Elektrotrucker zeigt elektrisches Weltreisemobil

Ein Projekt, das selbst in der Welt der Expeditionsfahrzeuge außergewöhnlich ist, feierte auf der Abenteuer & Allrad 2026 seine Premiere: Der bekannte Content Creator und Berufskraftfahrer Tobias Wagner, besser bekannt als „Elektrotrucker“, stellte erstmals seinen zum Expeditionsmobil umgebauten Mercedes-Benz eActros 600 der Öffentlichkeit vor.

Mit dem batterieelektrischen Fernverkehrs-Lkw auf eActros 600 Basis will Wagner im Herbst zu einer Weltumrundung aufbrechen – und dabei ein starkes Zeichen für die Leistungsfähigkeit moderner Elektromobilität setzen.

Der im Mercedes-Benz-Trucks-Werk Wörth produzierte eActros 600 wurde in den vergangenen Monaten umfassend für die Reise umgebaut. Neben zusätzlicher Lade- und Offroad-Ausrüstung erhielt das Fahrzeug einen speziell entwickelten Wohnmobilaufbau des niederländischen Expeditionsspezialisten Bliss Mobil. Das Ergebnis ist ein vollwertiges elektrisches Weltreisemobil, das für extreme Bedingungen und lange Etappen ausgelegt ist.

45.000 Kilometer durch mehr als 35 Länder

Die geplante Route führt über rund 45.000 Kilometer durch mehr als 35 Länder auf mehreren Kontinenten. Besonders bemerkenswert: Die gesamte Weltumrundung soll mit maximal 80 Ladestopps absolviert werden. Die Expedition ist auf etwa ein Jahr angelegt und könnte Geschichte schreiben. Nach aktuellem Stand wäre es die erste Weltreise mit einem rein batterieelektrisch angetriebenen Lastwagen.

Mit dem Projekt möchten Wagner und Mercedes-Benz Trucks zeigen, dass batterieelektrische Fernverkehrslösungen längst nicht mehr nur für regionale Einsätze geeignet sind. Vielmehr soll die Reise unter realen Bedingungen demonstrieren, wie leistungsfähig moderne Elektromobilität auch auf Langstrecken und in unterschiedlichsten Regionen der Welt sein kann.

Mehr als 160.000 Follower begleiten die Reise

Tobias Wagner zählt mit über 160.000 Followern auf verschiedenen Plattformen zu den bekanntesten Stimmen der elektrischen Nutzfahrzeugbranche. Unter seinem Markennamen „Elektrotrucker“ berichtet er seit Jahren über die Transformation des Transportwesens hin zu emissionsfreien Antrieben.

Die geplante Weltreise dürfte daher nicht nur ein technisches Experiment, sondern auch ein mediales Großprojekt werden. Tausende Interessierte werden die Expedition online begleiten können und Einblicke in Ladeinfrastruktur, Energieversorgung und Alltagstauglichkeit elektrischer Nutzfahrzeuge rund um den Globus erhalten.

Publikumsmagnet auf der Abenteuer & Allrad

Auf der Abenteuer & Allrad in Bad Kissingen zählt das Fahrzeug bereits zu den großen Publikumsmagneten. Zwischen klassischen Expeditionsmobilen, Unimog-Offroadern und Rallye-Servicefahrzeugen zeigt der eActros 600, dass die Zukunft des Reisens und Transportierens zunehmend elektrisch wird.

Sollte die Expedition wie geplant verlaufen, könnte der Elektrotrucker mit seinem eActros 600 nicht nur eine Weltumrundung absolvieren, sondern auch einen Meilenstein für die Akzeptanz batterieelektrischer Nutzfahrzeuge setzen. Die Reise startet nach aktuellen Planungen im Herbst 2026.

Bilder: Daimler Truck AG

13 Kommentare
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Thorsten
1 Monat zuvor

Die kleinen Räder und die Spurreduzierung sieht fürchterlich aus.

