Auch wenn sich die Bestellfreigabe für die aktualisierte E 220 d Motorisierung von Mercedes-Benz auf Anfang Januar 2022 verschoben hat, sind uns jetzt schon bereits erste Leistungswerte des OM 654 M (D20 147 kW SCR) Antrieb bekannt.

E 220 d und E 220 d 4MATIC als Limousine

Mit dem E 220 d Antrieb mit OM 654 M Motor verfügt die E-Klasse über 1.993 cm³ Hubraum und 147 kW / 200 PS (ab 3.600 u/min). Das Drehmoment beträgt 440 Nm und liegt zwischen 1.800 und 2.800 u/min an. Die Limousine ohne 4MATIC-Antrieb beschleunigt so motorisiert von 0 auf 100 km/h innerhalb von 7.4 Sekunden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 238 km/h. In Verbindung mit Allradantrieb 4MATIC – dann als E 220 d 4MATIC liegt die Limousine bei einer Beschleunigung von 7.8 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 233 km/h.  Der ISG der zweiten Generation verfügt über 15 kW und 200 Nm.

Anzeige:

Das Leergewicht des E 220 d Limousine liegt bei 1.830 kg, die Zuladung bei 660 kg. Die E 220 d 4MATIC  liegt bei 1.895 kg, die Zuladung liegt zum E 220 d dabei gleichauf. Die maximale Anhängelast für den E 220 d sowie E 220 d 4MATIC liegt bei 750 kg ungebremst bzw. 2.100 kg gebremst. Der Tank liegt bei beiden Varianten grundsätzlich bei 50 Liter (davon 7 Liter Reserve),

Und beim T-Modell (S 213) ? 

Beim T-Modell (S 213) liegt die Beschleunigung als E 220 d ohne Allradantrieb 4MATIC bei 7.8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit bei 232 km/h. Das Leergewicht liegt beim E 220 d bei 1.925 kg, die Zuladung bei 680 kg. Die Anhängelast ist identisch zur Limousine (W 213).  Der E 220 d 4MATIC mit OM 654 M Motorisierung im T-Modell beschleunigt in 8.1 Sekunden auf 100 km/h und erreicht die Höchstgeschwindigkeit bei 229 km/h. Das Leergewicht des 4MATIC-Kombis liegt bei 1.990 kg, die Zuladung bei 680 kg. Die Anhängelast ist identisch den anderen Motorisierungen bei 750 kg bzw. 2.100 kg.

Anzeige:



Über den OM 654 M mit 48 Volt Bordnetz

Der OM 654 M 4-Zylinder Dieselmotor wird vorne längsliegend verbaut und verfügt über eine Bohrung von 82 mm. Der Hub des Selbstzünders liegt bei 84,3 mm, die Nennleistung als 220 d Variante bei 147 kW /200 PS und 440 Nm. Die Abregeldrehzahl erreicht das Modell bei 5.000 u/min. Das Verdichtungsverhältnis liegt bei 15.5:1.

Der Motor verfügt über einen integrierten Startergenerator mit Boost-Funktion sowie verbesserter Einspritzung und Aufladung. Gegenüber dem OM 654 M wurde der Hub auf 94 mm angehoben, was einen Hubraum von 1.993 cm³ ergibt. Der Einspritzdruck liegt bei bis zu 2.700 bar mit bis zu sieben Einspritzungen pro Arbeitstakt.

Der integrierte Startergenerator (der 2. Generation) kann den Verbrennungsmotor mit 15 kW (20 PS) zusätzlicher Leistung und 200 Nm Extra-Drehmoment unterstützen. Er ist platzsparend im Triebkopf des Automatikgetriebes 9G-TRONIC eingebaut und dadurch bezüglich elektrischer Anschlüsse und Kühlung optimal integriert.

Bilder (mit Symbolbilder E-Klasse Limousine): Mercedes-Benz AG / Daimler AG

Anzeige:
39 Kommentare
Älteste
Neueste Meist bewertet
Inline Feedbacks
Betrachte alle Kommentare:
Benzfahrer
30 Tage zuvor

Der Tank liegt bei beiden Varianten grundsätzlich bei 50 Liter (davon 7 Liter Reserve)“

Es gibt doch sicher optional den 66l Tank, oder?

Kommt der Motor auch im All-Terrain?

Kemal
Reply to  Benzfahrer
30 Tage zuvor

Früher gab es.mal einen 80l Tank in der E Klasse. Wo ist der geblieben? Konnte so mit den 270 CDI 1500 km ohne Tankstopp fahren.

Benzfahrer
Reply to  Kemal
30 Tage zuvor

Den gibt es nur noch bei den großen Benzinern.
Beim Diesel ist m.W. kein Platz wegen dem zusätzlichen AdBlue-Tank.

