Auf der BAUMA in München zeigt Mercedes-Benz als eines der Highlights der Messe einen Prototypen eines elektrischen Aroms Modells, der in Zusammenarbeit mit der Paul Group aufgebaut wurde. Das Modell soll bereits ab 2023 in einer Kleinserie angeboten werden.

e-Arocs Prototyp

Neben dem Arocs Modell bietet Mercedes-Benz zukünftig auch einen batterieelektrischen Antrieb des Modells an. Einen ersten Blick auf ein zukünftiges Serienmodell zeigt Mercedes-Benz dazu auf der BAUMA in München. Zusammen mit der Paul Group wurde erster Prototyp aufgebaut, der im Werk des Partners in Vilshofen an der Donau mit einem E-Antriebsstrang ausgestattet wird. Durch die Weiternutzung der Außenplanetenachsen des Aroms Modells hat man sich hierbei auf eine elektrifizierte Zentralmotorlösung entschieden, was die bisherige Bodenfreiheit weiter gewährleistet.

 Elektrischer Antriebsstrang mit 400 kW Spitzenleistung

Der auf der bauma in München gezeigte Prototyp des „Battery-Electric Arocs“ 8×4 mit M-Fahrerhaus ClassicSpace ist dabei mit dem elektrischen Fahrmischer-Aufbau ETM-905 von LIEBHERR-Mischtechnik ausgestattet, der seine Energie über eine Schnittstelle aus den Batterien des Arocs bezieht und über ein Nennvolumen von neun Kubikmetern verfügt. Nach Aussagen von Mercedes-Benz verfügt des Modell somit knapp einen Kubikmeter weniger (Beton)-Volumen, als die Verbrenner-Variante.

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Die Paul Group gibt für den elektrischen Antriebsstrang des Fahrzeugs eine Dauerleistung von mehr als 300 kW und eine Spitzenleistung von mehr als 400 kW an. Der Battery-Electric Arocs kann mit wahlweise sechs oder sieben Batteriepaketen mit jeweils 60 kWh nutzbarer Energie konfiguriert werden. So sind laut Paul Reichweiten von deutlich mehr als 200 Kilometern möglich. Zwei (bei sechs Paketen) beziehungsweise drei (bei sieben Paketen) der Batteriepakete befinden sich im Batterieturm hinter dem Fahrerhaus. Die restlichen Batterien sind im Fahrgestell verbaut.

800 Volt Bordnetz – 150 kW maximale Ladeleistung

Der Battery-Electric Arocs verfügt über ein 800 Volt-Bordnetz und kann nach Angaben der Paul Group an einer Ladesäule mit 150 kW innerhalb von ca. 1,5 Stunden bei sechs Batteriepaketen von 20 auf 80 Prozent aufgeladen werden. AC Laden wird ebenfalls verfügbar sein.

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In der Kleinserie ab Ende 2023 sind Konfigurationen flexibel als 4- und 3-Achser für Liebherr-Fahrmischer, Pritschen- und Kippanwendungen verfügbar. Der Hauptvertrieb liegt in den Händen von Paul, die Unternehmensgruppe übernimmt auch alle Service- und Wartungsarbeiten am Lkw. Das Fahrzeug wird zunächst in Deutschland verfügbar sein.

Bilder: MBpassion.de / Philipp Deppe