Pebble Beach 2026: Mercedes zeigt Klassiker von Morgen

140 Jahre nach der Erfindung des Automobils blickt Mercedes-Benz bei der Pebble Beach Automotive Week 2026 nicht nur zurück, sondern stellt eine neue Frage: Welche Fahrzeuge von heute werden dereinst als Sammlerstücke gelten? Die Antwort präsentiert die Marke in einem eigens dafür geschaffenen „Future Classics Auction House“ – flankiert von automobilen Ikonen aus eineinhalb Jahrhunderten Firmengeschichte.

Pebble Beach, Kalifornien – Die Monterey Car Week gilt seit Jahrzehnten als inoffizielles Wohnzimmer der internationalen Sammlerszene, und Mercedes-Benz nutzt den Auftritt in diesem Jahr für einen ungewöhnlichen Perspektivwechsel. Statt ausschließlich historische Fahrzeuge zu zeigen, hat die Marke erstmals ein „Future Classics Auction House“ aufgebaut – eine Inszenierung, die sich an den großen Auktionshäusern der Sammlerwelt orientiert und aktuelle Modelle von Mercedes-Benz, Mercedes-AMG und Mercedes-Maybach als potenzielle Klassiker von morgen präsentiert.

Ein S 680 mit persönlicher Handschrift

Zu den Blickfängen der Ausstellung zählt ein Mercedes-Maybach S 680, den Basketball-Superstar LeBron James im Rahmen des Personalisierungsprogramms MANUFAKTUR Made to Measure mitgestaltet hat. Aus einem ursprünglich rein privaten Projekt für sein eigenes Fahrzeug ist inzwischen ein nahezu baugleicher Zwilling entstanden, der nun am Auktionshaus in Pebble Beach steht. Die Details verraten viel über die Philosophie hinter dem Programm: eine exklusive, nichtmetallische Lackierung in Light Ivory, ein Interieur aus blauem Nappaleder mit kontrastierender Ziernaht in Porzellanweiß, ein persönliches Emblem anstelle des sonst üblichen V12-Schriftzugs sowie dezente Gravuren, die auf James‘ Heimatstadt Akron in Ohio und seine Familie verweisen. Nach der Präsentation in Pebble Beach soll das Fahrzeug versteigert werden; der Erlös kommt der LeBron James Family Foundation zugute, die sich unter anderem in den Bereichen Bildung, Wohnen und Gesundheitsversorgung engagiert.

Das Fahrzeug dient zugleich als Aushängeschild für MANUFAKTUR, das markenübergreifende Individualisierungsprogramm von Mercedes-Benz für die oberen Modellreihen. Kunden entwickeln dabei gemeinsam mit Spezialisten der Marke aus einer persönlichen Idee, einer Farbinspiration oder einem symbolischen Detail ein technisch umsetzbares, weitgehend individualisiertes Fahrzeug. Erst in diesem Jahr eröffnete Mercedes-Benz mit dem Mercedes-Benz Studio Los Angeles in Beverly Hills den ersten MANUFAKTUR-Made-to-Measure-Standort in den USA – nach dem Center of Excellence im württembergischen Sindelfingen erst der zweite Standort dieser Art weltweit.

Zehnmal „Best of Show“ – ein Rekord, der Bestand hat

Während das Auktionshaus den Blick nach vorn richtet, widmet sich Mercedes-Benz Classic am selben Ort der eigenen Geschichte. Mit zehn „Best of Show“-Auszeichnungen beim Concours d’Elegance in Pebble Beach hält die Marke einen Rekord, den bislang kein anderer Hersteller erreicht hat. Bei der diesjährigen Tour d’Elegance am 13. August führt ein Unikat die Fahrzeugkolonne an: der 1938 gebaute Mercedes-Benz 540K Streamliner, ein aerodynamisch geformtes Fahrzeug, das die damalige Vorreiterrolle der Marke bei Design und Hochgeschwindigkeitstouring dokumentiert. An seiner Seite fährt mit dem neuen Mercedes-AMG GT SUV ein Ausblick auf die kommende Generation von AMG-Performance-Fahrzeugen mit – eine bewusste Gegenüberstellung von Tradition und Gegenwart.

Ebenfalls zu sehen ist der letzte bekannte erhaltene „American Mercedes“ von 1905, einer der ersten in den USA gebauten Hochleistungswagen und zugleich das erste in den Vereinigten Staaten gefertigte Fahrzeug der Marke. Über 120 Jahre nach seiner Produktion im New Yorker Stadtteil Queens kehrt der Wagen nach einer aufwendigen Restaurierung durch das Mercedes-Benz Classic Center in Long Beach nach Pebble Beach zurück und wird sowohl am Auktionshaus als auch beim Concours d’Elegance am Sonntag gezeigt.

Von der Patent-Motorwagen bis zum GT 4-Türer Coupé

Die Liste weiterer Exponate liest sich wie ein Streifzug durch die Modellgeschichte der Marke: der Benz Patent-Motorwagen als Ursprung des Automobils überhaupt, die 1938 gebaute Stromlinienlimousine 320, die bei den „Legends of the Autobahn“ neben dem neuen Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé steht, der Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 Evolution II, der Mercedes-Benz 300 SL Roadster sowie der Mercedes-Benz CLK 63 AMG Black Series. Adam Chamberlain, Präsident und CEO von Mercedes-Benz USA, bezeichnete die Ausstellung als Verbindung der markentypischen Innovationsgeschichte mit einer neuen, technologisch fortschrittlichen Fahrzeuggeneration.

Der Auftritt in Pebble Beach ist Teil des laufenden Jubiläumsjahres „140 Years of Innovation“, mit dem Mercedes-Benz an die Patentanmeldung von Carl Benz aus dem Jahr 1886 erinnert.


Quelle: Mercedes-Benz USA, Pressemitteilung vom 11. August 2026