Markus Rieksmeier
Reply to  Benzfahrer
30 Tage zuvor

Durchaus nicht nur bei den „großen Benzinern“. Auch beim Diesel: Das größere Tankvolumen (50 => 60 L) kostet 59,50 €.

LeStar
30 Tage zuvor

Ob sich Mehrleistung und Unterstützung bei dem Mehrgewicht überhaupt bemerkbar machen?
Und einen besseren Verbrauch bei fast 150kg mehr würde ich ebenfalls stark bezweifeln…

Markus Rieksmeier
Reply to  LeStar
30 Tage zuvor

150 kg? Welche Fahrzeugmodelle vergleichen Sie?

(btw. sind +200 Nm ISG-Boost ein „halber“ Golf TDI extra – ohne den ganzen Golf dran)

LeStar
Reply to  Markus Rieksmeier
29 Tage zuvor

Ich denke an den alten 2l 200er/220er Diesel z.B.
Der hat keine 1800kg im Fahrzeugschein stehen.

Der alte 220er war so in der Beschleunigung sogar etwas besser und selbst der 200er nur noch eine gute halbe Sekunde langsamer von 0 auf 100.
Das ist für die Mehrleistung von 6(26PS) bzw 50(70PS) ziemlich schwach – scheint alles im höheren Gewicht aufzugehen.
Da bringt der ISG-Boost also höchstens mehr Fahrkomfort beim Anfahren und Ausrollen und ein besseres Ansprechverhalten.

Und verbrauchsmäßig ist den Werten leider auch kein Vorteil zu entnehmen.

Mot0r
Reply to  LeStar
29 Tage zuvor

Der Vergleich der Verbrauchswerte auf dem Papier ist unsinnig. Die BR 213 fing mal mit Euro 6b an. Da galt noch NEFZ. Seitdem haben sich die Prüfkriterien zigfach geändert. Insbesondere den Stickoxiden sollte es ja an den Kragen gehen.

Mot0r
Reply to  Markus Rieksmeier
29 Tage zuvor

Der erste E 220 d (W 213) wog laut Preisliste 1680 kg. In der letzten Preisliste waren es bereits 1750 kg. Jetzt sind wir bei 1830 kg. So viel wiegt der 48 V-Kram nicht. Ob der Rest durch geänderte Serienausstattung zustande kommt? Oder ist irgendwo Alu zu Stahl geworden?
Was mich wundert ist, dass die Allradler derart schlechter beschleunigen. Ich hätte mindestens Gleichstand erwartet.

feschi
Reply to  Mot0r
13 Tage zuvor

Der Allrad-Kram bringt ja auch einige extra-Kilos auf die Waage und erzeugt zusätzliche Reibungsverluste im Antriebsstrang. Das muss sich dann ja auch irgendwo bei Verbrauch und Beschleunigung bemerkbar machen. Den Nachteil gibt es bei allen 4-Matic/X-Drive/Quattro/… Modellen, solange sie nur auf trockener Fahrbahn fahren. Eine bessere Beschleunigung gibt’s nur, wenn ansonsten die Hinterräder durchdrehen würden und die Vorderräder so zusätzlichen Grip erzeugen können (Nässe, Schnee, …).

Christian
30 Tage zuvor

Die C- Klasse gehört ja noch irgendwie rein… aber in die E…. Naja ..

Marc W.
Reply to  Christian
30 Tage zuvor

Ein starker, wirtschaftlicher Vierzylinder war schon immer im E heimisch – und passend.
Gerade dieser Motor -und nicht der 656- wird der letzte Selbstzünder mit Euro 7 werden, wetten ?

Snoubort
30 Tage zuvor

Wie immer, von der Technik / Beschreibung her klingt ISG revolutionär, und nach einem absoluten Alleinstellungsmerkmal bzw. Wettbewerbsvorteil.
Nur finde ich ebenfalls wir immer keinen „zählbaren“ Mehrwert – weder bei den Fahrleistungen, noch beim offiziellen Verbrauch.

feschi
Reply to  Snoubort
13 Tage zuvor

Da kann ich nur zustimmen. Mercedes kann es offenbar nicht. BMW hat hingegen minimale Beschleunigungs- und Verbrauchsvorteile mit Einführung der 48-V Technik bei 320d und 520d erreicht.
Und Mercedes (und all die anderen) kann es doch: in der Formel 1. Dort hat die Hybrid-Technik erhebliche Verbrauchs- und Beschleunigungsvorteile gebracht, allerdings mit 800- oder 1000-V Technik, die sich offenbar so nicht in die Serienfertigung übertragen lässt. Schade.