Eine person
Reply to  Thorsten
1 Monat zuvor

Ja, aber ist notwendig.

Marc W.
Reply to  Thorsten
1 Monat zuvor

Aber eine sehr gelungene Bemalung, passend zur grilllosen Kabine.

H. Roth
Reply to  Thorsten
1 Monat zuvor

Die Reifengrösse ist eine übliche Frontachsbereifung, zwar ni ht die breitest mögliche, aber die breiteren hätten ein unünsigeres Verhältnis von Breite der Lauffläche und Höhe der Seitenwand. Niederquerschnittstreifen haben eine steifere Seitenwand, was schnelle Kurvenfahrt verbessert, aber grosser Mist auf losem Untergrund oder Schnee ist. Die Reifen passen sich auch bei reduziertem Druck schlechter an den Untergrund an und graben sich auf der Antriebsachse schneller ein.

Das ist der Grund, für die schmal anmutenden Reifen.

Für Pkw-Fahrer ist noch zu beachten, dass Bandscheibengeschädigte keine Super-Niederquerschnittsreifen wählen sollten, egal wie „schick“ die sind. Da knallen kleine Unebenheiten der Fahrbahn voll durch die Federn des tiefer gelegten Fahrwerks in die Wirbelsäule der Insassen.

Ing. Siggi Weber
1 Monat zuvor

Sehr nice !!!

ioniqKnechter
1 Monat zuvor

Ehy Moin erst ma . . . Tobias, allzeit eine Handbreit SoC im Akku, ausreichend Saft an der Ladesäule und immer genug Grip auf jedem Pfad der Welt!

Michael Sommer
1 Monat zuvor

Maurer unter sich

Thomas
1 Monat zuvor

Schönes Hobby für Millionäre aber was genau hat das mit Fernverkehr zu tun??

Hans-Jörg
Reply to  Thomas
1 Monat zuvor

Äh, das ist kein Millionär! Wenn du den e Fernverkehr sehen möchtest, dann geht doch auf YouTube Elektrotrucker. Da siehst du Fernverkehr elektrisch von der Türkei nach Gibraltar bis in den hohen Skandinavischen Norden bei -35 Grad.

Hans-Jörg
Reply to  Thomas
1 Monat zuvor

Äh, das ist kein Millionär! Wenn du den e Fernverkehr sehen möchtest, dann geht doch auf YouTube Elektrotrucker. Da siehst du Fernverkehr elektrisch von der Türkei nach Gibraltar bis in den hohen Skandinavischen Norden bei -35 Grad.

Hans-Jörg
Reply to  Thomas
1 Monat zuvor

Äh, das ist kein Millionär! Wenn du den e Fernverkehr sehen möchtest, dann geht doch auf YouTube Elektrotrucker. Da siehst du Fernverkehr elektrisch von der Türkei nach Gibraltar bis in den hohen Skandinavischen Norden bei -35 Grad.

Bernhard
1 Monat zuvor

Ich gönne Tobias Wagner sein Abenteuer. Für den Beweis der Praxistauglichkeit von E-Trucks für den Fernverkehr ist diese Aktion allerdings nmM inzwischen irrelevant. Das haben Tobias’ Fahrten für die Spedition Nanno Janssen ausreichend bewiesen.
Die Hauptherausforderung für Speditionen ist die Wirtschaftlichkeitsrechnung für E-LKWs und die geht derzeit nur unter ganz bestimmten Bedingungen auf (sehr hohe Kilometerleistungen in D nutzt Mautbefreiung, Marktmacht als Hebel bei Rahmenverträgen für Ladepreise).

Maximilian Beyerle
1 Monat zuvor

Was für eine Höchstgeschwindigkeit hat der eActros? 80 Km/h oder 89 Km/h (abgeregelt) wie die meisten Verbrenner Trucks oder auch der Unimog???