Mercedes-Benz EQS Modellpflege: Details zum Yoke Lenkrad

Seit Wochen ist die zweite Modellpflege des Mercedes-Benz EQS bekannt und im Handel zu sehen. Neben der neuen 800-Volt-Architektur und der gesteigerten Reichweite sorgt vor allem ein Detail im Innenraum weiterhin für Gesprächsstoff: das optionale Yoke-Lenkrad für die neue Steer-by-Wire-Lenkung. Ein genauer Blick auf die Unterschiede zum klassischen, runden Lenkrad.

Das Yoke-Lenkrad

Auf den ersten Blick fällt die ungewöhnliche Form auf: Statt eines durchgehenden, runden Kranzes ist das Yoke-Lenkrad oben und unten abgeflacht. Die Form erinnert eher an ein Steuerhorn aus dem Flugzeugcockpit als an ein klassisches Lenkrad – ein sichtbares Zeichen für die dahinterliegende Steer-by-Wire-Technik, bei der es keine mechanische Verbindung mehr zwischen Lenkrad und Vorderrädern gibt.

Die veränderte Form hat auch praktische Gründe: Da bei Steer-by-Wire deutlich weniger Lenkeinschlag am Rad selbst nötig ist, muss der Fahrer nie mehr umgreifen. Ein durchgehender Kranz wäre dafür gar nicht notwendig – das flache Design gibt zudem freie Sicht auf die Instrumente dahinter.

Wie die Aufnahme zeigt, profitiert davon auch die Übersicht über die Anzeigen im Kombiinstrument. Ohne den oberen Kranz bleibt der Blick auf Tacho- und Statusanzeigen frei, selbst bei größeren Lenkbewegungen.

Bedienelemente in den Speichen

In den Speichen sitzen wieder physische Bedienelemente statt reiner Touchflächen. Links befindet sich die Wippe für den Abstandstempomaten Distronic – zur Aktivierung und Anpassung der Geschwindigkeit.

Rechts sitzt die Lautstärkewalze. Beide Bedienelemente kehren als Reaktion auf Kundenkritik an den zuvor verbauten kapazitiven Touchfeldern zurück, die häufiger zu unbeabsichtigten Fehlbedienungen geführt hatten.

Im Vergleich: das klassische Lenkrad

Wer beim gewohnten Lenkgefühl bleiben möchte, kann weiterhin das klassische, runde Lenkrad mit mechanischer Lenkung wählen. Optisch orientiert es sich an der bekannten Mercedes-Formensprache mit durchgehendem Kranz.

Auch hier ziehen die überarbeiteten Bedienelemente ein: Die Wippe für die Distronic und die Lautstärkewalze finden sich mittlerweile ebenso in den Speichen des klassischen Lenkrads wieder – das neue Bedienkonzept ist damit unabhängig von der gewählten Lenkungsvariante. Im direkten Vergleich zeigt sich jedoch: Während sich die grundlegende Form deutlich unterscheidet, ist die Bedienlogik in den Speichen bei beiden Varianten identisch geblieben. Die Wahl zwischen Yoke- und klassischem Lenkrad bleibt damit vor allem eine Frage des persönlichen Lenkgefühls.

Bilder: Mercedes-Benz Group AG