Beim Jubiläumsrennen des 50. 24h Nürburgringrennens 2022 kamen am Ende zwei Mercedes-Piloten auf das Podium. Der Sieg des Rennens konnte sich jedoch das Audi-Team Phoenix im R8 LMS GT3 sichern, vor den beiden AMG GT3-Fahrzeugen vom Team GetSpeed.

#24hNBR: Audi siegt vor den beiden GetSpeed-Mercedes

Reifenpoker funktionierte nicht

Was für ein Rennen – gerade, nachdem es in der Eifel wenige Stunden vor Rennende doch noch zum Regnen begann. Im Bereich vom Hatzenbach soll es dazu zeitweise sogar gehagelt haben. Trotzdem legten die Motorsport-Profis vom Team Getspeed-Mercedes Bestleistungen auf den Asphalt, konnten aber am Ende gegenüber dem Audi R8 vom Team Phoenix nicht mehr viel ausrichten.  Eine Hoffnung auf einem Poker auf die richtige Reifenwahl funktionierte auch nicht, zumal AMG-Pilot Maximilian Götz zwei Stunden vor Schluss auf Slickreifen weiter Boden verlor. 30 Minuten vor Rennende hatte Kelvin van der Linde im führenden Audi noch 52 Minuten Vorsprung.

Für das Team GetSpeed ist es jedoch mit den Plätzen zwei und drei eine Glanzleistung, auf der Langstrecke beide Fahrzeuge auf das Podium in der Eifel zu bekommen – und gleichzeitig die beste Leistung in der Teamgeschichte.

#24hNBR: Audi siegt vor den beiden GetSpeed-Mercedes

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#24hNBR: Audi siegt vor den beiden GetSpeed-Mercedes

#24hNBR: Audi siegt vor den beiden GetSpeed-Mercedes

Maximilian Götz „Eigentlich lief alles nach Plan. Man muss aber sagen, dass der Audi echt stark war. Am Ende muss man nach so einem Rennen mit den ganzen Kapriolen zufrieden sein. Ein zweiter Platz ist toll. Aber natürlich wollten wir gewinnen.

#24hNBR: Audi siegt vor den beiden GetSpeed-Mercedes

Audi startete Motor während des Tankvorgangs
Nach Rennende haben die Sportkommissare der 50. ADAC TotalEnergies 24h Nürburgring eine Zeitstrafe gegen die siegreiche Mannschaft #15 Audi Sport Team Phoenix verhängt. Zur Gesamtfahrzeit wird eine 32-Sekunden-Strafe addiert. Außerdem muss das Team eine Geldstrafe von 5.000 Euro zahlen. Da der Vorsprung auf das zweitplatzierte #3 Mercedes-AMG Team GetSpeed 55,276 Sekunden betrug, hat die Zeitstrafe auf die Platzierungen im Rennen keinen Einfluss. Der Audi R8 LMS GT3 evo II bleibt vor den beiden Mercedes-AMG GT3.

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Weitere Impressionen aus den letzten Stunden des 24-Stunden Rennens 2022 – und auch danach – am Nürburgring in der Galerie:

Bilder: Philipp Deppe / MBpassion.de

16 Kommentare
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Hightechsilber
3 Monate zuvor

…52 Sekunden Vorsprung… nach 24 Stunden gegen Mercedes-AMG klingt besser 😉

Snoubort
3 Monate zuvor

Bin einfach kein Fan von Audi, erst recht nicht im Motorsport – gönne denen Siege immer so wie in der Schule den Oberstrebern die beste Klassenarbeit.

JoeSt
Reply to  Snoubort
3 Monate zuvor

Eigentlich hat ja das Team Phoenix bzw. Moser gewonnen … auf einem Audi.

Snoubort
Reply to  JoeSt
3 Monate zuvor

Das ist natürlich völlig richtig, und ich tue damit auch einigen wahrscheinlich wirklich netten, engagierten und bescheidenen Kerlen unrecht – aber so rational ist meine Gefühlswelt nicht 😉

Phil
Reply to  Snoubort
3 Monate zuvor

Dito. Mit Audi werde ich noch lange den Auftrag “Timo, schieb’ ihn raus!” verbinden.

