Der Roadtrip: im EQE 350+ 6.500 km durch Europa

Ein Fahrbericht zu einen Fahrzeug ist immer eine Momentaufnahme, dessen Eindruck sich in nur wenigen Tagen bilden muss. Wir wollten es mit dem EQE 350+ von Mercedes-Benz anders machen. Ganz anders, länger und auf Langstrecke. Richtige Langstrecke durch Deutschland, Frankreich sowie nach Spanien. Das grobe Ziel war mit Lissabon angesetzt, die Reisezeit nicht weniger als sieben Tage.

Der Roadtrip: im EQE 350+ 6.500 km durch Europa

6.500 km Roadtrip durch Europa

Irgendwie verrückt, aber ein Fahrzeug auf einer richtigen Langstrecke unter verschiedenen Fahrern im Alltag zu testen, ermöglichte uns, jede Funktion des Fahrzeugs durchaus genauer anzusehen.  Ob und wann welches System ggf. Probleme macht, sollten auf über 6.500 km Wegstrecke aber auch rauszukriegen sein. Dabei war mehr der Weg unser Ziel, als die durchfahrenen Orte. Sightseeing oder gar Strandurlaub war also nicht, sondern 6.500 km quer durch Europa innerhalb von nur 7 Tagen. Mit Stil – im EQE 350+.

Von Nürnberg Richtung Frankreich und Spanien

Unser Roadtrip im EQE 350+ startete dazu in Nürnberg und ging auf direkter Strecke Richtung Frankreich. Gestartet wurde Abends gegen 21 Uhr. Die erste geplante Etappe sollte dann am Ende sogar der längste Abschnitt unserer Reise sein: mit knapp 1.550 km – und lediglich unterbrochen von notwendigen Ladestopps bis an die Nordküste von Spanien. Geplant war hier zuerst eine Akkunutzung im Bereich von 20 und 80 % Akkustand (SoC), dessen eigene Vorgabe wir im Laufe der Reise aber noch verändern sollten. Doch danach ging unserer Trip noch weiter. Unsere Routenplanung übernahm dabei komplett unser „virtueller Beifahrer“: das MBUX System, auf dessen Navigation und Ladeplanung wir uns vollständig verlassen wollten.

 

Ladenetz in Frankreich und Spanien

Wie es uns auf der Reise effektiv erging, warum wir unsere Reiseroute spontan änderten und wo wir am Ende überall waren – dazu wollten wir in den nächsten Wochen in Form eines Mehrteilers erzählen. Dann erzählen wir auch im Detail, wie sich das verfügbare Ladenetz in Frankreich und Spanien für uns darstellte und warum wir am Ende mit dem EQE 350+ doch unverschuldet in eine Werkstatt mussten. Soweit sei aber schon verraten: der EQE 350+ war jederzeit ein mehr als zuverlässiger Begleiter und war für uns definitiv das beste Mittel für die Reise selbst. Eine andere Wahl im Fahrzeugportfolio von Mercedes wäre für die Reise nicht so effektiv, als es die Business-Limousine  mit Stern in Summe erledigte.

Bilder: MBpassion.de

21 Kommentare
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Snoubort
11 Monate zuvor

Nicht die hässlichste Farb-Ausstattungs-Auto Variante…

keno
11 Monate zuvor

Auf diesen Bericht freue ich mich.
Ich hatte mal einen EQE 350+ für ein Wochenende und habe ihn als Reiselimousine sehr geschätzt.
Ist halt leider auf Dauer nichts für enge Tiefgaragenstellplätze 🙁

EGI
Reply to  Markus Jordan
11 Monate zuvor

Die Länge war bisher kein Problem – Dank Heckachsenlenkung wie mit einem Kompakten. Aber die Breite… Wurde in Madrid von einem Einparken den gleich erwischt…

Rene
Reply to  Markus Jordan
11 Monate zuvor

Ja, war eine ganz schön enge Sache in dem Parkhaus in Cordoba. So oft wie dort hat die Notbremsfunktion nie wieder angeschlagen…

Stranger
Reply to  keno
11 Monate zuvor

So sehe ich das auch bei 1,96 m Breite ohne Spiegel und somit 6 cm breiter als der neue i5.
Interessanterweise ist die Breite mit Außenspiegel beim EQE „dafür“ mit 2,103 m recht „kompakt“ und 5 cm schmaler als die des i5, so dass Autobahnbaustellen wohl problemloser als Parkhäuser sein sollten (die Spiegel sitzen beim EQE recht weit innen und „tragen wenig auf“).
….zum Vergleich mein alter 5er (F10): 1,86 ohne / 2,09 mit Spiegel -> bei 2,10er Spuren ist man da sogar gesetzeskonform unterwegs 😉

Flix
11 Monate zuvor

Bin gespannt was ihr berichtet! Fahre selbst seit September 22 einen EQE und bin super glücklich. Der Komfort, die Souveränität und die Fahrleistungen beeindrucken mich jedes mal aufs Neue. Er dürfte nur gerne etwas kompakter sein, in allen Abmessungen.
Der nächste ist schon bestellt und mit dem geht es dann im September auf eine Reise von Norddeutschland nach Italien.

