500.000ste G-Klasse produziert

Im österreichischen Graz ist heute das 500.000. Modell der legendären Mercedes-Benz G-Klasse vom Band gerollt. Das vielfach als „bester Geländewagen der Welt“ ausgezeichnete Offroader-Urgestein schreibt seit 1979 seine ganz eigene Erfolgsgeschichte.

Den Kultstatus innerhalb ihrer wachsenden Fangemeinde verdankt die G-Klasse vor allem ihrer einzigartigen Kombination aus unverwechselbarem Design und überragender Geländegängigkeit. Das Jubiläumsfahrzeug erinnert an die Ursprünge der Offroad-Ikone: Vorbild für den Vintage-Look des Einzelstücks ist der 280 GE aus dem Baujahr 1986. Von ihm übernimmt der 500.000. Nachfahre ikonische Design-Elemente wie die Außenfarbe und das Sitzmuster. Die G-Klasse nähert sich ihrem 45-jährigen Produktionsjubiläum, das 2024 ansteht. Auch bei der damit verbundenen Modellpflege wird sie sich treu bleiben. Die Devise wird weiterhin lauten: technische Weiterentwicklung bei unverändertem Charakter.

Einzelstück zum Produktionsjubiläum: ein Original, inspiriert vom Original

Bei dem Modell, das Mercedes-Benz anlässlich des Produktionsjubiläums vorstellt, handelt es sich um ein lupenreines Unikat. Der 500.000. „G“ ist von einer G-Klasse aus den Anfangsjahren inspiriert. Er zeigt einige besonders markante Design-Merkmale des historischen Vorgängers, der längst den Status eines automobilen Klassikers genießt. Ein echter Eyecatcher ist der historische Lack in Agavengrün, eine der ersten Lackfarben, die für die G-Klasse verfügbar war. Zu den eher subtilen Details bei der Exterieur-Gestaltung zählen die Blinker. Deren Form ist bis heute gleich geblieben, nicht aber deren Farbe: Beim Jubiläumsfahrzeug zeigen die Abdeckungen der Fahrtrichtungsanzeiger das heute nicht mehr verwendete Orange, also den für Automobile der 1970er-Jahre typischen Look. Auch die historische Reserverad-Abdeckung mit dem im Vergleich zu heutigen Modellen deutlich größeren Mercedes Stern, die Marken-Plakette an der Hecktür sowie das 5‑Speichen-Rad in Sterlingsilber zitieren die Anfangszeit der G-Klasse. Das Interieur des 500.000. Fahrzeugs ist ebenfalls vom 280 GE inspiriert. So ist der mittlere Teil der Sitzfläche mit dem damals typischen karierten Stoff bezogen, während der Haltegriff auf der Beifahrerseite den Schriftzug „No. 500.000“ in Agavengrün trägt. Die „Schöckl“-Einstiegsleiste ist hingegen fester Bestandteil des aktuellen Individualisierungsangebots der G manufaktur. Das gilt auch für den Türknopf mit Logo-Prägung: Im heute verfügbaren Logo-Paket ist dieser jedoch in silberner Ausführung erhältlich – beim Jubiläumsmodell ist er in Schwarz gehalten.

Seit 1979 setzt das Topmodell unter den Luxus-Geländewagen neue Maßstäbe

Die G-Klasse ist – neben der S- und E-Klasse – eine der am längsten gebauten Pkw-Modellreihen der Mercedes-Benz Historie. Schon mit dem ersten G-Modell gestaltete das Entwicklungsteam ein Fahrzeug, das überlegene Geländegängigkeit mit Onroad-Fahrkomfort und Mercedes-typisch hohen Sicherheitsstandards kombinierte. Zum Marktstart im Frühjahr 1979 konnte die Kundschaft zwischen vier Motorvarianten mit einem Leistungsspektrum von 53 kW/72 PS bis 110 kW/150 PS wählen. Sowohl Cabriolets mit kurzem Radstand als auch Station-Wagen mit kurzem oder langem Radstand waren lieferbar.

Im Verlauf der vergangenen vier Jahrzehnte hat sich die G-Klasse vom reinen Nutzfahrzeug zum Lifestyle-Objekt etabliert. Ihren unverwechselbaren Charakter und ihr typisches Erscheinungsbild hat sie sich jedoch bis heute bewahrt. Allradantrieb, Differenzialsperren mit 100-prozentiger Sperrwirkung und der robuste Leiterrahmen gehören seit Beginn zur G-Klasse. Ikonische Design-Elemente wie die Rundscheinwerfer, das exponierte Ersatzrad an der seitlich angeschlagenen Hecktür und die klare, kantige Silhouette sorgen dafür, dass die Geländewagen-Ikone auch heute noch als direkter Erbe des ersten G‑Modells zu erkennen ist.

