Mercedes-Benz verkauft Berliner Niederlassung an Global Auto Holdings

Die Mercedes-Benz Group AG trennt sich von ihrer traditionsreichen Berliner Niederlassung am Salzufer sowie den dazugehörigen Filialen und Nebenbetrieben sowie dem Lack- und Karosseriezentrums. Käufer ist die Global Auto Holdings Limited (GAHL) der Alpha Auto Group, die damit ihre Präsenz auf dem deutschen Markt deutlich ausbaut. Über den Kaufpreis wurde bislang nichts bekannt. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe und soll Ende dieses Jahres vollzogen werden.

Die Entscheidung markiert einen weiteren Schritt im strategischen Umbau des Vertriebsnetzes von Mercedes-Benz in Deutschland. Die Niederlassung Salzufer gilt seit Jahrzehnten als einer der wichtigsten Mercedes-Standorte in der Hauptstadt. Neben dem Hauptbetrieb gehören mehrere Filialen und Serviceeinheiten in Berlin zum Verkaufsumfang. Wie viele Beschäftigte konkret betroffen sind, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Soweit wir informiert sind, plant Mercedes-Benz, sämtliche Vertriebshäuser in Deutschland zu verkaufen – auch München.

Mercedes-Benz bestätigte am Dienstag Abend bereits den Verkauf der Niederlassungen in Berlin und Brandenburg an die Global Auto Holdings Limited.

Mit der Übernahme durch GAHL übernimmt erstmals ein international agierender Handelskonzern das komplette Berliner Niederlassungsnetz von Mercedes-Benz. Branchenbeobachter sehen darin ein weiteres Signal für die fortschreitende Konsolidierung im Automobilhandel. Hersteller konzentrieren sich zunehmend auf Strategie, Marke und Digitalisierung, während operative Vertriebsstandorte an große Handelsgruppen übergehen.

Weder Mercedes-Benz noch Global Auto Holdings Limited äußerten sich bislang zu möglichen Veränderungen für die Beschäftigten oder zur zukünftigen Ausrichtung der Berliner Standorte. Auch ein Zeitplan für den Abschluss der Transaktion wurde bislang nicht veröffentlicht. Für die Belegschaft steht nun vor allem die Frage im Raum, welche Auswirkungen der Eigentümerwechsel auf Arbeitsplätze, Tarifbindungen und betriebliche Strukturen haben wird.

Symbolbilder (zeigt jedoch Berlin): Mercedes-Benz Group AG

14 Kommentare
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Rainer
30 Tage zuvor

Tja, noch das IP nach China transferieren und fertig ist die Geely Filiale mit Online-Shop.

Bernd das Brot
30 Tage zuvor

Eine Schande! Aushängeschilder wie die Mercedes-Welt am Salzufer und die Betriebe in Stuttgart und München zu veräußern!

Donaldinho
30 Tage zuvor

„Nach aktuellen Medienberichten soll der kanadischer Investor sogar alle restlichen Niederlassungen in Deutschland übernommen haben – dies ist uns bislang so nicht bekannt.“

Gibt es hierfür denn Quellen?

Berliner
30 Tage zuvor

Da hat der Vorstand sein versprechen zum ersten Mal gehalten.
Wann werden die OBEN merken, dass das Haus immer leerer ist und keiner mehr den Hummer & Kaviar serviert

Hans
30 Tage zuvor

Schachmatt..

Zerballitum
30 Tage zuvor

Wird es dadurch besser oder schlechter für den Kunden? Eher schlechter, da mMn. der Vorteil wegfällt, dass bei einem Mangel oder ähnlichem eher MB durch seine Position und Markenimage handeln würde als ein Händler, der noch genauer auf seine Zahlen schaut.

Alex A.
Reply to  Zerballitum
30 Tage zuvor

Eher genau anders herum. Die Vertragspartner (nicht-Niederlassungen) sind oft deutlich Kundenorientierter. Zu glauben das in der NDL pauschal der bessere Service geleistet wird, ist naiv. Die Vorgaben für Garantie & Kulanz sind auch einheitlich.

Marco
Reply to  Alex A.
28 Tage zuvor

Da bist Du aber auf dem Holzweg, ich weiß schließlich, wovon ich rede!
Das mag vielleicht den Anschein auf dem Papier haben, wird aber in der Praxis so nicht gelebt von den Vertragspartnern.
Bei Garantie- bzw. Kulanzarbeiten und erst recht bei komplexen Problematiken schicken diese die Kunden in die konzerneigenen Niederlassungen.
Daher bin ich gespannt, wie das dann in Zukunft abläuft, wenn es diese Option des „Abschiebens“ nicht mehr gibt …

Alex
Reply to  Marco
28 Tage zuvor

Witzig, dann sind wir ja schon 2 die wissen wovon sie reden.
Nur weil ggf kleinere, ggf. auch ländlichere Vertragspartner das so handhaben, machen das nicht pauschal alle so.
Wir hätten uns in meiner alten Firma vorher selber ins Knie geschossen bevor wir einen Kunden zur NDL wegschicken.

Marco
Reply to  Alex
28 Tage zuvor

Das ist löblich zu hören, dass es auch Vertragspartner gibt, die diese Verhaltensweisen nicht an den Tag legen.
Es gibt jedoch auch viele Leute, die eben lieber direkt zum Hersteller gehen, das wird in Zukunft durch diese Unternehmenspolitik nicht mehr möglich sein!

S580e
30 Tage zuvor

Bald sind alle Assets aufgegessen und alle Boni ausgeschüttet

Vanessa
30 Tage zuvor

Und wieder ein Stück Tafelsilber verkauft. Warum eigentlich? Für Boni und Dividende?

Adnan
29 Tage zuvor

Super! die beste Möglichkeit für alle die Handwerk können 😀 Genug Arbeit für Jahre. Aber nur Fahrzeuge bis Entwicklungsstand 2015 – was danach kam ist alles Kernschrott