EVA2M Plattform kombiniert 800 Volt mit eATS 2.0 Antrieb

Mit der Umstellung von EVA2 auf die neue EVA2M Plattform bringt Mercedes-Benz mehrere gravierende Änderungen. So gibt es nicht nur eigene eATS2.0 Antriebe, sondern ein 2-Gang Getriebe. Zusätzlich wird das Bordnetz von 400 auf 800 Volt Technik erstellt, wodurch die Ladeleistung steigt.

eATS 2.0 E-Antrieb für drei Plattformen

Der neue eATS 2.0 E-Antrieb von Mercedes-Benz wird zukünftig für die bisherigen EVA2-Modelle (u.a. EQE und EQS Limousine sowie SUV mit EQS SUV Maybach) eingesetzt. Während die EVA2-Plattform bereits vorab schon u.a. die Wärmepumpe, die Disconnect Unit sowie den optionalen 22 kW OnBoard-Lader attraktiver wurde, folgen mit der Umstellung auf EVA2M weitere Neuerungen. Dazu muss die gesamte bisherige EVA2 Plattform jedoch umfassend überarbeitet werden.

EVA2M könnte bereits 2025 kommen

Mit der EVA2M Plattform (M steht für Modellpflege) setzt Mercedes-Benz zukünftig eigene eATS 2 Large Maschinen ein. Dabei sind die eATS2.0 Antriebe grundsätzlich skalierbar ausgelegt. Die kleineren MMA-Varianten (Mercedes Modular Architecture) erhalten dazu den eATS 2.0 mit 2-Ganggetriebe, die EVA2M und MB.EA-M Modelle hingegen den eATS2.0 Large Achse. Hierbei ist der PSM-Motor stärker ausgelegt und zusätzlich das 2-Gang-Getriebe für das höhere Drehmoment angepasst. Zusätzlich stellt man das Bordnetz von bislang 400 auf 800 Volt Technik um nutzt bei den e-Motoren eine SiC Leistungselektronik. Eingesetzt wird der eATS 2.0 Antrieb zukünftig sowohl für die MMA-Modelle (CLA, EQA/GLA sowie EQB/GLB), für MB.EA-M (C-Klasse elektrisch, GLC) sowie für die EVA2M Plattform.

Symbolbilder: Mercedes-Benz Group AG

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Thomas
1 Monat zuvor

Das ist grundsätzlich mal eine positive Nachricht. Damit bringt man die EVA2 Modelle bei Reichweite, Verbrauch und Ladezeit in einen Bereich, der keine Ausreden mehr zulässt, die Fahrzeuge seien nicht alltagstauglich. Weiß man, was mit der Wärmepumpe passiert? Kommt da auch die neue, um endlich die untragbaren Winterverbräuche zu begrenzen?

Was bleibt? Das missglückte Maßkonzept im EQE. Da lässt sich in einer Mopf nichts ändern. Und was passiert mit dem Design, insbesondere der Front? Großer Umbau auf eine „Mercedesschnauze“? Oder gar nichts?

Zuletzt editiert am 1 Monat zuvor von Thomas
Michael K.
Reply to  Thomas
1 Monat zuvor

Ja an der Front müsste definitiv was passieren.

MarkusGLK
Reply to  Thomas
1 Monat zuvor

Angeblich will man bei der MOPF tatsächlich ans Blech (nicht nur Schürzen). Glaub ich aber auch erst, wenn ich es gesehen habe.

Dr.med. Alexander
Reply to  Thomas
1 Monat zuvor

Die Front sollte endlich so gut aussehen wie die vom BMW i7 und XM

Ralf
Reply to  Dr.med. Alexander
1 Monat zuvor

Der war gut! 😀

Mathias Binder
1 Monat zuvor

Den EQE als EQE-L Langversion bringen, dann ist Platz für Änderungen oder als EQE 350++ , um mit BMW mitzuhalten müssen die Baureihen EQA,GLA, sowie EQB und GLB besser ausgelastet werden.
Gut’s Neues Jahr und viel Erfolg im 2024 wünsche ich Euch.

Dr.med. Alexander
Reply to  Mathias Binder
1 Monat zuvor

Was verstehen Sie unter besserer Auslastung bei EQA, GLA, EQB und GLB? Und ebenfalls a Guats!

Maetthu73
1 Monat zuvor

Wird im Zuge der Verdoppelung der Bordspannung der MMA Modelle allenfalls auch das bidirektionale Laden möglich gemacht. Dürfte immer mehr als Kaufkriterium gelten bei der Anschaffung eines E-Autos.

Andreas Steinbeck
Reply to  Maetthu73
1 Monat zuvor

Richtig, das wird ein wichtiges Kriterium werden.

Ralf
Reply to  Maetthu73
1 Monat zuvor

Geht das nicht jetzt schon, nur fehlt noch die gesetzliche Grundlage?

