Der EQS ist zwar ein enger Verwandter der neuen S-Klasse, steht aber als Elektrofahrzeug auf einer reinen Elektroarchitektur. Diese komplette Neukonzeption ermöglichte ein konsequentes Purpose-Design: Mit seiner One-Bow-Linienführung und dem Cab-Forward-Design mit Fließheck unterscheidet sich der EQS bereits auf den ersten Blick deutlich von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Dies wird noch durch die Black-Panel-Front und das Design der Beleuchtung vorn und hinten unterstrichen. Höchste Ansprüche an Funktion und Aerodynamik gehen einher mit innovativer Ästhetik. Die Designphilosophie der Sinnlichen Klarheit, kombiniert mit Progressive Luxury, spiegelt sich in großzügig modellierten Flächen, reduzierten Fugen und nahtlosen Übergängen (Seamless Design) wider.

Der EQS: das Elektrofahrzeug der Luxusklasse - Bilder & Details

Hier die wichtigsten Stichworte zum Exterieurdesign des EQS:

Purpose-Design:
Elektroautos können entweder auf einer bereits vorhandenen (Verbrenner-)Plattform stehen („Conversion-Design“; Umwandlungs-Design) oder wie der EQS als Elektrofahrzeug auf einer reinen Elektroarchitektur basieren („Purpose-Design“; zweckorientiertes Design). Diese komplette und konsequente Neukonzeption ermöglicht Freiheiten bei der Anordnung der Komponenten und ein radikal anderes Design. Das führt beim EQS zu Vorteilen beim Packaging und bei der Ergonomie. Das Purpose-Design mit glattem Unterboden und meist geschlossener Kühlerjalousie sowie die günstige Grundform waren eine gute Ausgangsbasis für die Strömungsoptimierung. Mit viel akribischer Detailarbeit konnten die Aerodynamiker in enger Kooperation mit den Designern den neuen cw-Bestwert[1] ab 0,20 erzielen.

Der EQS: das Elektrofahrzeug der Luxusklasse - Bilder & Details

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One-Bow-Design: Die Dachlinie über der Fahrgastzelle, dem sogenannten Greenhouse, ist beim EQS so straff gespannt wie ein Bogen („one bow“). In Kombination mit der sportlich tiefen und flachen Front entsteht eine coupéhafte Silhouette. Dies wird unterstrichen durch die rahmenlosen Türen und eine hohe, geschwungene Bordkante als eigenständiges Gestaltungselement.

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Cab-Forward-Design („vorne platzierte Kabine“): Der weit nach vorne gezogene Fuß der A-Säule und die hinten liegende C-Säule schaffen beim EQS Raum für eine großzügig bemessene Fahrgastzelle. Die Überhänge und der Vorbau sind kurz, das Heck ist fließend abgerundet.

Seamless-Design: Die Zeit der Sicken ist bei Mercedes-Benz vorbei. Mit reduzierten Linien, präzisen Fugen und fließenden Übergängen haben die Designer beim EQS den neuen Purismus souverän verwirklicht. Ein beispielhaftes Element ist die Frontgestaltung: Die Fronthaube greift über die Kotflügel. So wird auch die Zahl der sichtbaren Fugen reduziert.

Black-Panel-Front: Die tiefschwarze Grillfläche („black panel“) bestimmt das markante Gesicht des EQS. Die Black-Panel-Einheit an der Front ist ein Designmerkmal der Mercedes-EQ Modellfamilie.

Mercedes-Benz Pattern: abstrahiertes, dreidimensionales Sternenmuster, basierend auf dem „Urstern“,
einem frühen Markenzeichen der Daimler Motorengesellschaft (DMG). Das Unternehmen hatte 1909 Gebrauchsmusterschutz für einen Dreizackstern beantragt, er wurde am 9. Februar 1911 ins Warenzeichenregister eingetragen. Der Dreizackstern wurde sofort verwendet und gehörte schon nach kurzer Zeit zu den bekanntesten Markenzeichen der Welt. Einen Kranz erhielt der Stern erstmals 1916. Das Muster kommt im EQS an mehreren Stellen zum Einsatz, im Exterieur auf Wunsch beispielsweise als besondere Variante der Black-Panel-Front oder bei einem Leichtmetallrad-Design. Im Interieur findet sich das Mercedes-Benz Pattern bei den hinterleuchteten Zierteilen mit Lasercut oder auf dem Beifahrer-Display als digitales Zierbild.