Markus Rieksmeier
30 Tage zuvor

(Was ein Zahlenfriedhof! LeserInnen kaum zumutbar!)

Was denn nun, bitte?

Der jeweils als „OM 654 M“ bezeichnete Motor hat
einmal 84,3 mm
(noch-)
einmal 94 mm Hub. (siehe unten das Textzitat).

PS. Wie wäre es mit einer Tabelle gewesen?
(Limo/T- Modell/„Zwei-Rad“/4-Matic)

PPS. Da ich manchmal selbst etwas durcheinander bin: Hat der 220-d-Motor nun 1 oder 2 Lader? (mit dem 150 PS-220 d- oder dem großen 265 PS-300 d- verblockt)

PPS. Peinlich ist der Hinweis, der Motor werde längs eingebaut.

– – –
Text:
„ Über den OM 654 M mit 48 Volt Bordnetz

Der OM 654 M 4-Zylinder Dieselmotor wird vorne längsliegend verbaut und verfügt über eine Bohrung von 82 mm. Der Hub des Selbstzünders liegt bei 84,3 mm, die Nennleistung als 220 d Variante bei 147 kW /200 PS und 440 Nm.
(…)
Gegenüber dem OM 654 M wurde der Hub auf 94 mm angehoben, was einen Hubraum von 1.993 cm³ ergibt. …“

Stefan Camaro
Reply to  Markus Rieksmeier
30 Tage zuvor

Gerade Ihre Schreibweise mit „LeserInnen“ finde ich DEN LESERN kaum zumutbar.
Aber das ist meine persönliche Meinung.

Mick Briesgau
Reply to  Stefan Camaro
30 Tage zuvor

Danke Stefan,
diese Worte sind mir als non-native speaker (also nicht-Deutscher) aus dem Herzen gegriffen. Texte mit dieser Gendersprache sind kaum zumutbar und stören nur.

Snoubort
Reply to  Mick Briesgau
30 Tage zuvor

Keine Sorge, geht auch „native speakern“ so, solange sie ausserhalb Berlins und/oder einer Journalismusfakultät leben.

Mick Briesgau
Reply to  Snoubort
30 Tage zuvor

Danke schön!
Gut zu wissen.

Markus Rieksmeier
Reply to  Markus Rieksmeier
30 Tage zuvor

Hat noch jemand etwas zur Sache?

Zuletzt editiert am 30 Tage zuvor von Markus Rieksmeier
Anzeige:
Ilike
Reply to  Markus Rieksmeier
29 Tage zuvor

Nein.

Halge
30 Tage zuvor

Den Sinn von diesem Motor verstehe ich nicht ganz.

Als T-Modell soll der E 220 d T-Modell 1925 kg wiegen und ist in 7,8 s auf 100 km/h. 440 Nm Drehmoment.
Zum Vergleich:

Laut Konfigurator wiegt beispielsweise der 300 de T-Modell leer 2145 kg und ist in 6,0 s auf 100 km/h, (400 Nm Drehmoment) und kostet mit Herstellerbonus Listenpreis 60000 Euro.
Davon geht dann noch der staatliche Bonus ab.

Da muß der E220d schon deutlich günstiger sein, damit Kunden diesen kaufen, zumal die Leistungswerte eher für den Hybriden sprechen, und beim Verbrauch schlägt der Hybrid dann den reinen Diesel.

BENZINER
Reply to  Halge
30 Tage zuvor

Schon mal in den Kofferraum geschaut vom 300de ???
Der Hybrid beim E ist aufgrund dieser Platzeinschränkungen nicht kaufbar. Deshalb ist dieser 220d nun ein Top Alternative!

Helge
Reply to  BENZINER
30 Tage zuvor

@Benziner: Beim neuen 300de habe ich noch nicht in den Kofferraum geschaut. Du spielst wahrscheinlich auf die Stufe bei den Hybriden an. Die soll doch angeblich beim W206 verschwunden sein. Beim 205er gabs die noch beim 300e, da habe ich mal den Kofferraum gesehen. Das war in der Tat eher unpraktisch. Aber wenn man mal von diesem Manko absieht (sofern es noch besteht), dann spricht kaum etwas gegen den Plugin. Nur vielleicht, daß die Anhängelast etwas geringer ist.

Markus Rieksmeier
Reply to  Halge
30 Tage zuvor

Interessant übrigens (im Beitrag unerwähnt) ist das von 400 auf 440 Nm erhöhte Drehmoment (OM 654 => 654 M) des leicht huberhöhten, nun „echteren“ Zweiliters.

