Mercedes peilt deutliches Wachstum in den USA an

Mercedes-Benz will sein Geschäft in den USA bis zum Ende des Jahrzehnts deutlich ausbauen. Der Autobauer plant dazu einen jährlichen Absatz von 400.000 Pkw und 80.000 Vans an. Das entspräche einem Plus von rund einem Drittel gegenüber dem heutigen Niveau von 301.000 Pkw und knapp 36.000 Vans. Ob dieses Ziel erreicht werden kann, hängt jedoch u.a.  von den handelspolitischen Rahmenbedingungen und möglichen Importzöllen ab.

Produktion vor Ort als Vorteil

Eine zentrale Rolle in den USA spielt für den Stuttgarter Hersteller das Werk in Tuscaloosa im Bundesstaat Alabama. Dort produziert das Unternehmen bereits mehrere SUV-Modelle für den US-Markt und den Export. Die lokale Fertigung verschafft dem Hersteller hierzu Vorteile gegenüber Wettbewerbern mit einer höheren Importquote. Dennoch werden weiterhin Fahrzeuge und Komponenten aus Europa in die USA geliefert, sodass zusätzliche Zölle die Kosten erhöhen und die Wachstumspläne erschweren könnten.

Neue Regeln für vernetzte Fahrzeuge

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist die geplante Verschärfung der US-Vorschriften für vernetzte Fahrzeuge. Washington will aus Gründen der nationalen Sicherheit den Verkauf von Fahrzeugen untersagen, die bestimmte Hard- oder Software aus China oder Russland verwenden. Sollten die Regelungen wie angekündigt in Kraft treten, müssten betroffene Hersteller ihre Lieferketten und Technologieplattformen anpassen. Für Mercedes ist das Thema besonders relevant, da der Konzern Software und Komponenten weltweit entwickelt und beschafft. Nach Unternehmensangaben sollen die für den US-Markt vorgesehenen Fahrzeuge jedoch die künftigen Anforderungen erfüllen.

Premiumsegment bleibt im Fokus

Vor allem im margenstarken Premiumsegment rechnet Mercedes weiterhin mit einer robusten Nachfrage. Parallel investiert der Konzern in den Ausbau seines Elektroauto-Portfolios und will seine Position auf dem wichtigen US-Markt weiter stärken.

Die Vereinigten Staaten bleiben damit einer der wichtigsten Wachstumsmärkte für Mercedes-Benz. Gelingt es, die angestrebten Verkaufszahlen zu erreichen und gleichzeitig ein stabiles handelspolitisches Umfeld zu sichern, könnte der Konzern seine Marktposition in Nordamerika deutlich ausbauen.

Symbolbilder: Mercedes-Benz Group AG

4 Kommentare
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Jürgen
2 Stunden zuvor

Skuriler Artikel, fast schon makaber. Mercedes muss verdammt gute Lobby Arbeit Leisten, dass Sie aufgrund der Chinese Shareholder demnächst überhaupt noch in den USA verkaufen dürfen.

Ralf
Reply to  Jürgen
1 Stunde zuvor

Zur Not gründet man eben ein neues Unternehmen. Da wird es Wege geben.

Edeltraut
1 Stunde zuvor

Nicht nur von den handelspolitischen Rahmenbedingungen und möglichen Importzöllen hängt das ab, sondern auch von optisch attraktiven Fahrzeugen. Ein Mercedes muss halt auch mal wieder ein Mercedes sein und nicht Sternchen-, BlingBling-, Kirmes-Gedöhns mit Supergrill.

Zuletzt editiert am 1 Stunde zuvor von Edeltraut
Michael Sommerfeldt
1 Stunde zuvor

In den USA brummt es halt !

Lokale Fertigung – ein Traum !