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Lichtdesign: Die Scheinwerfer besitzen ein auffallendes Tagfahrlicht-Signet mit drei Light-Dots und sind über ein Leuchtband miteinander verbunden. Dies ist für die EQ Familie genauso prägend wie das Licht am Heck: Die Rückleuchten mit einem Innenleben in Form einer geschwungenen 3D-Helix verbindet ebenfalls ein Leuchtband.

[1] cw-Wert 0,20: EQS 450+ Elektrofahrzeug mit 19“ AMG-Rad-/Reifenkombination und AMG Line Exterieur (verfügbar in der EU ab Ende 2021) im Fahrprogramm SPORT.

Bilder: Daimler AG

26 Kommentare
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Superluxury
1 Monat zuvor

Leider ist das Fahrzeug vorne so zugebaut, dass kein vernünftiges Raumgefühl aufkommt. Außerdem ist der Fond unterhalb E-Klasse. Als Technologieträger ok, aber als wirkliche Luxus Alternative nicht geeignet. Da muss man wohl zur S-Klasse greifen. Der cw Wert ist super, nur leidet dadruch das Design sehr.

Urs
Reply to  Superluxury
1 Monat zuvor

Fond unterhalb der E-Klasse. Du bist offensichtlich weder im EQS noch in einer E-Klasse jemals hinten gesessen. Oder bist ein sehr seltener Mega-Sitzriese. Der EQS ist für mich hinten ein Ballsaal im Vergleich zum E.

Superluxury
Reply to  Urs
1 Monat zuvor

Spar dir bitte solche Behauptungen. Wäre ich nicht im Auto gesessen, hätte ich nicht kommentiert. Ich weiß nicht, wie klein ein Ballsaal in der Schweiz ist, aber der Fond des EQS ist weder geräumig noch komfortabel. Der Kofferraum mag groß und tief sein, aber ein bisschen von diesem Raum hätte man dem Fond zugestehen sollen. Wenn man von einer C-Klasse kommt ok. Zur S-Klasse aber wie gesagt keine Alternative.

Horst Buhl
1 Monat zuvor

Ein sehr schönes und gelungenes Fahrzeug, nur wirklich schade dass sich so ein Auto die breite Masse nicht leisten kann.Ich bin gespannt ob es auch bald vernüftige Autos mit alternativen Antrieben ( vielleicht auch mit Methanol oder Wasserstoff) für Normalverdiener geben wird

Peter
Reply to  Horst Buhl
1 Monat zuvor

Skoda Enyaq, Peugeot 208, etc man muss nur gucken. Die kommen noch mit der Zeit

Dominic
1 Monat zuvor

An sich ein sehr schönes Auto, aber was hat man sich mit den ich nenne es mal zwischenstreben an den Seitenscheiben hinten und vorne gedacht. Für mich zerstört das die Harmonie im designe.

Robin
Reply to  Dominic
1 Monat zuvor

Die sind notwendig, um die Fenster versenken zu können.

Joachim
Reply to  Dominic
1 Monat zuvor

Das ist doch bei der “Designikone” CLS schon seit Jahren so.

Davidem
Reply to  Joachim
1 Monat zuvor

Mein aktueller CLS hat 3 Seitenscheiben, der EQS hat 5 soweit ich das erkennen kann.
Bei der EQS Studie hätte ich mir vorstellen können vielleicht doch schon demnächst ein Elektroauto zu bestellen, wenn ich das finale Produkt sehe bleib ich beim
CLS53….ein Elektroauto in dem
Segment muss meiner Meinung nach designtechnisch noch eins draufsetzen, damit ich auf die emotionalen Schaltvorgänge und den Sound der PAGA verzichte kann…. Diese Proportionen erzeugen bei mir aber alles andere als ein Musthave-Gefühl…. Ich hoffe für Mercedes, dass die anvisierte Kundschaft das anders sieht als ich. Ich glaube auch, dass der EQS aus technischer Sicht ein viel besseres Auto als der EQC geworden ist, aber ich befürchte auch hier, dass das Design vielleicht dem Fahrzeug zum Problem
werden könnte….

Marc W.
1 Monat zuvor

Leider gefallen mir weder Exterieur noch Lenkrad, Hebel, KI-Design. Falls er aber nach 200.000km noch 90% Akkukapazität hat, hätte er Achtung verdient. Also mal abwarten. Für die meisten wird sich dies nicht unschön in S oder CLS abspielen…

Christian Mölders
Reply to  Marc W.
1 Monat zuvor

Wolltest Du nicht die Mobilität für Mutter Natur bekämpfen?
Hast Du deine eigenen Autos schon still gelegt ?