In Sachen Performance und Technik wurde die G-Klasse über die Jahre hinweg kontinuierlich weiterentwickelt. Den größten technologischen Sprung der Modellgeschichte brachte die Neuauflage, die 2018 auf der Detroit Auto Show Weltpremiere feierte: Scheinwerfer in LED-Technik, moderne Fahrassistenzsysteme, ein grundlegend neu gestaltetes, modernes Interieur sowie ein neues Fahrwerk sorgen für mehr Sicherheit und Komfort sowie verbesserte Fahreigenschaften auf und abseits der Straße.

Das Motto der 2018 eingeführten aktuellen Generation lautet „Stronger Than Time“ und gilt in Zukunft mehr denn je: Mit der rein elektrischen G-Klasse, die ab 2024 parallel zu den Modellen mit Verbrennungsmotoren vom Band läuft, geht die Geländewagen-Ikone den Schritt in die Zukunft. Dabei wird die vollelektrische Version, die weiterhin ganz in der Design-Tradition der Baureihe steht, mit ihren Offroad-Fähigkeiten neue Maßstäbe setzen: Vier radnahe und individuell angesteuerte Elektromotoren ermöglichen einzigartige Fahreigenschaften, wobei die im Leiterrahmen integrierten Batterien für einen tiefen Schwerpunkt sorgen. Die Elektromotoren stellen praktisch mit der ersten Umdrehung ihr maximales Drehmoment bereit und sorgen so für enorme Durchzugskraft und Dosierbarkeit. Damit ist die Offroad-Ikone optimal auf die Abenteuer der Zukunft vorbereitet.

Quelle: Mercedes-Benz Group AG

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G-Fahra
1 Monat zuvor

Sehr gelungen, das Modell. Kann mir vorstellen, dass jetzt viele ein solches Retro-Paket gern ordern würden.

Marc W.
Reply to  G-Fahra
1 Monat zuvor

Ich wusste, dass es noch irgendwo Leute gibt, die was von ihrem Job verstehen.
Das ist die absolute Zukunft.
Tradition durch Design, aber bei gleichzeitig unwiderstehlichen inneren Werten.
Sprich, modernen effizienten und sauberen Motoren, zeitgemäßen Assistenzsystemen. Blinker, die retro aussehen, aber LED gefüttert sind.
Innen vielleicht ein Kombiinstrument, das digital als Skin eine der mannigfachen G-Welten darstellen kann (ich mochte das 210er-KI).
Eine Bedienbarkeit, die im traditionellen MB-Stil „den Mehrfachweg“ erlaubt. Also Cobra, touchpad und meinetwegen Touchscreen. Kostet. Darf es dann aber.
Werdet endlich wirklich luxury 😉

Hans
1 Monat zuvor

Ich warte schon über ein Jahr, das ich ein G 400 bestellen darf.
weiß jemand, ob der Bestellstopp aufgehoben wird?

Jonas
1 Monat zuvor

Ist bekannt mit welcher Motorisierung dieses 500.000ste Exemplar ausgestattet ist?

Herr Holle
Reply to  Jonas
1 Monat zuvor

Um dem Original aus dem Jahr 1979 möglichst nahe zu kommen, hat man dort einen M281E10 aus dem Smart ForTwo mit 70 PS verbaut.

Jonas
Reply to  Herr Holle
1 Monat zuvor

Wäre cool, auch wenn sich der Bock dann wahrscheinlich kaum bewegen würde.

meine Frage konnte ich inzwischen auf der MB-Presse Seite beantworten, man hat wohl passenderweise auf einen G500 gesetzt.

JML
1 Monat zuvor

Der erste neue G, der gut aussieht.

Herr Holle
1 Monat zuvor

Ich wundere mich warum die das erst jetzt so bauen. Und bin mir recht sicher dass es diese Konfiguration spätestens dann als Sondermodell geben wird, wenn die aktuell immernoch hohe Nachfrage nach der G-Klasse nachlässt

Jonas
Reply to  Herr Holle
1 Monat zuvor

Ich könnte mir gut vorstellen, dass man eine G-Klasse auch ohne Sondermodell auf Wunsch bereits derartig individualisieren kann – ein paar kleine Details wie z.B. die Felgen mal ausgenommen.

G-Fahra
Reply to  Jonas
1 Monat zuvor

Besonders ist die Lackierung in „Seventies-Grün“ sowie die gelben Blinker. Das gab es noch nicht. Schnauze und Seitenschweller in Manufaktur Magno Schwarz (um das alte Kunststoff zu imitieren) sowie die 18 Zoll Astaroth Felgen bekommt man auch so hin.

Walter
1 Monat zuvor

Wäre noch zusagen das die G Klasse bei Magna in Graz gebaut wird. Top Team