Snoubort
Reply to  Phil
3 Monate zuvor

Genau – ging mir aber auch schon vor dem
Spruch so 😉

Dr.med. Alexander
Reply to  Snoubort
3 Monate zuvor

Ob Fan oder nicht. Audi war und ist im Motorsport sehr erfolgreich. Denken Sie nur an die DTM: 116 Siege (Mercedes 117, BMW 42) und wie hat dort Audi in den letzten Jahren BMW geradezu düpiert. Von den unzähligen Rally-Erfolgen gar nicht zu reden.

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Snoubort
Reply to  Dr.med. Alexander
3 Monate zuvor

Zum Glück stehen da die 117 bei Mercedes 😉
Die “goldenen Rallyzeiten” hatte ich gar nicht auf dem Schirm, die Jungs (und die Marke) von damals verbinde ich auch nicht mit dieser verbissenen, unsympathischen Strebertruppe (natürlich meine ganz subjektive, völlig pauschale und bestimmt auch ungerechte Meinung, zu der ich stehe 😉 ).

XRT 78
Reply to  Dr.med. Alexander
3 Monate zuvor

Kollege Quer hat die passende Antwort auf Ihren Kommentar 🙂

Dr.med. Alexander
Reply to  XRT 78
3 Monate zuvor

Nein hat er nicht, da ich gar nicht auf die Ausfallquote der BMW beim 24-Stunden-Rennen eingehe. Evtl, lesen Sie sorgfältiger.

Pano
3 Monate zuvor

@Markus, danke für die ständigen Updates zum Rennen und zum Ergebnis sowie die vielen Bilder.
Aber wieso steht hier noch nix über die One Premiere am Mittwoch? Ist nämlich soweit: https://www.mercedes-fans.de/magazin/news/premiere-am-01-06-2022-mercedes-amg-one-eine-schnapsidee-steht-in-den-startloechern.18911
Grüße
Pano

Pano
Reply to  Markus Jordan
3 Monate zuvor

Hatte wg der SL-Banner vermutet, dass das Verhältnis zu AMG etwas besser geworden ist. Schade.
Dann bin ich sehr auf eure Infos zum GLC gespannt, der auch morgen Premiere hat.
Grüße
Pano

Snoubort
Reply to  Pano
3 Monate zuvor

Es geschehen noch Wunder… Peinlich ist nur, seine eigene Idee als völlig unerfahrener F&E Vorstand – die wohl eher noch aus seiner Zeit als Vertriebsvorstand kam und das Ziel hatte das Image von AMG mit den F1 Erfolgen zu verknüpfen und die „geniale“ Hybrid-Strategie bei AMG zu pushen – jetzt als Schnappsidee des gesamten Vorstandes darzustellen.
Dafür war die Marketingkampagne inkl. Präsentation auf der IAA (2017) zu umfassend und viel zu systematisch angesetzt.

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Pano
Reply to  Snoubort
3 Monate zuvor

Fairerweise sollte man erwähnen, dass OK beim Q&A-Teil des Strategieupdates ein paar Sätze mehr zum One gesagt hat als nur den unwitzigen Alkoholwitz. Aber es stimmt schon was Markus sagt, dass nichts wirklich Unerwartetes zum Modell kommen wird.
Jetzt ist die Kiste aber endlich da und da interessiert es mich schon zu erfahren, was die in Echt kann. Ausserdem will ich sehen ob die “ehrliche” Doku wirklich so ehrlich ist. Und was Tobias Moers zu sagen hat…
Grüße
Pano

Snoubort
Reply to  Pano
3 Monate zuvor

Man wollte um jeden Preis die Serienrelevanz der – in der öffentlichen Kritik stehenden (Sound, Gewicht) – F1 Technik beweisen, mit dem One als Vorbote für die teilelektrifizierten AMGs (Elektro-Turbo + Performance Hybride). Das sieht man auch darin, dass MB sich lange bzgl. Änderung der Motorentechnik in der F1 quer gestellt hatte (Drehzahl, MGU-H).

Blöd nur, wenn man dann bis 2022 braucht um die Technik von 2015 auf den Markt zu bringen, erst recht wenn man mitten in einem Technologiewandel ist. Auch die „Performance-Hybride“, über die quasi gar nicht mehr gesprochen wird. Und dazu ausgerechnet in / ab dem Jahr, in dem man offensichtlich nicht mehr das beste Motorenpaket in der F1 hat.