Patrick
1 Monat zuvor

Innen ist er sehr schön, vor allem der Hyperscreen.
Die Front und das Heck sieht nicht schlecht aus, aber bei allem Respekt, von der Seite ist er potthässlich.Diese genannte One Bow passt überhaupt nicht, wenn einem dieses Auto mal auf der Straße entgegenkommt kann man da keine S-Klasse, geschweige denn ein Luxusauto erkennen.
Also ich bin Mitte 30 und mich spricht das Design absolut nicht an,ich glaube es wird eher die älter Generation ansprechen.
Man kann hier nur auf die AMG Version hoffen.
Naja ich würde derzeit bei der S-klasse zum Verbrenner, falls ich mir jemals eine zulegen würde.

Davidem
Reply to  Patrick
1 Monat zuvor

Auch die AMG-Version wird die Dachlinie und das Prestigemaß nicht retten können. Leider….habe mir echt mehr erhofft

Zuletzt editiert am 1 Monat zuvor von Davidem
Patrick
Reply to  Davidem
1 Monat zuvor

Ja das stimmt aber ein bisschen sportlicher und ein Quentchen schöner sind die AMG Modelle immer, nichts desto trotz wie du eben sagst, wird die AMG Version den EQS auch nicht retten können, bleibt ja grundsätzlich alles gleich.
Hoffentlich wird die nächste Generation Designtechnisch um einiges schöner.
Wie schon viele erwähnten war die Studie echt wunderschön, von dem ist leider nichts mehr erkennbar.
Bin gespannt wie sich der EQS verkauft.

Arno
Reply to  Patrick
1 Monat zuvor

Ich bin 31 und finde das Design absolut überragend. Leisten kann ichs mir dennoch nicht 😀

Stefan Camaro
1 Monat zuvor

Ich konnte letztens den EQS an einer Ladesäule in Ruhe betrachen. Ein durchaus imposantes Fahrzeug und auch nicht hässlich. Trotzdem wirkt für mich eine klassische S-Klasse vom reinen Design ansprechender und noch imposanter im Auftreten.
Mag womöglich an der Form liegen. Mir gefallen klassische Limousinen einfach besser als diese rießen Coupes. Wenn dann lieber noch Flache 4-Türer Coupes wie der CLS. Ich würde übrigens rein vom Design auch den CLS dem AMG GT-4 vorziehen.

Snoubort
Reply to  Stefan Camaro
1 Monat zuvor

Also, diese „Cab-forward“ Linie oder ein „One-Box“ Design haben wirklich gar nichts mit einer Coupe-Form zu tun.
Aber ja, ich würde auch einen CLS immer jenem Fließheck Dickerchen vorziehen.

Chris
1 Monat zuvor

Wenn er jetzt noch das schöne “alte”, hochwertige Lenkrad mit den tollen haptischen Tasten hätte… 😉

AMG Power
1 Monat zuvor

Ich war am Anfang auch eher skeptisch, aber mittlerweile gefällt er mir richtig gut. Ich freu mich auf den Konfigurator, dann wenn ich meinen EQS zusammenstellen kann. Ich hoffe nur, das es noch AMG-Felgen geben wird, die nicht schwarz lackiert sind. Bei mir wird er in klassisch weiß, mit AMG-Line, hoffentlich nicht schwarze Felgen und einer cremen Innenausstattung. Scheiben getönt und mit sehr viel Silberchrom! Hyperscreen nicht vergessen und das Entertainmentsystem für meine Kids hinten. Ich freu mich!

Benzfahrer
1 Monat zuvor

Ich muss sagen, vor allem in blau gefällt er mir immer besser.

J.A.
1 Monat zuvor

Der Wagen könnte der Nachfolger meins S-600 L (221) im 2022 werden. Aber das Bild mit dem Kofferraum könnte den Ausschluss bedeuten. Für 2 Golfbags mit zusammengelegten 2 e-Trolly’s sehe ich dunkelschwarz… Im 221 hat alles Platz.

Tiger Woods
Reply to  J.A.
1 Monat zuvor

Ich sehe hier kein Hindernis, denn auf dem Bild ist eine umklappbare Rücksitzbank zu erkennen.

Bulli500
1 Monat zuvor

sorry dass hier frage, aber kennt jemand zufällig die aktuelle Lieferzeit vom EQV???

JM13
1 Monat zuvor

Wann erscheint der Konfigurator vom EQS?