FES baut Elektroflotte aus: Zehn weitere Mercedes-Benz eEconic für Frankfurt

Die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) treibt die Elektrifizierung ihres Fuhrparks weiter voran. Das kommunale Unternehmen hat zehn zusätzliche batterieelektrische Mercedes-Benz eEconic bestellt. Damit wächst die Zahl der elektrisch angetriebenen Niederflur-Lkw bei FES auf insgesamt 34 Fahrzeuge. Die Modelle werden mit unterschiedlichen Aufbauten in verschiedenen Bereichen der kommunalen Entsorgung eingesetzt – vom Innenstadtbereich bis zu Wohnquartieren entlang des Mainufers.

Mit dem Ausbau der Elektroflotte reagiert FES auf die besonderen Anforderungen des urbanen Einsatzes. Enge Straßen, dichter Verkehr sowie der tägliche Betrieb in Wohngebieten stellen hohe Ansprüche an Sicherheit, Wendigkeit und Emissionsverhalten der Fahrzeuge. Christian Wilz, Vorsitzender der Geschäftsführung Mercedes-Benz Trucks Deutschland, betont die enge Zusammenarbeit mit dem Entsorgungsunternehmen. Nach einem eigenen Praxiseinsatz bei FES hebt er insbesondere die Geräuscharmut und die technische Auslegung des eEconic hervor.

Auch bei FES sieht man in dem Elektro-Lkw einen wichtigen Baustein der zukünftigen Flottenstrategie. Pascal Scheffler, Leiter Technik bei FES, verweist auf die Vorteile des lokal emissionsfreien Antriebs im Fahrbetrieb sowie auf den hohen Fahrkomfort und die Sicherheitsausstattung des Fahrzeugs – wichtige Faktoren im dichten Stadtverkehr mit Fußgängern und Radfahrern.

Für den urbanen Stop-and-Go-Betrieb ausgelegt

Der Mercedes-Benz eEconic wurde speziell für kommunale Einsätze in Städten entwickelt. Charakteristisch ist das Niederflurkonzept mit niedrigem Einstieg auf der verkehrsabgewandten Beifahrerseite, das den häufigen Ein- und Ausstieg im Entsorgungsbetrieb erleichtert. Ergänzt wird dies durch eine tief gezogene Panoramawindschutzscheibe, die die Sicht auf den umliegenden Verkehr verbessert.

Angetrieben wird der eEconic von drei Batteriepaketen mit jeweils 112 kWh installierter Kapazität, von denen rund 97 kWh nutzbar sind. Laut Hersteller lassen sich die typischen Sammelrouten in Frankfurt in der Regel ohne Zwischenladen absolvieren. Gerade im kommunalen Stop-and-Go-Betrieb profitiert das Fahrzeug von der Rekuperation: Beim Bremsen wird Energie zurückgewonnen, was die Reichweite zusätzlich erhöht. Das serienmäßige Multimedia-Cockpit Interactive informiert Fahrer über Batteriestatus, Energieverbrauch und verbleibende Reichweite. Gleichzeitig profitieren Anwohner von den vergleichsweise niedrigen Geräuschemissionen des Elektro-Lkw – ein Vorteil insbesondere bei Einsätzen in den frühen Morgenstunden.

Ladeinfrastruktur wird parallel ausgebaut

Parallel zur Erweiterung der Fahrzeugflotte investiert FES auch in die Ladeinfrastruktur. Bereits heute stehen an mehreren Standorten Ladepunkte zur Verfügung. Mit dem weiteren Ausbau schafft das Unternehmen die Voraussetzungen, um den Anteil elektrisch betriebener Nutzfahrzeuge im Fuhrpark kontinuierlich zu erhöhen.

FES gehört zu den größten kommunalen Entsorgungsunternehmen der Rhein-Main-Region. Neben Stadtsauberkeit und Abfallentsorgung übernimmt das Unternehmen auch Winterdienstleistungen sowie Aufgaben im Bereich der Kreislaufwirtschaft. Erste Praxiserfahrungen mit dem eEconic sammelte FES bereits 2022 im Rahmen eines Testeinsatzes. Die positiven Ergebnisse führten in den vergangenen Jahren zu mehreren Folgeaufträgen für die batterieelektrische Baureihe.

Bilder: Mercedes-Benz Group AG

4 Kommentare
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XRT 80
22 Tage zuvor

Aah, diese Ruhe!

Quenti
Reply to  XRT 80
21 Tage zuvor

Ein Stück weit schon.
Wirtschaftlich werden die nicht zu betreiben sein. Die eActros im Fernverkehr lohnen sich in weiten Teilen nur aufgrund der fehlenden Maut. Elektrische Kommunalfahrzeuge da weniger.

Aber tatsächlich hilft weniger Lärm durchaus. Ich wäre zumindest nicht unglücklich wenn die Fahrzeuge leiser wären. Und nicht zuletzt: Keine Abgase in der Innenstadt. Wir reden hier über Fahrzeuge bei denen nicht nur Anwohner Emissionen ausgesetzt sind, sondern ganz besonders auch die Leute die um diese LKW arbeiten. Gesundheitsschutz darf auch etwas wert sein.

Michael Sommerfeldt
22 Tage zuvor

Elektro dominiert die Welt !

Ein fulminanter globaler Siegeszug, der seines gleichen sucht !

Es hat sich ausgedieselt !

Schalter Weel
Reply to  Michael Sommerfeldt
21 Tage zuvor

Immer dran denken, Satire-Beiträge wie diesen entsprechend zu kennzeichnen, weil es noch immer Dumme gibt, die solchen Schwachsinn glauben…