Mercedes-AMG bereitet die Markteinführung des elektrischen GT SUV vor, das im Oktober 2026 offiziell debütieren wird. Als zweites Modell auf der neu entwickelten AMG.EA-Elektroplattform folgt es dem bereits vorgestellten AMG GT Viertürer. Produziert wird das SUV in Sindelfingen, die technische Entwicklung verantwortet der AMG-Stammsitz in Affalterbach.
Antrieb und Leistung
Für den AMG GT SUV ist eine gestaffelte Modellpalette zu erwarten:
- Einstiegsversion: zwei Elektromotoren mit voraussichtlich 500 bis 600 PS
- Mittleres Modell: rund 800 PS
- Topversion (AMG GT 63 SUV): drei Axial-Flussmotoren mit bis zu 860 kW / 1.169 PS und knapp 2.000 Nm Drehmoment
An der Hinterachse kommt eine sogenannte High Performance Electric Drive Unit zum Einsatz, die zwei Axial-Fluss-Motoren, zwei Siliziumkarbid-Inverter und ein kompaktes Eingang-Planetenradgetriebe kombiniert. An der Vorderachse arbeitet ein einzelner Axial-Fluss-Motor mit Stirnradgetriebe. Eine Kupplung trennt den Vorderachsantrieb bei geringer Last ab, um Schleppverluste zu vermeiden.
Fahrwerk und Karosserie
Die Plattform ist als steife Struktur mit integriertem Batteriepaket ausgelegt und bietet variablen Allradantrieb. An der Hinterachse sind 325er-Reifen vorgesehen. Für das Fahrwerk werden Luftfederung, Allradlenkung und aktiver Wankausgleich erwartet. Trotz Allradantrieb verfügt das SUV über einen Frunk, der voraussichtlich etwas größer ausfällt als die 41 Liter des Viertürer-Modells.
Batterie und Laden
Die Batteriekapazität soll bei rund 106 kWh liegen, basierend auf einer 800-Volt-Architektur. Der Zellaufbau gliedert sich in 18 Module mit insgesamt 2.660 Rundzellen (105 mm Höhe, 26 mm Durchmesser). Jede Zelle wird direkt mit einem nichtleitenden Öl umströmt und gekühlt, was laut Hersteller eine schnellere Wärmeabfuhr ermöglichen soll als klassische Kühlkonzepte. Als Reichweite werden bis zu 600 Kilometer angegeben, die Schnellladeleistung soll bis zu 600 kW betragen.
Innenraum und Software
Anders als die Karosserie ist der Innenraum bereits ungetarnt zu sehen. Das Cockpit besteht aus einem 10,2 Zoll großen Kombiinstrument und einem 14,0 Zoll großen Zentraldisplay, die zum Fahrer geneigt sind. Der Beifahrer erhält ein separates Display. Als Betriebssystem dient MB.OS, ergänzt um KI-Dienste wie ChatGPT, Microsoft Bing und Google Gemini. Das Platzangebot im Fond fällt bauartbedingt großzügiger aus als beim Viertürer-Coupé, insbesondere bei der Kopffreiheit.
Sound-Simulation
Das Fahrzeug verfügt über eine Sound-Simulation, die einen künstlichen V8-Klang inklusive simulierter Zugkraftunterbrechungen bei virtuellen Schaltvorgängen erzeugt.
Mit dem GT SUV positioniert sich AMG im Segment leistungsstarker Elektro-SUVs, in dem bereits Modelle von Audi, Porsche, Tesla und Xiaomi vertreten sind – als direkter Wettbewerber wird unter anderem der Porsche Cayenne Electric genannt.
Bilder: Mercedes-Benz Group AG