PS. Der Plug-in-Hybrid E 300 de hat Drehmoment:
Diesel: 400 Nm („kleiner“ 2-Liter, ohne die Mini-Huberhöhung)
Elektro: 440 Nm
System: 700 Nm

MB987
Reply to  Halge
23 Tage zuvor

Ein Kollege hatte sowohl den Hybrid als auch den OM654 als Dienstwagen im E. Trotz regelmäßigem Laden war der Hybrid in Summe schlechter im Verbrauch:)

feschi
Reply to  Halge
13 Tage zuvor

Stimmt, aber in Wirklichkeit kommt der 300de für viele nicht in Frage, weil fast die Hälfte des Kofferraums für die Batterie drauf geht. Für mich ein NO-GO. Erst wenn die Architektur der E-Klasse für die zusätzliche Batterie ausgelegt wird, und das Kofferraum-Volumen nicht mehr darunter leiden muss, könnte der 300de eine Alternative werden. So aber nicht.

Ben von eFuelsNow
30 Tage zuvor

Sind die überarbeiteten Motoren jetzt endlich für synthetischen XTL Diesel nach EN 15940 (auch als HVO100 bekannt) freigegeben? Nachdem die französischen Hersteller das schon lange auch offiziell können, hat ja auch VW seine Motoren vor kurzem freigegeben. Da ist MB langsam Schlusslicht im Markt.

martin
Reply to  Ben von eFuelsNow
30 Tage zuvor

Da es den xTL Diesel eh kaum irgendwo gibt , spielt es eigentlich keine Rolle ob MB den freigibt. Wer den Schrott fahren will soll sich halt nen Franzosen kaufen.
Das Thema Diesel läuft sich sowieso tot in einigen Jahren.

Thomas
Reply to  martin
30 Tage zuvor

Diesel ist spätestens 2025 eine Nische. Egal ob synthetisch oder nicht.

Markus Rieksmeier
Reply to  martin
30 Tage zuvor

Schrott?!?? Haben Sie dazu Argumente?

Markus Rieksmeier
Reply to  Ben von eFuelsNow
30 Tage zuvor

Sie sog. paraffinischen Diesel-Kraftstoffe* hat Mercedes-Benz noch nicht freigegeben.

*C.A.R.E. Diesel oder Shell GTL Fuel nach EN 15940, USA: ASTM D975

Mathias
Reply to  Ben von eFuelsNow
16 Tage zuvor

Wozu? Damit vervielfacht man ohne großen Nutzen die Aufwände und Kosten in der Fahrzeugzertifizierung und ist nachher für die Abgasverhalten aller möglichen Mischungen mit EN590 Diesel verantwortlich. Und zu welchem Kundennutzen? Den Kraftstoff bekommt man nahezu nirgends, und fahren darf man als Endkunde eh mit allem, auch ohne Herstellerfreigabe.
Wer EN15940 mit Stern fahren möchte, kann ja zum Actros greifen (OM470 und OM471 müssten freigegeben sein).

Saydem
29 Tage zuvor

Was ich nicht verstehe: Der neue 220d bekommt 6PS & 40Nm mehr, zusätzlich noch einen ISG mit 20PS & 200Nm und ist von den Leistungswerten sowohl in der Beschleunigung als auch in der Endgeschwindigkeit langsamer als der alte Motor (Beispiel Limo 240km/h mit 194PS —-> 238km/h mit 200PS). Woran liegt das?

LeStar
Reply to  Saydem
29 Tage zuvor

Mehrgewicht!
Das T-Modell wiegt mit dem neuen Antrieb jetzt fast 2 Tonnen…

Der einzige Mehrwert ist wahrscheinlich das sanftere Anfahren und Ausrollen und ein besseres Ansprechverhalten, wenn der ISG überbrückt.

Snoubort
Reply to  Saydem
29 Tage zuvor

Der Overboost wird nicht bis zur Höchstgeschwindigkeit gehen können und grundsätzlich scheint das ISG ein ganz schönes Mehrgewicht zu verursachen.

Laie
Reply to  Saydem
29 Tage zuvor

Vielleicht sind die neueren Modelle “ auf dem Weg“ bis zur PS-Höchstleistung etwas „magerer“ eingestellt, um einen geringeren Normverbrauch auszuweisen???? Da fehlt dann halt etwas Durchzug.
Aber die Einspritzmenge erhöhen kann jeder „Tuner“. Gerade beim Diesel.
Ich kenne einen Kfz-Mechaniker, der das beim 270CDI gemacht hat. Der lief dann Tacho 290 , kurze Zeit danach hatte der erste Kolben ein Hitzeloch.

Benzfahrer
28 Tage zuvor

Wann kommt für diesen Motor die Rückrufaktion ???