deppe: Und warum wird der Schichtbetrieb nicht in der A-Klasse eingesetzt? Würde doch dann den Verbrauch reduzieren. Kosten?

Lexi
8 Jahre zuvor

@Philipp und Otti: Genau so ist es – Kostentreiber ist bei dieser Technologie die aufwändigere Abgasnachbehandlung. Dies passt wohl nicht ganz zum Business Case der A-Klasse. Sollte die CO2 Gesetzgebung in Zukunft weiter die Zügel anziehen kann es natürlich sein dass die Schichter-Technologie dann auf weitere Baureihen ausgeweitet wird, ob das dann aber Kostenneutral für den Kunden geht glaube ich eher nicht.

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schichtladung
http://www.aachen-colloquium.com/pdf/Vortr_Nachger/2010/A3.1_Lueckert.pdf

mehrzehdes
8 Jahre zuvor

elementus, die 250 km/h mit 211 ps muß die e-klasse bei bestenfalls cw x a = 0,59 nicht unbedingt schaffen. es gab mal den opel calibra, der mit cw x a = 0,49 vor 20 jahren bereits den rekordwert des heutigen cla erreichte. als turbo mit 204 ps hatte er immer noch respektable 0,55 und war mit 245 km/h angegeben. das passt zusammen.

wenn du beeinflußung durch wertetuning befürchtest, dann warte ab, was das e 250 coupe mit dem neuen motor aufruft. da könnte 250 stehen, wenn man will. bisher wollte man mit 204 ps immerhin 247 km/h erreichen.

letztlich sollte das käufer nicht beeindrucken. selbst wenn ein 250 die gleiche höchstgeschwindigkeit hat wie ein 500, macht es einen riesenunterschied bis man dahin kommt.