Mit über 100 Kilometern doppelt so viel elektrische Reichweite, 110 statt 90 kW elektrische Leistung und ein ebener Gepäckraum mit Durchlademöglichkeit: Der neue Plug-in-Hybrid Mercedes-Benz S 580 bietet im Vergleich zum Vorgänger viele Vorteile. Aufs gesamte Autoleben gerechnet ist er umweltfreundlicher und damit nachhaltiger: Werden Herstellung, Nutzung über 300.000 Kilometer und Verwertung berücksichtigt, verursacht dieses Modell rund 14,1 (Laden mit europäischem Strom-Mix) bzw. 36,2 Prozent (Strom aus Wasserkraft) weniger CO₂-Emissionen als sein Vorgänger S 560 e. Das ist ein Ergebnis des 360° Umweltchecks von Mercedes-Benz.

Wir haben unsere Ambition 2039 beschleunigt, um unsere Fahrzeuge und unser Unternehmen CO2-neutral zu machen. Dieses Ziel verfolgen wir konsequent mit einem ganzheitlichen Ansatz. Deshalb betrachten wir die gesamte Wertschöpfungskette: von der Entwicklung über das Lieferantennetzwerk, die eigene Produktion, die Elektrifizierung unserer Produkte, die Nutzung erneuerbarer Energien bis hin zum Recycling am Ende der Nutzungsphase“, so Markus Schäfer, Vorstandsmitglied der Daimler AG und Mercedes-Benz AG, Chief Technology Officer verantwortlich für Entwicklung und Einkauf. „Mercedes-Benz dokumentiert diese Auswirkungen genau und lässt die Bilanz von unabhängigen Gutachtern prüfen und bestätigen. Der S 580 e hat dieses Validierungsaudit erfolgreich abgeschlossen.“ Hier lässt sich der 360° Umweltcheck als pdf-Datei herunterladen.

Der S 580 e wird in der hoch flexiblen und effizienten Factory 56 in Sindelfingen hergestellt. Auf deren Dach ist eine Photovoltaikanlage mit rund 12.000 PV-Modulen und einer Leistung von ca. 5.000 kWp (Kilowatt Peak) installiert. Sie speist selbst erzeugten grünen Strom für die Halle ein. Bei der vorgelagerten Material- und Bauteilherstellung entsteht im Vergleich zum Vorgänger unter dem Strich mehr Kohlendioxid. Dies ist vor allem auf den erhöhten Leichtmetallanteil im Rohbau und die größere Hochvoltbatterie mit einer Kapazität von 28,6 kWh zurückzuführen. Dieser Nachteil der Produktion kann in der Nutzungsphase überkompensiert werden: Die Verdoppelung der elektrischen Reichweite führt zu einem deutlich höheren Anteil elektrischer Fahrten. Über die gesamte Laufzeit ergeben sich vor allem beim CO2-Ausstoß in Summe signifikante Vorteile für den S 580 e. Das gilt insbesondere, wenn regenerativ erzeugter Strom fürs Laden genutzt wird.

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Neben der CO2-Verbesserung  zeigt der S 580 e auch beim Eutrophierungs-(EP)[2] und beim Sommersmogpotenzial (POCP)[3] Vorteile gegenüber dem Vorgänger. Durch den höheren elektrischen Nutzungsanteil kann außerdem der fossile Ressourcenverbrauch (ADP fossil)[4] um 16 Prozent (Strom-Mix) bzw. 59 Prozent (Strom aus Wasserkraft) reduziert werden.