Jürgen
Reply to  Ralf
1 Monat zuvor

VW kann das jetzt schon.

Thomas
Reply to  Maetthu73
1 Monat zuvor

Wird das der nächste Frunk? Ein vermeintliches Must have, das aber nur einige wenige in der Nische brauchen?

BiDi?
Reply to  Maetthu73
1 Monat zuvor

Bidirektionales Laden wird Mercedes sicherlich zunächst wieder einmal „verschlafen“, wie bisher jede neue Technologie oder Innovation bei den EVs (PSM, 800V, Disconnect, SIC, Wärmepumpe, Solardächer, Frunk,…).

Man scheint immer erst abzuwarten was der Wettbewerb auf den Markt bringt und versucht dann nachzuziehen anstatt technologisch selbst einmal auf die Überholspur zu wechseln.

Alles was man bisher zur neuen MMA-Plattform lesen konnte deutet leider genau darauf hin,

Alles was Mercedes hier an „neuen Features“ bringt oder angekündigt hat wäre 2020 innovativ gewesen, gehört 2025 aber nur noch zum Branchenstandard. Ich wüsste zumindest nicht was MMA nun besser machen soll als z.B. Hyundais e-GMP-Plattform aus dem Jahr 2021 (Einsatz im Ioniq 5, KIA EV6, etc.)

Ralf
Reply to  BiDi?
1 Monat zuvor

Da MMA noch nicht raus ist, kann man das auch schlecht wissen, was besser ist.
Allerdings ist wohl gerade die Effizienz ein Thema – also der Stromverbrauch. Da hinken viele Wettbewerber hinterher bzw. ist noch Luft. Der iD.7 zeigt gerade gut, was bei 130 km/h an realem Stromverbrauch möglich ist. Und ja, ich hätte mir MMA auch 2019 schon gewünscht.

Ich denke auch, dass man einfach nicht die Kapazität hat MMA und EVA2 und ICE parallel zu entwickeln. Da die Planungen vor Jahren gemacht wurden, steht man jetzt vor dem Dilemma.

Zum Thema Bidirektionalem Laden:
„In Japan wird mit dem EQS auch bidirektionales Laden möglich sein, also Laden in beide Richtungen. Der dortige Ladestandard CHAdeMO („Charge de Move“, deutsch: Bewegung durch Ladung) unterstützt bidirektionales Laden, was die Voraussetzung für Anwendungen wie V2G („Vehicle-to-Grid“, deutsch: vom Fahrzeug ins Netz) und V2H („Vehicle-to-Home“, deutsch: vom Fahrzeug ins Haus) ist. Somit kann der EQS beispielsweise als Zwischenspeicher für Strom aus der heimischen Photovoltaikanlage dienen oder beim Ausfall des öffentlichen Stromnetzes den Haushalt mit Energie versorgen.“ (Quelle: Mercedes Homepage)

Geht also schon länger, seit EQS. Denke mit MMA hat man die gesetzliche Grundlage und kann es integrieren.

Michael
1 Monat zuvor

Sicherlich sinnvolle und wichtige Überarbeitungen – auch, um sicherzustellen, dass EVA2 hausintern technologisch mithalten kann. Das Design von EQE/EQS finde ich hingegen sehr gelungen – es bedarf etwas Gewohnheit und kommt in der Realität besser rüber als auf Bildern. Hier würde ich es schade finden, wenn man Rückschritte machen würde.

Ralf
Reply to  Michael
1 Monat zuvor

Finde es in echt auch ok, würde aber vom Design eine E- oder S-Klasse vorziehen. Und da ist es schade, dass die EQ-Modelle da nicht rankommen.

Alexander Haupt
1 Monat zuvor

Am Besten Mercedes bringt den EQE als E-Klasse (Stufenheck-Limo und T-Modell) genau so beim EQS (Stufenheck-Limo) und beide im klassischen Design so wie BMW es gemacht hat. Der EQS etwa ist zwar ein schönes und auch luxuriöses Auto aber mit „S-Klasse“ hat das nicht viel zu tun … (ebenso allerdings hat der EQE nix mit „E-Klasse“ zu tun obwohl eigentlich ebenfalls schön) … aber nur schön reicht nicht …

Thomas
Reply to  Alexander Haupt
1 Monat zuvor

Schön? Finde ich nicht!
Sieht einfach aus wie eine Kopie vom Tesla S.

Racer1985
Reply to  Alexander Haupt
1 Monat zuvor

Also im Vergleich EQE und aktuelle E-Klasse, finde ich das Design des EQE leider besser gelungen. Liegt aber in erste Linie an der Front. Sonst gefällt mir das Stufenheckdesign besser.

Zuletzt editiert am 1 Monat zuvor von Racer1985