Pano
11 Monate zuvor

Wie jetzt, das ist nur der Trailer? Dann bin ich mal sehr auf die Serie gespannt 🙂
Grüße
Pano

Keller Heiner
11 Monate zuvor

Tolles Auto habe ihn gefahren ne war begeistert , aber meiner wird es nicht . Ich brauche Hängerkupplung für Radträger und will unbedingt Panoramadach . Leider ist das unverständlicherweise nicht kombinierbar

Bei EQS geht es aber der ist mir zu groß

Andreas
11 Monate zuvor

Oh, da freue ich mich eure Berichte zu lesen. Im Oktober bekomme ich meinen EQE 350 und ich freue mich schon sehr, damit ins Elektrozeitalter einzusteigen :-).

Grüße

EGI
11 Monate zuvor

Sind gerade mit dem EQE 500 4matic in Spanien. Gestartet in Stuttgart, dann über Frankreich. Allerdings 9 Tage statt nur 7 🙂
Bisher der Eindruck: eine der angenehmsten Reiselimousinen, die ich je gefahren habe.

Marc W.
11 Monate zuvor

Bin auch sehr gespannt. Schön find ich diese EiQ immer noch nicht. Und wenn man denn so um die 17kWh/100km benötigt, fragt man sich schon, weshalb Marktbegleiter mit weniger aerodynamischen Zugeständnissen auf ähnliche Werte kommen…..

David
Reply to  Marc W.
11 Monate zuvor

ein effizienterer Antrieb und 400kg weniger helfen schon viel. Nicht alles ist Luftwiderstand.

Thomas
Reply to  Marc W.
11 Monate zuvor

Die Konkurrenz (das Wort Marktbegleiter ist eine Beschönigung der Realität, leider heutzutage üblich) kann die Physik auch nicht überlisten. Aber andere WP verbauen und Komfortverbraucher weglassen.
Solange die Ladeleistung stimmt, spielen die 2-3 kWh keine Rolle. MB bleibt sich gewissermaßen treu. Auch bei Verbrennern konnten andere bessere Werte realisieren.

PupNacke
11 Monate zuvor

„für die Reise nicht so effektiv, als es die Business-Limousine mit Stern in Summe erledigte.“
Effektiv in Form Energieverbrauch? Effektiver wäre ich lieber in einer normalen E-Klasse mit Benziner/Verbrenner unterwegs, ohne mir mit Ladesäulen und warterei den Tag zu verderben bei so viel fahrerei 🙂

Vagabond37
11 Monate zuvor

Hallo Markus, vielen Dank für den spannenden Bericht zu diesem sehr interessanten Mercedes E-Klasse Modell. Das ist auf jeden Fall eine gute Anregung für die eigene Entscheidungsfindung. Danke dafür! Viele Grüsse

Micha
11 Monate zuvor

Auf die Berichtsserie freue ich mich auch.

Aber wenn ich hier wieder die „Außenbilder“ sehe, bin ich weiterhin kurz vorm Brechreiz. Wie kann man nur so etwas designen? Null Komma null Mercedes-Benz. Nicht auszuhalten und hoffentlich ein nur kurzer Irrweg.

Christian W.
Reply to  Micha
11 Monate zuvor

Mercedes sind derzeit wenig fotogen. In natura sehen sie aber gut aus, besonders mit der hier abgebildeten Konfig.

Adrian
11 Monate zuvor

Wenn ich mir den EQE auf den Bildern anschaue… eine kürzere Motorhaube und ein längerer Kofferraum wären wohl sinnvoller gewesen, der Fahrer sitzt ja erst gefühlt in der Fahrzeugmitte, obwohl kein großer Verbrenner vorne drin ist.

Vielleicht im Nachfolger, siehe EQXX

EGI
11 Monate zuvor

Kurzimpressionen:

  • Frankreich ist ein Traum für E-Autos. Viele Ladesäulen, Ionity ist gut ausgebaut. Total Schnellader sind aber relativ teuer. Dafür viele Schnelllader auf den Supermarkt-Parkplätzen und kaum welche in der Pampa. Die meisten Ladeplätze sind überdacht – Vorteil im Sommer
  • Spanien ist etwas anders. Manche Rapsol Schnelllader verweigern das Roaming. Die Leistungsangaben der Säulen stimmen nicht mit den in der App/Navi überein. Meist „nur“ 120-150KW. Viele Ladeplätze liegen etwas weiter entfernt und sind nicht überdacht – bei +40 buchstäblich uncool
  • Einfahrt nach Madrid und Barcelona einfacher, da die Verbrenner verbannt wurden