Am vergangenen Donnerstag wurde die Produktion des Mercedes-Benz GLC als Auftragsfertigung bei Valmet Automotive in Finnland offiziell gestartet. Bereits seit dem Jahr 2013 produziert der finnische DIenstleister die A-Klasse der Baureihe 176 im Auftrage der Daimler AG.

Produktion im Werk Uusikaupunki
Der Start der Produktion des GLC bei Valmet wurde am Donnerstag im Rahmen einer Veranstaltung mit rund 140 Gästen gefeiert, mit Vor Ort u.a. die finnische Wirtschaftsministerin Mika Lintilä sowie Vertreter von Automotive Automobile sowie der Daimler AG. Neben der Investition für die Produktion des GLC – wobei bei Experten eine Anzahl von rund 175.000 Einheiten im Gespräch sind – hat das Unternehmen rund 1.000 neue Arbeiter für den Auftrag eingestellt und entsprechend ausgebildet. Die Produktionsleistung in Werk in Finnland liegt bei rund 50.000 Einheiten pro Jahr.

Im Werk bei Valmet wurden bereits 2016 während der zu Ende gegangenen fünfwöchigen Sommerpause die größten Vorbereitungen abgeschlossen. Zentrale Punkte für die Umstellung im Werk Uusikaupunki waren Modernisierungen in der Lackiererei und in der Fahrzeugmontage, zumal 30 Stationen technisch – und von der Größe – auf das neue Modell angepasst wurden.

Entlastung für den Produktionsstandort Bremen
Andreas Kellermann, Leiter Produktion C-, E- sowie S-Klasse bei Mercedes-Benz Cars vor Ort : „Die Zusammenarbeit mit einem Produktionsspezialisten wie Valmet Automotive ist ein wichtiger Faktor für unsere globale Produktionsstrategie bei Mercedes-Benz Cars. Wir reagieren flexibel auf die Nachfrage in unseren Märkten und können die Präferenzen unserer Kunden schneller befriedigen.“ Dr Klaus Zehender, Mitglied des Bereichsvorstandes Mercedes-Benz Cars/Beschaffung und Lieferanten: „Wir setzen unsere erfolgreiche Partnerschaft mit Valmet Automotive fort, die im Jahr 2013 mit dem A-Klasse Fertigungsvertrag begonnen hat. Die Leistung der letzten Jahre hat gezeigt, dass wir den richtigen Partner für eine flexible und zuverlässige Zusammenarbeit gewählt haben.“

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Der GLC wird aktuell im Werk Bremen sowie in Peking gebaut, zudem in Indonesien, Malaysia, Thailand, Indien und Vietnam montiert. Überlegungen, das Modell ab 2018 auch in Russland zu fertigen, sind denkbar.

Bild: Valmet Automotive

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11 Kommentare
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Markus Bader
4 Jahre zuvor

Ich erwarte meinen GLC Ende März 2017. Wird dieses Modell für Europa nun seit Februar ausschließlich in Finnland produziert oder auch parallel weiterhin in Bremen? D. h., habe ich auch Chance auf einen GLC aus Bremen?

martin
4 Jahre zuvor

Erfahrungsgemäss bauen die Finnen eher die Fahrzeuge , die eh aufs Schiff müssen. Ein Transport von Finnland nach D lohnt sich nicht . Daher kannst zu 99,999 Prozent davon ausgehen einen „Bremer“ zu bekommen.

Achim
4 Jahre zuvor

Vorher beim Vertrieb nachfragen, die sehen es ja im System. Ein weiterer Anhaltspunkt ist die FIN. Das Kürzel WDD bedeutet Wagen Daimler Deutschland.

Peter
4 Jahre zuvor

Aus dem WDD kannst Du gar nix schließen. Da Valmet als Auftragsfertiger für Daimler arbeitet (und nicht als eigener Hersteller), bleibt’s beim WDD.

Man kann’s aber dennoch an der FIN erkennen, aber an anderer Stelle, und zwar beim Werkscode. Die FIN bei Daimler ist ja sehr strukturiert. Die ersten drei Stellen ist der Herstellercode (also i.d.R. WDD), die Stellen 4 – 6 bezeichnen die Baureihe, die 7. Stelle die Aufbauvariante, die 8./9. den Motorcode, die 10. die Lenkungsvariante und schließlich die 11. das Herstellungswerk. Dann folgt die durchlaufende Seriennummer und an letzter Stelle die Prüfziffer.

Wenn an 11. Stelle ein F oder G steht, kommt das Fahrzeug aus Bremen. Wenn die Codierung beim CLC so läuft wie beim A (176iger-Serie), wovon m.E. auszugehen ist, dürfte ein V an dieser Stelle auf eine Endfertigung bei Valmet hindeuten.

Ach ja, die Transportkosten aus FIN nach D sind nicht so groß, dass dies ein Hinderungsgrund wäre. Beim A wurde im Verbund mit Rastatt produziert und Fahrzeuge aus Valmet-Endfertigung waren auch in Deutschland in der Auslieferung.

Auf dem Typschild steht übrigens (richtig) Made in Finland, was also auch die Erkennbarkeit ermöglicht.

Achim
4 Jahre zuvor

Zumindest zeitweise war das WDD nur in Deutschland produzierten Wagen vorbehalten. Die anderen hatten WDB, was noch aus Daimler-Benz Zeiten stammt. Natürlich kann es heute so sein wie vom Vorredner beschrieben. Unsere NCV3 aus Düsseldorf z. B. haben WDB, die Nafta’s haben nach dem WD eine Zahl vor einem weiteren Buchstaben. Z. B. WD2Y

Peter
4 Jahre zuvor

Die US-FIN ist ja auch anders aufgebaut. M.W. haben auch die PKW für den US-Markt kein WDD vorne.

WDB gab’s früher für die PKW bis auf WDD umgestellt wurde. Auch die Fahrzeuge aus Ungarn oder Süd-Afrika haben z.B. WDD in der Angabe, da dies ja der Herstellercode ist. Ausnahme ist (wohl noch, hab‘ schon länger nicht mehr nachgeschaut) das US-Werk. Die Fahrzeuge von dort kommen mit WDC.

Thomas
4 Jahre zuvor

Weiter hinten in der FIN ist doch das Werk mittels eindeutigem Buchstaben vercodet. Warum kompliziert suchen?

Peter
4 Jahre zuvor

@ Thomas: Eben, deswegen hatte ich darauf auch hingewiesen. An der 11. der FIN (ECE-Variante) ist das Herstellerwerk erkennbar.

Winfried
4 Jahre zuvor

Bei meinem GLC steht bei der FIN als erstes WDC und an 11. Stelle F.
Also bedeutet F nun Finnland ? oder wie Peter schreibt F bzw.G bedeutet Bremen als Herstellerwerk für den GLC ?

lulesi
Reply to  Winfried
4 Jahre zuvor

F = Produktionswerk Bremen.
V = Valmet (Finnland)