Weitere Fakten aus dem 360° Umweltcheck:

  • Insgesamt 202 Bauteile der neuen S-Klasse sind aus ressourcenschonenden Materialien hergestellt. Das Gesamtgewicht dieser Bauteile liegt bei 98,9 Kilogramm.
  • Die Bodenbeläge beispielsweise bestehen aus einem regenerierten Nylongarn, Markenname Econyl®. Es wird hergestellt durch die Rückgewinnung von Nylonabfällen, die zur Deponierung bestimmt sind, beispielsweise alte Fischernetze, Stoffreste und Teppichböden.
  • Die neue S-Klasse ist nach den Anforderungen des Qualitätssiegels der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF – European Centre for Allergy Research Foundation) entwickelt und hat ein Siegel bekommen. Damit zeichnet ECARF Produkte aus, deren Allergikerfreundlichkeit sie wissenschaftlich überprüft hat. Die Voraussetzungen dafür sind umfangreich: Zahlreiche Bauteile pro Ausstattungsvariante eines Fahrzeugs sind auf Inhalationsallergene getestet. Ferner wird der Pollenfilter in neuem und gebrauchtem Zustand auf seine Funktion überprüft. Hinzu kommen Probandenversuche.
  • Beim Recyclingkonzept spielen Demontageinformationen für die Altfahrzeugverwerter eine wichtige Rolle. Auch für die S-Klasse werden alle notwendigen Informationen mittels des sogenannten International Dismantling Information System (IDIS) elektronisch bereitgestellt.
  • Mit dieser Broschüre stellen wir die Ergebnisse der Umweltbilanz bereits für die dritte S-Klasse Generation in ausführlicher Form dar. Die erste vollständige Umweltbilanz wurde 2005 veröffentlicht.

Über die neuen S-Klasse Plug-in-Hybrid-Modelle

In der neuen S-Klasse hat die vierte Generation des Hybridantriebs ihre Premiere gefeiert. Neben dem S 580 e gibt es mit dem S 580 e 4MATIC (Kraftstoffverbrauch kombiniert, gewichtet: 1,0-0,7 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert, gewichtet: 23-16 g/km; Stromverbrauch kombiniert, gewichtet: 25,5-21,9 kWh/100 km)1 seit kurzem zum ersten Mal in diesem Segment auch einen Plug-in-Hybriden mit Allradantrieb.

Mit einer elektrischen Antriebsleistung von 110 kW/150 PS und einer rein elektrischen Reichweite von über 100 Kilometern (WLTP) sind beide Modelle in vielen Fällen ohne Einsatz des Verbrennungsmotors unterwegs. Die Basis des Hybridantriebs ist der Sechszylinder-Reihenmotor M 256 mit 270 kW/367 PS aus der aktuellen Motorengeneration von Mercedes-Benz. Die hohe Leistungsdichte des Hybridtriebkopfs wird mithilfe einer permanenterregten Innenläufer-Synchronmaschine erreicht.

Das maximale Drehmoment der E‑Maschine von 480 Nm ist ab der ersten Motorumdrehung bereit und bewirkt eine hohe Agilität beim Anfahren und ein dynamisches Fahrverhalten. Die Höchstgeschwindigkeit im Fahrprogramm ELECTRIC beträgt 140 km/h, danach wird soft abgeregelt.

Für das dreiphasige Laden am Wechselstromnetz ist serienmäßig ein 11-kW-Ladegerät an Bord. Für das Schnellladen mit Gleichstrom ist ein 60-kW-DC-Lader verfügbar. Selbst eine entleerte Batterie ist damit in rund 30 Minuten voll aufgeladen.

 

Quelle/Bilder: Mercedes-Benz AG

[1] Die angegebenen Werte sind die ermittelten „WLTP-CO2-Werte“ i.S.v. Art. 2 Nr. 3 Durchführungsverordnung (EU) 2017/1153. Die Kraftstoffverbrauchswerte wurden auf Basis dieser Werte errechnet.
[2] Eutrophierungspotenzial (Überdüngungspotenzial); Wirkungskategorie, die das Potenzial zur Übersättigung eines biologischen Systems mit essentiellen Nährstoffen ausdrückt.
[3] Photochemisches Oxidantienbildungspotenzial (Sommersmog); Wirkungskategorie, welche die Bildung von Photooxidantien („Sommersmog“) beschreibt.
[4] Abiotischer Ressourcenverbrauch (abiotisch = nicht belebt); Wirkungskategorie, die die Reduktion des globalen Bestands an Rohstoffen resultierend aus der Entnahme nicht erneuerbarer Ressourcen beschreibt.