Aufgrund des weltweiten Lieferengpasses bei Elektroteilen bremst es nun auch die E-Klasse Produktion im Werk Sindelfingen, wie die “Stuttgarter Nachrichten” heute berichten. Die Produktion ruht demnach bereits seit Montag und soll bis 14 Mai andauern.

Medienbericht: Daimler setzt Fertigung der E-Klasse in Sindelfingen aus

Offizielle Bestätigung spricht von “Ausgewählten Teilbereichen”

Nach Auskunft der Daimler AG ist zwar bestätigt, das “in ausgewählten Teilbereichen” die Arbeit reduziert wird, eine Reduzierung der E-Klasse am Stammwerk in Sindelfingen möchte man jedoch aber nicht bestätigen. Für die betroffenen Bereichen ist für den Zeitraum in den Kalenderwochen 18 und 19 Kurzarbeit beantragt worden. Wie viele Mitarbeiter von der Maßnahme betroffen sind und wieviel Fahrzeuge nicht produziert werden, gab der Konzern nicht bekannt.

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Bremen, Rastatt und Sindelfingen teils in Kurzarbeit

Im Werk in Sindelfingen arbeiten rund 24.000 Beschäftige, die im Schwerpunkt die E- und die S-Klasse sowie den neuen EQS produzieren. Sindelfingen ist nach Rastatt und Bremen bereits das dritte Werk, wo die Arbeit  aufgrund des weltweiten Chipmangels reduziert wird.

Symbolbilder: Daimler AG

9 Kommentare
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Wolfgang Fontes
1 Monat zuvor

Man sieht wie ABHÄNGIG man von den Chinesen wird, aber somit haben die Chinesen einen besseren Einstieg nach Europa! Ich glaube die haben keinen Engpass bei Ihren Autos ! Ist doch eine clevere Taktik .

Tom
1 Monat zuvor

Blöd nur, wenn die Chips aus Taiwan kommen… 😉

Vanessa
1 Monat zuvor

China und USA produzieren ja auch normal. Nur Deutschland nicht. Denn da kann man schließen und es gibt Kurzarbeitergeld. Das haben viele Hersteller erkannt und nutzen diese Möglichkeit.

Vanesss
1 Monat zuvor

Rein wirtschaftlich betrachtet ist es besser für Daimler in Deutschland zu schließen und in China die E Klasse weiter zu produzieren. In Deutschland gibt es ja die Kurzarbeitergeld Versicherung. Das nutzen auch andere Produzenten. In USA oder China gibt es das nicht.

Matthias Streicher
1 Monat zuvor

Widerlich, wie hier wieder auf Steuerzahlerkosten Geld gespart wird.

Kommt von diesem dümmlichen permanenten OUTSOURCEN

Jedesmal fliegen sie damit auf die Fresse.

Chris
1 Monat zuvor

Passt halt nicht in das Weltbild mancher Leute, die anscheinend nicht in der Lage sind, zwischen Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung und Steuergeldern zu unterscheiden.

Die meisten Daimler-MA dürfte in ihrer Karriere weitaus mehr in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt haben (selbst wenn man nur den AN-Anteil berücksichtigt), als sie durch ein paar Monate Kurzarbeiter-Geld ausbezahlt bekommen haben.

Goggo
1 Monat zuvor

Googeln Sie doch bitte mal das Wort ‚Steuerspirale‘…

Die mit Abstand größte Steuerquelle ist nach wie vor die Mehrwertsteuer…

Schalter Weel
1 Monat zuvor

Das ist doch erst der Anfang, „interessant“ wird es mit den kommenden Klima-Lockdowns…

A.B.
1 Monat zuvor

“Die meisten Daimler-MA dürfte in ihrer Karriere weitaus mehr in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt haben (selbst wenn man nur den AN-Anteil berücksichtigt), als sie durch ein paar Monate Kurzarbeiter-Geld ausbezahlt bekommen haben.”
Genau das ist ja das Prinzip einer Versicherung, dass eben nicht jeder die Leistung in Anspruch nimmt, selbst wenn er eingezahlt hat. Ist bei der Krankenversicherung nicht anders. Es wird und muss eine Vielzahl an Leuten geben, die einzahlen und keine Leistung abrufen um diejenigen zu finanzieren, die wesentlich mehr finanzielle Mittel beanspruchen, als deren eingezahlter Betrag => Bsp Krankenhausaufenthalt, chronische Krankheiten etc.
Den Großkonzernen wie Daimler geht es rein um Gewinnmaximierung, nicht um Arbeitsplatzsicherung. Genau dafür (=> Arbeitsplatzsicherung) ist das Kurzarbeitergeld aber gedacht. Es soll verhindern, dass Arbeitnehmer entlassen werden aufgrund einer kurzen konjunkturellen Flaute. Ich denke allerdings nicht, dass wegen 2 Wochen Werksschließung mit Lohnfortzahlung Daimler seine Belegschaft dezimieren müsste. Daher ist es m.A.n. vollkommen berechtigt zu hinterfragen, ob das Ausbezahlen von Kurzarbeitergeld hier angebracht ist.